Seite 1 von 5
Nominierungen DSFP 2005
Verfasst: 15. Februar 2005 08:28
von Shock Wave Rider
Die
Nominierungen für den Deutschen Science Fiction Preis 2005 sind bekanntgegeben.
www.dsfp.de hat geschrieben:Nominierungen in der Sparte Roman
Sibylle Berg: »Ende gut«. Kiepenheuer & Witsch, ISBN 3-462-03358-1
Andreas Brandhorst: »Diamant«. Heyne Verlag, ISBN 3-453-87901-5
Andreas Brandhorst: »Der Metamorph«. Heyne Verlag, ISBN 3-453-52009-2
Herbert W. Franke: »Sphinx_2«. dtv, ISBN 3-423-24407-0
Alpha O'Droma: »EINS- Die Entscheidung«. Infinitus Lektoren Verlag, ISBN 3-936390-02-0
Frank Schätzing: »Der Schwarm«. Kiepenheuer & Witsch, ISBN 3-492-27075-1
Nadja Sennewald: »RunRabbitRun«. Piper, ISBN 3-492-27075-1
Nominierungen in der Sparte Kurzgeschichte
Karl Michael Armer: »Die Asche des Paradieses«
in »Der Atem Gottes (Visionen 2004)«, Shayol Verlag, ISBN 3-926126-42-6
Bernhard Brunner: »Die verbesserte Universalfernbedienung«
in »NOVA 5«, Verlag Nummer 1, ISBN 3-8334-1095-7
sowie »Deus ex Machina«, Story-Olymdiade / Wurdack Verlag, ISSN 1618-9647 Band 10
Andreas Eschbach: »Quantenmüll«
in »Der Atem Gottes (Visionen 2004)«, Shayol Verlag, ISBN 3-926126-42-6
Marcus Hammerschmidt: »Harmagedon«
in »Der Atem Gottes (Visionen 2004)«, Shayol Verlag, ISBN 3-926126-42-6
Marcus Hammerschmitt: »Vaucansons Ente«
in »Eine Trillion Euro«, Bastei-Lübbe, ISBN 3-404-24326-9
Oliver Henkel: »Mr. Lincoln fährt nach Friedrichsburg«
in »Wechselwelten«, Books on Demand, ISBN 3-8334-1535-5
Jörg Isenberg: »Hinter dem Gargoynenstern«
in »phantastisch!« 14, Verlag Achim Havemann, ISSN 1616-8437
Jörg Isenberg: »Motormond«
in »Der Atem Gottes (Visionen 2004)«, Shayol Verlag, ISBN 3-926126-42-6
Wolfgang Jeschke: »Das Geschmeide«
in »Eine Trillion Euro«, Bastei-Lübbe, ISBN 3-404-24326-9
Michael Marrak: »Die Ausgesetzten«
in »Eine Trillion Euro«, Bastei-Lübbe, ISBN 3-404-24326-9
Armin Rößler: »Faust«
in »Deus ex Machina«, Story-Olymdiade / Wurdack Verlag, ISSN 1618-9647 Band 10
Erik Simon: »Desiderius Felix«
in »Der Atem Gottes (Visionen 2004)«, Shayol Verlag, ISBN 3-926126-42-6
Angela Steinmüller, Karlheinz Steinmüller: »Das Internetz in den Händen der Arbeiterklasse«
in »Alien Contact Jahrbuch 2003«, Shayol Verlag, ISBN 3-926126-31-0
Die Preisverleihung findet statt am 4. Juni 2005 auf dem
Jubicon in Darmstadt.
Gruß
Ralf
Verfasst: 15. Februar 2005 09:50
von Oliver
Jetzt haben wir hier die gleiche Debatte wie im SF-Netzwerk, ist der "Metamorph" nun ein 2004er oder 2005er-Roman?
