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Deutscher Phantastik Preis 2006
Verfasst: 2. März 2006 08:39
von Diboo
Wie auch in den letzten Jahren beginnt die diesjährige Verleihung des Deutschen Phantastik Preises ab sofort mit der Nominierungsrunde.
Während dieser Nominierungsrunde kann jeder in den vorgegebenen Kategorien Vorschläge abgeben. Jeder darf nur einmal nominieren. Diese Nominierungsrunde läuft bis zum 31. Mai. Im Sommer folgt die Endrunde, in der die Favoriten der Nominierungsrunde, d.h. die die am meisten nominiert wurden, zur Endrunde antreten. Die Endrunde läuft bis zum 15. September, die Verleihung findet auf dem BuchmesseCon am 7. Oktober statt. Aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Jahr, wurde diesmal für beide Phasen ein System eingerichtet, das eine Bestätigung der Teilnahme durch Reaktion auf eine automatisch versandte Email notwendig macht.
Abgestimmt wird über Veröffentlichungen aus dem Kalenderjahr 2005.
Die Seite zum DPP findet sich hier:
http://www.deutscher-phantastik-preis.de
Das Abstimmungsformular für die Nominierungen findet sich hier:
http://www.phantastik-news.de/votes/getForm.php[/url]
Re: Deutscher Phantastik Preis 2006
Verfasst: 2. März 2006 12:51
von Shock Wave Rider
Diboo hat geschrieben:Während dieser Nominierungsrunde kann jeder in den vorgegebenen Kategorien Vorschläge abgeben.
Done!
Danke für den Hinweis, Dirk!
Gruß
Ralf
Verfasst: 8. Oktober 2006 00:01
von andy
and the oscar goes to:
DPP: Deutscher Phantastik Preis 2006: Die Gewinner
Geschrieben am Saturday, 07.October. @ 23:15:24 CEST von Guido
Auf dem Buchmesse-Con in Dreieich bei Frankfurt wurde heute der Deutsche Phantastik Preis verliehen. Hier sind die Gewinner.
Bester Roman Deutschsprachig
1. Markus Heitz: Die Rache der Zwerge (Piper)
2. Cornelia Funke: Tintenblut (Dressler)
3. Andreas Gruber: Der Judas-Schrein (Festa)
4. Michael Marrak: Morphogenesis (Lübbe)
5. Wolfgang Jeschke: Das Cusanus-Spiel (Droemer/Knaur)
Bestes Roman-Debüt
1. Andreas Gruber: Der Judas-Schrein (Festa)
2. Volker Strübing: Das Paradies am Rande der Stadt (Yedermann)
3. Birgit Erwin: Lichtscheu (Wurdack)
4. Michael R. Baier: Coruum - Volume 1 (Selbstverlag)
5. Corinna John: Halbsichtigkeit (BOD)
Bester Roman International
1. J. K. Rowling: Harry Potter und der Halbblutprinz (Carlsen)
2. Christopher Paolini: Eragon - Der Auftrag des Ältesten (cbj)
3. China Miéville: Der eiserne Rat (Lübbe)
4. Tad Williams: Shadowmarch 1: Die Grenze (Klett-Cotta)
5. Sergej Lukianeko: Wächter der Nacht (Heyne)
Beste Kurzgeschichte
1. Jürgen K. Brandner: Moordämonennacht (Wildes Land) -
2. Christel Scheja: Der Verfluchte von Tainsborough Manor (Schattenchronik 1)
3. Marion Charlotte Mainka: Das grüne Leuchten (Wildes Land)
4. Michael Iwoleit: Planck-Zeit (Die Legende von Eden und andere Visionen)
5. Michael Iwoleit: Psyhack (Nova 8)
Beste Anthologie/Kurzgeschichtensammlung
1. Alisha Bionda & Michael Borlik (Hg.): Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik 1 (Blitz)
2. Helmut W. Mommers (Hg.): Die Legende von Eden und andere Visionen (Shayol)
3. Timo Bader & Jürgen Brandner (Hg.): Wildes Land (Web-Site)
4. Georg Siebert (Hg.): Phantastisches Österreich (Web-Site)
5. Armin Rössler (Hg.): Überschuss (Wurdack)
Beste Serie
1. Perry Rhodan (VPM)
2. Maddrax (Bastei)
3. Professor Zamorra (Bastei)
4. Saramee (Atlantis)
5. Ren Dhark (HJB)
Bestes Sekundärwerk
1. Thomas Fornet-Ponse: Hither Shore - Jahrbuch der Tolkien-Gesellschaft (Scriptorium Oconiae)
2. Pesch, Ritter & Scheuch (Hg.): Magira - Jahrbuch zur Fantasy (Fantasy Club e.V.)
3. Sascha Mamzcak & Wolfgang Jeschke (Hg.): Das Heyne SF-Jahr (Heyne)
4. Hardy Kettlitz (Hg.): Alien Contact Jahrbuch (Shayol)
5. Udo Klotz & Hans-Peter Neumann (Hg.): Shayol Jahrbuch zur SF (Shayol)
Bester Comic
1. Chronik der Unsterblichen 1 (von Kummant, von Eckartsberg, Hohlbein, Ehapa)
2. Hellboy (Mignola, Cross Cult)
3. Wurmics - Born to be Worm (Herkle, Wurdack)
4. Stadt ohne Gnade (Miller, Cross Cult)
5. Berlin 2323 (Feldhoff & Schulz, Carlsen)
Bester Grafiker
1. Thomas Thiemeyer
2. Dirk Schulz
3. Mark Freier
4. Ernst Wurdack
5. Ingo Masjoshusmann
Bestes Hörbuch/Hörspiel
1. Das Silmarillion (der hörverlag)
2. John Sinclair (Edition 2000)
3. Otherland (der hörverlag)
4. Gabriel Burns (Universal)
5. Gruselkabinett (Titania Medien)
Beste Internetseite
1. elbenwald.de
2. stephen-king.de
3. fantasyguide.de
4. gabriel-burns.de
5. maddrax.de
quelle
andy
Verfasst: 8. Oktober 2006 10:45
von Shock Wave Rider
andy hat geschrieben:and the oscar goes to:
Sorry! Aber an mir lag's nicht.
Gruß
Ralf
Verfasst: 8. Oktober 2006 12:36
von andy
Shock Wave Rider hat geschrieben:andy hat geschrieben:and the oscar goes to:
Sorry! Aber an mir lag's nicht.
Gruß
Ralf
du bist unzufrieden?
ich kenne weder einen großteil der nominierten bücher bzw. stories noch habe ich ahnung von diesem preis.
andy
Verfasst: 8. Oktober 2006 12:42
von Diboo
Verfasst: 8. Oktober 2006 16:36
von Shock Wave Rider
Die wichtigste Erkenntnis der Preisverleihung:
Dirk van den Boom und Joanne K. Rowling haben eine Affäre!
@Diboo: Das Telefonat mit Joanne kam klasse!
("Harry will die? That's good news!")
@andy: Den Grund für meine Unzufriedenheit liest Du
hier.
Gruß
Ralf
Verfasst: 8. Oktober 2006 22:48
von Seblon de Valmont
Das Markus Heitz' unsäglich flacher Zwergenmist zum besten nationalen Werk der Fantasy gewählt wurde, sagt alles über die inhaltliche Relevanz und Qualität des Preises aus.
Nun wird vermutlich der Verlag bei der x-ten Auflage dieses Schrotts auch noch damit werben, dass er den DPP bekommen hat.

