Gelesene Comics 2012
Verfasst: 10. Februar 2012 11:38
Ich mach da jetzt einfach mal ne Liste mit Kurzbemerkungen. Eigentlich hab ich schon mehr "durch", aber die muss ich erst noch raussuchen.
Joshua & Jonathan Luna: Das Schwert (Band 1 Feuer), Cross Cult, 160 Seiten HC, 22€
Eine aufwendige Geschichte vor griechischem mythischem Hintergrund, eine Reise durch die Jahrtausende mit Handlungseinstieg in der Gegenwart. Protagonistin ist die gelähmte Dara Brighton, deren Familie vor ihren Augen umgebracht wird. Es geht um "das Schwert", das alle Wunden heilt und ewige Jugend verleiht. Dara, ebenfalls dem Tode geweiht, findet das Schwert, und der Kampf beginnt. Die Zeichnungen sind sehr gut, nur die Figuren recht statisch und gleichförmig, wie oft bei den asiatischen Zeichnern. Nix für empfindsame Gemüter, die kein Blut sehen können, Mischung aus Thriller und mystischer Quest. Freue mich auf Band 2.
Jean Dufaux, Hugues Labiano: Dixie Road. Splitter, 196 Seiten HC, 24,80
Die USA in den 30er Jahren. Zusammen mit der pubertierenden Dixie reisen wir durch die Südstaaten während der Großen Depression und erleben authentisch Armut, Gewalt, Korruption und Unterdrückung mit. Sorgfältig recherchiertes Doku-Epos, bedingt durch die Realitätsnähe geht es einigemale ziemlich an die Nieren. Hervorragend in Szene gesetzt und pointiert erzählt.
Sylvain Runberg, Juzhen: Konungar (Band 1 Invasionen), Splitter, 48 Seiten HC, 13,80
Eine spannende Wikinger-Saga mit mystischen Elementen - ein opulentes Feuerwerk an großartigen Bildern, eine Geschichte um Macht und Intrigen und mystische Mächte. Die Zentauren - boah. Solche hat man noch nicht gesehen! Frohe Erwartung auf Band 2.
Ange, Démarez: Maries Drachen (Band 1 Armance), Splitter, 48 Seiten HC, 13,80
Mittelalterliches/klerikales Fantasy-Epos, schön bebildert. Es geht nicht um klassische Drachen, sondern um etwas, das aus der Paralleldimension herüber möchte, "das Tier". Und noch mehr, was wir erst später erfahren werden. Also warten auf Band 2.
Christophe Bec, Richard Marazano: Absolut Zero (Band 1, Mission Sibirien), Splitter, 48 Seiten HC, 13,80 - SF!
Marines werden auf einen Planeten geschickt, sie dürfen dabei draufgehen, das Material nicht. Nach und nach drehen alle durch. Offen gestanden habe ich bis zur Hälfte gar nichts verstanden, weil es wirr hin und herging und ständiger Wechsel zwischen Realität und "Der Meister und Margarita" war, obwohl die Gegenwart in Blau-, die Buchzitate in Brauntönen gehalten sind, hat sich mir der Zusammenhang und Sinn nicht erschlossen. Zeichnerisch ein bisschen zu düster, sodass ich die einzelnen Charaktere kaum auseinanderhalten konnte. Dann wurde es aber doch spannend, weil einer der Soldaten trotz ausgefallenem Anzugcomputer "Absolute Zero"-Grade überstanden hat und sich fröhlich mordend durch die Gegend bewegt. Das Ding? Mal Band 2 abwarten.
Christophe Arleston, Paul Glaudel: Die Meister-Kartographen (Teil 1&2), Splitter, 96 Seiten HC, 19,80
Doppelband, in sich abgeschlossene Geschichten. Ein ganzer Planet ist eine einzige mittelalterliche Stadt. Die "Friedlichen Sapientisten" planen die große Machtübernahme, ihre Gegenspieler sind die "Kartographen", die neben den Sapientisten als Einzige den Überblick über die Welt haben. Ganz nett, aber grauenvoll gezeichnet. Was für zwischendurch.