Frage: Hat jemand hier im Forum den Roman von Nadja Sennewald gelesen? Ich frage, weil mich interessieren würde, ob die Updike-Anspielung sich nur auf den Titel bezieht oder auch inhaltlich auf seine Rabbit-Romane Bezug genommen wird.
Verfasst: 15. Februar 2005 09:54
von Khaanara
Laut Amazon ist der Erscheinungsdatum des Romans: Januar 2005
Aber meistens bei Heyne ist der Roman auch schon ein paar Tage früher im Handel !
Verfasst: 15. Februar 2005 10:05
von Shock Wave Rider
Oliver hat geschrieben:Jetzt haben wir hier die gleiche Debatte wie im SF-Netzwerk, ist der "Metamorph" nun ein 2004er oder 2005er-Roman?
Frage: Hat jemand hier im Forum den Roman von Nadja Sennewald gelesen? Ich frage, weil mich interessieren würde, ob die Updike-Anspielung sich nur auf den Titel bezieht oder auch inhaltlich auf seine Rabbit-Romane Bezug genommen wird.
Der "Metamorph" war bereits Mitte Dezember 2004 allgemein bestell- und verfügbar.
Im Buch steht:
Copyright 2005 by Andreas
EDIT: Brandhorst (war: Eschbach! Sorry!
)
Copyright 2005 dieser Ausgabe by Wilhelm Heyne Verlag, München
Printed in Germany 11/2004
Was sagt uns das? Zwei Monate ohne Copyright?
Ich habe den Roman von Nadja Sennewald gelesen. Mir sind keine expliziten Updike-Anspielungen aufgefallen. Das will aber nichts heißen, weil ich den Updike-Roman nicht kenne.
Kannst Du vielleicht kurz erläutern, worum es beim Updike geht?
Es geht in dem Roman um ein Fernsehformat der Zukunft, eine logische Weiterentwicklung von "Big Brother", "Holt mich hier raus!" & Co und die Verstrickung wirtschaftlicher Konzerne darin.
Gruß
Ralf
Verfasst: 15. Februar 2005 10:34
von Gast
Shock Wave Rider hat geschrieben:Der "Metamorph" war bereits Mitte Dezember 2004 allgemein bestell- und verfügbar.
Im Buch steht: Copyright 2005 by Andreas Eschbach
Dieser Eschbach mischt ja nun überall mit. Ist ja schlimmer als bei der Russenmafia!
Gruss
Verfasst: 15. Februar 2005 10:35
von Stefan Hoffmann
Shock Wave Rider hat geschrieben:
Im Buch steht:
Copyright 2005 by Andreas Eschbach
Copyright 2005 dieser Ausgabe by Wilhelm Heyne Verlag, München
Printed in Germany 11/2004
Was sagt uns das? Zwei Monate ohne Copyright?
Tja, was sagt uns das? Daß Andreas Eschbach mittlerweile wirklich überall seine Fingerchen drin hat?
Stefan, verwundert
Verfasst: 15. Februar 2005 10:41
von breitsameter
Oliver hat geschrieben:Jetzt haben wir hier die gleiche Debatte wie im SF-Netzwerk, ist der "Metamorph" nun ein 2004er oder 2005er-Roman?
Warum sollte man darüber lange diskutieren müssen? Der Roman war ab Mitte Dezember 2004 überall im Handel erhältlich (und viele hatten ihn zu diesem Zeitpunkt auch bereits auf ihrem Schreibtisch liegen), er erschien also im Jahre
2004.
Wer jetzt damit kommt, daß
im Buch als Erscheinungstermin 2005 angegeben ist, der sollte sich bitte erst einmal mit den Regeln für die Angabe des Erscheinungsjahres befassen. Laut diesen ist es nämlich auch möglich bei einem Buch, daß erst Ende Februar 2005 in den Handel kommt rechtmäßig als Erscheinungstermin das Jahr 2004 einzutragen und an die Deutsche Bibliothek zu vermelden. Wer also Paragraphenreiter spielen will, sollte also bitte erst rechierchen, dann nachdenken und dann posten.

