Siehste, so gefällst du mir schon bedeutend besser, dennoch wäre der Restaurantbesitzer nicht besonders erfreut, wenn er nach deiner ersten Reaktion von dir hören würde: Was hältst du denn davon, uns hier ein kostenloses Mahl zu spendieren, wir sagen dir im Nachhinein auch, ob es geschmeckt hat.
Und deine Formulierung war nicht so gemäßigt, es war eine Aufforderung, keine Bitte, keine Anregung... vielleicht anders gemeint, aber so wie es rüber kam war von einer "bloßen Anregung" nichts zu spüren.
Kommen wir zu dem von dir geschilderten Problem: Klar kenne auch ich diese "Auftragsposter", aber du sagst selbst, dass Fred hier eine Ausnahme bildet. Wenn er sich nicht an weiteren Diskussionen beteiligt, mag das daran liegen, dass ihn im Moment keine weiteren Themen interessieren - aus welchem Grund auch immer, aber selbst wenn er nur aus egoistischen Gründen posten würde, muss er nicht lügen.
Das Beispiel mit Amazon hab ich dir genannt, es zu beobachten bleibt dir überlassen, wenn du jedoch darauf verzichtest, solltest du etwas vorsichtiger sein, wenn du andere der Lüge bezichtigst, denn in unserem Land herrscht (und das ist gut so) die Unschuldsvermutung. Das sollte auch im Alltag so umgesetzt werden.
Die Kritik von Gast 09 (ich hab sie gefunden) war eigentlich gar nicht sooo schlecht, keinesfalls etwas, das ich als Verriss bezeichnen würde. Hier als Auszug der negative Teil:
>Ganz nette Story mit einem für mich leider eklatanten Makel:
>Stil, Grammatik und Wortwahl erinnern mich zu sehr an ein Perry-Rhodan-TB der 70ger Jahre. Ich bin zu alt für sowas. Ich bevorzuge die etwas geistreichere Kost.
Über das Wort geistreich mag man sich streiten können, aber die Sache mit den 70er Jahren trifft es eigentlich genau. Wie ich bereist erwähnte lese ich SciFi schon seit einer Zeit, als es noch utopische Literatur hieß und der Bücherschrank meines Vaters gab Werke her, die weitaus älter waren/sind als ich, also durchaus Bücher sogar aus den 50ern. Dieser Stil hat MICH geprägt, das, was ich heut im Laden finde, erfüllt diese Ansprüche nicht mehr oder nur in Ausnahmen und Apollo 22 ist in meinen Augen so eine Ausnahme.
Lass es mich so formulieren: Die Behauptung, es sei schlechte Literatur, wäre eine falsche. Richtig hingegen wäre, wenn man sagt: Es ist eine Literatur für einen speziellen Lesekreis... aber das trifft wohl auf jede Literatur zu. Mancher mag Roddenbery, mancher Bradburry, mancher Lem und mancher mag sie alle...
Was die Kritiker bei Amazon betrifft: Auch da kann man gern mal genauer hinsehen.
Wolfi mit der einzigen negativen Kritik hat noch ein anderes Buch kritisiert... auch negativ. Ähnlicher Stil und ähnliche Aussage der Rezension, ich denke, wir sind uns einig, dass wir diese aus Gründen der Unsachlichkeit weglassen können.
Als jemand, der nur eine einzige Rezension geschrieben hat, kann ich nur Sonja entdecken. Ob es eine "Auftragsrezension" war, möchte ich mir nicht anmaßen einzuschätzen.
Was mir aber auffällt, auch die Kritik von "Dauerleser" war zwar nicht begeistert, aber auch nicht vernichtend, sondern eben schlich, nüchtern, er hat positive und negative Seiten geschildert.
Ich schätze mal, im Fazit kann man sagen, dass die Amazon-Kritiken schon ein weitestgehend realistisches Bild der Buches wiedergeben.
Thema Zuschussverlage: Es mag ein Indiz sein, aber kein Beweis für schlechte Literatur. Ich wiederhole ehrlich: Mir hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefallen und wenn sich kein Publikumsverlag dafür gefunden hat, dann kann ich es nicht nachvollziehen, zumal 500 Verkäufe durch einen DKZV sicher locker 1000...2000 Verkäufe bei einem Publikumsverlag mit entsprechender Marketingabteilung generiert hättet und diese Zahl für einen Debütanten schon manch einem Publikumsverleger die Freudentränen in die Augen getrieben hätte. Dieses Buch abzulehnen war in meinen Augen ein Fehler, andererseits sind auch Publikumsverlage nicht vor Fehlern gefeit.
Bzw. betrachte es mal aus kaufmännischer Sicht: Man sagt, so ein Verlag bekommt gute 4000 Bücher im Jahr angeboten, aus denen am Ende nicht mal 10 Veröffentlichungen werden. Glaubst du echt, dass so viel Müll geschrieben und auch noch den Verlagen angeboten wird??? Ich nicht. Nur ist es eben so, dass die Verlage sicher nur begrenztes Kapital haben und wenn es nur für 10 Titel reicht, dann fällt der 11. Titel durch, obwohl er deswegen nicht wesentlich schlechter als die anderen sein muss, ja, vielleicht ist er auch gar nicht schlechter, er war halt einfach der elfte Titel...
Noch mal zu deinem Lesezirkel: Die von dir genannten Beispiele haben mit Sicherheit keine Gießkanne benutzt, sondern wenn, dann "handverlesene" etablierte Einrichtungen genutzt.
Wenn aber jemand den Eindruck vermittelt, er habe die Grundhaltung: Das Buch is eh Mist, aber geschenkt nehme ich es dann doch mal... Ich glaube an den würden auch die von dir genannten Firmen kein kostenloses Exemplar abgeben... und der Autor wohl erst recht nicht.
Kannst dich ja mal mit nem netten Brief an den Verlag wenden, wenn du deine Qualifikation als Rezensent nachweisen kannst, wird er dich vielleicht mit einem kostenlosen Exemplar versorgen... wenn und vielleicht.
Naja, eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben, sondern einfach mal darauf hinweisen, dass man nicht gleich alles anzweifeln soll, was ein Autor im Internet schreibt, auch wenn es richtig ist, dass man nicht alles ungeprüft glauben soll. Das mit den 0,500 Verkäufen war jedenfalls keineswegs sachlich, und es zieht jedes folgende Posting von dir nach unten, sorry, ist so.
Und bevor du öffentlich jemanden der Lächerlichkeit preisgibst, recherchiere künftig etwas gründlicher... die Beobachtung von Amazon hab ich dir als Beispiel genannt und auch wenn das etwas Zeit erfordert... es verlangt niemand, dass du schon nach ner knappen Stunde dein Statement abgibst, ein paar Wochen kann so eine sachliche Studie dann schon dauern. Wenn du danach die Zahlen anzweifelst, dann hast du zumindest ein handfesteres Indiz um diese Zweifel zu untermauern, aber es kann auch sein, dass mal einige Zeit kein Buch über Amazon verkauft wird... gerad in dem Intervall, in dem du es beobachtest...
Vielleicht solltest du also, wenn du schon zweifelst, was dir niemand verbietet (schon Thomas war in der Bibel als Zweifler bekannt) diese dezent äußern und nicht gleich in alle Welt hinausposaunen, dass es sich wohl nur um einen Kommafehler und/oder eine Lüge handeln könne...
Nettiquette nennt man sowas
