Thomas Wawerka hat geschrieben:Echt? Dachte, da würde mehr Energie frei ... hab mir so ein Hiroshima-Szenario vorgestellt.
Ups. Muss mich wohl korrigieren.
Die Hiroshima-Bombe hatte einen Energiegehalt von 13000 t TNT, was bei 4,6MJ/kg TNT etwa 60 PJ (=Peta-Joule=10^12J) entspricht.
Eine Steinkugel mit 10 m Durchmesser (Radius 5m) hat ein Volumen von etwa 520 m^3 (=(4*pi/3)*r^3). Bei einer Silikatgesteinsdichte von ca 2,5 g/cm^3 (entspricht 2500 kg/m^3?) kommt der Kawenzmann auf ein Gewicht von rund 1,3 Mio kg (1300 t). Bei einer Geschwindigkeit von 17000 m/s kommt er auf eine kinetische Energie (=(m/2)*v^2)von knapp 190 PJ.
Das ist ca 3mal Hiroshima-Bombe.
Die Frage ist nur, wieviel der Energie in der Atmosphäre verloren geht, ob der Brocken am Stück überlebt oder zerteilt wird und wie konzentriert die Restenergie beim Aufschlag (bzw. bei den Aufschlägen) umgesetzt wird.
Eventuell habe ich mich auch einfach verrechnet. Kann bei den hohen Zehnerpotenzen mal passieren.
Deshalb habe ich meine Inputdaten für evtl. Kontrollrechner offengelegt.
Wie bereits im Artikel gesagt: Der Meteorit, der das Nördlinger Ries "geschaffen" hat, hatte einen Durchmesser von ca. 1 km.
andy hat geschrieben:Ab welcher Größe verglühen die denn beim Eintritt in die Atmosphäre nicht mehr? Gibt es da Richtwerte?
Schwer zu sagen. Es kommt auf viele Parameter an wie z.B. Eintrittswinkel, Eintrittsgeschwindigkeit etv.
In meiner Dissertation habe ich mit Daten aus einem Meteoriten mit 2 cm Radius gearbeitet.
Wenn ein kosmisches Staubteilchen nicht komplett verglüht, kann es durch Diffusion und Luftbewegungen einige Jahrzehnte in der Atmosphäre transportiert werden. Solche Staubteilchen wurden durchaus schon gefunden.
Gruß
Ralf