Eiswelt - Japer Fforde

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 27. November 2018 10:06

Nachdem ich mich mit "Afer On" herumgeqäult habe wollte ich was vernünftiges lesen, und da hab ich nachgeschaut was Japer Fforde so treit. Stellt sich herraus: der hat gerade ein neues Buch auf Deutsch veröffentlicht:

Bild

gesesen: 10% ...und es ist so gut!

Setting: Die Welt, wie wir sie kennen, nur das es richtig üble Winter gibt, die die Menschen nur überleben können wenn sie Winterschlaf machen (keine neue entwicklung, das ist schon ein paar tausen Jahre so).

Um diese Winter hat sich eine eigene Zivilisation errichtet, und die finde ich super: Zum einen haben wir all das was wir in unserer Welt auch haben (Musik von Tom Jones, Battenberg Kuchen usw...) auf der anderen Seite sind die Winter so brutal, das es einige wirklich üble Massnamhen gibt: Geschlechterverhältniss ist politisch fetgelegt (30:70), es gibt Winterkanibalismus (unschön aber ok) und Zwangsschwangerschaften um die Bevölkerung stabil zu halten.

Es gibt auch eugenetische Programme und genetische Klassen und eine Menge anderer Sachen die eigendlich gut wären für eine Dystopie, wenn das ganze Buch nicht so verdammt liebenswert britisch wäre! In den ersten Kapiteln haben wir z.B. eine Kernschmelze in einem "Dormitorium", wobei es eine eigene Einheit von über 60-jährigen gibt die für sowas zuständig ist (Lebenserwartung der Bevölkerung: 64).

Dann gibt es nebenher noch soviel Lokancolorit,z.B. der "Fat Thuesday", der tag an dem man nafangen muss sich den Winterspeck anzufressen (mit Yorkshire Pudding). Außerdem gibt es um den Winter noch viele Mythen, wie zim beispiel: Schurken, freie Schäfer, Wintervolk, Nachtwandler (Zombies) und was weiß noch. Ich bin richtig gesapnnt was da noch kommt

Zur Story: Wir haben den Weisenjungen Charlie, der sich freiwillig zum Winterdienst meldet: Das sind die Leute die sich im Winter um die Schläfer in den Dormitorien kümmert (Überlebenschance erstes Jahr im winterdienst: 70%)

Was diese Dormitorien anghet: da ist auf der ersten Seite im Buch ein Bild, und Büchern die mit Bildern oder Landkarten anfangen sind niemals schlecht. Dormitorien sind runde Türme, viele Stockwerke hoch mit spiten Dach (Schnee), innen: Kinos, Theater, Schwimmbäder. Im Keller: Atomreaktor, der alles auf Temperatur hällt (14°C, war früher mal eine art Kohlengrube). Design geht auf Kaiser Justizian aus dem 4. Jhdt zurück, ist wohl schon älter das Problem mit den Wintern.

SEHR vielversprechendes Buch!
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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 28. November 2018 08:49

20%

Leute, die den Winterschlaf nicht bei vollem Bewustsein überstehen nennt man "Winterwandler", und die sind "tot", auch wenn sie noch athmen und herumlaufen. Sind firedlich solange sie was zu essen haben, wnii nicht, werden sie zu randalierenden Zombies (nehme ich an). Lösung der Gesellschaft: Die werben in den nächsten Steinbruch gebracht ung "gekeult". Es gibt auch intelligentere ("Trickster"), die noch einfache Arbeiten verreichten können, die arbetien den sommer lang, im Winter werden ihre Körperteile in andere Leute trnasplantiert.

Zum Winterschalf selber: der ist fast eine biologische Notwendigkeit. Früher haben die Leute sich fettgefressen und sind dann schalfen gegangen, im nächsten Frühling aufzuwachen war aber immer eine art Glückspiel. Die Droge "Morphonex" hat das abger geändert: die sichert das Überleben zu 99,99%. Das führt zu gesellschaftlichen Verwerfungen: Der Winter hat immer die Alten, Schwachen und Kranken aussortiert, jetzt gibt es Leute die allen Morphonex geben wollen, solche die nur dem wichtigen Teil der Gesellschaft was geben wollen, und solche die das Zeug komplett verbieten will ("RealSleep", Terrorristen). Außerdem gibt es Leute, die "auf die gute alte Art" überwintern wollen, in einem Juste-Strohsack mit Gänsefett eingerieben auf einem Baum. Komentar der Protagonisten: "Es wird wieder den ganzen Winter über gefrorene Hipster regnen"

Ach: Als Grund für die Kälte wird übrigend fehlendes CO2 in der Athmosphäre ausgemacht. Waler bekommt daher Geld aus CO2-Certifikaten weil es seine Kohle- und Torfhalden abbrennt. Was für eine grandiose Idee!

Fforde hat es geschaft etwas zu schreiben was ich nicht für mögich gehalten hätte: eine positive Dystopie!
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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 29. November 2018 09:13

35%

Ein bischen Lokalcolorit: Bzwaht wird in Wales mit Euro. Es ist von einer "Albionhalbinsel" deie Rede, aber ich weiß nicht was das beschreiben soll. Vielleicht Großbritannien? Außerdem: es gibt Jane Bond Filme, und es gab sogar einmal eine männliche Jane, die alle noch gut in Erinnerung haben obwohl sie ein bischen übersensibel war.