Verfasst: 9. Oktober 2006 07:18
von Diboo
Du weißt aber, was das Wort "Publikumspreis" bedeutet und welche Mechanismen beinahe unweigerlich dazu führen, dass jemand gewinnt oder auch nicht?
(Mal abgesehen davon, dass mir Markus Heitz mir als Preisträger immer sehr lieb ist - er ist sehr lesernah und kommt bei der Zeremonie gut rüber, das schätze ich sehr.)
Verfasst: 9. Oktober 2006 09:08
von Oliver
Seblon de Valmont hat geschrieben:Das Markus Heitz' unsäglich flacher Zwergenmist zum besten nationalen Werk der Fantasy gewählt wurde, sagt alles über die inhaltliche Relevanz und Qualität des Preises aus.
Wie Dirk schon sagte, es ist ein Publikumspreis. Wenn Markus Heitz viele Fans und Leser hat, registriert der Preis das halt. Wem das nicht gefällt: Einfach nächstes Jahr mitmachen und für jemand anderen stimmen.
Ich habe auch keine Zwergen-Romane im Regal (Ulldart aber sehr wohl), möchte an dieser Stelle als ein Mitglied des DPP-Teams aber mal betonen, dass die Ehrung durch diesen Preis ja mittelbar auch zum Ausdruck bringt, was für eine absolute Ausnahme-Karriere Markus für einen deutschen Phantastik-Autor hingelegt hat, sonst würden nicht so viele Leute für ihn stimmen. Zumindest mir nötigt das auch Respekt ab und mich wundert es wirklich nicht, dass sich das bei einem Publikumspreis dann wiederspiegelt.
Nun wird vermutlich der Verlag bei der x-ten Auflage dieses Schrotts auch noch damit werben, dass er den DPP bekommen hat.

