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Ready Player One

Verfasst: 22. März 2012 19:15
von Bungle
Habe heute als Rezi-Exemplar "Ready Player One" von Ernest Cline bekommen. Die Ausgangssituation des Romans kennt man ähnlich aus vielen anderen Geschichten und Romanen. Die Welt - besonders die USA - sind im Niedergang begriffen. Die schlechte Welt lässt sich nur im OASIS aushalten, die virtuelle Welt, die nicht nur zum Spielen aufgesucht wird, sondern auch zum Leben und Lernen. Hier hält man sich gerne auf. Als der Schöpfer dieser Welt stirbt, ein Super-Nerd, vermacht er sein Vermögen dem, der in dieser virtuellen Welt drei Schlüssel findet, die er versteckt hat. Der Schöpfer ist in den 80er Jahren groß geworden, infolge spielt die populäre Kultur dieser Zeit eine zentrale Rolle. Das ist der Clou dieses Romans. OASIS enthält die virtuellen Abbilder aller filmischer, literarischen und spielerischer Welten dieser Zeit, die 80er sind der Schlüssel zum Schlüssel gewissermaßen. Das macht das Buch für viele von uns, die von den achtziger Jahre geprägt wurden, sicher interessant. Es ist, das kann ich jetzt schon sagen, ein Buch, mehr noch das Buch für den Fan und Nerd.
Es liest sich gut, ist interessant, auch wenn es im Moment noch nicht richtig losgegangen ist. Der Erzähler ist zwar der Crack was die 80er Jahre angeht, schließlich will er den Schatz auch finden, aber der Junge hat noch nciht die finanziellen Möglichkeiten, sich in OASIS zu bewegen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

MB

Ready Player One

Verfasst: 12. Juni 2012 18:55
von Khaanara
Für Kinder der 80er ein sehr gut zu lesender Cyberspace-Roman:
Ready Player One von Ernest Cline
http://www.amazon.de/Ready-Player-One-E ... 974&sr=8-2

Die Zukunft des MMORPGs mit vielen Anekdoten und genannten Charakteren aus Serien, Filmen, Videospielen und Musik aus den 70er/80er Jahren! War für mich ein spannender Pageturner!


Link: https://www.youtube.com/watch?v=

Ready Player One

Verfasst: 27. April 2015 21:29
von Teddy
Ready Player One von Ernest Cline

Ein Buch für alle, die ihre Jugend mit Videospielen auf dem Atari 2600 und anderswo, Textadventuren auf Homecomputern und nerdigen TV-Serien verbracht haben und das alles noch einmal im Schnelldurchlauf erleben wollen.
James Halliday, der Schöpfer virtuellen Realität Oasis, ist gestorben und vermacht sein Vermögen von 240 Milliarden Dollar demjenigen, der als erster eine Reihe von Rätseln löst, die in der Oasis versteckt sind. (Das klingt doch schon wie "Die drei ??? und das Computer-Erbe".) Plötzlich interessiert sich ein jeder für die Achtziger, da Halliday in diesem Jahrzehnt aufwuchs und nur profunde Kenntnisse der Videospiele, TV-Serien und Filme der Achtziger das Lösen der Rätsel ermöglichen. Ich-Erzähler ist einer der "Jäger", die ihr komplettes Leben damit verbringen, das Rätsel zu lösen. Damit es interessanter wird gibt es einen bösen Konzern, der mit Hunderten von Angestellten und äußerst unfairen Mitteln das Erbe für sich will, was gleichzeitig das Ende der Oasis bedeuten würde.
Die Prämisse ist natürlich hanebüchen und die Handlung enthält auch einige Löcher, trotzdem macht es großen Spaß, den Roman zu lesen. Zumindest wenn man seine Jugend mit Videospielen auf dem Atari 2600 und anderswo, Textadventuren auf Homecomputern und nerdigen TV-Serien verbracht hat.

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 27. April 2015 22:16
von Knochenmann
So wie in dem Buch stelle ich mir die Hölle vor.

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 27. April 2015 22:29
von Teddy
Knochenmann hat geschrieben:So wie in dem Buch stelle ich mir die Hölle vor.
Meinst du die Oasis? Da kann ich mir aber schlimmeres Vorstellen. Du hast doch gerade "Krieg der Seelen" besprochen. War's da nicht deutlich schlimmer?

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 27. April 2015 22:45
von Knochenmann
Nicht wie in der Oasis, sonsern die Gesamtscheiße:

Man stelle sich eine Welt vor, in der es nichts außer Armut und Kriminalität gibt. Das einzig positive: es gibt ein schickes Internet! ....aber das ist selbstverständlich nicht für alle zugänglich, das kostet, und zwar ordentlich! Der Hauptprotagonist in dem Buch schwärmt zwar von der Oasis... daei hat er sie doch praktisch gar nicht gesehen. Er hängt in seiner virtuellen Schule fest und kann nirgendwo hin, weil alles kostet - Free2Play vom feinsten. Und sogar in der "Schule" ist ist Oasis Scheiße: Man bedenken, man muss zu einen Spind --> hingehen <--- um seine --> Bücker <-- aus dem --> Schrank <-- zu holen! Wir sprechen hier wohlgemerkt von einer virtuellen Realität! Und mehr als virtuelle Bücher bekommen die nicht hin? Da hat man ja sogar noch in der Matrix mehr Spaß.

Aber es geht ja noch weiter: abgesehen von der ranzigen Wirklichkeit und der deprimierenden Oasis gibt es ja noch einen Quell des Unbills: Die 80er Jahre! Man hängt also auf einem Schrottplatz herhum und schaut sich Ghostbusters an. Und dann noch mal, Und dann nochmal und dann nochmal. Und dann nochmal. Und wenn man Ghostbusters so ungefährt hudnertmal gesehen hat, dann schaut man sich hundertmal "Die Ritter von der Kokosnuss" an. Oh, und dann vielleicht ein paar tausen Episoden irgernener 80er Sitcom. Vielleicht "Full House"...

Dann doch lieber gleich tot.

Dieser Erfinder der Oasis war ein grundlegend schlechter Mensch, zum einen hat er Unmenegen von Geld gescheffelt wegen dieser unsäglichen Paywalls, und zum anderen ruiniert er das Leben einer ganzen Generation weil die sich mit Unsinn aus den 80ern herumschlagen müssen.

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 27. April 2015 23:30
von Teddy
Knochenmann hat geschrieben:Nicht wie in der Oasis, sonsern die Gesamtscheiße:

Man stelle sich eine Welt vor, in der es nichts außer Armut und Kriminalität gibt. Das einzig positive: es gibt ein schickes Internet! ....aber das ist selbstverständlich nicht für alle zugänglich, das kostet, und zwar ordentlich!
Dann leben heute schon die meisten Menschen in der Hölle. Wir haben hier echt Glück im richtigen Land geboren zu sein. Aber ich glaube, auch in armen Ländern mit hoher Kriminalität, sind die Menschen gar nicht ständig unglücklich.
Knochenmann hat geschrieben:Der Hauptprotagonist in dem Buch schwärmt zwar von der Oasis... daei hat er sie doch praktisch gar nicht gesehen. Er hängt in seiner virtuellen Schule fest und kann nirgendwo hin, weil alles kostet - Free2Play vom feinsten. Und sogar in der "Schule" ist ist Oasis Scheiße: Man bedenken, man muss zu einen Spind --> hingehen <--- um seine --> Bücker <-- aus dem --> Schrank <-- zu holen! Wir sprechen hier wohlgemerkt von einer virtuellen Realität! Und mehr als virtuelle Bücher bekommen die nicht hin? Da hat man ja sogar noch in der Matrix mehr Spaß.
Lies noch mal nach: Die "Schule" ist ist Oasis ist nicht scheiße. Geschichtsunterricht wird in der virtuellen Realität vor Ort unterrichtet. Der einzige Unterricht der scheiße ist, ist Latein und selbst das ist o.k., da der Protagonist hier aus reiner Langeweile das erste Rätsel löst. :naughty:
Knochenmann hat geschrieben:Aber es geht ja noch weiter: abgesehen von der ranzigen Wirklichkeit und der deprimierenden Oasis gibt es ja noch einen Quell des Unbills: Die 80er Jahre! Man hängt also auf einem Schrottplatz herhum und schaut sich Ghostbusters an. Und dann noch mal, Und dann nochmal und dann nochmal. Und dann nochmal. Und wenn man Ghostbusters so ungefährt hudnertmal gesehen hat, dann schaut man sich hundertmal "Die Ritter von der Kokosnuss" an. Oh, und dann vielleicht ein paar tausen Episoden irgernener 80er Sitcom. Vielleicht "Full House"...
Da geb ich dir recht. Ist allerdings freiwillig. Du musst ja nicht versuchen die Rätsel zu lösen.
Knochenmann hat geschrieben: Dann doch lieber gleich tot.
:kopfschuettel:
Knochenmann hat geschrieben:Dieser Erfinder der Oasis war ein grundlegend schlechter Mensch, zum einen hat er Unmenegen von Geld gescheffelt wegen dieser unsäglichen Paywalls, und zum anderen ruiniert er das Leben einer ganzen Generation weil die sich mit Unsinn aus den 80ern herumschlagen müssen.
Klar ist es sinnlos 240 Milliarden zu scheffeln. Ist halt der amerikanische Traum in XXL und Cline findet das ja auch eher klasse. (Aber hätte Halliday die Kohle komplett für sinnvolle Projekte eingesetzt, hätte es kein Buch gegeben.) Sind Leute wie Bill Gates grundlegend schlecht, weil sie Geld scheffeln?
Ich fand es zumindest nett, mal wieder an all den Kram der Achtziger erinnert zu werden. Angucken müssen möchte ich mir das meiste davon aber natürlich nicht. :wink:

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 28. April 2015 08:30
von Naut
Interessanter Fakt dazu (aus "Mein Spiegel", letzte Ausgabe): Die 80 reichsten Menschen besitzen genausoviel Geld wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 28. April 2015 09:12
von Khaanara
Teddy hat geschrieben: Ich fand es zumindest nett, mal wieder an all den Kram der Achtziger erinnert zu werden. Angucken müssen möchte ich mir das meiste davon aber natürlich nicht. :wink:
Ein Regisseur der Achtziger aber möchte Dir genau das zeigen :ganz_evil: : http://forum.sf-fan.de/viewtopic.php?f= ... ne#p181281

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 28. April 2015 15:03
von Teddy
Khaanara hat geschrieben:
Teddy hat geschrieben: Ich fand es zumindest nett, mal wieder an all den Kram der Achtziger erinnert zu werden. Angucken müssen möchte ich mir das meiste davon aber natürlich nicht. :wink:
Ein Regisseur der Achtziger aber möchte Dir genau das zeigen :ganz_evil: : http://forum.sf-fan.de/viewtopic.php?f= ... ne#p181281
Jetzt ist mir auch klar, warum ich so viele Bilder von Spielberg gefunden habe, als ich noch "Ready Player One" gegoogelt habe.
Ich meinte, ich möchte mir keine Serien der Achtziger a la "A-Team" oder "Trio mit vier Fäusten" ansehen. Eine Verfilmung fände ich dagegen schon interessant.

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 28. April 2015 15:21
von Knochenmann
Das Buch ist doch nur 80er - Erinnerungen. Die "Handlung" hätte man auch ganz weglassen können. Achso ja, nein hätte man nicht, denn sonst würde man nicht wissen das selbst in ferner naher Zukunft nichts von Menschen geschaffen wurde das besser was als irgendwas in den 8ern.

Übrigend, ein netter Podcast zu dem Thema: younginthe80s.de. Der ist besser als Ready Player One lesen.

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 28. April 2015 18:52
von Khaanara
Knochenmann hat geschrieben:Übrigend, ein netter Podcast zu dem Thema: younginthe80s.de. Der ist besser als Ready Player One lesen.
Und mit dem Christian gibt es noch http://www.stayforever.de/, ansonsten gibt es diese noch: http://www.spieleveteranen.de/

Einer der Veteranen hat auch ein Ebook geschrieben: Lenhardts Spielejahr 1984

Ein Retrogamer-Sonderheft ist auch bei Heise diesen Monat erschienen: http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 21183.html

Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Verfasst: 29. April 2015 11:59
von DrZarkov
Wenn es nur um nerdige, gut erzählte 80er Erinnerung mit Science Fiction Elementen geht, dann empfehle ich eher die Bücher "Extraleben" (bisher 3 Bände) von Constantin Gillies. https://www.csw-verlag.com/Buecher/Extraleben.html

Re: Ready Player One

Verfasst: 15. Juni 2016 17:45
von breitsameter
Kaum sind vier Jahre vergangen, schon habe ich den Roman auch gelesen (im Original, als gedrucktes Werk). :beanie:
Bungle hat geschrieben:Das macht das Buch für viele von uns, die von den achtziger Jahre geprägt wurden, sicher interessant. Es ist, das kann ich jetzt schon sagen, ein Buch, mehr noch das Buch für den Fan und Nerd.
Wobei der Roman mehr ist als nur Namedropping - dadurch, dass dieses ganze Nerdwissen die Grundlage für das eigentliche Rennen um das Egg bildet, fand ich es sehr erfrischend. Ich bin und war nie ein besonders häufiger Spieler (schon gar nicht Konsolenspieler), aber Ernest Cline erzählt so geschickt, dass man im Gegenteil sogar sehr neugierig auf manch Unbekanntes wird. Ich werde deshalb auch dafür sorgen, dass »Adventure« für den Atari 2600 in die Sammlung des Museums kommt, da ich zuvor nicht wusste, dass dieses Spiel das erste Easter Egg besaß. :prima:

Re: Ready Player One

Verfasst: 22. Januar 2017 12:17
von Ender