[Serie] Star Trek: Discovery

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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Khaanara » 29. November 2018 11:09

jeamy hat geschrieben:
29. November 2018 08:46
Uschi Zietsch hat geschrieben:
28. November 2018 19:53
Folge 10 durch.
Und ja, es gefällt mir. Nein, uns. Ich finde es spannend, dramatisch, gute Charakterzeichnungen.
Danke, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine dastehe.
Naja, wenn man den Thread hier so anschaut, dann waren es auch nur eine Handvoll Forenmitglieder, die anderer Meinung waren.

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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von jeamy » 29. November 2018 18:38

Khaanara hat geschrieben:
29. November 2018 11:09
jeamy hat geschrieben:
29. November 2018 08:46

Danke, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine dastehe.
Naja, wenn man den Thread hier so anschaut, dann waren es auch nur eine Handvoll Forenmitglieder, die anderer Meinung waren.
Ja, wahrscheinlich. Meine (falsche) Einschätzung ist wohl auf einen Sozial-Media-Bias zurückzuführen.

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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 30. November 2018 16:31

Folge 11: Boah, was für ein geiler, geiler Twist. Danke, dass ihr das nicht gespoilert hat.

Und @Lapis & Co, die nicht weitergeguckt haben: Ihr habt echt was verpasst. Alle eure Kritikpunkte werden beantwortet. Also, es sind natürlich noch nicht alle beantwortet, aber ein Teil. Ich bin auf den Rest gespannt.
Diesen roten Faden, Überbau, diese Wendungen und Twists hätte ich so bei ST nie erwartet. Auch der leicht holprige Anfang ergibt jetzt Sinn, wie ineinander verzahnt alles ist. (Abgesehen von den Klingonen, harhar) Das hier war ein absoluter Höhepunkt. SF, wie sie sein soll, und für mich GoT auf ST. (Jep, inklusive Sex & Gewalt, wenngleich zahmer)
Leider kann ich erst morgen wieder weitergucken.
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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 6. Dezember 2018 20:42

Also ich wühle jetzt nicht 23 Seiten durch, aber ich glaube mich zu erinnern, dass jemand geschrieben hat, dass mittendrin in der Staffel der Klingonenkrieg plötzlich vorbei sei, einfach so. Da ich jetzt nur noch die Finalfolge vor mir habe, frage ich mich, wie kommt man da eigentlich drauf? Das Gefühl hatte ich zu keinem Zeitpunkt und jetzt hat es sich bestätigt.

Die Geschichte ist sehr dicht und voller Charaktertiefe, und die Twists kommen immer wieder überraschend. Mit der Entscheidung, den Haupttwist zu gestalten, sind die Macher total aus dem Rahmen gefallen. Hut ab! Gerade bei ST hätte ich damit nie gerechnet. Ist zwar einerseits schade wegen der Konsequenzen daraus, aber auf der anderen Seite einfach sehr cool, originell und ein Novum. So mag ich das.

Jetzt frage ich mich nur, wann die Aufklärung wegen des Aussehens der Klingonen kommt, offenbar erst in der letzten Folge, denn bis jetzt war da nix.

Mir hat die gesamte Optik sehr gefallen (bis auf die nuschelnden Klingonen), sämtliche Uniformen, vor allem auch im Spiegeluniversum. Es gibt haufenweise Tote, und damit meine ich nicht Redshirts. Die düstere große Zentrale.
Mir ist klar, dass Staffel 2 keinesfalls so weitergehen kann, denn dafür gab es zu viele Zäsuren. Aber das macht nichts. Diese Staffel gehört für mich zu den besten SF-Serien und hat DS9 im ST-Universum vom Thron geschubst. ST ist erwachsen geworden.

Ok, eine Folge hab ich noch, vielleicht am Wochenende, doch ich kann mir nicht vorstellen, dass das Finale meine Meinung zertrümmert.

Dennoch gehe ich davon aus, dass Discovery die dritte Staffel nicht überleben wird, falls sie sie überhaupt noch erlebt. Tja. Auf Staffel 2 muss ich dann wieder über ein Jahr nach Ausstrahlung warten ...
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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Khaanara » 7. Dezember 2018 07:46

Es kommt ja noch Jean-Luc Ende des nächsten Jahres, sowie eine Animationsserie: https://www.mann.tv/film-tv/star-trek-p ... n-comeback

Ob es eine dritte Staffel gibt, wird sich wohl erst mit dem Ende der zweiten Staffel entscheiden.
Im Gegensatz zu Großbritannien und Deutschland sind die Einschaltquoten nach dem Start der Serie auf CBS stark eingebrochen und Netflix möchte zu diesem Zeitpunkt die Kosten nicht alleine tragen, sollte CBS aussteigen.

