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Monsters [Film]

Verfasst: 12. November 2010 13:49
von Doop
Haben wir uns eigentlich schon mit diesem neuen (und von der Kritik sehr gelobten) Low-Budget-SF-Riesenmonsterfilm beschäftigt?

http://www.youtube.com/watch?v=85APkQSEPjM

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Re: Monsters [Film]

Verfasst: 12. November 2010 14:06
von Olaf
Der lief beim Fantasy-Filmfest.
Ich hatte mir nach den ganz Lobeshymnen eigentlich einen Film versprochen, der so in einer Liga mit District 9 oder Moon spielt. Leider war meine Enttäuschung dann um so größer. Die Intensität der beiden Filme erreicht der Film nie.

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 12. November 2010 18:30
von heino
Olaf hat geschrieben:Der lief beim Fantasy-Filmfest.
Ich hatte mir nach den ganz Lobeshymnen eigentlich einen Film versprochen, der so in einer Liga mit District 9 oder Moon spielt. Leider war meine Enttäuschung dann um so größer. Die Intensität der beiden Filme erreicht der Film nie.
Das ist Ansichtssache. Ich finde ihn weit besser als Moon, der mir zu intellektuell war und mich ziemlich kalt liess. Und mit District 9 lässt er sich in keinster Weise vergleichen, mit der Ausnahme, dass in beiden Filmen Ausserirdische vorkommen und beide reale Vorkommnisse darstellen/kommentieren (Rassismus bzw. Einwanderunsgpolitik).
Der Film ist auch deswegen anders, weil er kein wirkliches Drehbuch als Grundlage hat, sondern bis auf zentrale Plot Points komplett improvisiert ist. Und er lebt von der Stimmung, die er erzeugt. Ich finde ihn großartig.

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 9. Dezember 2010 21:25
von Gast09
Ich habe diesen Film heute im Kino gesehen.
Kann gar nicht glauben, dass da nur 500.00 USD reingeflossen sein sollen.
Bin mir nicht sicher, ob ich diesen Film gut finden soll. Unter Off Topic: Grade im Kino gesehen folgt die Begründung.
Es ist kaum mehr als ein Zweipersonenstück. Die Beiden könnten es noch zu was bringen, sie agieren glaubwürdig und überaus souverän. Die Story selbst erinnert irgendwie an Jack Arnold, was nicht notwendigerweise negativ sein muss.
Das Ende gefällt mir sehr. Ich weiß nicht, ob ihr die Chance habt, diesen Film noch zu sehen. Beeilt euch, denn nächste Woche ist Schluss damit, es sei denn, ihr möchtet Sonntag um 23.15 ins Kino gehen. Wenn ihr den Film seht, wäre ich für die Beantwortung meiner Frage dankbar.
Die Schlussszene bei Texaco. Wird da der Film neu definiert? Wer genau sind die Monster? Die, die sich lieben oder die, die mit Giftgas hantieren?
Kann es sein, dass dieser Film, so es da irgendwas gibt, was man verstehen muss, richtig gut ist?
Gast09 gibt:
6/10 Entdeckungen, die Frauen beim Pinkeln normalerweise so machen
Weiter bei off topic

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 10. Dezember 2010 16:02
von heino
Gast09 hat geschrieben:Ich habe diesen Film heute im Kino gesehen.
Kann gar nicht glauben, dass da nur 500.00 USD reingeflossen sein sollen.
Bin mir nicht sicher, ob ich diesen Film gut finden soll. Unter Off Topic: Grade im Kino gesehen folgt die Begründung.
Es ist kaum mehr als ein Zweipersonenstück. Die Beiden könnten es noch zu was bringen, sie agieren glaubwürdig und überaus souverän. Die Story selbst erinnert irgendwie an Jack Arnold, was nicht notwendigerweise negativ sein muss.
Das Ende gefällt mir sehr. Ich weiß nicht, ob ihr die Chance habt, diesen Film noch zu sehen. Beeilt euch, denn nächste Woche ist Schluss damit, es sei denn, ihr möchtet Sonntag um 23.15 ins Kino gehen. Wenn ihr den Film seht, wäre ich für die Beantwortung meiner Frage dankbar.
Die Schlussszene bei Texaco. Wird da der Film neu definiert? Wer genau sind die Monster? Die, die sich lieben oder die, die mit Giftgas hantieren?
Kann es sein, dass dieser Film, so es da irgendwas gibt, was man verstehen muss, richtig gut ist?
Gast09 gibt:
6/10 Entdeckungen, die Frauen beim Pinkeln normalerweise so machen
Weiter bei off topic
Ich fand ihn klasse, gerade weil er dem Zuschauer eine eigene Interpretation abverlangt. Die Aliens sind natürlich Monster im Wortsinn, aber eigentlich nicht schuld an der ganzen Misere (eine offensichtliche Parallele zu Distric 9, aber auch so ziemlich die einzige), denn sie sind weder freiwillig auf die Erde gekommen noch haben sie die gewalttätigen Konflikte provoziert. Aber eigentlich ist das m.E. gar nicht das Thema des Films, sondern wie Menschen es schaffen, unter solchen Bedingungen ihre Würde und Menschlichkeit zu behalten. Und dass er das ohne erhobenen Zeigefinger schafft, macht ihn für mich wirklihc aussergewöhnlich.

