a3kHH hat geschrieben:Die Tiefe - Science Fantasy für den wenig anspruchsvollen Leser ohne große Kenntnisse der SF&F.
Wie man diesen ... suboptimalen Settings nachtrauern kann ist mir ein Rätsel.
Was fasziniert denn so an diesem unmotiviertem Fantasy-Einschlag ?
Weißt Du was? So sehr mich Deine posts in den letzten Jahren von Deiner intellektuellen Kapazität überzeugt haben, eines ist mir klar geworden: Es gibt wohl kaum einen biestigeren und lustfeindlicheren Kommentator literarischer Unterhaltung als Dich.
Geht's Dir noch gut? Wie kommst Du eigentlich auf das schmale Brett, Science Fiction zu lesen sei gleichbedeutend mit anspruchsvoll zu sein? Und umgekehrt: Fantasy sei anspruchsloser Schrott für Deppen?
Hältst Du die Fahne von der gesellschaftskritischen Mission der SF aufrecht und glaubst daran? Und wieso denkst Du, daß Autoren, die es nötig haben, ihre Geschichten mit futuristischer Deko aufzuwerten, anspruchsvollere Literatur schaffen als solche, deren Deko weniger pseudowissenschaftlich daherkommt?
Was Du ein suboptimales Setting nennst, ist einfach die Einsicht, daß man dem, was Perry Rhodan ohnehin ist, nämlich technisch verbrämte Fantasy (quasi Hyperpunk, ohne jedoch das Coolness-versprechen einlösen zu können), zu ihrem Recht verhelfen kann, indem man sie unverkrampft ausbreitet und wirken läßt. Erzählerisch. Denn hier geht es ums Geschichtenerzählen. Und das darf Spaß machen, anrühren, fesseln (genau, es geht um diesen Hedonistenkrempel, um … Gefühle, richtig!).
Das befreit die Deko davon, Selbstzweck zu sein und läßt sie Atmosphäre produzieren, womit sie endlich einmal eine Existenzberechtigung hätte, während das "Science" in "Science Fiction" in vielen anderen Beispielen als bloßer Wandteppich endet.
Du bist bestimmt ein toller Kerl, aber kommentier doch einfach nicht Sachen, von denen Du nachgewiesenermaßen keine Ahnung hast. Vielleicht hast Du mit der Bedienungsanleitung Deines DVD-Players mehr Freude - die dürfte sich technisch korrekt gerieren.