Gallié, Andreae: Die Bruderschaft der Krabbe, Band 2, Splitter, 48 Seiten HC, 13,80
Der zweite Teil bietet mehr Spannung auf als der erste Teil. Krebskranke Kinder (die die "Krabbe" in sich haben) geraten "nach nebenan" und stellen fest, dass sie einer Verschwörung auf der Spur sind, denn irgendwer sammelt alle Krabbenteile für irgendwas. Nicht wirklich gut, aber auch nicht wirklich schlecht durch die skurrile Reise (wir begegnen auch Frankenstein), kann mir nicht klar werden in meiner Meinung.
Smolderen, Marini: Gipsy (Band 1, Der Stern des Zigeuners), Splitter, 72 Seiten HC, 14,80 - SF
Die nördliche Halbkugel ist im Eis versunken, auf der südlichen verrecken die Leute an der durch das Ozonloch ungebremsten UV-Strahlung. Moderne Beförderung wurde eingestellt, es existiert nur noch eine einzige "gigantische" (-> nur 6 Spuren, harhar) Autobahn, die die halbe Welt durchzieht, und auf der alle Güter in (kleinen) LKW transportiert werden. Hierbei ist natürlich ein Unternehmen vorrangig, das die Konkurrenz alle machen will, und der Roma-Zigeuner, genannt "Gipsy", macht ihnen das Leben schwer. "Road Movie" in Nicolas-Cage-Manier, ganz nett, aber nicht sehr logisch aufgebaut. In alter Tradition gezeichnet und erzählt. Was für zwischendurch.
Mark Millar, Steve McNiven: Nemesis, Panini, Englisch Broschur, 14,95
Nemesis ist DER Superschurke, gegen den alle anderen, selbst der Joker, alt aussehen. Massenmordend (dürfte so an die Million gehen) zieht er durch die Welt, um den besten Cops zu beweisen, dass sie alle nur Stümper sind. Eine Gewaltorgie in Superheldenundschurkenmanier mit einem überraschenden Ende. Yeah!
Valerian & Veronique, Gesamtausgabe nun schon Band 3: Die erste und dritte Geschichte waren gut bis sehr gut, die zweite (Trügerische Welten) hab ich nicht kapiert und fand sie insgesamt doof.
Delaby, Dufaux: Ritter des verlorenen Landes (Band 1, Morrigan), Splitter, 48 Seiten HC, 13,80
Naja. Wieder ein Ritter-Fantasy-Epos mehr mit keltischen Mythen, sehr schöne Bilder, aber maue Geschichte.
Joshua & Jonathan Luna: Das Schwert (Band 1 Feuer), Cross Cult, 160 Seiten HC, 22€
Eine aufwendige Geschichte vor griechischem mythischem Hintergrund, eine Reise durch die Jahrtausende mit Handlungseinstieg in der Gegenwart. Protagonistin ist die gelähmte Dara Brighton, deren Familie vor ihren Augen umgebracht wird. Es geht um "das Schwert", das alle Wunden heilt und ewige Jugend verleiht. Dara, ebenfalls dem Tode geweiht, findet das Schwert, und der Kampf beginnt. Die Zeichnungen sind sehr gut, nur die Figuren recht statisch und gleichförmig, wie oft bei den asiatischen Zeichnern. Nix für empfindsame Gemüter, die kein Blut sehen können, Mischung aus Thriller und mystischer Quest. Freue mich auf Band 2.
Jean Dufaux, Hugues Labiano: Dixie Road. Splitter, 196 Seiten HC, 24,80
Die USA in den 30er Jahren. Zusammen mit der pubertierenden Dixie reisen wir durch die Südstaaten während der Großen Depression und erleben authentisch Armut, Gewalt, Korruption und Unterdrückung mit. Sorgfältig recherchiertes Doku-Epos, bedingt durch die Realitätsnähe geht es einigemale ziemlich an die Nieren. Hervorragend in Szene gesetzt und pointiert erzählt.
Sylvain Runberg, Juzhen: Konungar (Band 1 Invasionen), Splitter, 48 Seiten HC, 13,80
Eine spannende Wikinger-Saga mit mystischen Elementen - ein opulentes Feuerwerk an großartigen Bildern, eine Geschichte um Macht und Intrigen und mystische Mächte. Die Zentauren - boah. Solche hat man noch nicht gesehen! Frohe Erwartung auf Band 2.
