Wie Autoren arbeiten.
Verfasst: 11. November 2011 16:27
Bei seiner Lesung in München erzählte der kanadische SF-Autor Cory Doctorow auch etwas über seine Entscheidung als Autor zu arbeiten und einen seiner Grundsätze: Er nahm sich damals vor, jeden Werktag zu schreiben. Und zwar jeden Tag mindestens 250 Wörter (inzwischen ist er bei einem Minimum von 2.500 Wörter angekommen). Egal, ob er Lust darauf hatte, oder nicht. Egal, ob er unterwegs war oder zuhause. Einfach jeden Tag schreiben. »I never heard of a surgeon's block«, sagte er dazu, also warum sollte es etwas wie einen »author's block« geben?
Cory Doctorow hat sich dabei ein paar Tricks angewöhnt, die es für ihn leichter machen sollen, dieses Pensum durchzuhalten. Er sagte z.B., dass er jeden Tag mitten im Satz aufhören würde – dann würde es nämlich am nächsten Tag leicht fallen, schon einmal die ersten paar Worte zu schreiben, nur um den letzten Satz zu beenden.
Außerdem meinte er, dass es natürlich Tage gäbe, an denen er das Gefühl habe, dass es nur so aus ihm herausfließen würde, und selbstverständlich auch Tage, an denen jedes Wort ein Kampf wäre. Aber das verrückte daran sei, dass er später beim Redigieren des fertigen Romans nicht mehr sagen könnte, welche Stellen er wann geschrieben hätte – die Tagesform und der Spaß daran hätten bei ihm meist nur wenig Einfluss auf die Qualität des Textes.
Cory Doctorow hat sich dabei ein paar Tricks angewöhnt, die es für ihn leichter machen sollen, dieses Pensum durchzuhalten. Er sagte z.B., dass er jeden Tag mitten im Satz aufhören würde – dann würde es nämlich am nächsten Tag leicht fallen, schon einmal die ersten paar Worte zu schreiben, nur um den letzten Satz zu beenden.
Außerdem meinte er, dass es natürlich Tage gäbe, an denen er das Gefühl habe, dass es nur so aus ihm herausfließen würde, und selbstverständlich auch Tage, an denen jedes Wort ein Kampf wäre. Aber das verrückte daran sei, dass er später beim Redigieren des fertigen Romans nicht mehr sagen könnte, welche Stellen er wann geschrieben hätte – die Tagesform und der Spaß daran hätten bei ihm meist nur wenig Einfluss auf die Qualität des Textes.