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 25. April 2011 11:23
von bukaman
Gestern auf BluRay gesehen.

Ein ruhiger Film, dessen titelgebende Monster dezent im Hintergrund bleiben, während ein (reichlich notgeiler) Fotograf und die Tochter seines Chefs von Südamerika aus zurück in die Vereinigten Staaten wollen, sich dabei reichlich Zeit lassen und die letzte Fähre verpassen und so zu Fuß durch die „Infizierte Zone“ ihre Reise antreten müssen.

Wer einen Monster-Action-Film in Emmericher Art erwartet, wird schmerzlich enttäuscht werden, wer sich dagegen auf einen sehr ruhigen Film mit interessanten Ideen und einer (leider platten und zu offensichtlichen) Liebesstory einläßt, den erwartet ein „Monster-Showdown“ der besonderen Art.

Trotz einiger Längen hat mir der Film sehr gefallen.

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 27. April 2011 09:22
von deval
Ich finde den Film eher mittelprächtig. Jenseits von gut und böse.

Warum man ausgerechnet außerirdische Riesenkraken als Bedrohung hergenommen hat weiß ich nicht.
Die beiden Protagonisten hätten auch gut eine Reise durch den afrikanischen Dschungel machen können -
mit im Hintergrund lauernden Löwen als Bedrohungsquelle. Das wäre auf das gleiche rausgekommen.

Die Liebesgeschichte finde ich nun nicht als allzu platt. Genau wie im richtigen Leben, finden die Protago-
nisten im Laufe der Geschichte zusammen. Nach dem Film haben die beiden ja geheiratet.

Und für mich hat er doch einen kleinen erhobenen Zeigefinger. Im Film selber tauchen ja die Plakate mit
der Aufschrift -Wer sind die Monster- auf. Und gerade das Ende zeigt doch, wie lieb und süß die beiden
Kraken daherkommen - wenn man sie denn in Ruhe läßt. Sie schmusen miteinander und die beiden Men-
schen dürfen staunend zuschauen. Die Situation eskaliert erst, als der militärische Rettungstrupp die
beiden abholt. Frei nach dem Motto -die bösen Militärs die nicht in der Lage sind sich friedlich mit den
Kraken zu arrangieren und immer gleich rumballern müssen. Mehr Toleranz bitte.-

Der Film endet ja quasi mit seinem Anfang.

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 27. April 2011 10:36
von Doop
deval hat geschrieben:Warum man ausgerechnet außerirdische Riesenkraken als Bedrohung hergenommen hat weiß ich nicht.
Die beiden Protagonisten hätten auch gut eine Reise durch den afrikanischen Dschungel machen können -
mit im Hintergrund lauernden Löwen als Bedrohungsquelle. Das wäre auf das gleiche rausgekommen.
Ich frage mich bei Filmen im afrikanischen Dschungel mit Löwen als Bedrohung immer, warum man solche Geschichten nicht lieber in einer verseuchten Umgebung mit außerirdischen Monstern als Bedrohung erzählt. :lol:

Der Regisseur war als Monsterfilmer immerhin so überzeugend, dass man ihm jetzt den nächsten westlichen Godzillaversuch anvertraut hat. Ob das gut wird - keine Ahnung. Aber dass es besser wird als bei Emmerich - ganz sicher!

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 28. April 2011 18:44
von heino
deval hat geschrieben: Warum man ausgerechnet außerirdische Riesenkraken als Bedrohung hergenommen hat weiß ich nicht.