Ange, Démarez: Maries Drachen (Band 1 Armance), Splitter, 48 Seiten HC, 13,80
Mittelalterliches/klerikales Fantasy-Epos, schön bebildert. Es geht nicht um klassische Drachen, sondern um etwas, das aus der Paralleldimension herüber möchte, "das Tier". Und noch mehr, was wir erst später erfahren werden. Also warten auf Band 2.
Christophe Bec, Richard Marazano: Absolut Zero (Band 1, Mission Sibirien), Splitter, 48 Seiten HC, 13,80 - SF!
Marines werden auf einen Planeten geschickt, sie dürfen dabei draufgehen, das Material nicht. Nach und nach drehen alle durch. Offen gestanden habe ich bis zur Hälfte gar nichts verstanden, weil es wirr hin und herging und ständiger Wechsel zwischen Realität und "Der Meister und Margarita" war, obwohl die Gegenwart in Blau-, die Buchzitate in Brauntönen gehalten sind, hat sich mir der Zusammenhang und Sinn nicht erschlossen. Zeichnerisch ein bisschen zu düster, sodass ich die einzelnen Charaktere kaum auseinanderhalten konnte. Dann wurde es aber doch spannend, weil einer der Soldaten trotz ausgefallenem Anzugcomputer "Absolute Zero"-Grade überstanden hat und sich fröhlich mordend durch die Gegend bewegt. Das Ding? Mal Band 2 abwarten.
Christophe Arleston, Paul Glaudel: Die Meister-Kartographen (Teil 1&2), Splitter, 96 Seiten HC, 19,80
Doppelband, in sich abgeschlossene Geschichten. Ein ganzer Planet ist eine einzige mittelalterliche Stadt. Die "Friedlichen Sapientisten" planen die große Machtübernahme, ihre Gegenspieler sind die "Kartographen", die neben den Sapientisten als Einzige den Überblick über die Welt haben. Ganz nett, aber grauenvoll gezeichnet. Was für zwischendurch.
Gallié, Andreae: Die Bruderschaft der Krabbe, Band 2, Splitter, 48 Seiten HC, 13,80
Der zweite Teil bietet mehr Spannung auf als der erste Teil. Krebskranke Kinder (die die "Krabbe" in sich haben) geraten "nach nebenan" und stellen fest, dass sie einer Verschwörung auf der Spur sind, denn irgendwer sammelt alle Krabbenteile für irgendwas. Nicht wirklich gut, aber auch nicht wirklich schlecht durch die skurrile Reise (wir begegnen auch Frankenstein), kann mir nicht klar werden in meiner Meinung.
Smolderen, Marini: Gipsy (Band 1, Der Stern des Zigeuners), Splitter, 72 Seiten HC, 14,80 - SF
Die nördliche Halbkugel ist im Eis versunken, auf der südlichen verrecken die Leute an der durch das Ozonloch ungebremsten UV-Strahlung. Moderne Beförderung wurde eingestellt, es existiert nur noch eine einzige "gigantische" (-> nur 6 Spuren, harhar) Autobahn, die die halbe Welt durchzieht, und auf der alle Güter in (kleinen) LKW transportiert werden. Hierbei ist natürlich ein Unternehmen vorrangig, das die Konkurrenz alle machen will, und der Roma-Zigeuner, genannt "Gipsy", macht ihnen das Leben schwer. "Road Movie" in Nicolas-Cage-Manier, ganz nett, aber nicht sehr logisch aufgebaut. In alter Tradition gezeichnet und erzählt. Was für zwischendurch.
Mark Millar, Steve McNiven: Nemesis, Panini, Englisch Broschur, 14,95
Nemesis ist DER Superschurke, gegen den alle anderen, selbst der Joker, alt aussehen. Massenmordend (dürfte so an die Million gehen) zieht er durch die Welt, um den besten Cops zu beweisen, dass sie alle nur Stümper sind. Eine Gewaltorgie in Superheldenundschurkenmanier mit einem überraschenden Ende. Yeah!
Valerian & Veronique, Gesamtausgabe nun schon Band 3: Die erste und dritte Geschichte waren gut bis sehr gut, die zweite (Trügerische Welten) hab ich nicht kapiert und fand sie insgesamt doof.
Delaby, Dufaux: Ritter des verlorenen Landes (Band 1, Morrigan), Splitter, 48 Seiten HC, 13,80
Naja. Wieder ein Ritter-Fantasy-Epos mehr mit keltischen Mythen, sehr schöne Bilder, aber maue Geschichte.