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Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 26. November 2010 13:49
von breitsameter
Wenn man sich die aktuellen Verlagsvorschauen von Bastei-Lübbe und Heyne genauer ansieht, fällt auf, daß dort neben Einzelbänden (also einzelne, abgeschlossene Romane) auch sehr viele Romane zu finden sind, die zu einer Trilogie oder einem Mehrteiler gehören. Oder eben auch Romane, die in einem bekannten Universum spielen, aber in dieser bekannten Welt abgeschlossene Geschichten erzählen.

Was mich deshalb interessieren würde, ist was Ihr als Leser eigentlich bevorzugt? Ich füge auch mal eine Umfrage an, aber ich denke, die kann nicht alles abdecken...

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 26. November 2010 14:12
von gernot1610
oh, da hab ich des selbe wie der chef gestimmt ...

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 26. November 2010 14:24
von andy
abgeschlossene geschichten, die vor dem hintergrund eines bekannten universums spielen, finde ich sehr interessant. ich finde, das gibt dem autor die möglichkeit, unterschiedliche aspekte seines weltenentwurfes aufzugreifen und zu vertiefen. und als leser kann ich so einem universum "treu" bleiben und mehr erfahren, ohne (je nach veröffentlichungsrhythmus) über jahre hinweg einer durchgehenden handlung folgen zu müssen.

ich bin kein freund zu umfangreicher serien - etwas wie hamiltons armageddon könnte ich mir nicht zu häufig antun.

andy

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 26. November 2010 14:56
von Gast09
Ich kaufe fast nur Einzelbände (und habe soeben entsprechend abgestimmt).
Das war schon immer so. Neben PR habe ich stets Terra, Terra Astra, Terra Nova, SF vom Zauberkreis-Verlag und jahrelang
nahezu alle Heyne-SF-TB gelesen (als diese noch weniger als 200 Seiten hatten und 2,80DM kosteten), sowie Goldmann und Ullstein; die Fischer-SF, die damals aufkam hat mir nicht so zugesagt.
Heute kaufe ich keine TB mehr a) weil der Preisunterschied keine Rolle mehr spielt aber hauptsächlich b) weil alte TB, auch dann, wenn sie nicht im Keller gelagert werden, sondern im Bücher-Zimmer, nach spätestens 30 Jahren anfangen zu stinken.
Gebundene Bücher stinken nicht, jedenfalls nicht die, die ich habe.
Na ja, und Serien in gebundener Form, die gibt es heute ja doch eher selten.
Gast09

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 26. November 2010 15:02
von Pogopuschel
Ich habe über die Jahre immer viele Serien gelesen - vor allem Fantasy. Aber irgendwann habe ich denn Überblick verloren. Es sind so viele Serien geworden, dass ich die Neuerscheinungen nicht mehr zeitnah lesen konnte (falls sie überhaupt zeitnah erschiene sind). Dadurch habe ich oft große Teile der Handlung vergessen bzw. es hat ewig gedauert, bis ich wieder hinein gefunden habe. Deshalb nerven mich Serien mit übergreifenden Handlungsbögen inzwischen. Ein paar wenige lese ich aber immer noch. Aber immer nur so viele, dass ich den Überblick nicht verliere. Abgeschlossene Bände, die wie bei Banks im gleichen Universum spielen, finde ich gut, da man sich nicht immer völlig neu in die Welt reinarbeiten muss, aber es darf auch gerne etwas völlig Neues sein.

Gruß Markus

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 26. November 2010 15:51
von Knochenmann
Triologien gehören verboten.

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 26. November 2010 15:56
von heino
In meiner Jugend habe ich alle SF-Serien, die ich finden konnte (mit Ausnahme von Perry Rhodan) verschlungen, heute lese ich höchstens mal eine Trilogie und auch das ist höchst selten. Ich finde es einfach langweilig, wenn eine Story endlos zerdehnt wird. Bestes Beispiel ist dafür immer noch "Dune", nach Band 4 fand ich das schlicht unerträglich.

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 26. November 2010 18:51
von bukaman
Die Frage, was ich als Leser bevorzuge, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich lese gerne Serien oder Trilogien. Nach Abschluß einer Serie (so es denn einen gibt) wünsch ich mir aber nichts sehnlicher, als einen oder mehrere Einzelromane zu lesen.
Manches Mal schrecken mich Serien aber auch ab, so das ich gar nicht erst mit einer anfange, einfach weil schon viel zu viel Material vorhanden ist. Beispiel: Honor Harrington. Wurde mir schon mehrmals ans Herz gelegt, und das was ich bislang drüber gehört habe, klingt auch nicht gerade uninteressant für mich, aber wenn ich dann diesen Berg von bisher erschienenen Büchern sehe, dann wirkt das wie zu bewältigende Arbeit auf mich.
Da bei den vielen Neuerscheinungen viele Serientitel dabei sind, heißt es für mich im Buchhandel, das Buch besonders gut unter die Lupe zu nehmen, bevor ich es zur Kasse trage, damit ich hinterher nicht feststellen muß, Band 3 von irgendeiner Reihe erwischt zu haben, die mir nichts sagt.

