Houellebeqcs "Die Möglichkeit einer Insel"
Verfasst: 24. November 2005 21:48
Vor ein paar Wochen erschienen: Das neue Buch des angeblichen "Skandalautors" Michel Houellebecq, das zahlreiche SF-Sequenzen enthält und aus meiner Sicht in eine Reihe mit Huxleys "Schöne neuen Welt" zu stellen ist (sich aber weitaus besser liest).
Aus dem Klappentext:
"Die Möglichkeit einer Insel spielt in einer Welt, wie sie der Autor, Interviews gemäß, in zweitausend Jahren tatsächlich erwartet. Menschen sind beinahe ausgestorben und vagabundieren in versprengten Häuflein durch die zerstörten Großstädte. Längst sind sie ersetzt von durchnummerierten Klonen, die allenfalls noch durch die schriftlich fixierten Biografien des humanen Ausgangsmaterials mit ihren Gen-Gebern verbunden sind. So sieht sich auch Daniel, der Hauptheld des Buchs, mit den Kommentaren seiner unzähligen Doppelgänger konfrontiert: Immer wieder werden seine Ausführungen von den Echos der „Neo-Menschen“ Daniel24 oder Daniel25 unterbrochen."
Im Falle Houellebecq kann man durchaus davon sprechen, daß SF und Mainstreamliteratur keine Gegensätze sein müssen, sondern sich gegenseitig ergänzen und bereichern (können).
Merkwürdig, daß noch niemand hier auf die Idee gekommen ist, die Houellebecqschen Gegenwartsanalysen und Zukunftsvisionen zum Thema eines Strangs zu machen.
Gruß
Frank
Aus dem Klappentext:
"Die Möglichkeit einer Insel spielt in einer Welt, wie sie der Autor, Interviews gemäß, in zweitausend Jahren tatsächlich erwartet. Menschen sind beinahe ausgestorben und vagabundieren in versprengten Häuflein durch die zerstörten Großstädte. Längst sind sie ersetzt von durchnummerierten Klonen, die allenfalls noch durch die schriftlich fixierten Biografien des humanen Ausgangsmaterials mit ihren Gen-Gebern verbunden sind. So sieht sich auch Daniel, der Hauptheld des Buchs, mit den Kommentaren seiner unzähligen Doppelgänger konfrontiert: Immer wieder werden seine Ausführungen von den Echos der „Neo-Menschen“ Daniel24 oder Daniel25 unterbrochen."
Im Falle Houellebecq kann man durchaus davon sprechen, daß SF und Mainstreamliteratur keine Gegensätze sein müssen, sondern sich gegenseitig ergänzen und bereichern (können).
Merkwürdig, daß noch niemand hier auf die Idee gekommen ist, die Houellebecqschen Gegenwartsanalysen und Zukunftsvisionen zum Thema eines Strangs zu machen.
Gruß
Frank