Verlagsauftritte oder amazon?

Science Fiction in Buchform
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lapismont
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Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von lapismont »

Das Thema kam grad auf und darum wollte ich es etwas vertiefen.

Ich suche oft für meine Rezis nach Infos zum Buch. Zwangsläufig stellt sich dabei der Vergleich zwischen den Infos, die amazon listet und jenen, die der Verlag selbst anbietet.

Hier stoße ich recht oft auf Verlagsseiten, die ihre Informationen als Geheimnisse zu betrachten scheinen. Entweder der Verlag drückt sie gleich in eine Shopseite, verlinkt zu amazon oder beschränkt sich auf ISBN, Titel und Autor.
Will man aber Übersetzer, Coverkünstler und dergleichen herausfinden, wird es oft haarig. Sehr schlimm ist es bei Hörspielen. Immer wieder verzweifle ich auf der Suche nach den Sprechern oder dem Script-Schreiber. Da hilft auch amazon kaum.

Wie sind eure Erfahrungen bzw. Erwartungen an Verlagsseiten? Sind sie überhaupt noch notwendig in amazon-Zeiten?
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von My. »

Ja. Ich finde sie notwendig. Zum einen für die Infos, die du als wünschenswert betrachtest (und ich gebe zu, dass auf meiner Website i.d.R. der Coverkünstler nicht genannt wird, obwohl er im Impressum steht; ich gelobe Besserung <g>). Zum zweiten auch für Downloadmöglichkeiten z.B. der Cover für Pressezwecke (ich mache ja die ANDROMEDA NACHRICHTEN und ärgere mich regelmäßig über die notorischen Speicherplatzknauserer in der Verlagsszene [nein, ich nenne keine Namen <g>]). Und selbst bei vielen Kritikpunkten, die ich an Verlagsseiten anbringen könnte - einer ist sicherlich die mangelnde Einheitlichkeit, aber das ist systembedingt -, empfinde ich sie meist als übersichtlicher als Amazon (welches ich natürlich trotzdem als Informationsressource nutze).

Also: Ja, ich finde, Verlagsseiten sind notwendig.

My.
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a3kHH
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von a3kHH »

Ich kaufe selten bei Amazon, stattdessen möglichst direkt beim Verlag. Für mich stellt sich die Frage also nicht.
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breitsameter
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

lapismont hat geschrieben:Zwangsläufig stellt sich dabei der Vergleich zwischen den Infos, die amazon listet und jenen, die der Verlag selbst anbietet.
Meine Erfahrung dabei ist, dass die Informationen bei Amazon.de insgesamt in den letzten Jahren besser wurden. Früher waren da noch ewig die oft bereits bei der Ankündigung des Titels gemachten Informationen zu finden, die sich vor allem durch eine sehr kurze Version des Klappentextes auszeichnen. Heute ist es besser geworden, aber nicht bei allen Verlagen.
Und natürlich recherchiere ich bei der vermeintliche Primärquelle – also dem Verlag.

Bastei und RandomHouse haben mittlerweile eigentlich sehr gute Verlagsseiten (bei Bastei finde ich nur die Navigation grenzwertig). Da gibt es die Leseprobe in Form eines PDF-Auszugs aus dem Buch (also mit dem Original-Impressum), Links zum Autor und weiterführenden Webseiten und hochauflösende Titelbilder.
Darum wundert es mich seit Jahren, dass viele Kleinverlage (besonders fällt mir hier immer der Wurdack-Verlag auf), nur winzige, briefmarkengroße Abbildungen der Titelbilder auf ihrer Website haben (und wer sollte so etwas sonst anbieten können, wenn nicht der Verlag selbst???), kaum Klappentext und natürlich keine Leseproben. Wenn man nicht aufmerksam in bestimmten Foren mit liest, kriegt man sogar viele Publikationen gar nicht mit. Werbung für ein Produkt sieht anders aus - und zumindest ein hochauflösendes Titelbild sollte man schon auf seine Website stellen können, oder? Denn ansonsten kriege ich das ja erst richtig zu sehen, wenn das Buch bereits bei mir auf dem Schreibtisch liegt...
Täglich geht die Sonne auf,
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lapismont
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von lapismont »

breitsameter hat geschrieben:
lapismont hat geschrieben:Zwangsläufig stellt sich dabei der Vergleich zwischen den Infos, die amazon listet und jenen, die der Verlag selbst anbietet.
Darum wundert es mich seit Jahren, dass viele Kleinverlage (besonders fällt mir hier immer der Wurdack-Verlag auf), nur winzige, briefmarkengroße Abbildungen der Titelbilder auf ihrer Website haben (und wer sollte so etwas sonst anbieten können, wenn nicht der Verlag selbst???), kaum Klappentext und natürlich keine Leseproben. Wenn man nicht aufmerksam in bestimmten Foren mit liest, kriegt man sogar viele Publikationen gar nicht mit. Werbung für ein Produkt sieht anders aus - und zumindest ein hochauflösendes Titelbild sollte man schon auf seine Website stellen können, oder? Denn ansonsten kriege ich das ja erst richtig zu sehen, wenn das Buch bereits bei mir auf dem Schreibtisch liegt...
Stimmt Wurdack ist so ein Beispiel. Vermutlich wird Ernst mit dem Hinweis kommen, dass er seine Zeit und Geld lieber in Bücher als in Webseiten steckt, aber vielleicht könnte man manche Prozesse einfach besser miteinander verknüpfen. Denn der Verlag hat ja bereits alle Infos und Bilder digital vorliegen. Was stört zum Beispiel bei Magazinen und Anthologien, das komplette Inhaltsverzeichnis einzubinden?