Und neben der Serie gibt es noch ein paar Kurzfilme ("Short Treks") über die einzelnen Charaktere der Serie: https://www.netzwelt.de/serien/star-tre ... naway.html. Da ist aber die Frage, ob und wann wir sie hierzulande zu sehen bekommen.

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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 7. Dezember 2018 08:46

Genau, das meine ich. Ich glaube nicht so wirklich an eine dritte Staffel ...
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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Montag » 7. Dezember 2018 12:59

Uschi Zietsch hat geschrieben:
6. Dezember 2018 20:42
ST ist erwachsen geworden.
Ich sags gleich zum Eingang, ich schätze die Serie anders ein als du. Da hat mich der Satz natürlich getriggert. Aber jetzt meine ehrliche Frage(n):
Findest du wirklich, dass Discovery erwachsener ist als z.B. DS9?
Oder:
Wann war ST nicht erwachsen? Welche Inkarnation?

Ich weiß, man sagt das oft einfach so. Es würde mich wirklich interessieren.

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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 7. Dezember 2018 13:09

Das mit den Quoten ist das Dilemma der zwei Welten:

Im Network-TV laufen immer noch die case-of-the-week-Episoden mit Abstand am besten.

Im Streaming will man die Leute mit groß angelegtren Handlungsbögen vor allem daran hindern, abzuschalten. (Darin ist Streaming dem Formatradio sehr ähnlich.)

Beides lässt sich nur schwer verbinden.

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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Doop » 7. Dezember 2018 19:39

Montag hat geschrieben:
7. Dezember 2018 12:59
Uschi Zietsch hat geschrieben:
6. Dezember 2018 20:42
ST ist erwachsen geworden.
Ich sags gleich zum Eingang, ich schätze die Serie anders ein als du. Da hat mich der Satz natürlich getriggert. Aber jetzt meine ehrliche Frage(n):
Findest du wirklich, dass Discovery erwachsener ist als z.B. DS9?
Oder:
Wann war ST nicht erwachsen? Welche Inkarnation?

Ich weiß, man sagt das oft einfach so. Es würde mich wirklich interessieren.
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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 8. Dezember 2018 08:40

Montag hat geschrieben:
7. Dezember 2018 12:59
Uschi Zietsch hat geschrieben:
6. Dezember 2018 20:42
ST ist erwachsen geworden.
Ich sags gleich zum Eingang, ich schätze die Serie anders ein als du. Da hat mich der Satz natürlich getriggert. Aber jetzt meine ehrliche Frage(n):
Findest du wirklich, dass Discovery erwachsener ist als z.B. DS9?
Oder:
Wann war ST nicht erwachsen? Welche Inkarnation?

Ich weiß, man sagt das oft einfach so. Es würde mich wirklich interessieren.
Also für mich gilt das folgende, ich sage das nicht allgemein "das ist so, punkt": Ja, DS9 hat sich Mühe gegeben und wurde von Staffel zu Staffel dramaturgisch besser. Der Anfang war ebenfalls holprig, das ist kein Unterschied. Dennoch gab es meiner Ansicht nach auch später zu viele verspielte Folgen, die zu sehr der Originalserie ähnelten und die hart an der Grenze zur Albernheit waren. Ohne die Figur Garrak, die sehr viel Tiefe hineingebracht hat, hätte das nicht funktioniert. TOS, selbstverständlich Kind seiner Zeit, war verspielt, kindlich-naiv und hoppelte von Folge zu Folge, es war eine Sitcom, Next Generation hat lange gebraucht, um sich freizustrampeln und einen relativ guten Weg gefunden. Voyager ist alberner Kinderkram mit wirklich lächerlichen Figuren.
Vielleicht ist das, was andere das "ST-Feeling" nennen, hier bei Discovers kaum noch auszumachen. Es ist für mich ST, aber auf stringente, konsequente Weise. Mir liegt das Düstere und die Dramaturgie, wie sie bei Discovery gezeigt wird, heutzutage mehr. Vielleicht sind wir beide erwachsen geworden, ST und ich.
Und der Mut, dass ausgerechnet der Captain ein Böser ist und abgemurkst wird, dazu gehört was bei ST.
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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von lapismont » 8. Dezember 2018 09:25

Hätte man auch in einer eigenen Serie machen können.

