Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Science Fiction in Buchform
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 28. September 2018 21:27

@ 5th Element:
Ganz so deutlich möchte ich es jetzt nicht formulieren. Aber in der Tendenz bin ich durchaus deiner Ansicht. Wen interessiert sowas? Wer will das wissen? Hätte der Autor nicht einen Enthüllungsroman über die Diesel-Krise schreiben können? Wie die beiden Zwillingstöchter des VW-Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernstein entführt wurden? Und es keinerlei Lösegeldforderungen gab? Nur den Hinweis auf die Abgaswerte? Aber nein: ähnlich wie irgendwelche namenlose Fernsehsender: Irgendwas mit Hitler. Ich habe jetzt etwa 10% durch. Und ich weiß auch, dass es auf den Inhalt nicht ankommt, sondern nur auf den Titel. Insofern könnte es kommerziell erfolgreich sein; NSA hört sich gut an.
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 29. September 2018 02:23

Gast09 hat geschrieben:
28. September 2018 18:08
In den Kapitulations-Verhandlungen April 1945 haben die deutschen den Vorschlag gemacht, eine Art "Braunes Biotop" zu schaffen, ein kreisförmiges Gebilde mit einem Radius von 40 km um Weimar als Rechtsnachfolger des 1000-jährigen Reiches.
Gefällt mir! Statt einer "Bad Bank" ein "Bad Reich".

OMG.

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Re: Andreas Eschbach - NSA (09.2018)

Ungelesener Beitrag von Jordan » 29. September 2018 11:09

Andreas Eschbach hat geschrieben:
29. Juli 2018 15:32
...
das Buch selbst erscheint am 28. September.
Aber leider nicht hier in der Provinz :(
Hab' das Buch extra beim Buchhändler meines Vertrauens vorbestellt - support your lokal dealer und so - aber weil's im Herbst so viele Neuerscheinungen hat, war im Lieferfahrzeug dafür offenbar kein Platz mehr. Kommt dann nächste Woche mit.

Dafür bin ich jetzt stolzer Besitzer der illustrierten Erdsee-Neuausgabe.
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Ender » 29. September 2018 11:54

Aus Sicht des Buchhändlers lief es also optimal: 2 Bücher verkauft anstatt 1.
Raffiniert.

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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Jordan » 29. September 2018 16:01

:D
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von ulrichspiegel » 29. September 2018 18:39

Ich habe das Buch am Dienstag bestellt ,es war am Mittwoch da, heute frühe (29.9.) hatte ich es ausgelesen.
Toll, das LIDL passend zum Buch das Volkssmartphone anbietet.
Ich finde, mit NSA hat sich A. Eschbach selbst übertroffen. Ein solch düsteres Buch mit zum drastischen Szenen hätte ich von ihm nicht erwartet.
Im Vergleich zu den neuesten Büchern von Schätzing oder Dietmar Dath schneidet A. Eschbach hervorragend ab.
Überzeugende Thematik, konsequente Darlegung der Grundidee (Komputer), differenzierte Charakterisierung der beiden Hauptfiguren, lesbar und spannend geschrieben.
Ich hab in einer Orinocco Rezension gelesen, dass Buch schreit nach Fortsetzung- hm damit habe ich Probleme,
für die beiden Hauptfiguren gibt es ja am Ende ja keine Änderung ihres Zustands mehr.

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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 30. September 2018 02:14

25% (Hitler hat gerade Polen eingesackt)

Bis jetzt die Lebensgeschichten zweier Personen, die sich wohl im NSA treffen werden: Auf der einen Seite ein durchscnittliches Mädchen aus bürgerlichen Haushalt das Programmieren lernt, auf der anderen Seite ein Serienvergewaltiger, der gerne Geheimnisse ausspioniert um damit Frauen zu erperessen.

Schön: Programmieren wird als ausdrückliche Frauenantwort angesehen.

Ich frag mich nur wie die blose Existenz des NSA den Kreigsverlauf beinflussen soll. Im Buch wird erwähnt das die blose Existenz von Komputern die englische Marine geschwächt hat.

Ich frag mich immer noch wie die NAzihandys funktionieren sollen. GPS kann es wohl nicht geben. LCD Displays wären vielleicht schon möglich gewesen... Akku: Nikel Cadnium. Für den Prozessor und den Speicher fällt mir nichts ein. Ich kann mich noch erinnern: im Jahre 2000 kostete eine speicherkarte von 10 Megabyte 10.000 Schilling (=ca 700~1400 Euro).
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 30. September 2018 09:34

Ich würde das nicht so eng sehen. Das ist die Freiheit des Autors; nachvollziehbar sofern es nicht ins physikalisch Absurde entgleitet. Immerhin ist das Buch SF in der Vergangenheit ähnlich Sky-Captain and the World of Tomorrow oder (hier allerdings nähern wir uns dem Absurden): Operation Overlord was bald wohl in die Kinos kommt.
Irgendwo in einem Technik-Museum (ich glaube Amsterdam) habe ich eine der ersten tragbaren Batterien gesehen. Gewicht: 30 kg, Abmessungen: mit einem Reisekoffer vergleichbar. Egal.
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 3. Oktober 2018 07:33

75% (n bischen nach Stalingrad).