Stimmt, amazon ist besser geworden, allerdings stecken dahinter nur Computerprogramme und die zunehmende Vernetzung der Informationen bei amazon führt immer öfter dazu, dass die Informationen verschiedener Ausgaben und Formate gemischt werden. Ich muss immer öfter amazon-Daten überprüfen, gerade was Übersetzer angeht.
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Also die Angaben bei Amazon sind entweder vom a) VLB, oder b) vom Barsortiment bzw. BOD, je nachdem, wie man publiziert/liefert, oder c) vom Verlag selbst, wenn er dem Advantage Programm angeschlossen ist. a) und b) haben auch nur das, was der Verlag bei ihnen einträgt. Also: Nur was der Verlag eingibt, kann auch drinstehen.

Und ich möchte darauf hinweisen, dass es bei Fabylon Leseproben etc. alles gibt, und aktuelle Infos wie Rezensionen immer im Blog und auf FB. Ja-wohl.
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von Guido Latz »

Die Zugriffszahlen auf die Leseproben sind ja übersichtlich, wie ich erwähnte. Und mit 150-180 Besuchern am Tag sind die auf der Atlantis-Seite plus die auf rund 50 im Shop ebenfalls sehr übersichtlich. Ich sehe den Blog als Ort, wo News stehen und den Shop auch als Quelle, um eine Gesamtübersicht zu bekommen. Ich finde es natürlich toll, dass man direkt bei mir bestellt, auch und vor allem die HC. Das alles stellt aber nur einen Bruchteil dessen dar, was abseits davon über das Barsortiment geht. Wenn man die Erfahrung macht, dass potentielle Käufer über mir unbekannte Wege an Informationen über das Programm kommen und woanders kaufen, dann sollte man vielleicht versuchen, angekündigte Bücher tatsächlich zu verlegen und auszuliefern, anstatt sich über Sachen den Kopf zu zerbrechen, die nicht soooo stark frequentiert werden. Ich sage ja nicht, "nie Cover in hochauflösender Qualität" oder "nie mehr Leseproben"; aber im Moment gibt es andere "Probleme" - und es ist halt nicht so, dass es keine Leseproben gibt (im Gegenteil), und ein hochauflösendes Cover auf Anfrage zu verschicken kommt so selten vor, dass man das dann mal machen kann.
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von My. »

lapismont hat geschrieben: Stimmt Wurdack ist so ein Beispiel. Vermutlich wird Ernst mit dem Hinweis kommen, dass er seine Zeit und Geld lieber in Bücher als in Webseiten steckt, ...
Kann er. Sollte er aber nicht. Denn der Arbeitsschritt, aus einem 1:1 Umschlag-PDF ein downloadfähiges JPG in verschiedenen Größen zu machen, ist dann für ein 500 Pixel breites JPG genau der gleiche wie für ein 25 Pixel breites. Ich habe bei meinen Büchern immer ein Titelbild-JPG im Originalformat, eines mit 500 und eines mit 250 Pixeln Breite.

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upanishad
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von upanishad »

Meine erste Anlaufstelle ist immer amazon (abgesehen vom deutschsprachigen comic-Bereich, da führt bei meinen Interessen an panini kein Weg dran vorbei).
Aber - manchmal komme ich dann doch nicht weiter, wenn ich wissen will wann ein Buch oder (hier OT) welche Untertitel eine DVD aufweist.
Dann geht´s entweder zum Verlag oder (bei DVD und co) ab in die Foren.
so everything is meaningless and so we carry on
until we face the consequence of everything we've done

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Christof

Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von Christof »

Hmm ich persönlich habe immer öfter Wikipedia.com dazu in gebrauch. Gerade wenn ich mich dafür interessiere wie ein Plot sich weiter entwickelt und ob es sich so lohnt die Serie weiter zu kaufen bzw. sich das englischsprachige Buch als Ebook zu kaufen.
Als schönes Beispiel nehme ich hier den doch bekannten Dresden
https://en.wikipedia.org/wiki/Jim_Butch ... les_series
Dazu finde ich dort in den Quellen oft sehr nützliche Links zu weiteren Infoseiten. Zusammen mit Amazon, teilweise den Rezis dort und Foren kämpfe ich mich da durch Infos.
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Nina
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von Nina »

