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24/2008 – Bruder Reh von Andrea Bottlinger
Verfasst: 12. November 2008 21:42
von breitsameter
Die Jubiläumsausgabe der c't hält die Kurzgeschichte »Bruder Reh« von Andrea Bottlinger für uns bereit.
Okay, eines ist klar. Die Autorin kennt das beeindrucke Video zu »
Big Dog«, dem Geländeroboter von Boston Dynamics, über den wir auch
hier schon einmal diskutiert haben.
Was wir als Ergebnis bekommen, ist eine schöne, runde Geschichte, die wenig überrascht, aber dafür ohne Umschweife flüssig und unterhaltend erwählt wird. Man kann sagen, was man will, aber ich fand die Geschichte gut,
weil sie sich eben auf das Wesentliche konzentrierte.
Re: 24/2008 – Bruder Reh von Andrea Bottlinger
Verfasst: 14. November 2008 11:30
von kah299792
Mir hat die Geschichte nicht ganz so gut gefallen.
Sie war für mich etwas zu kurz und geradlinig. Es hätte durchaus noch ein oder zwei Seiten mehr sein können.
Der Schreibstil und Ausdruck haben mir allerdings gefallen.
Ich bin gespannt mal etwas längeres von der Autorin zu lesen.
Re: 24/2008 – Bruder Reh von Andrea Bottlinger
Verfasst: 30. November 2008 18:23
von ChristianW
Nette und kurzweilige Story mit einem Schluss, der durchaus noch nachhallt. Hat mir gefallen, prima zum Zwischendurch-Lesen.
Re: 24/2008 – Bruder Reh von Andrea Bottlinger
Verfasst: 15. Dezember 2008 17:32
von Helmuth W. Mommers
Hat mir gar nicht gefallen! Einfältige Idee, einfältige Ausführung. - Und warum sollte das "Transport-Reh" plötzlich normale Gespräche führen können, wo es beim Verstehen von mündlichen Befehlen schon Mühe bekundete.
Nein, das gehört in die Fanstory-Schublade!
Re: 24/2008 – Bruder Reh von Andrea Bottlinger
Verfasst: 31. Dezember 2008 12:44
von Shock Wave Rider
Andrea Bottlinger: Bruder Reh
(c't 24/2008 S. 294-296)
Einer Gruppe von Soldaten wird ein neuartiger Transportroboter vorgestellt - das GTE 7. Seine Bewegungen erinnern an ein Rehkitz ohne Kopf.
Stimmungsvolle Story mit bekannten Versatzstücken. Gut geschrieben, aber Idee letztlich nicht tragfähig genug.
Gruß
Ralf
Re: 24/2008 – Bruder Reh von Andrea Bottlinger
Verfasst: 8. März 2009 13:46
von Jan Gardemann
Schön locker und unterhaltsam geschrieben. Wofür die Rebellen kämpfen und wer sie sind wurde nicht erwähnt und ist auch nicht Gesprächsthema gewesen - lakonischer kann man die Sinnlosigkeit des Krieges kaum darstellen. Die Frucht der Soldaten vor den kopflosen "Rehen" war gut dargestellt. Dieser lakonische Stil scheint Frauen besonders leicht von der Hand zu gehen. Hat Spaß gemacht!

Re: 24/2008 – Bruder Reh von Andrea Bottlinger
Verfasst: 9. März 2009 11:28
von Shock Wave Rider
Jan Gardemann hat geschrieben:Dieser lakonische Stil scheint Frauen besonders leicht von der Hand zu gehen.
(Sorry!)
Vor kurzem sprach ich mit einer halbprofessionellen (Nicht-SF-)Autorin.
Sie mochte den lakonischen männlichen Stil überhaupt nicht, der immer alles auf den Punkt bringt.
Sie wünschte sich mehr "weibliche Literatur".
Auf die Frage, wodurch sich die denn auszeichne, meinte sie: "Frauen erzählen weitschweifiger..."
Gruß
Ralf,
hört schon auf mit dem off-topic-Einwurf
Re: 24/2008 – Bruder Reh von Andrea Bottlinger
Verfasst: 9. März 2009 18:14
von Jan Gardemann
Shock Wave Rider hat geschrieben:Vor kurzem sprach ich mit einer halbprofessionellen (Nicht-SF-)Autorin.
Sie mochte den lakonischen männlichen Stil überhaupt nicht, der immer alles auf den Punkt bringt.
Sie wünschte sich mehr "weibliche Literatur".
Auf die Frage, wodurch sich die denn auszeichne, meinte sie: "Frauen erzählen weitschweifiger..."
Solche Allgemeinplätze sind oft nicht hieb- und stichfest, das stimmt wohl. Eigentlich ist eine solche Bemerkung auch idiotisch. Ich bilde mir zwar ein, erkennen zu können, ob ein Text von einer Frau oder einem Mann geschrieben wurde. Im Grunde sollte das aber unerheblich sein. Als Mann kann ich es anscheinend jedoch nicht lassen, das Andere in den Frauen zu suchen – und mich wie ein Gourmet zu freuen, wenn ich glaube es gefunden zu haben. Hinzu kommt, dass Geschlecht, Hautfarbe und Nationalität die Schreibe eines Autors beeinflussen, da er von den Zwängen und Annehmlichkeiten geprägt wird, die mit der entsprechenden Zugehörigkeit verbunden sind. Wie sich dies dann aber in den Texten niederschlägt, ist von Person zu Person vermutlich so unterschiedlich, dass man mit Kategorisierungen lieber vorsichtig sein sollte.
Andrea Bottlinger jedenfalls schreibt so, wie ich mir einen weiblichen Stil vorstelle: lakonisch und direkt, ohne dabei allzu brutal zu wirken.

Re: 24/2008 – Bruder Reh von Andrea Bottlinger
Verfasst: 9. März 2009 18:19
von Jan Gardemann
Helmuth W. Mommers hat geschrieben:Und warum sollte das "Transport-Reh" plötzlich normale Gespräche führen können, wo es beim Verstehen von mündlichen Befehlen schon Mühe bekundete.
Dieses Gespräch fand doch nur im umnebelten Geist der Protagonistin statt, wenn ich das richtig verstanden habe. Die Frau war verwundet und phantasierte im Wundfieberwahn ...
