Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Science Fiction in Buchform
Benutzeravatar
L.N. Muhr
SMOF
SMOF
Beiträge: 9809
Registriert: 2. Februar 2003 01:31
Land: Deutschland
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 17. Oktober 2019 15:16

Teddy hat geschrieben:
17. Oktober 2019 13:34
Wenn ein Schüler also "auf Nummer sicher" geht bzw. "auf Nummer Sicher geht" (je nachdem wo er nachschlägt) dann ist das beides richtig. Verbindlich heißt nicht, dass der Schüler so schreiben muss, wie im Wörterbuch. Verbindlich heißt, wenn er schreibt, wie im Wörterbuch, kann ihm das nicht als falsch ausgelegt werden.
Außer er nimmt aus Sicht des Gegenübers das falsche Wörterbuch.

Benutzeravatar
Teddy
SMOF
SMOF
Beiträge: 1610
Registriert: 9. Juni 2014 20:26
Bundesland: NRW
Land: Deutschland
Liest zur Zeit: T.C. Boyle - Drop City
Wohnort: Neuss

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Teddy » 17. Oktober 2019 15:31

L.N. Muhr hat geschrieben:
17. Oktober 2019 15:16
Teddy hat geschrieben:
17. Oktober 2019 13:34
Wenn ein Schüler also "auf Nummer sicher" geht bzw. "auf Nummer Sicher geht" (je nachdem wo er nachschlägt) dann ist das beides richtig. Verbindlich heißt nicht, dass der Schüler so schreiben muss, wie im Wörterbuch. Verbindlich heißt, wenn er schreibt, wie im Wörterbuch, kann ihm das nicht als falsch ausgelegt werden.
Außer er nimmt aus Sicht des Gegenübers das falsche Wörterbuch.
An Schulen gibt es viele Probleme. Das hier ist keins.

Benutzeravatar
L.N. Muhr
SMOF
SMOF
Beiträge: 9809
Registriert: 2. Februar 2003 01:31
Land: Deutschland
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 17. Oktober 2019 15:38

Das war aber auch nicht das Thema. Es ging um die vorgebliche Verbindlichkeit des Dudens. Über Probleme im Bildungssystem habe zumindest ich nicht geredet.

Benutzeravatar
Teddy
SMOF
SMOF
Beiträge: 1610
Registriert: 9. Juni 2014 20:26
Bundesland: NRW
Land: Deutschland
Liest zur Zeit: T.C. Boyle - Drop City
Wohnort: Neuss

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Teddy » 17. Oktober 2019 15:54

Dann noch mal verständlicher: Das Problem, dass ein Schüler ein anderes Wörterbuch benutzt als der Lehrer und darüber ein Streit entbrennt, gibt es an Schulen nicht.

Meiner Meinung nach ist dazu alles gesagt. Alles weitere würde auf einem Herumgehacke der Bedeutung des Wortes "verbindlich" herauslaufen.

Benutzeravatar
Badabumm
SMOF
SMOF
Beiträge: 2751
Registriert: 16. April 2016 18:01
Bundesland: flach
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 17. Oktober 2019 16:52

Ein weiteres Buch, das einen Einschlag verursacht hat, ist die Bibel. Sie war oft das einzige Buch im Haus. Wie "Mein Kampf" wurde es gesellschaftlich postuliert. Heute gehört es vielleicht noch zur Standardausrüstung der Heimatbibliothek, aber ganz gelesen hat es kaum jemand. Und SF und Fantasy ist es außerdem... :)
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

Benutzeravatar
Knochenmann
Der Sailor-Mod
Der Sailor-Mod
Beiträge: 8522
Registriert: 26. April 2004 19:03
Land: Österreich!

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 17. Oktober 2019 17:02

Amazon Bewertungen religiöser Werke:
Bibel: 4,3 Sterne (201 Bewertungen)
Koran: 3,9 Sterne (116 Bewertungen)
Talmud: 4,1 Stern (23 Bewertungen)
Mein Kampf: 3,5 Sterne ( 65 Bewertungen)
Grillbibel: 4,8 Sterne (938 Bewertungen)
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet

Alle Bücher müssen gelesen werden

Benutzeravatar
Badabumm
SMOF
SMOF
Beiträge: 2751
Registriert: 16. April 2016 18:01
Bundesland: flach
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 17. Oktober 2019 17:11