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 26. November 2010 19:50
von Grisel
Knochenmann hat geschrieben:Triologien gehören verboten.
TriOlogien gibt es ja eh nicht. :D
(Sorry, der war aufgelegt.)

Was ist der Unterschied zwischen Mehrteilern und Serien?

Ich habe dafür gestimmt, weil ich ein treues Wesen bin und vor allem immer neugierig, wie es weitergeht. Und wenn was gut ist, warum nicht mehr davon? Klar, da liegt dann meist das Problem, weil oft nicht wirklich erkennbar ist, warum es unbedingt mehr Bände geben muß. Aber gerade in der Science Fiction habe ich bislang eigentlich nur Serien gelesen, von einigen wenigen Einzelbüchern mal abgesehen.
Das mit dem Universum und den in sich abgeschlossenen Bänden hat aber auch was für sich. Das liebe ich ja so zB an C.J. Cherryhs Alliance/Union. Aber auch da bin ich unersättlich und hätte zu nicht wenigen der Bücher gern eine traditionelle Fortsetzung.

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 27. November 2010 01:31
von achimh
Ich lese gerne Einzelromane (und hier auch mal Trilogien > Tran-ky-ky), die im gleichen Universum angesiedelt sind. Beispiel HOMANX.
Und ich lese auch gerne Einzelromane.
Bei (Endlos-) Serien hatte ich regelmässig das Problem, dass ich irgendwann keinen Bock mehr hatte und genervt aufgegeben habe. Beispiel: DAS RAD DER ZEIT.
Und am Liebsten mag ich eigentlich Kurzgeschichten. Die wurden hier aber völlig vergessen.

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 27. November 2010 15:44
von Traan Dain
Am liebsten sind mir abgeschlossenen Einzelromane, sie dürfen gerne auch in einem schon anderweitig bekannten Universum spielen, müssen aber nicht. Gelegentlich lese ich auch Mehrteiler, Serien aber nicht. Dafür lese ich zu sehr durcheinander, da fiele es mir schwer, lange Reihen zu verfolgen.

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 27. November 2010 18:21
von Uschi Zietsch
Ich lese am liebsten abgeschlossene Einzelromane bei Büchern, bei Comics mag ich einige Serien recht gern.

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 29. November 2010 13:54
von breitsameter
Grisel hat geschrieben:
Knochenmann hat geschrieben:Triologien gehören verboten.
TriOlogien gibt es ja eh nicht. :D
(Sorry, der war aufgelegt.)
Na ja, es gibt bei SF-Fan.de sogar eine eigene Seite für »Triologie«. Ich habe die extra mal eingerichtet, weil viele Besucher immer wieder nach »Triologie« gesucht hatten: http://www.sf-fan.de/aktuelle-meldungen ... logie.html

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 29. November 2010 14:00
von breitsameter
Grisel hat geschrieben:Das mit dem Universum und den in sich abgeschlossenen Bänden hat aber auch was für sich. Das liebe ich ja so zB an C.J. Cherryhs Alliance/Union. Aber auch da bin ich unersättlich und hätte zu nicht wenigen der Bücher gern eine traditionelle Fortsetzung.
C.J. Cherryh ist tatsächlich auch eine der Autorinnen, deren "Universumsentwurf" ich sehr gerne mag. Ähnlich ergeht es mir mit Peter F. Hamilton, wobei der ja immer wieder Mehrteiler in seinem Universum ansiedelt (Commonwealth-Universum). Das Konzept: eine Future History, und vor diesem Hintergrund einzelne, abgeschlossene Romane, haben ja auch bereits Heinlein und Asimov verfolgt.

Andererseits liebe ich aber auch Romane, die völlig für sich alleine stehen. Und wenn dann ein Autor nach vielen Jahren doch zu einem Weltenentwurf erneut zurückkehrt, war ich schon manches mal sehr enttäuscht (ein Beispiel ist hier die völlig unnötige Fortsetzung von Joe Haldemans "Forever Peace").

Aber die Umfrage zeigt auch, daß die Taktik von Heyne richtig ist: eine Mischung aus EInzelromanen und Romanen, die in einem etablierten Universum spielen.

Re: Einzelbände, Mehrteiler oder Serien?

Verfasst: 30. Dezember 2010 01:15
von Spezies 125
Gerne lese ich immer mal wieder einen Roman, der sich in einem bekannten Universum abspielt, Homanx ist dafür ein schönes Beispiel. Bei Einzelromanen kommt es schon vor, dass ich am Schluss denke "mehr davon". Bei Serien habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass bei mir irgendwann das Interesse erlahmt und ich diese eigentlich nur noch der Vollständigkeit halber zu Ende bringe.

--Spezies 125