Das ist unterschiedlich. Manchmal schafft es Amazon durchaus nicht, die gewünschten Infos online zu bringen. Da steht dann das Buch ohne Klappentext. Oder gerade bei Anthologien ist dann oft der ganze Text "in einer Wurst" und dann die Sache mit Geschichtentiteln in eine ansehnliche Form zu bringen, da habe ich auch nicht unbedingt Lust drauf. Ich trage auch bei LITERRA.info viele Bücher ein und da braucht man ein Titelbild dafür. Kein hochauflösendes, da es auch "nur" eine Online-Datenbank ist (für den Druck braucht man sicher bessere Qualität), aber die Titelbilder bei Amazon haben eben einen weißen Rahmen und müssten erst zugeschnitten werden. Und das ist ein Arbeitsschritt, den ich nicht machen will.
Allgemein sehe ich es aber, dass es oft problematisch ist, z.B. Infos über den Autor zu bekommen. Das mit der Anfrage ist ja schön und gut, aber ganz ehrlich: So ein Eintrag muss in ein paar Minuten erledigt sein, mehr Engagement habe ich da im Normalfall nicht. Es gibt ohnehin mehr Bücher, als man eintragen kann und wer keine vernünftigen Infos im Netz hat, macht einem die Entscheidung leicht.
Das gilt aber auch z.B. für Autoren, die ihre Lesungen grundsätzlich ohne Adresse des Veranstaltungsort ankündigen. Da müsste man immer nachfragen/nachrecherchieren und dann lässt man den Eintrag in so ein Online-Magazin halt doch lieber sein.
Hinzu kommt das Konzept des Online-Magazins: Will man ein Buch aufnehmen, sollte man erst sicherstellen, dass eine Beschreibung des Verlags und eine Vita des Autors vorhanden sind. Seltsamerweise scheitern sehr, sehr viele Kleinverlage daran, sich selbst irgendwo auf ihrer Seite zu erklären. (Am besten wäre natürlich auch, die Ich-Form zu vermeiden.) Das muss nichts Großartiges sein, keine Beschreibung der letzten fünf Vorfahren-Generationen vor dem Verleger und deren Verhältnis zu Bücher. Aber ein paar Sätze, wann das gegründet wurde und was man so generell veröffentlicht, da überrascht mich immer wieder, dass man das oft gar nirgendwo auf Verlagsseiten findet. Mitunter findet man absurderweise dann brauchbarere Infos über einen Verlag auf Seiten, die nicht zum Verlag gehören. Auch nicht bei Amazon, wenn dann eher, weil ein engagierter Redakteur für ein Interview mal ein paar einleitende Sätze zusammengefasst hat.

Was mich als Autorin jedenfalls nervt, ist, dass manche Verlage öfters die urls ihrer Unterseiten umbenennen bzw. den Webshop andauernd auf ein neues System legen. Dann muss man wieder die eigene Homepage und seine Forenbeiträge dazu ändern. Oft macht man das, aber manchmal ist es so, dass man dann irgendwann mal mit den Schultern zuckt und es sein lässt. Vergriffene Bücher verschwinden zudem oft völlig von den Verlagsseiten, während bei Amazon das Ganze zumindest mit den Grundinfos noch stehen bleibt. Bestellen kann es der Kunde dann zwar auch nicht mehr, aber man sieht zumindest, dass es das Buch irgendwann mal gegeben hat und der Autor es sich nicht bloß ausgedacht hat, um seine Vita aufzupeppen.
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Ming der Grausame
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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von Ming der Grausame »

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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

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Re: Verlagsauftritte oder amazon?

Ungelesener Beitrag von lapismont »

Ein alter Thread, aber ich sehr grad was unbeantwortetes
Uschi Zietsch hat geschrieben:Also die Angaben bei Amazon sind entweder vom a) VLB, oder b) vom Barsortiment bzw. BOD, je nachdem, wie man publiziert/liefert, oder c) vom Verlag selbst, wenn er dem Advantage Programm angeschlossen ist. a) und b) haben auch nur das, was der Verlag bei ihnen einträgt. Also: Nur was der Verlag eingibt, kann auch drinstehen.
Das stimmt schon, aber Amazon mischt etwa Neu-Ausgaben und Nachauflagen. Da stimmt oft schon das Cover nicht mehr. Auch den Kuundenrezensionen ist nicht unbedingt anzusehen, welche Ausgabe bewertet wurde. Gerade Hinweise auf Schreibfehler oder Papierqualität veralten eventuell mit einer Neu-Ausgabe oder einer überarbeiteten Neuauflage.

Ganz schwach ist es übrigens bei Filmen. Manche Firmen schaffen es nicht einmal vor der Veröffentlichung einer DVD/BR ihre Webseite entsprechend anzupassen. Hinweise zur Schnittfassung oder gar Tonqualität der Synchros überlässt man lieber den Fans, die das dem fertigen Produkt entnehmen.

Apropos Cover-Künstlerin. Letztens bei Fischer und Rowohlt keinerlei Angabe dazu im Buch gefunden. Selbst wenn man nur Agentur-Material verwendet, könnte man das doch auch erwähnen.
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