Storyelement: Träume. Unser Hauptprotagonist ist in Sektor 12 (irgendwo in der Mitte von Wales), weil es dort "virale Träume" gibt. Was das angeht: träumen ist schlecht, die Leuten Träumen nicht mehr, oder: sie versuchen es zu minimieren. Weil Träumen wohl wichtige Extrakalorien verbraucht... Kinder bekommen Juvinox, das Träumen verhindert aber sonst nciht viel tot, bei den Erwachsenen trennt es sich: die bessere Hälfte bekomt Morphinox, das einem sicher durch den Winterschaf brinngt, der Rest schäft "normal" und träumt. Aber, wie gesagt: Träumen ist uncool, und es scheint sogar eine treibende Motivation des Hauptprotagonisten zu sein, an Morphinox heranzukommen und Träume zu verhindern.

Das Buch macht sehr viel Freude.
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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von lapismont » 29. November 2018 09:34

Ich werds mir kaufen. Bin gespannt, ob Fforde mich nach Thursday Next noch einmal begeistern kann.

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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 29. November 2018 09:48

Ich hab mir wenig bis nichts vom dem Buch erwartet, bin aber sowas von positiv überrascht.
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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von Doop » 29. November 2018 14:21

Warum ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, Jasper Fforde mal um ein paar Drehbücher für "Doctor Who" zu bitten? Oder hat man vielleicht und seine Ideen waren zu abgefahren?
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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 29. November 2018 16:22

Fforde scheint seit 2012 unter mittelschwerer Schreibblockade zu leiden. Außerdem hat er bis dato keine Drehbücher verfasst. Mit Thursday Next und Shades of Grey hängen zwei Serien seit Jahren in der Schwebe, das traut sich nichtmal GRRM.

Um mal Argumente aufzuzählen, weshalb es vllt. keine gute Idee wäre.

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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 29. November 2018 16:27

Thursday Next kann man getrost mal auslaufen lassen, und Shades of Gray hab ich seit Jahren ungelesen auf dem Kindle (ich warte auf die Verfilmung chrrchrrchrr)
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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 29. November 2018 17:39

Beim Dragonslayer ist die Verfilmung ganz passabel schiefgelaufen. chrrchrrchrr

Bei Thursday fehlt halt mal wenigstens ein Band (der aber eh nie auf deutsch kommen wird).

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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 29. November 2018 18:05

Nolie15 asks:

Has your view of time travel been influenced by Doctor Who and, being in Wales, do you associate with anyone involved with the show?

Jasper Fforde replies:

I don't have anything to do with it at all, I'm afriad, and don't actually watch the show these days - although to be honest I was highly influenced as a child - it's interesting to note that Douglas Adams was with us before HHGG - he did tons of DW episodes. Interstingly, when I was explaining to my boys about the TARDIS when the show was first re-aried, I described how it was bigger on the inside than the outside - they were nonplussed and told me: 'Pingu's house is like that'. So. Pingu's houe is a TARDIS.
https://www.theguardian.com/books/books ... per-fforde

"Tons" ist klar übertrieben.

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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von lapismont » 29. November 2018 18:54

Thursday Next hatte sich zuletzt doch etwas ausgepowert und Grau steht auch noch ungelesen in meinem Regal. Trau mich nicht ran.

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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 29. November 2018 22:52

Meinst du den auf deutsch nicht erschienenen siebten Band? Den sechsten moche ich jedenfalls.

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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von lapismont » 29. November 2018 23:46

L.N. Muhr hat geschrieben:
29. November 2018 22:52
Meinst du den auf deutsch nicht erschienenen siebten Band? Den sechsten moche ich jedenfalls.
Ah, nein den fünften.
https://fantasyguide.de/irgendwo-ganz-a ... and-5.html
Hab 6 gar nicht auf dem Plan :kopfkratz:

Grad mal gesucht. »Wo ist Thursday Next?« ist tatsächlich irgendwie an mir vorbeigegangen. Vielleicht weil das Cover nicht zu den anderen Bänden passt oder ich 5 nicht so dolle fand?

Letztlich gibt es inzwischen so viele Serien und Reihen, die man im Blick behalten müsste …

Jedenfalls hatte ich »Eiswelt« heute in der Hand. Schönes Cover und ich ich werd’s auf meine Weihnachtswunschliste packen. Heute war’s nicht mehr drin, nach »Archipel«, »The Word for World is Forest« und »Udolpho’s Geheimnisse« Band 3
:beanie:

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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 30. November 2018 08:05

Ich hab den 6. gelesen: kann man lesen, muss man aber nicht.

Ich bin jedenfalls froh das Fforde mit Eiswelt wieder gut abliefert.

bin bi 55%[/5]

...sag aber ncihts mehr. Genauso deteilverliebt und liebenswert wie die Next Romane.
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Re: Eiswelt - Japer Fforde

Ungelesener Beitrag von Bully » 1. Dezember 2018 20:15

Kann es nicht passieren, dass die Leute von der anderen Hemisphäre einen überfallen, wenn alle schlafen?
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