Die beiden Hauptfiguren umkreisen sich immer noch auf einem dunklen Orbit. Als Leser möste man schreien: tut das nicht! Aber kann man nichts machen.

Wir bekommen das NSA uns eine Möglichkeiten auf verschiedene histiorsiche Persönlichkeiten gezeit, u.a.: die Geschwister Scholl. Und wie schnell man die gefunden hätte. Hatespeetch, Trollin, ja sogar Stxnet werden schön verarbeitet.

Richtig schöner Kustgriff: Programmieren ist eine ausgesprochene weibliche Tätigkeit, Männer wollen damit ncihts zu tun haben - selber schuld. Führt aber auch dazu, das die einzige Progremiertätigkeit sich auf Ämter, Behörden und Büros erstreckt... wennm na so will dann ist die ans Internet angeschlossene Gesellschaft eine Gesellschaft von Konsumenten. Es gibt keine Programierclubs oder ähnliches, was es aber vermutich geben würde wäre Programmieren etwas mänliches.

Bei 70% von dem Buch zeichnet sich etwas möglicherweise kriegsänderndes ab (der Kriegverlauf ist trotz NSA und Totalüberwachung ziemlich gleich):
Pläne der Atombombe werden online gefunden
Der Teil ist super. BEschieben wird wie der Computer gehackt wird, aber viel schöner: die Analyse der Informationen ala "Wir wissen was wir wissen, aber wir wissen nicht was wir nciht wissen".

Außerdem zeichnet sich ein möglicher Twist am Horizont ab. Bis jetzt wren die beiden Hauptprotagonisten recht zweidimensional, vielleicht ändert sich das noch?
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 4. Oktober 2018 19:39

Ein Achtungserfolg ist es auf jeden Fall: immerhin aus dem Stand in die Spiegel-Bestseller-Liste (Platz 17)
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 5. Oktober 2018 02:34

100%

Ach du meine Güte.

Ich muss hier einen Spiler setzen für das Ende:
Die Nazis bekommen die Atombombe und gewinnen den Krieg. Außerdem haben sie eine unfassbare Überwachungstechnologie, gründend auf einem neuronalen Neztwerk. Zukunft, here we come.
Und als ob das als Ende nicht schon schlimm genug wäre, hier das Ende für die weibliche Protagonistin (SUPER SPOILER WARNUNG!)
Die sieht die einzige Chance darin ihren Liebhaber zu retten darin, eine Heirat mit einer Nazigröße einzugehen. Die Ehe ist furchtbar, sie unternimmt einen Fluchtversuch, der auch deswegen scheitet wegen der Überwachungstechnologie die sie selber entwickelt hat. Sie landet wieder bei ihren Eheman, verfasst dann später einen volksverhetzerischen Eintag im Forum um von der SS festgenommen zu werden. Genau: die Frau geht freiwillig ins KZ Auschitz. Aber auch das ist nicht das Ende, den auf den letzen Seiten wird sie von einem Arzt "gerettet", bekommt ein Gehirnimplantat und mutiert zum Nazi-Zombie.
Das Ende des männlichen Protagonisten geht in eine ähnliche Richtung.

Schlimm.

Ich bin jetzt erstmal deprimiert.
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 5. Oktober 2018 03:59

"1984" hatte auch kein gutes Ende...
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von breitsameter » 5. Oktober 2018 09:26

Ich muss mir den Roman am Wochenende endlich vornehmen...
Echte Vampire schillern nicht im Sonnenlicht, sie explodieren. Echte Helden küssen keinen Vampir, sie töten ihn.

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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 5. Oktober 2018 10:08

Badabumm hat geschrieben:
5. Oktober 2018 03:59
"1984" hatte auch kein gutes Ende...
Happy End hab ich ja auch keins erwartet.

Aber trotzdem.
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Re: Nationales Sicherheitsamt - Andreas Eschbach

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 5. Oktober 2018 12:33

NIx für mich. Ich will Happy End, wenigstens im Roman. Darf auch bittersüß sein, aber nicht komplett deprimierend. Davon hab ich im Alltag genug.
:bier:
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