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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 9. Dezember 2018 09:57

lapismont hat geschrieben:
8. Dezember 2018 09:25
Hätte man auch in einer eigenen Serie machen können.
Grad das finde ich ja so reizvoll, dass sie es nicht getan haben, sondern da eingebettet. Aber mit Staffel 2 kommt ja PIke, da wird man dann wieder mehr zum Ursprung zurückkehren, denke ich.
Heute gucke ich die letzte Folge.
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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von lapismont » 9. Dezember 2018 10:04

Uschi Zietsch hat geschrieben:
9. Dezember 2018 09:57
lapismont hat geschrieben:
8. Dezember 2018 09:25
Hätte man auch in einer eigenen Serie machen können.
Grad das finde ich ja so reizvoll, dass sie es nicht getan haben, sondern da eingebettet. Aber mit Staffel 2 kommt ja PIke, da wird man dann wieder mehr zum Ursprung zurückkehren, denke ich.
Heute gucke ich die letzte Folge.
Letztlich ist es gut, das Disco Fans gefunden hat. Immerhin ist es SF.

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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Montag » 9. Dezember 2018 12:11

Ah okay, also Erwachsenwerden als eine Mischung aus Inhalt und serieller Erzählweise (so von wegen Konsequenzen und so).

Ich hab natürlich auch sofort an TOS gedacht, aber ich denke, man ist da ein bisschen ungerecht ist. Klar, es gibt diese Folgen wie Spocks Brain und die Folge, wo sie den Hasen aus Alice im Wunderland jagen. Aber es gibt auch eine Menge ernster Folgen. Und Jim Kirk hat seinen Job als Captain immer sehr ernst genommen (etwas was ich in der Chris Pine Inkarnation eher selten sehe). Aber klar, viele Musikalische Begleiteinspielungen sind eher sitcom-haft und am Ende gibt es immer einen lustigen Schlagabtausch zwischen Kirk, McCoy und Spock. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass in einem der unzähligen Behind-The-Scenes-Bücher stand, dass die Produzenten gern mal ein ernsteres Ende gewollt hätten. Es hat sich nur anhand der Quoten herausgestellt, dass die Zuschauer es nicht so wahnsinnig mochten, wenn das Ende grüblerisch nachdenklich war. Die lustig-flockigen Folgen kamen besser an. Von daher war das auch ein Kind seiner Zeit (wie du schreibst). Heute gibt es einfach mehr Leute, die gern auch düstere Geschichten über Anti-Helden sehen wollen.

Zu den TNG und folgenden Produktionen kann man sagen, dass Rick Berman da klare Vorgaben gemacht hat. Das war volle Absicht, dass das nicht seriell war. Und es musste so gemacht sein, dass das am Nachmittag laufen konnte, sodass auch Kinder das gucken konnten. Deshalb gibt es kaum Gewalt und Sex (mal von Beverly und dem grünen Geist abgesehen). Und der Erfolg gibt ihm Recht.

Die Figur des Captain Lorca hat mir auch am besten gefallen. Mir gefiel vor allem, dass er einfach ein Sack war - ein leider sehr erfolgreicher, cleverer Sack. Früher hatten wir Captains, die die guten waren und das richtige taten (Kirk, Picard). Dann hatten wir einen Captain, der der Gute war, aber manchmal für den guten Zweck fiese Mittel einsetzte (Sisko). Dann hatten wir einfach schlecht geschriebene Captains (Janeway, Archer).
Und jetzt haben wir einen Drecksack-Captain, der auch nicht immer das richtige tut und man überhaupt zweifelt, ob er am großen guten Zweck arbeitet. Aber der damit ziemlich erfolgreich ist.
Ich hab es schon irgendwo anders geschrieben, aber was mir nicht so gut gefallen hat:
Den Twist, dass er aus dem Spiegeluniversum ist, fand ich doof. Denn im Spiegeluniversum sind alle per se Die Bösen. Das macht ihn also nicht zu einem spannenden weil anderen Starfleet-Captain sondern zu einem generischen Bösen.