Aber ich :wink:


In einem Interview (in der Zeitschrift Starlog, glaube ich) sagte Gareth Edwards, dass er ursprünglich einen "richtigen" Monsterfilm drehen wollte, dafür aber nicht das Geld zusammen bekommen hat. Und so hat er halt aus der Not eine Tugend gemacht und ein ruhiges Drama gedreht, das die "Monster" als Ausgangspunkt nimmt.

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 22. Mai 2011 20:41
von Uschi Zietsch
Und dieses "Drama" ist entschieden zu ruhig geworden. Stundenlanges Verweilen auf schweigenden Protagonisten, dröge Dialoge, Leute, die irgendwie auf nem Wagen oder per Boot oder Zug unterwegs sind aber selbst nichts tun. Wie sich daraus eine Liebesgeschichte entwickeln kann ist mir ein Rätsel, noch unverständlicher aber ist für mich der Schluss. Bleibt ein "HÄ?" und ein gelangweiltes Achselzucken und ein wenig Ärger über die vertane Zeit. (Gottseidank nicht im Kino gewesen)
Steht gleichauf in der Qualität, von der Spannung und der hauchdünnen Storyline her mit "The American".

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 30. Mai 2011 11:02
von alexandermerow
Leider war meine Enttäuschung dann um so größer. Die Intensität der beiden Filme erreicht der Film nie.
Dieser Film hat es einfach nicht gebracht. Ich habe mir auch mehr davon versprochen. District 9 war wirklich gut gemacht und teilweise schön zynisch (Alien-Apartheid :smokin ), was man von "Monsters" keineswegs behaupten kann. Die Reise durch die verbotene Zone wirkte langweilig und wurde schnell abgehakt, am Ende "küssen" sich zwei Riesenviecher und das war es dann. Naja, mich konnte der Film überhaupt nicht begeistern. Vielleicht habe ich aber auch die "Philosophie" des Streifens nicht verstanden :kopfschuettel: Mea culpa!

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 4. Juli 2011 12:10
von andy
Ich habe den Film gestern auf DVD gesehen und war sehr angetan. Ein ruhiger Film, bei dem mich weder die Handlung noch die Figuren, aber die Stimmung überzeugten. Von A nach B, quer durch's Monsterland. Ich war beeindruckt davon, wie hier mit ganz einfachen Mitteln Atmosphäre geschaffen wurde.

Doch, war ein schöner Abend mit einem schönen Film.

07 von 10 Straßenschildern.

Andy

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 6. Juli 2011 23:05
von speddy
Hab ihn mir heute abend mit meiner Frau zusammen angesehen und bin sehr zufrieden. Uns beiden hat der Film richtig gut gefallen. Eine geniale Atmosphäre die auch sehr realistisch wirkt und dadurch eine interesante Welt erschafft. Finde es gut das dies nicht noch einer dieser üblichen actionreichen Monster und Alienfilme geworden ist. Davon gibt es ja wahrlich genug. Fand ihn auf jeden Fall wesentlich besser als District 9 und bin richtig beeindruckt davon was man mit einem kleinen Budget alles machen kann.

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 7. Juli 2011 21:05
von Kringel
Der Film gewinnt eine ganz neue Qualität, wenn man sich bewusst macht, dass fast alles improvisiert ist, dass der Regisseur gleichzeitig als Kameramann fungiert sowie alle Spezialeffekte selbst hergestellt hat, und dass außer den beiden Hauptdarstellern keine Schauspieler auftreten, sondern nur x-beliebige Leute, denen man vor Ort begegnet ist.

Re: Monsters [Film]

Verfasst: 7. Juli 2011 22:52
von speddy
Kringel hat geschrieben:Der Film gewinnt eine ganz neue Qualität, wenn man sich bewusst macht, dass fast alles improvisiert ist, dass der Regisseur gleichzeitig als Kameramann fungiert sowie alle Spezialeffekte selbst hergestellt hat, und dass außer den beiden Hauptdarstellern keine Schauspieler auftreten, sondern nur x-beliebige Leute, denen man vor Ort begegnet ist.
Ja, das ist schon ziemlich der Hammer. Der Film kommt ja aus England soweit ich gesehen habe. Wie ja auch Moon (den ich noch nicht kenne). Da tut sich was...
Könnt sich Hollywood mal ne Scheibe von abschneiden. Aber Geld ist halt nicht alles. Im moment legen die ja einen Big Budget Rohrkrepierer nach dem anderen nach.