Verfasst: 15. Februar 2005 10:41
von Oliver
Shock Wave Rider hat geschrieben:Der "Metamorph" war bereits Mitte Dezember 2004 allgemein bestell- und verfügbar.
Im Buch steht:
Copyright 2005 by Andreas Eschbach
Copyright 2005 dieser Ausgabe by Wilhelm Heyne Verlag, München
Printed in Germany 11/2004
Was sagt uns das? Zwei Monate ohne Copyright?
Grins. Das Problem ist halt: Der Metamorph ist "offiziell" ein 1/05-Titel, war aber in der Tat schon Anfang Dezember überall zu haben. Da ist dann halt die Frage, wie man sich festlegt. Ich würde zum Januar tendieren, verstehe aber die Argumente des DSFP-Gremiums genauso.
Wir werden beim DPP das gleiche Problem haben, wobei ich dafür stimmen werde, den Roman nicht zuzulassen (also erst nächstes Jahr), das habe ich aber nicht alleine zu entscheiden und werde möglichweise überstimmt.
Ich habe den Roman von Nadja Sennewald gelesen. Mir sind keine expliziten Updike-Anspielungen aufgefallen. Das will aber nichts heißen, weil ich den Updike-Roman nicht kenne.
Kannst Du vielleicht kurz erläutern, worum es beim Updike geht?
Ich meine die 4 Rabbit-Romane die Updike von 1960 bis ca. 1990 im Zehnjahresabstand schrieb. Da erzählte er von einem Protagonisten, der halt dann auch jeweils zehn Jahre älter ist, genau wie der Autor und auch das Land. Faszinierende Lektüre, weil man so schlaglichtartig auch viel über Amerika Anfang der 60er, 70er, 80er und 90er erfährt und die Entwicklung des Helden, des Landes und den Reifeprozess des Autors mitverfolgen kann. Der erste Band hieß "Rabbit, Run!", der letzte "Rabbit at Rest". Nur fürs Protokoll: Das ist keine Phantastik.

Verfasst: 15. Februar 2005 10:45
von Oliver
breitsameter hat geschrieben: Wer also Paragraphenreiter spielen will, sollte also bitte erst rechierchen, dann nachdenken und dann posten.

Nicht gleich angegriffen fühlen, Florian.
Mir geht es darum (parallel wie beim SF-Netzwerk), dass der tatsächliche Erscheinungstermin halt mehr von Zufällen abhängt und dadurch willkürlicher und weniger trennscharf ist, als das, was vorne im Buch drin steht. Ist doch alles Definitionsfrage.
Extrem hinkendes, aber lustiges Beispiel: Das DSFP-Gremium steht Ende 2005 an einer Autobahnrastätte und trinkt Kaffee. Da kommt ein Heyne-Laster vorbei und ein 2006-Titel fällt vom Wagen, vor Eure Füße. Wird das Buch dann für 2005 zugelassen?

Verfasst: 15. Februar 2005 10:49
von breitsameter
Oliver hat geschrieben:Mir geht es darum (parallel wie beim SF-Netzwerk), dass der tatsächliche Erscheinungstermin halt mehr von Zufällen abhängt und dadurch willkürlicher und weniger trennscharf ist, als das, was vorne im Buch drin steht. Ist doch alles Definitionsfrage.
Wenn Du wüßtest, wie sehr wahllos man damit umgehen kann, WAS man vorne in ein Buch als Erscheinungstermin reinschreibt, würdest Du das nicht schreiben.
Oliver hat geschrieben:Extrem hinkendes, aber lustiges Beispiel: Das DSFP-Gremium steht Ende 2005 an einer Autobahnrastätte und trinkt Kaffee. Da kommt ein Heyne-Laster vorbei und ein 2006-Titel fällt vom Wagen, vor Eure Füße. Wird das Buch dann zugelassen?

