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[Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 20. Mai 2008 23:02
von breitsameter
Laut aktuellen Meldungen wurden die Filmrechte an »Ubik« verkauft und es soll 2009 die Produktion beginnen:
http://www.sf-fan.de/aktuelle-meldungen ... filmt.html
Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 21. Mai 2008 07:18
von lowcut
Ich hab mir erst vor einer Woche
Ubik gekauft.

Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 21. Mai 2008 07:39
von heino
Glaube ich erst, wenn es die ersten Berichte vom Set gibt. Die Geschichte dürfte die Produzenten und Schreiber vor ähnliche Probleme stellen wie es damals bei der geplanten Verfilmung von "Palmer Eldritch" durch Coppola der Fall war, die ja letztlich auch aufgegeben wurde. Und wenn man die Ergebnisse der bisherigen Dick-Verfilmungen bedenkt (Blade Runner mal ausgenommen), weiss ich auch nicht, ob eine Verfilmung von Ubik überhaupt wünschenswert ist. Vielleicht, wenn David Cronenberg es machen würde

Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 21. Mai 2008 08:50
von Rusch
Ubik stelle ich mir auch schwer zu verfilmen vor. Wahrscheinlich wird die Geschichte wieder verhunzt.
Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 21. Mai 2008 13:25
von upanishad
heino hat geschrieben:Glaube ich erst, wenn es die ersten Berichte vom Set gibt. ... Und wenn man die Ergebnisse der bisherigen Dick-Verfilmungen bedenkt (Blade Runner mal ausgenommen), weiss ich auch nicht, ob eine Verfilmung von Ubik überhaupt wünschenswert ist.
"Impostor" fand ich auch durchaus gelungen.
Ansonsten bin auch ich eher skeptisch denn euphorisch, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 21. Mai 2008 13:27
von Frank Böhmert
heino hat geschrieben:weiss ich auch nicht, ob eine Verfilmung von Ubik überhaupt wünschenswert ist. Vielleicht, wenn David Cronenberg es machen würde

Oder auch mal die Coen-Brüder! Oder Terry Gilliam!
Cronenberg ist ein Guter, fände ich aber zu sezierend. Das hat zu William Burroughs gepasst, aber bei Dick würde mir das Herz fehlen ...
Frank, der ansonsten jederzeit auf Dickverfilmungen verzichten kann
Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 21. Mai 2008 13:38
von breitsameter
Frank Böhmert hat geschrieben:Cronenberg ist ein Guter, fände ich aber zu sezierend. Das hat zu William Burroughs gepasst, aber bei Dick würde mir das Herz fehlen ...
Und bei »Ubik« darf vor allem eines nicht fehlen: der subtile Humor Dicks!

Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 21. Mai 2008 17:27
von Lemmy
Frank Böhmert hat geschrieben:heino hat geschrieben:weiss ich auch nicht, ob eine Verfilmung von Ubik überhaupt wünschenswert ist. Vielleicht, wenn David Cronenberg es machen würde

Oder auch mal die Coen-Brüder! Oder Terry Gilliam!
Nee, für ne Verfilmung wär David Lynch mein Wunschkandidat.
Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 21. Mai 2008 17:57
von breitsameter
Lemmy hat geschrieben:Nee, für ne Verfilmung wär David Lynch mein Wunschkandidat.
Oh Gott, bitte nicht! Dann spielt Kyle MacLachlan Joe Chip, die Handlung wird ganz anders, weil David Lynch meint es besser zu wissen, und der Film muß von einer Laufzeit von fünf Stunden auf erträgliche, aber völlig unverständliche zwei Stunden runtergekürzt werden. Bitte nicht, das haben wir doch hinter uns, oder?
Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 21. Mai 2008 18:21
von Doop
Bei Lynch erhalten wir wohl in der Tat einen fünfstündigen Film, vielleicht mit Sting in einer Nebenrolle...
Ich liebe Lynch, aber das lassen wir mal besser.
Bei Terry Gilliam bin ich mir auch nicht sicher. Entweder wird ein Tornado den Set zerlegen oder der Hauptdarsteller stirbt während der Dreharbeiten oder es kommt ein "Brothers Grimm" dabei heraus... Das lassen wir mal lieber...
Und ob Cronenberg das verfilmen sollte...?
Der Spanier Alejandro Amenábar (u.a. "Abre los ojos" und "The Others") wäre eine interesssante Wahl. Christopher Nolan wäre es sicher auch.
Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 23. Mai 2008 00:47
von Stefan Hoffmann
Bei Gilliam können wir der Handlung noch weniger folgen als im Original, fürchte ich. Es ist jede Facette der Handlung abgebildet, aber derartig komprimiert, dass man erst nach dem 5. Gucken durchsteigt.
Ich halte "Ubik" für deutlich einfacher verfilmbar als ausgerechnet "Palmer Eldritch", ein Buch, bei dem man wirklich dabei schreiben muss, dass es nicht unter LSD-Einfluss geschrieben wurde.
Ich freue mich eigentlich sehr darüber, dass der Film kommt. Es könnte ja auch mal was gescheites draus werden...
Stefan, Zweckoptimist
Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 23. Mai 2008 20:56
von heino
Stefan Hoffmann hat geschrieben:Bei Gilliam können wir der Handlung noch weniger folgen als im Original, fürchte ich. Es ist jede Facette der Handlung abgebildet, aber derartig komprimiert, dass man erst nach dem 5. Gucken durchsteigt.
Welcher Film von Gilliam war denn unverständlich? Ich fand die bisher alle sehr gut und klar erzählt und neben Cronenberg wäre er mein Wunschkandidat, da er schon einiges an Erfahrung im SF-Bereich und die nötige Phantasie sowie den Humor dafür hat.
Die Coens wiederum - sosehr ich sie schätze - könnten vermutlich gar nichts damit anfangen und würden die Geschichte auf jeden Fall umschreiben. Und wer will schon den Dude in einem PKD-Szenario

Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 23. Mai 2008 21:00
von Judith Rauch
Trinkt Joe Chip nicht White Russian?

Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 23. Mai 2008 22:07
von Frank Böhmert
Judith Rauch hat geschrieben:Trinkt Joe Chip nicht White Russian?

Ja genau! Endlich versteht mich hier mal jemand.
Allerdings weiß ich nicht mehr, ob Joes Teppich sein Zimmer auch erst gemütlich gemacht hat ...
Jedenfalls wär der Fleck mit Ubik problemlos wieder rausgegangen ... bei richtiger Anwendung.
Re: [Film] Ubik von Philip K. Dick
Verfasst: 23. Mai 2008 22:08
von Stefan Hoffmann
heino hat geschrieben:Welcher Film von Gilliam war denn unverständlich? Ich fand die bisher alle sehr gut und klar erzählt und neben Cronenberg wäre er mein Wunschkandidat, da er schon einiges an Erfahrung im SF-Bereich und die nötige Phantasie sowie den Humor dafür hat.
Ich meinte durchaus nicht "unverständlich", sondern komprimiert, überfrachtet, arg wendungsreich. Irgendwie schon ein guter Regisseur ("Brazil" gehört zu meinen Lieblingsfilmen), aber mich plagt die Befürchtung, dass bei der Vorlage ein arg schwer konsumierbarer Film bei rauskäme. Wie auch immer, das ist ja sowieso alles reinster Spekulatius.
Stefan