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Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 08:50
von breitsameter
In den Abendstunden des Mittwoch, 7. März 2012, verstarb der beliebte Schriftsteller Hans Kneifel nach kurzer schwerer Krankheit in München.
http://www.sf-fan.de/artikel-und-news/h ... -2012.html
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 09:15
von Tanner Mirabel
Ich habe die Nachricht heute morgen ebenfalls erschrocken zur Kenntnis genommen.
Da mir zurzeit noch die Worte fehlen kann ich nur seiner Familie mein Beileid ausdrücken.
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 09:34
von L.N. Muhr
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 10:04
von Uschi Zietsch
Ja, es ist erstaunlich, denn Hanns war ja gar nicht frauenfeindlich, warum sich das in seinen Romanen so ausgedrückt hat. Hab ich auch nie verstanden.
Jedenfalls ist es ein Schock, denn gerade im Februar war er noch bester Dinge. Zum Glück für ihn ist es sehr schnell gegangen. Ich hab in meinem Blog auch einen kleinen persönlichen Nachruf geschrieben.
Zum Blog
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 10:10
von Kringel
Ich hasse es, so etwas in die Perrypedia schreiben zu müssen.
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 10:13
von Olaf
Sehr, sehr traurig.
Ich hab seine Zeitabenteuer auch immer extrem gerne gelesen. Seine Figuren waren sich zwar immer extrem ähnlich, aber er hat es imme rgeschafft, eine dichte Athmosphäre in einen Romanen zu erschaffen.
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 10:19
von Oliver
So wie vielleicht die grünen Karl May-Bände noch für die Generation vor mir, gehören Kneifels sinnliche und spannende Atlan-Zeitabenteuer für mich mit zu den schönsten Kindheits-Leseerinnerungen.
Diese Bände sind nicht grün, sondern blau. Heute zumindest. Früher, Anfang der 80er, waren das einfach schlanke Taschenbücher. Tiefenpsychologisch waren die Bände sicher mit dafür verantwortlich, dass ich dann in der Oberstufe den LK Geschichte belegte.
Ich besitze alle (acht, kann das sein?) dieser blauen Nachdrucke aus den Neunzigern, habe mich als Erwachsener an diese aber noch nicht rangetraut. Aus Angst, dass die mir heute nicht mehr gefallen könnten.
Dass PR ein Generationen-Projekt ist, merkt man auch daran, dass die "alte Garde" nun langsam wirklich extrem ausgedünnt ist, und Kneifel ist ja nicht mal allererste Autoren-Generation.

Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 10:27
von L.N. Muhr
Oliver hat geschrieben:So wie vielleicht die grünen Karl May-Bände noch für die Generation vor mir, gehören Kneifels sinnliche und spannende Atlan-Zeitabenteuer für mich mit zu den schönsten Kindheits-Leseerinnerungen.
Diese Bände sind nicht grün, sondern blau. Heute zumindest. Früher, Anfang der 80er, waren das einfach schlanke Taschenbücher. Tiefenpsychologisch waren die Bände sicher mit dafür verantwortlich, dass ich dann in der Oberstufe den LK Geschichte belegte.
Ich besitze alle (acht, kann das sein?)
13.
Aus der Zeit vor #1.000 (1980) leben damit noch: H.G. Ewers, Conrad Shepard und Marianne Sydow. Ziehen wir "Atlan" hinzu, außerdem: Dirk Hess, D.G. Winter, Hubert Haensel.
Davon aktiv: Hubert Haensel, der damit innerhalb des Perryversums der aktuell am längsten aktive Autor sein dürfte (seit November 1979).
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 10:34
von Oliver
L.N. Muhr hat geschrieben:13.
THX, hast recht. Mit Band 14 begann ja dann die legendäre berühmt-berüchtigte Trilogie von Rainer Castor, die böse Polemiker immer noch als in Romanform getarnte Datenblätter bezeichnen.
Danke auch für die Autorenstatistik; stimmt, damit müsste Hubert der 'Dienstälteste' sein. Immerhin: Bei ihm besteht ja Hoffnung, dass er uns noch lange, lange erhalten bleibt.
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 14:18
von deval
Die Nachricht habe ich mit Bedauern zur Kenntnis genommen.
Ich habe die Bücher von ihm immer gerne gelesen und viele seiner PR Figuren
sehr gemocht.
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 14:28
von Andreas Eschbach
Ich hab's gestern Abend per Mail erfahren und war ziemlich geschockt. Kneifel war mal eine Weile literarisches Vorbild – als ich so 16, 17 war. Das prägt doch. Ansonsten sind wir uns nur ein paar Mal begegnet, man hat sich Hallo gesagt, näher kennengelernt hab ich ihn nicht. Wir waren mal beide auf einer Party bei Schneekluth in München, ich der Jungautor, ganz aufgeregt, dass da "Der Kneifel" war ... aber der hat sich nur um die anwesenden jungen Frauen gekümmert.
Irgendwie werden Schriftsteller selten sonderlich alt, scheint mir.

Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 14:54
von Uschi Zietsch
Bei Perry Rhodan-Autoren scheint das der Fall zu sein, in der Tat. Am ältesten dürfte Walter Ernsting mit 84 Jahren geworden sein, und das trotz eines jahrzehntelangen schweren Lungenleidens.
Aber ein paar Schriftsteller haben schon ein Alter erreicht. Saramago ist 88 geworden, Márquez feiert dieses Jahr seinen 85er. Die zwei fallen mir jetzt so ein.
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 15:14
von Amtranik
Also ich finde das überhaupt nicht weiter verwunderlich. Seinen Lebensunterhalt bei "freier Zeiteinteilung" sitzenderweise zu verbringen ist einem gesunden Lebenswandel nicht wirklich förderlich. Das verlangt bestimmt ein höheres Maß an Disziplin als bei anderen Menschen die einem regelmäßigeren Arbeitsrhytmus unterliegen. Man hört zwar von so einigen die sich wie bei einem Bürojob zu bestimmten Zeiten zum schreiben hinsetzen, aber es gibt doch sicherlich genug andere die dann loslegen (müssen) wenn Sie die Muse gerade küsst, und sei dies nachts um 3Uhr.
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 15:15
von L.N. Muhr
Uschi Zietsch hat geschrieben:
Aber ein paar Schriftsteller haben schon ein Alter erreicht. Saramago ist 88 geworden, Márquez feiert dieses Jahr seinen 85er. Die zwei fallen mir jetzt so ein.
Frederik Pohl ist 92.
Re: Hans Kneifel (1936-2012)
Verfasst: 9. März 2012 15:36
von Dirk
Fassungslosigkeit und Bestürzung, sind die beiden besten Worte dir mir bei dieser Meldung durch den Kopf gehen, um mein Empfinden zu beschreiben.
Mann, was habe ich die Atlan-Abenteuer geliebt (und auch heute noch sind sie mir oft ein angenehmer Lesestoff).
Wenn man die Bilder sieht, die Uschi in ihrem sehr liebevoll verfassten Nachruf stehen hat, dann fragt man sich ernsthaft, was da passiert ist?
Wie kann so ein "Baum von einem Kerl" einfach so sterben?
Einen stillen Gruß an seine Familie
Dirk