Seite 1 von 2
Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 18. November 2012 13:22
von Gast09
Nächste Woche beginnt eine vielleicht sehr interessante Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn.
http://www.hdg.de/news-details/science- ... utschland/
Der Eintritt ist frei.
Ich freue mich auf das Bügeleisen.
Gast09
Re: Ausstellung in Bonn
Verfasst: 22. November 2012 21:47
von Interplanar
Bin gespannt, ob nur in der Ankündigung praktisch ausschließlich auf SF aus Deutschland in Film und TV hingewiesen wird, oder ob sich neben Perry Rhodan auch noch andere BUCH-SF in der Ausstellung wiederfindet.
Da Andreas Eschbach am Eröffnungsabend Stargast ist, könnte er uns ja in Kenntnis setzen ...?
SF-Ausstellung in Bonn
Verfasst: 23. November 2012 09:43
von heino
Das Haus der Geschichte in Bonn hat aktuell eine Ausstellung zum Thema "SF in Deutschland laufen". Kann ich nur empfehlen, da die Ausstellungen dort gut und auch kostenlos sind:
http://www.ksta.de/kultur/science-ficti ... 34564.html
Re: Ausstellung in Bonn
Verfasst: 23. November 2012 11:16
von Gast09
Hier der heutige Presseartikel:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/new ... 10656.html
Ich denke, ich werde am Sonntag dort hingehen. Wenn es möglich ist (d.h. nicht ausdrücklich verboten) dann mache ich einige Fotos, maile die an die Redaktion dieses Forums wo dann entschieden werden kann, ob und welche davon hier eingestellt werden.
Gast09
Re: Ausstellung in Bonn
Verfasst: 23. November 2012 11:56
von Gast09
Re: Ausstellung in Bonn
Verfasst: 24. November 2012 12:23
von Gast09
Bezüglich der Fotos muss ich leider einen Rückzieher machen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Die in der Ausstellung gezeigten Exponate sind zu banal für diesen Kreis; Gucky-Plüschfigur, Bruck-Bilder, Lego-StarWars, einige von Hobbyisten nachgebaute Film-Requisiten, Größenvergleich A4 zu Saturn 5 - das kennen wir hier alles, original PR-Exposes erschienen mit nicht fotografierenswert.
Für den unbedarften Museumsgast ist diese Ausstellung durchaus interessant.
Für diesen Zirkel hier aber gibt es kaum etwas, was wir nicht schon kennen.
Und; ach ja: Die Ausstellung ist wirklich sehr klein. Wer nicht tatsächlich jeden Filmausschnitt abruft, ist nach 20 min durch.
Die Ausstellung trägt den Titel: Science-Fiction in Deutschland. Sie bietet einen repräsentativen Querschnitt, auch aus Sicht der DDR. Ihr Umfang jedoch ist auch ein Indikator für die Bedeutung dieses Genres hierzulande.
Gast09
Re: Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 28. November 2012 14:04
von breitsameter
Andreas Eschbach war nicht nur bei der Eröffnung der Ausstellung »Science Fiction in Deutschland« im
Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geladen, sondern er hat auch ein paar Zeilen zur Ausstellung geschrieben (die auch bei SF-Fan.de zu finden sind):
http://www.sf-fan.de/artikel-und-news/s ... hland.html
Re: Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 28. November 2012 18:48
von Andreas Eschbach
Ich oute mich darin als unbedarft. Aber mir hat's nun mal gefallen.
Re: Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 28. November 2012 21:50
von Gast09
Mir auch.
Das dort gezeigte Orion-Quartett, das hatte ich als Kind auch. Farbbilder aus Raumpatroullie, das war was.
Was ich vermisste, war Petersen: Enemy Mine. Vermutlich kannten die Macher der Ausstellung das selber nicht. Was auch nicht klar wurde ist, warum Emmerich und Petersen trotz massiver Halteversuche von deutscher Seite (Ich denke nur an die Wolfgang-Petersen-Halle in München, wo auch Never Ending Story gedreht wurde) in die USA gingen.
Petersen hat das mal in einem Interview gesagt (wurde in Bottrop im Filmpark gezeigt): (sinngemäß) einen Film zu drehen, das ist ein 18h-Job. Ich kann keinen Film drehen, wenn der dritte stellvertretende Kabelträger um 16.30 unter Berufung auf den Betriebsrat das dritte stellvertretende Kabel fallen lässt und nachhause fährt.
Insofern wären die gezeigten Filme: Day after Tomorrow und ID4 nicht zur SF in Deutschland zu zählen. Na ja, und was Godzilla (s/w OV) dort zu suchen hatte, das konnte ich ebenfalls nicht nachvollziehen.
Aber der Rest:
Klein aber fein.
Gast09
Re: Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 28. November 2012 22:06
von Dschinnie
Gast09 hat geschrieben:
Petersen hat das mal in einem Interview gesagt (wurde in Bottrop im Filmpark gezeigt): (sinngemäß) einen Film zu drehen, das ist ein 18h-Job. Ich kann keinen Film drehen, wenn der dritte stellvertretende Kabelträger um 16.30 unter Berufung auf den Betriebsrat das dritte stellvertretende Kabel fallen lässt und nachhause fährt.
Wichtiger ist aber vermutlich noch, dass er in Deutschland vermutlich kein Geld aufgetrieben hätte für die Art Filme, die er machen wollte. Aus meiner Sicht als Zuschauerin stellen sich die Strukturen im deutschen Filmgeschäft als viel zu verkrustet dar. Abgesehen von der Vetternwirtschaft, die den immer gleichen öden Typen die Hauptrollen zuschustert, in Drehbüchern, die an Biederkeit kaum zu übertreffen sind. Man stelle sich Till Schweiger als Raumschiffkommandant vor.
Re: Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 28. November 2012 22:33
von Dschinnie
Doppelpost ..
@ Andreas Eschbach: Mir hat die Podiums"diskussion" übrigens gefallen. Mir ist allerdings nicht so ganz klar geworden, ob der Moderator nun SF-affin ist oder nicht. (Und seine Breitseite gegen Dennis Scheck kam für mich reichlich unerwartet

) Jedenfalls schien es mir sogar bei dieser Ausstellung mal wieder ein Eiertanz zu sein, wie mit dem Thema SF "seriös" umzugehen ist.
Re: Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 28. November 2012 22:56
von timetunnel
Gast09 hat geschrieben:Petersen hat das mal in einem Interview gesagt (wurde in Bottrop im Filmpark gezeigt): (sinngemäß) einen Film zu drehen, das ist ein 18h-Job. Ich kann keinen Film drehen, wenn der dritte stellvertretende Kabelträger um 16.30 unter Berufung auf den Betriebsrat das dritte stellvertretende Kabel fallen lässt und nachhause fährt.
Meines Wissens nach ist dieser Aspekt in den USA aber auch nicht viel anders als hierzulande, oder zumindest ähnlich. Wenn das Petersens einziger Grund für die Filmemigration war wird er sich, in den USA angekommen, wahrscheinlich gewundert haben, dass auch dort um 16:30 die stellvertretenden Kabel plötzlich auf dem Boden lagen. Ich denke, Dschinnie ist da dichter an den wirklichen Gründen: wenn man "große" Filme machen will (was nicht unbedingt "gute" Filme heißen muss), dann kann man sich das in Deutschland mehr oder weniger abschminken. Schweiger als Raumschiffkommanant - nicht auszudenken...
Was die Größe der Ausstellung angeht: ich bin noch hin und hergerissen und frage mich, ob sich die für mich recht weite Anreise überhaupt lohnt. Nach dem, was hier bisher geschrieben wurde, scheint das nur sowas wie ein kleiner Raum zu sein, wo man in kurzer Zeit durch ist? Mit Exponaten, die überwiegend Nachbauten sind...?
Was die Hinfahr-Entscheidung etwas erleichtert ist allerdings, dass in Bonn in der Bundeskunsthalle noch bis Anfang Januar die Pixar-Ausstellung läuft...
Re: Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 29. November 2012 06:24
von Andreas Eschbach
Dschinnie hat geschrieben:@ Andreas Eschbach: Mir hat die Podiums"diskussion" übrigens gefallen. Mir ist allerdings nicht so ganz klar geworden, ob der Moderator nun SF-affin ist oder nicht.
Er ist eher jemand, der sich gerade in das Thema eingearbeitet hat. Was ich aber auch für die bessere Startposition halte, wenn es darum geht, eine solche, ja in erster Linie für "Zivilisten" gedachte Ausstellung zu veranstalten. Ein hartgesottener SF-Fan wäre sehr in der Gefahr, zu oft zu sagen "ach, das kennt man ja eh" und am Ende etwas hinzustellen, das für Normalsterbliche völlig unzugänglich ist.
Re: Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 29. November 2012 06:28
von Andreas Eschbach
timetunnel hat geschrieben:Was die Größe der Ausstellung angeht: ich bin noch hin und hergerissen und frage mich, ob sich die für mich recht weite Anreise überhaupt lohnt. Nach dem, was hier bisher geschrieben wurde, scheint das nur sowas wie ein kleiner Raum zu sein, wo man in kurzer Zeit durch ist? Mit Exponaten, die überwiegend Nachbauten sind...?
Was die Hinfahr-Entscheidung etwas erleichtert ist allerdings, dass in Bonn in der Bundeskunsthalle noch bis Anfang Januar die Pixar-Ausstellung läuft...
Wenn man's mit etwas anderem verbinden kann, ist es sicher besser. (Zur Not damit, sich auch die Dauerausstellung im "Haus der Geschichte" anzuschauen. Die muss auch nicht ohne sein, dem Bildband nach zu urteilen, den man mir mitgegeben hat. Da muss irgendwo auch der Raumanzug von Siegmund Jähn stehen, übrigens …)
Re: Ausstellung in Bonn: Science Fiction in Deutschland
Verfasst: 29. November 2012 13:19
von L.N. Muhr
Leipzig, Februar 2012: Eröffnung der Digedag-Ausstellung im Zeitgenössischen Forum, das eine Dependance des HdG ist. Anwesend sind die Kuratoren des HdG, diverse andere und icke. Im Sechsaugengespräch kommt man auf die geplante SF-Ausstellung zu sprechen, und ich oute mich, dass ich als SPIEGEL-Online-Autor ja nicht nur Comicspezialist sei, sondern die SF in jedweder medialen Form eine Liebe sei, mit der ich mich genauso ernsthaft auseinandersetze. Falls man also Zuarbeit brauche, Texte, sonstnochwas...
Ich gebe die dialogische Antwort wieder, weil kein Autor sie so schreiben würde: ja, Raumschiff Orion habe man damals sehr gerne gesehen, das sei schon toll gewesen.
Man kann ja auch nicht erwarten, mit jemandem, der Ahnung von Comics und SF hat und Journalist ist, ernsthaft ins Gespärch zu kommen.