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Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 12:08
von breitsameter
»Eine beliebte Frage und Vorstellung ist immer wieder, ob wir in einer Computersimulation leben - und ob wir wissen können, dass wir in einer solchen leben oder nicht. (...) Physiker von der University of Michigan und der University of New Hampshire glauben, dass sich Tests entwickeln lassen, mit denen sich nachprüfen lässt, ob wir in einer Computersimulation leben. Sofern unser Universum endlich ist und auch die Ressourcen von Simulatoren endlich sind.«

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 67578.html

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 12:34
von Doop
Ihr glaubt doch wohl nicht ernsthaft, dass meine Computersimulation es zulässt, dass ihr nachweisen könnt, dass ihr in einer lebt.... :zombie:

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 13:37
von Khaanara
Deswegen kommt bei mir auch kein Swimmingpool in den Garten. Nicht das auf einmal die Leiter weg ist!

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 13:49
von Thomas Wawerka
Stellt sich die Frage, was geschehen würde, wenn rauskäme, dass wir tatsächlich in einer leben. Wahrscheinlich nix.

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 13:52
von Khaanara
Programm wird gelöscht am 21.12 und neu hochgefahren!

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 13:53
von Olaf
Verdammte Mäuse ....

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 14:15
von Andreas Eschbach
Khaanara hat geschrieben:Programm wird gelöscht am 21.12 und neu hochgefahren!
Nein, upgedatet!

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 14:25
von My.
Ich denke da an Bombe 21. - Abgesehen davon hat mein Leben keinen Bug, kann also eigentlich keine Software sein :)

My.

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 14:29
von Shock Wave Rider
Ach, der Savage! Eine recht grobe Simulation, die nicht zu meinen gelungsten gehört.
Aber ihm habe ich eine recht unterhaltsame Form der Hybris eingepflanzt.

@Doop: In meiner Simulation lasse ich einigen Simulanten den Glauben, dass sie das entscheiden könnten.
Macht auf Dauer mehr Spaß! :)

Gruß
Ralf,
der große Simulator

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 16:11
von Dirk
Ich sollte dringend zum Augenarzt :o
Habe gerade gelesen:

Gruß
Ralf,
der große Stimulator


Gott, diese Bilder *schauder*
Kann mich bitte einer blitzdingsen?
:xmas:

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 19:56
von Baumi
Das ist ohne prizipiellen Referenzpunkt unmöglich herauszufinden. Der Fall liegt so ähnlich wie bei Philipp K. Dick und der VALIS Lebensform die die gesamte Umwelt simuliert oder bei den Phantomatik (richtiges Wort ? ) bei Stanislav Lem. Andererseits folgt aus der Nichtbeweisbarkeit gar nichts. Nichs beweist nichts . Aus nix folgt nix.
Ich fände es allerdings vernichtend in einem PC zu leben. Ich erinnere mich an "Welt am Draht", wo der "Schöpfer" selbst zu den Geschöpfen spricht und sie aber beruhigt dass sie die Verzweiflung verlieren werden, wennn sie reprogrammiert werden. Die Feststellung lautet nicht ich denke als bin ich, sondern ich denke also denkt es.
Letztlich geht es um das was wir empfinden und nicht um das was ist.

Baumi

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 13. Dezember 2012 22:31
von Thomas Wawerka
Baumi hat geschrieben:Letztlich geht es um das was wir empfinden und nicht um das was ist.
Yepp. Deswegen meine ich ja: Nix würde sich ändern. Unser Leben würde dadurch weder besser noch schlechter, weder reicher noch ärmer - es wäre das, was es bis jetzt ist: unser Leben halt. Ob ich eine Simulation bin, eine programmierte Maschine, mich im Zustand der Hypnose befinde, in einer Irrenenstalt vor mich hinvegetiere und mir mein Leben nur einbilde, ob ich das alles nur träume etc. pp., kurz: ob das alles "Illusion" ist oder "Wahrheit" - was ändert das? Ich empfinde mich eben als der, der ich bin, und daran würde ein evtl. Wissen um diverse Tatsachen nichts ändern. Ich denke, es zählt, was wir erleben udn erfahren, nicht was "ist". Wer kann das schon sagen. Es ist egal, was "ist" oder "sein" könnte.
Wer sich mit solchen Fragen ein bisschen beschäftigt, weiß ohnehin, dass unsere Wahrnehmungen und Erfahrungen nur einen Teilbereich dessen, was "ist" abdecken. Und den vielleicht nicht einmal adäquat. In der Philosophie hat das zum Konstruktivismus geführt, zur bescheidenen Einsicht in die Tatsache, dass wir nur Beobachter sind und uns unsere Weltsicht aus unseren Beobachtungen konstruieren, und dass das alles ist, was wir aussagen können. Aber das reicht ja auch.
Ich habe zu diesem Thema unzählige eMail-Diskussionen mit einem Kumpel geführt, der sich hier auch ab und zu mal rumtreibt. Habe viel daraus gelernt. In einem Punkt sind wir allerdings verschiedener Meinung: Er denkt, das "Wissen um" würde alles ändern. Er würde immer die blaue Pille nehmen und aus der Matrix ausbrechen. Ich hingegen frage mich: Wozu? Ist das nicht Weltflucht, Eskapismus, letztendlich ein Zeichen dafür, dass man hier und jetzt nicht zurechtkommt?
"Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." Dieses Jesuswort aus dem Johannesevangelium halte ich für Unsinn. Erkenntnis, "Wissen um" etwas hat noch nie etwas bewirkt, jedenfalls nicht das Wissen allein. Das behaupten die Gnostiker seit ewig, aber es hat noch nie zu was geführt. Ich weiß, dass ich weniger Fleisch essen sollte und weniger Alkohol trinken sollte und und und ... gute Vorsätze fürs neue Jahr. Wüsste ich, dass ich eine Simulation bin, würde ich auch nichts besser machen - und auch nichts schlechter, weil sich das auch auf mein Erleben auswirken würde.
Das Einzige, was ich mir vorstellen kann: Wenn wir wüssten, dass diese Welt eine Simulation ist, und gleichzeitig wüssten, dass außerhalb der Simulation das Paradies ist, und dazu noch wüssten, dass wir durch den Tod dahin kommen, könnte evtl. die Selbstmordrate in die Höhe schnellen.

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 14. Dezember 2012 07:22
von Kringel
Da wir alle weit weniger selbstbestimmt denken und handeln, als wir denken (ähm), ist es im Grunde egal, wer die Strippen zieht: Eltern, Regierung, Medien, SIE - oder eben der Programmierer der Matrix. Aber wenn es Strippenzieher gibt, wäre es gut, sie zu kennen. Schon um den einen oder anderen Deal mit ihnen auszuhandeln. Ich hätte da durchaus den einen oder anderen Wunsch, den der GP (Großer Programmierer) mir erfüllen könnte...

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 14. Dezember 2012 09:11
von Shock Wave Rider
Kringel hat geschrieben:Ich hätte da durchaus den einen oder anderen Wunsch, den der GP (Großer Programmierer) mir erfüllen könnte...
Raus damit! In der Vorweihnachtszeit lasse ich schon mal mit mir reden. :beanie:

Gruß
Ralf

Re: Leben wir in einer Computersimulation?

Verfasst: 14. Dezember 2012 09:18
von Kringel
Ha! Du willst mich wohl foppen, was? Ich sage dir, was ich mir wünsche, und du programmierst das genaue Gegenteil! Nee, nee, so naiv bin ich nicht! ;)