Die Grillbibel kenne ich nicht. Dass der Talmud über dem Koran pla(t)ziert wird, ist angesichts der Verbreitung immerhin interessant. Die wenigen abgegebenen Stimmen stufen ihn höher ein. Ist der Talmud besser geschrieben..? ;) ;)
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

Benutzeravatar
Ender
SMOF
SMOF
Beiträge: 1425
Registriert: 10. Januar 2015 21:25
Bundesland: Westfalen
Land: Deutschland
Liest zur Zeit: Robert McCammon - Die Grenze
Ryu Murakami - In Liebe, dein Vaterland 1: Die Invasion
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Ender » 17. Oktober 2019 17:21

Knochenmann hat geschrieben:
17. Oktober 2019 17:02
Amazon Bewertungen religiöser Werke:
Bibel: 4,3 Sterne (201 Bewertungen)
Koran: 3,9 Sterne (116 Bewertungen)
Talmud: 4,1 Stern (23 Bewertungen)
Mein Kampf: 3,5 Sterne ( 65 Bewertungen)
Grillbibel: 4,8 Sterne (938 Bewertungen)
We have a Winner!
:ola:

Benutzeravatar
Andreas Eschbach
SMOF
SMOF
Beiträge: 2375
Registriert: 27. Dezember 2003 15:16
Land: Deutschland
Wohnort: Bretagne
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach » 17. Oktober 2019 19:02

Mammut hat geschrieben:
17. Oktober 2019 12:37
Vielleicht sollte man einfach mal eine Nummer kleiner anfangen: Welche SF Genre AutorInnen haben auf das Genre einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
Ich fange mal an:
1. Mary Wollstonecraft Shelley: Hat das Genre praktisch begründet.

:prima:

Benutzeravatar
L.N. Muhr
SMOF
SMOF
Beiträge: 9809
Registriert: 2. Februar 2003 01:31
Land: Deutschland
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 17. Oktober 2019 19:18

Badabumm hat geschrieben:
17. Oktober 2019 17:11
Die Grillbibel kenne ich nicht. Dass der Talmud über dem Koran pla(t)ziert wird, ist angesichts der Verbreitung immerhin interessant. Die wenigen abgegebenen Stimmen stufen ihn höher ein. Ist der Talmud besser geschrieben..? ;) ;)
Nein, nur nervige AfD-Fans, die den Koran runtervoten.

Benutzeravatar
Mammut
SMOF
SMOF
Beiträge: 1914
Registriert: 16. Januar 2002 00:00
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Mammut » 17. Oktober 2019 20:14

Andreas Eschbach hat geschrieben:
17. Oktober 2019 19:02
Mammut hat geschrieben:
17. Oktober 2019 12:37
Vielleicht sollte man einfach mal eine Nummer kleiner anfangen: Welche SF Genre AutorInnen haben auf das Genre einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
Ich fange mal an:
1. Mary Wollstonecraft Shelley: Hat das Genre praktisch begründet.

:prima:
Ich gebe zu, ich habe das Wort deutschsprachig unterschlagen. Darum gehts ja.
Ansonsten hätte ich da eher an unheimliche Romane bei der Autorin gedacht. Aber das ist ja kein Widerspruch.

Benutzeravatar
L.N. Muhr
SMOF
SMOF
Beiträge: 9809
Registriert: 2. Februar 2003 01:31
Land: Deutschland
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 17. Oktober 2019 20:24

Mammut hat geschrieben:
17. Oktober 2019 20:14
Andreas Eschbach hat geschrieben:
17. Oktober 2019 19:02
Mammut hat geschrieben:
17. Oktober 2019 12:37
Vielleicht sollte man einfach mal eine Nummer kleiner anfangen: Welche SF Genre AutorInnen haben auf das Genre einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
Ich fange mal an:
1. Mary Wollstonecraft Shelley: Hat das Genre praktisch begründet.

:prima:
Ich gebe zu, ich habe das Wort deutschsprachig unterschlagen. Darum gehts ja.
Welche deutschsprachigen Autoren an sich haben denn auf dem Genre einen bleibenden Eindruck hinterlassen? Welche deutschen Autoren werden denn international als prägend rezipiert und nicht nur als "die gabs auch"?

