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Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 27. Juli 2009 01:10
von Ulrich
Stephen Baxters Romane erschienen in Deutschland bisher als Taschenbuch. "Die letzte Flut" ist das erste Buch von ihm, das in der Übersetzung in gebundenem Format erscheint. Die Geschichte handelt von der Überflutung der Erde, der gesamten Kontinente, bis hin zu den höchsten Bergspitzen. Möglich wird das nicht durch das Schmelzen der Polkappen. Vielmehr werden unterirdische "Ozeane" freigesetzt, die sich in den Subduktionsplatten befinden. Die riesigen Wassermengen setzen bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts alles Land unter Wasser. Die meisten Überlebenden müssen mit primitiven Flößen zurecht kommen, es gibt aber auch eine große Arche. Andere Projekte werden nur am Rande erwähnt. in der Fortsetzung "Ark" erfährt man jedoch, dass sich eine Sternenarche auf dem Weg zu einem fernen Planeten befindet.

Hat schon jemand reingelesen?

Stephen Baxter: Die letzte Flut
übersetzt von Peter Robert
Heyne, 2009, 751 Seiten
Orifinaltitel: Flood

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 27. Juli 2009 13:14
von heino
Klingt interessant. Aber man sollte Baxter mal den Hang zu Zyklen austreiben, er neigt da schon zu Geschwätzigkeit. Und ich warte auf`s TB.

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 27. Juli 2009 19:20
von Ulrich
Du verpasst nichts Wichtiges, wenn du auf das Taschenbuch wartest. So spektakulär ist die Katastrophenhandlung nicht.

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 27. Juli 2009 20:15
von breitsameter
Ulrich hat geschrieben:Du verpasst nichts Wichtiges, wenn du auf das Taschenbuch wartest. So spektakulär ist die Katastrophenhandlung nicht.
Katastrophenromane sind irgendwie immer was schwieriges - dabei haben sich ja einige SF-Autoren an sowas versucht. Ich erinnere mich an »Luzifers Hammer« von Larry Niven (der mir immer als Vorlage für Deep Impact und Co. vorkam), oder auch an »The Rift« von Walter Jon Williams oder »Mother of Storms« von John Barnes.

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 27. Juli 2009 20:21
von Ulrich
Ja, da hast du recht. Ich muss das auch konkretisieren. Spektakulär ist der Roman gewiss, alle Kontinente werden überflutet und viele Überlebende versammeln sich viel später, um zu sehen, wie auch der letzte Gebirgsgipfel verschwindet. Jedoch konnte mit keiner der Figuren mitfiebern und ihr eine gute Zukunft wünschen. Vielleicht ist das aber auch schwer vorzustellen, wie die ganze Zivilisation untergeht.

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 27. Juli 2009 21:18
von breitsameter
Ulrich hat geschrieben:Ja, da hast du recht. Ich muss das auch konkretisieren. Spektakulär ist der Roman gewiss, alle Kontinente werden überflutet und viele Überlebende versammeln sich viel später, um zu sehen, wie auch der letzte Gebirgsgipfel verschwindet. Jedoch konnte mit keiner der Figuren mitfiebern und ihr eine gute Zukunft wünschen. Vielleicht ist das aber auch schwer vorzustellen, wie die ganze Zivilisation untergeht.
Meiner Meinung nach begehen die Autoren eines Katastrophenromans immer wieder die gleichen Fehler: Sie versuchen das Geschehen möglichst umfassend zu zeigen, und erzählen deshalb die Katastrophe aus der Sicht einer Vielzahl von Personen. Was sie aber wirklich damit erreichen, ist etwas anderes – der Leser kann sich mit keiner Person identifizieren und die Katastrophe wird mehr und mehr nur beschrieben, anstatt erlebt zu werden.

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 28. Juli 2009 16:52
von Ulrich
Bei den englischsprachigen Rezensionen (für die deutschen ist es noch zu früh) wird oft Schätzings Der schwarm (The Swarm) als Vergleich genannt.

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 7. August 2009 13:10
von Taahaag
Kann man beruhigt lesen, ist ein schöner Katastrophenroman, mit den Baxter-typischen Problemen bei der Charakterzeichnung. Dafür ist's aber schön apokalyptisch.

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 7. August 2009 13:17
von andy
ganz zufrieden ist auch die phantastik-couch. ich warte mal auf das taschenbuch.

andy

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 7. März 2010 14:08
von Pogopuschel
Ich bin jetzt auf Seite 130 und schwer begeistert. Baxter gelingt es, die Überflutung von London beeindruckend zu schildern. Dabei konzentriert er sich auf die Schicksale der vier Ex-Geiseln, die wohl auch im restlichen Roman im Fokus stehen werden.

Re: Stephen Baxter: Die letzte Flut

Verfasst: 10. März 2010 15:08
von Pogopuschel
Auf Seite 247 trifftet Baxter aber eindeutig von der SF ab in den Bereich der Fantasy. Der will uns doch tatsächlich weißmachen, dass die amerikanische Nationalmannschaft ein Favorit für die Fußballweltmeisterschaft 2018 sein wird. :D und das von einem Engländer. :wink: