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Merkwürdiger Link über BIOSTASIS entdeckt
Verfasst: 29. Dezember 2003 22:04
von gabriele
Hallo Freunde
ich habe einen merkwürdigen Link entdeckt:
https://web.archive.org/web/20041204051 ... aranet.de/
Was haltet Ihr davon ?
Ist Unsterblichkeit tatsächlich jetzt machbar ?
Gut wärs ja schon ... ich würd die Zukunft gern erleben.
Gruß
Gabriele
Verfasst: 29. Dezember 2003 23:03
von Khaanara
Ich glaube das Zellgewebe kann man nach einer Flüssigstickstoff-Kryonic wegwerfen

Verfasst: 29. Dezember 2003 23:07
von Ulrich
Mir ist das zu unsicher. Politische Unruhen, Kriege, Rezessionen, Naturkatastrophen. Bisher ist die Lebensdauer eines Staates und die Vorsorge gegen Naturkatastrophen zu gering.
Verfasst: 30. Dezember 2003 08:09
von Kringel
Khaa hat recht: Durch das Schockgefrieren werden die Zellmembranen zerstört. Das sieht man vielleicht nicht oberflächlich, aber wenn man wieder aufgetaut ist, ist man tot...
Verfasst: 30. Dezember 2003 10:13
von misc
Kringel hat geschrieben:Khaa hat recht: Durch das Schockgefrieren werden die Zellmembranen zerstört. Das sieht man vielleicht nicht oberflächlich, aber wenn man wieder aufgetaut ist, ist man tot...
Na und? In ein- oder zweihundert Jahren ist die Wissenschaft viel weiter als heute. Bis dahin ist längst so ein Dingsbums erfunden, wie es die Bordärzte in den Enterprise-Filmen immer benutzen, nur viel größer. Das hüllt dann den schockgefrosteten Leichnam in ein warmes, goldenes Licht (diese Farbe wird gewählt werden, um die göttliche Allmacht der Wissenschaft zu symbolisieren), und der Tote wird zu sanften Sphärenklängen wiedererweckt. Danach kann er dann noch ein paar Jahre als Siebzigjähriger um die Anerkennung seiner Rentenansprüche kämpfen, ehe ihm durch spontane Zellkernschmelze das Hirn aus den Ohren tropft und erneut alles vorbei ist (eine ärgerliche Nebenwirkung des goldenen Lichts).
Das Thema erinnert mich übrigens an Larry Nivens "A World Out Of Time" ("Wie die Zeit vergeht"). Darin hat sich der Held der Story ebenfalls einfrieren lassen. Klappt da aber auch nicht so richtig mit dem Auftauen, wenn ich's noch richtig im Gedächtnis habe.
Ad Astra,
Marc-Ivo
--
liest gerade: Mary Gentle, "Die letzte Schlacht der Orks"
Verfasst: 30. Dezember 2003 11:09
von Scott
Einfache Organismen wie Würmer können eingefroren und wieder problemlos aufgetaut werden. Bei komplexeren Körpern wie dem Menschen ist das (zumindest noch) nicht möglich.
Verfasst: 30. Dezember 2003 11:40
von Kringel
Ein schönes Beispiel für die Probleme, die unsereins in der Zukunft haben könnte, bietet auch der Roman "Transfer" von Stanislaw Lem. Der Typ, der da in die Zukunft gelangt, begreift gar nichts mehr, die Verhaltensweisen der Leute sind ihm fremd und widersprechen allem, woran er glaubt. Ob das so wünschenswert wäre?
leben
Verfasst: 30. Dezember 2003 12:56
von deval
bei fry hats doch auch geklappt.
warum also nicht auch bei uns?
Verfasst: 30. Dezember 2003 13:14
von andreas
Scott hat geschrieben:Einfache Organismen wie Würmer können eingefroren und wieder problemlos aufgetaut werden. Bei komplexeren Körpern wie dem Menschen ist das (zumindest noch) nicht möglich.
Es gibt da noch eine Froschart, die man einfrieren kann... hat irgendeinen Stoff im Blut... frag mich nicht.
Gruß
andreas
Verfasst: 30. Dezember 2003 13:45
von Gurney
andreas hat geschrieben:
Es gibt da noch eine Froschart, die man einfrieren kann... hat irgendeinen Stoff im Blut... frag mich nicht.
Diese Frösche frieren jeden Winter in Höhlen ein und haben dann für eine Zeitlang einen kaum mehr messbaren Stoffwechsel. Habe das kürzlich in einer Doku gesehen. War ein bisschen gruselig, aber faszinierend. Ich glaube in Florida, da sprüht man vor einem Frühjahrsfrost die Blütenpracht der Obstbäume mit Wasser ein.
Meines Wissens ist das Problem tatsächlich das "Auftauen", das eine menschliche Zelle zum Platzen bringt. Wahrscheinlich klappts irgendwann, nur würde das mal wieder nur den Reichen und Mächtigen zu Gute kommen. Kenne da auch so eine Kurzgeschichte, "Die Befreiung des Gefreiten Gilbert" oder so ähnlich. Da taut ein auf Vorrat schockgefrorener Soldat vor seiner Zeit auf. Ist nur für abgebrühte Leser wirklich lustig.
Verfasst: 30. Dezember 2003 14:31
von Christof
Ich glaube in Florida, da sprüht man vor einem Frühjahrsfrost die Blütenpracht der Obstbäume mit Wasser ein.
Macht man auch bei uns. Ich sehe das im Frühjahr mehrmals. Sieht morgens einfach wunderschön aus!
Soweit mir bekannt ist, erlaubt die Eisschicht keine Temperatur unter 0 Grad. Oder der Frost kann keine tieferen Temperaturen beim Eis erzeugen. U
Verfasst: 30. Dezember 2003 15:28
von Patrick
Gurney hat geschrieben:andreas hat geschrieben:Es gibt da noch eine Froschart, die man einfrieren kann... hat irgendeinen Stoff im Blut... frag mich nicht.
Diese Frösche frieren jeden Winter in Höhlen ein und haben dann für eine Zeitlang einen kaum mehr messbaren Stoffwechsel.
Andreas meint eine andere Froschart, die wirklich gefriert. Komplett den Körper gefrieren lässt. Der Stoffwechsel wird eingestellt und beginnt wieder mit dem auftauen. Ich konnte das auch nicht so ganz glauben, als ich das sah, aber es ist so.
Verfasst: 30. Dezember 2003 16:39
von Scott
andreas hat geschrieben:
Es gibt da noch eine Froschart, die man einfrieren kann... hat irgendeinen Stoff im Blut... frag mich nicht.
Frostschutzmittel.

Hm, genetisch veränderte Menschen (oder sogar durch ein Spritzmittel) könnten in Zukunft wohl im Weltraum ohne Probleme einen Winterschlaf durchstehen. Somit würden sich die "Tiefkühltruhen" aus 2001 - A Space Odyssey oder Alien bewahrheiten.
Who knows .....

Verfasst: 30. Dezember 2003 17:35
von Gurney
Patrick hat geschrieben:
Andreas meint eine andere Froschart, die wirklich gefriert. Komplett den Körper gefrieren lässt. Der Stoffwechsel wird eingestellt und beginnt wieder mit dem auftauen. Ich konnte das auch nicht so ganz glauben, als ich das sah, aber es ist so.
Wofür gibts Google? 8)
"
Ein spezielles Tiefkühlsystem
Ein gefrorener Frosch stellt eine äußerst ungewöhnliches biologisches Phänomen dar. Er zeigt keinerlei Lebensanzeichen. Sein Herzschlag, Blutkreislauf und seine Atmung sind zu einem völligen Stillstand gekommen. Wenn das Eis jedoch taut, kehrt der Frosch ins Leben zurück, als wäre er aus dem Schlaf erwacht.
Normalerweise ist ein Lebewesen, das einem Gefriervorgang unterzogen ist, tödlichen Gefahren ausgesetzt. Der Frosch jedoch ist das nicht. Die Grundeigenschaft, die ihn davor schützt ist, dass sein Organismus eine große Menge an Glucose in diesem Stadium erzeugt. Der Blutzucker des Frosches erreicht, wie bei einem Diabetiker sehr hohe Konzentrationen. Er kann zeitweise Höhen von 550 Millimol pro Liter erreichen. (Die Normalwerte beim Frosch liegen bei 1-5 mmol/l, und beim Menschen bei 4-5 mmol/l.) Diese extreme Glucosekonzentration würde unter Normalbedingungen ernsthafte Probleme herbeiführen.
In dem gefrorenen Frosch jedoch verhindert diese extreme Glucosekonzentration dass Wasser aus den Zellen austritt, und somit eine Schrumpfung derselben. Die Zellmembran des Frosches ist hochdurchlässig für die Glucose, so dass diese leichten Zugang zu den Zellen hat. Die hohe Glucosekonzentration im Körper vermindert den Gefrierpunkt und veranlasst dadurch, dass nur ein sehr geringer Teil der Körperflüssigkeiten des Tiers in der Kälte gefriert und Eiskristalle bildet. Die Forschung hat gezeigt, dass Glucose selbst gefrorene Zellen ernähren kann. Währen dieser Periode verhindert die Glucose, die den natürlichen Brennstoff des Körpers darstellt außerdem viele metallische Reaktionen, wie etwa die Harnstoffsynthese, und somit die Erschöpfung der Nahrungsquellen der Zelle.
Wie entsteht nun plötzlich solch eine Übermenge an Glucose im Körper des Frosches? Die Antwort darauf ist höchst interessant: Diese Kreatur ist mit einem sehr speziellen System ausgestattet, welches diese Aufgabe wahrnimmt. Sobald sich Eis auf der Hautoberfläche bildet wird ein Signal an die Leber gesendet das die Leber veranlasst, einen Teil des in ihr gespeicherten Glykogens in Glucose umzusetzen. Die Natur dieser Signalübertragung ist bisher noch unbekannt. Fünf Minuten nach Erhalt der Nachricht beginnt der Blutzucker stetig zu anzusteigen.192
Die Ausstattung dieses Tiers mit einem System, das den Stoffwechsel total verändert um alle Bedürfnisse gerade rechtzeitig zum erforderlichen Zeitpunkt zu decken, kann nur durch die vollkommene Planung eines allmächtigen Schöpfers möglich sein. Kein Zufall könnte je solch ein perfektes und komplexes System hervorgebracht haben."
Origin steht unter
http://www.evolutionsschwindel.com
Verfasst: 30. Dezember 2003 17:38
von Morgaine le Fey