Ja, das haben sie bei den anderen Zwergen-Romanen auch gemacht.

Verfasst: 9. Oktober 2006 09:13
von breitsameter
Seblon de Valmont hat geschrieben:Das Markus Heitz' unsäglich flacher Zwergenmist zum besten nationalen Werk der Fantasy gewählt wurde, sagt alles über die inhaltliche Relevanz und Qualität des Preises aus.
Nein, aber es sagt sehr viel über das Niveau der deutschen Fantasy und den Geschmack der Mehrzahl deutscher Fantasyleser aus. »Lesefutter« ist hier das richtige Wort und man erkennt es auch daran, in welchem Tempo mittlerweile die Ork/Zwerg-und-sonstwas-Trilogien geschrieben werden und erscheinen...
Seblon de Valmont hat geschrieben:Nun wird vermutlich der Verlag bei der x-ten Auflage dieses Schrotts auch noch damit werben, dass er den DPP bekommen hat.

Natürlich!

Verfasst: 9. Oktober 2006 09:33
von Seblon de Valmont
Keine Frage, Markus Heitz ist ein netter Kerl.
Mein Problem mit seinen Werken ist, dass sie völlig falsche Standards setzen.
Weil sich seine Bücher gut verkaufen, geben die Verlage originelleren und weniger flachen Werken kaum eine Chance. Es gibt tatsächlich Autoren, die zu hören kriegen, dass sie doch ein wenig mehr in Richtung Heitz schreiben sollten, damit sich die Bücher besser verkaufen.
Eine Entwicklung, die meiner Meinung nach nur gruselig ist.
Klar ist der DPP ein Publikumspreis und klar hat Heitz genug 13jährige Fans, die sich gut animieren lassen, bei einem Publikumspreis für ihn zu stimmen.. Auch DJÖtzi verkauft rasend viele CD's, nur über die Qualität seiner Musik sagt das wenig aus.
Verfasst: 9. Oktober 2006 09:58
von Diboo
Genauso wie der DPP eher kein Gradmesser von "Qualität", sondern eben einer von "Beliebtheit" oder schlicht dafür ist, wer seine Fans gut organisiert. Wenn Du qualitative Auswahlkriterien möchtest, dann musst Du halt mal auf den DSFP gucken (wobei der halt nur SF abdeckt).
Verfasst: 9. Oktober 2006 11:05
von Shock Wave Rider
Diboo hat geschrieben:(Mal abgesehen davon, dass mir Markus Heitz mir als Preisträger immer sehr lieb ist - er ist sehr lesernah und kommt bei der Zeremonie gut rüber, das schätze ich sehr.)
Wundert mich nicht, so wie Markus Dich und die anderen DPP-Macher gelobt hat!
Original-Kommentar eines Zuschauerkollegen zu Markus Heitz' Dankesrede:
"Und beim Abgang rutscht er auf seiner Schleimspur aus."
Aber abgesehen vom Ergebnis (für das Ihr ja wirklich nichts könnt):
Großes Lob für den diesjährigen DPP!
Das habt Ihr wieder prima durchgezogen.
Und schade, dass nur so wenige Preisträger zur Verleihung erschienen sind. Wenn Du schon derart intime Kontakte zu Joanne hast, hättest Du sie doch leicht zu einem Besuch im schönen Dreieich-Weibelfeld bewegen können.
Gruß
Ralf,
wünscht dem DPP alles Gute fürs nächste Jahr
Verfasst: 9. Oktober 2006 11:20
von Diboo
Es gab zuerst durchaus Hoffnungen, dass Thomas Thiemeyer, Jürgen Brandner und Andreas Gruber kommen würden. Leider bröckelten die dann nach und nach vor dem Termin weg, ist halt dumm gelaufen. Mal schauen, wie es kommendes Jahr läuft.