Far Future-Romane
Verfasst: 14. März 2013 14:41
Vor etwa zehn Jahren habe ich von John C. Wright (ja, ich weiß, welchen Unsinn dieser Autor später von sich gegeben hat) eine hierzulande fast unbekannt Trilogie gelesen: »The Golden Age«, »The Phoenix Exultant« und »The Golden Transcendence«. Eine Trilogie der Far Future, etwa 10.000 Jahre in der Zukunft angesiedelt und in einer Welt, die den Begriff Science Fiction richtig zum Leuchten bringt: Unsterbliche, aber trotzdem interessante Hauptfiguren, eine Welt, in der scheinbar alles möglich zu sein scheint, die aber trotzdem das Erzählen einer spannenden Geschichte erlaubt und eine Idee, wie so etwas aussehen und sich gestalten könnte.
Wirklich spannend, sehr lesenswert. Und nur äußert schwer nachzuerzählen - besonders etwa zehn Jahre nach der Lektüre.
Und nun habe ich bei der Fahrt zum Dort.Con den Roman »Implied Spaces« von Walter Jon Williams gelesen. Ich hatte mir den Roman bestellt, da ich bislang fast alles von Walter Jon Williams mit großer Freude gelesen habe (z.B. »City on Fire« und »Metropolitan« - dt. »Plasma City«, aber auch seine Space Opera-Trilogie »Dread Empire's Fall« - dt. »Der Fall des Imperiums« und folgende), aber die Kritiken bei Amazon waren sehr durchwachsen. Nun ja, nach der Lektüre, von der ich sehr begeistert war, kann ich das nachvollziehen – »Implied Spaces« ist ebenfalls ein Far Futere-Roman. Zwar nur etwa 1500 Jahre in der Zukunft angesiedelt, aber auch wiederum schon als Weltenentwurf SF: Die Menschheit lebt zu großen Teilen in eigenes geschaffenen Miniuniversen, die über Wurmlöcher mit dem normalen Universum verbunden sind. Niemand muss mehr für immer sterben, da Backups des Gehirns möglich sind und notfalls einfach das Bewusstsein und alle Erinnerungen in einen neuen Körper transferiert werden. Künstliche Intelligenzen sorgen für das Funktionieren der Technik und für Sicherheit. Alles wäre also bestens, wenn nicht die Hauptfigur in einem Taschenuniversum für Fantasy-Fans auf drei seltsame Wesen stoßen würde... und damit damit dann eine Gefahr aufdeckt, die schließlich alles Leben gefährden könnte. Die Menschheit hat bereits den Ctrl-Alt-Del-War, eine digitale Zombie-Seuche und den Seraphin überlebt, aber im Vergleich zur aktuellen Gefahr ist dies nichts...
Nun ja, was ich mit diesen beiden Vorstellungen sagen wollte: Genau deshalb lese ich Science Fiction. Weil es phantastische Near-Future-Romane gibt, die mir die Welt in wenigen Jahren erklären, aber auch weil es immer wieder (deutlich seltener) solche Romane gibt, die nicht nur einen Schritt, sondern mindestens zwei, drei Schritte weitergehen und mehr erzählen als nur eine simple Space Opera, bei der auch im Jahre 2300 immer noch die Bildschirme im Raumschiff bei einem Angriff explodieren...
Wirklich spannend, sehr lesenswert. Und nur äußert schwer nachzuerzählen - besonders etwa zehn Jahre nach der Lektüre.
Und nun habe ich bei der Fahrt zum Dort.Con den Roman »Implied Spaces« von Walter Jon Williams gelesen. Ich hatte mir den Roman bestellt, da ich bislang fast alles von Walter Jon Williams mit großer Freude gelesen habe (z.B. »City on Fire« und »Metropolitan« - dt. »Plasma City«, aber auch seine Space Opera-Trilogie »Dread Empire's Fall« - dt. »Der Fall des Imperiums« und folgende), aber die Kritiken bei Amazon waren sehr durchwachsen. Nun ja, nach der Lektüre, von der ich sehr begeistert war, kann ich das nachvollziehen – »Implied Spaces« ist ebenfalls ein Far Futere-Roman. Zwar nur etwa 1500 Jahre in der Zukunft angesiedelt, aber auch wiederum schon als Weltenentwurf SF: Die Menschheit lebt zu großen Teilen in eigenes geschaffenen Miniuniversen, die über Wurmlöcher mit dem normalen Universum verbunden sind. Niemand muss mehr für immer sterben, da Backups des Gehirns möglich sind und notfalls einfach das Bewusstsein und alle Erinnerungen in einen neuen Körper transferiert werden. Künstliche Intelligenzen sorgen für das Funktionieren der Technik und für Sicherheit. Alles wäre also bestens, wenn nicht die Hauptfigur in einem Taschenuniversum für Fantasy-Fans auf drei seltsame Wesen stoßen würde... und damit damit dann eine Gefahr aufdeckt, die schließlich alles Leben gefährden könnte. Die Menschheit hat bereits den Ctrl-Alt-Del-War, eine digitale Zombie-Seuche und den Seraphin überlebt, aber im Vergleich zur aktuellen Gefahr ist dies nichts...
Nun ja, was ich mit diesen beiden Vorstellungen sagen wollte: Genau deshalb lese ich Science Fiction. Weil es phantastische Near-Future-Romane gibt, die mir die Welt in wenigen Jahren erklären, aber auch weil es immer wieder (deutlich seltener) solche Romane gibt, die nicht nur einen Schritt, sondern mindestens zwei, drei Schritte weitergehen und mehr erzählen als nur eine simple Space Opera, bei der auch im Jahre 2300 immer noch die Bildschirme im Raumschiff bei einem Angriff explodieren...