Gegenfrage: Was hat das mit der Verfügbarkeit des Romans im Handel zu tun? Wir reden hier nicht von ein paar Exemplaren, die im Jahr 2004 zufällig irgendwo aufgetaucht sind, sondern davon, daß der Roman ab Anfang/Mitte Dezember überall in den Buchhandlungen frei erhältlich war und verkauft wurde.
Verfasst: 15. Februar 2005 11:10
von Rusch
Wie war das nochmal mit den Oscar Nomminierungen: Nomminiert werden dürfen nur Filme, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einem Kino in LA gelaufen sind. Da werden dann oft noch schnell ein paar Vorführungen ohne Publikum gemacht, nur damit der Film zugelassen wird. Das ist er recht willkür.
@Oliver: Was wäre gewesen, wenn in das Buch erst im Februar erschienen wäre und im Buch 12/2004 gestanden hätte? De facto ist der tatsächliche Erscheinungstermin der entscheidende, auch wenn sich 10 Jahre später wohl keiner mehr daran erinnern kann und nur die Angaben der Buchinnenseite zitiert werden.
Verfasst: 15. Februar 2005 11:19
von Kringel
breitsameter hat geschrieben:Oliver hat geschrieben:Mir geht es darum (parallel wie beim SF-Netzwerk), dass der tatsächliche Erscheinungstermin halt mehr von Zufällen abhängt und dadurch willkürlicher und weniger trennscharf ist, als das, was vorne im Buch drin steht. Ist doch alles Definitionsfrage.
Wenn Du wüßtest, wie sehr wahllos man damit umgehen kann, WAS man vorne in ein Buch als Erscheinungstermin reinschreibt, würdest Du das nicht schreiben.
Sehr richtig: Im PR-Lemuria-Taschenbuch Nr. 4 stand vorne "2005" als Erscheinungsjahr drin, gekauft habe ich es aber Mitte Dezember 2004. Oder bin ich gar in der Zeit gereist

?
Verfasst: 15. Februar 2005 17:55
von Ulrich
Zumindest das Copyright-Jahr sollte nicht sofort maßgeblich für das Erscheinungsjahr gelten. z.B. Voltz, Invasion der Puppen (Heyne Verlag) erschien 1995, das Copyright-Jahr aber ist 1965. Erschien es also dreißig Jahre vor dem Druck und exisiterte irgendwie doppelt als Heyneausgabe? Nein.
Verfasst: 16. Februar 2005 17:39
von Shock Wave Rider
Oliver hat geschrieben:Ich meine die 4 Rabbit-Romane die Updike von 1960 bis ca. 1990 im Zehnjahresabstand schrieb. Da erzählte er von einem Protagonisten, der halt dann auch jeweils zehn Jahre älter ist, genau wie der Autor und auch das Land. Faszinierende Lektüre, weil man so schlaglichtartig auch viel über Amerika Anfang der 60er, 70er, 80er und 90er erfährt und die Entwicklung des Helden, des Landes und den Reifeprozess des Autors mitverfolgen kann. Der erste Band hieß "Rabbit, Run!", der letzte "Rabbit at Rest".
*Das* Motiv taucht garantiert nicht auf.
"RunRabbitRun" ist der Titel einer Fernsehsendung, bei der ein Kandidat (der Rabbit) von einer ganzen Stadt gejagt wird. Zusätzlich muss der Hase täglich eine Aufgabe lösen, zu deren Zweck er an die Öffentlichkeit, an bestimmte Orte muss.
Gruß
Ralf
Dieses oder jenes Jahr
Verfasst: 17. Februar 2005 08:06
von Mammut
Ich denke, wichtig ist, dass die Kriterien eindeutig, nachvollziehbar und möglichst immer gleich sind. Unabhängig, ob ein Buch in das eine oder andere Jahr genommen wird.
Aber warum die verschiedenen deutsche Preise sich auf unterschiedliche Bemessungsgrundlagen beziehen ist für einen externen Beobachter nur schwer nachzuvollziehen.