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Re: [Serie] Star Trek: Discovery

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 9. Dezember 2018 15:01

Montag hat geschrieben:
9. Dezember 2018 12:11
Ich hab natürlich auch sofort an TOS gedacht, aber ich denke, man ist da ein bisschen ungerecht ist. Klar, es gibt diese Folgen wie Spocks Brain und die Folge, wo sie den Hasen aus Alice im Wunderland jagen. Aber es gibt auch eine Menge ernster Folgen.
Das ist richtig. Kirk : 2 = ? ist für mich die beste Folge und daher auch so in Erinnerung geblieben.
Und Jim Kirk hat seinen Job als Captain immer sehr ernst genommen (etwas was ich in der Chris Pine Inkarnation eher selten sehe).
Dem stimme ich zu. Auch McCoy und Spock und Scotty. Egal, was sie getan haben, sie waren immer Profis und wollten jede Herausforderung zu einem guten Ende bringen.
Aber klar, viele Musikalische Begleiteinspielungen sind eher sitcom-haft und am Ende gibt es immer einen lustigen Schlagabtausch zwischen Kirk, McCoy und Spock. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass in einem der unzähligen Behind-The-Scenes-Bücher stand, dass die Produzenten gern mal ein ernsteres Ende gewollt hätten. Es hat sich nur anhand der Quoten herausgestellt, dass die Zuschauer es nicht so wahnsinnig mochten, wenn das Ende grüblerisch nachdenklich war. Die lustig-flockigen Folgen kamen besser an. Von daher war das auch ein Kind seiner Zeit (wie du schreibst).
Ja, es war damals sozusagen Gesetz, dass am Schluss immer alle lachen mussten. Egal, wie viel Drama vorher, am Ende lachten alle heiter. Das hat mich als Kind manchmal schon angeödet, weil ich es nicht verstehen konnte. Na gut, ich fand auch Serien wie Lassie & Co. immer zum kotzen. Daktari hab ich ab und zu geschaut, obwohl es mich tierisch aufregte, wenn in Afrika Tiger herumliefen. Am liebsten waren mir Westernserien, und davon gab es zum Glück genug.
Zu den TNG und folgenden Produktionen kann man sagen, dass Rick Berman da klare Vorgaben gemacht hat. Das war volle Absicht, dass das nicht seriell war. Und es musste so gemacht sein, dass das am Nachmittag laufen konnte, sodass auch Kinder das gucken konnten. Deshalb gibt es kaum Gewalt und Sex (mal von Beverly und dem grünen Geist abgesehen). Und der Erfolg gibt ihm Recht.
Jep. Aber da waren wir wenigstens schon in einer Zeit, da am Ende nicht immer alle lachen mussten, sondern es auch nachdenkliche, zwiespältige Enden gab. Ich finde, sie haben den Twist irgendwann gut hingekriegt. Es gab ja sogar einen Hauch von LGBT, als Beverly ein Verhältnis mit einem Trill hatte (oder wie schreiben die sich, ich weiß es nicht mehr), der dann als Frau zurückkam und weitermachen wollte. Gerade Patrick Stewart hat da auch sehr viel herausgerissen und menschlich gemacht, vor allem durch seine persönlichen Abenteuer und wenn er ein anderes Leben lebt. (Und wer liebt nicht Wash?)
Die Figur des Captain Lorca hat mir auch am besten gefallen. Mir gefiel vor allem, dass er einfach ein Sack war - ein leider sehr erfolgreicher, cleverer Sack. Früher hatten wir Captains, die die guten waren und das richtige taten (Kirk, Picard). Dann hatten wir einen Captain, der der Gute war, aber manchmal für den guten Zweck fiese Mittel einsetzte (Sisko). Dann hatten wir einfach schlecht geschriebene Captains (Janeway, Archer).
Und jetzt haben wir einen Drecksack-Captain, der auch nicht immer das richtige tut und man überhaupt zweifelt, ob er am großen guten Zweck arbeitet. Aber der damit ziemlich erfolgreich ist.
Ich hab es schon irgendwo anders geschrieben, aber was mir nicht so gut gefallen hat:
Den Twist, dass er aus dem Spiegeluniversum ist, fand ich doof. Denn im Spiegeluniversum sind alle per se Die Bösen. Das macht ihn also nicht zu einem spannenden weil anderen Starfleet-Captain sondern zu einem generischen Bösen.
Das sehe ich so, dass
sie den ST-Fan nicht ganz vergrätzen wollten, dass einer von unserem Universum als Captain ein ***** ist. So gibt es wenigstens noch ein bisschen "aber unserer war bestimmt gut". Überraschend fand ich es trotzdem, dass er auch drüben, als Rebell, nur die Macht anstrebte und selbst Imperator werden wollte. Damit habe ich absolut nicht gerechnet. Und deswegen fand ich das sehr gut.
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