Benutzeravatar
Mammut
SMOF
SMOF
Beiträge: 1914
Registriert: 16. Januar 2002 00:00
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Mammut » 17. Oktober 2019 20:34

L.N. Muhr hat geschrieben:
17. Oktober 2019 20:24
Mammut hat geschrieben:
17. Oktober 2019 20:14
Andreas Eschbach hat geschrieben:
17. Oktober 2019 19:02
Mammut hat geschrieben:
17. Oktober 2019 12:37
Vielleicht sollte man einfach mal eine Nummer kleiner anfangen: Welche SF Genre AutorInnen haben auf das Genre einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
Ich fange mal an:
1. Mary Wollstonecraft Shelley: Hat das Genre praktisch begründet.

:prima:
Ich gebe zu, ich habe das Wort deutschsprachig unterschlagen. Darum gehts ja.
Welche deutschsprachigen Autoren an sich haben denn auf dem Genre einen bleibenden Eindruck hinterlassen? Welche deutschen Autoren werden denn international als prägend rezipiert und nicht nur als "die gabs auch"?
Wahrscheinlich kaum jemand. Aber das ist natürlich ein gewisses Totschlagargument.

Vielleicht sollte ich es so formulieren:
Welche deutschsprachigen SF AutorInnen an sich haben denn im deutschsprachigen Raum den bleibendsten Eindruck hinterlassen?

Benutzeravatar
Teddy
SMOF
SMOF
Beiträge: 1610
Registriert: 9. Juni 2014 20:26
Bundesland: NRW
Land: Deutschland
Liest zur Zeit: T.C. Boyle - Drop City
Wohnort: Neuss

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Teddy » 17. Oktober 2019 21:31

Mammut hat geschrieben:
17. Oktober 2019 20:34
L.N. Muhr hat geschrieben:
17. Oktober 2019 20:24
Mammut hat geschrieben:
17. Oktober 2019 20:14
Andreas Eschbach hat geschrieben:
17. Oktober 2019 19:02
Mammut hat geschrieben:
17. Oktober 2019 12:37
Vielleicht sollte man einfach mal eine Nummer kleiner anfangen: Welche SF Genre AutorInnen haben auf das Genre einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
Ich fange mal an:
1. Mary Wollstonecraft Shelley: Hat das Genre praktisch begründet.

:prima:
Ich gebe zu, ich habe das Wort deutschsprachig unterschlagen. Darum gehts ja.
Welche deutschsprachigen Autoren an sich haben denn auf dem Genre einen bleibenden Eindruck hinterlassen? Welche deutschen Autoren werden denn international als prägend rezipiert und nicht nur als "die gabs auch"?
Wahrscheinlich kaum jemand. Aber das ist natürlich ein gewisses Totschlagargument.

Vielleicht sollte ich es so formulieren:
Welche deutschsprachigen SF AutorInnen an sich haben denn im deutschsprachigen Raum den bleibendsten Eindruck hinterlassen?
Wenn man mal das SF zu Phantastik aufweitet fallen mir spontan zwei Autorinnen ein, die auch international Eindruck gemacht haben:
Marlen Haushofer mit dem SF-Roman Die Wand
Cornelia Funke insbesondere mit der Tintenwelt-Trilogie. Funke wurde sogar mal auf der Time-Liste der einflussreichsten Personen des Jahres geführt.
Zuletzt geändert von Teddy am 17. Oktober 2019 21:32, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Nina
SMOF
SMOF
Beiträge: 4398
Registriert: 4. Mai 2005 13:14
Bundesland: Oberöstereich
Land: Österreich
Wohnort: Leonding
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Nina » 17. Oktober 2019 21:32

Da gibt es schon einige, Myra Carkan z.B. Autorinnen sollte man aber auch bei SF-Jugendliteratur suchen - klar, so im Stil "Altherren-SF" schreiben die halt meist nicht, häufig so für jüngere Frauen/All Ager. Ich fand ja Jennifer Benkau mit "Dark Canopy" mehr als gut. (Aber was mir auffällt: Liebesgeschichten werden weiblichen Autoren oft übel genommen, Männer bauen auch oft Liebesgeschichten in die Handlung oder schreiben sogar halt so derbe über Sex in "normalen" Texten - und das kratzt keinen.) - Und in den Serien schreiben sehr oft Autorinnen, aber bei PR und Co. kenne ich mich nicht wirklich aus.

Letztendlich ist es halt so: Liest man wo was über prägende deutschsprachige SF, dann ist das eben aus dem Jahre Schnee. Die Autoren sind heute sehr häufig tot oder 80+. Und für Frauen ist die SF-Szene in unserem Kulturkreis halt nicht so einfach - ich finde, auch heute noch. Also nicht, dass mich beispielsweise wer direkt angeht, aber man kann sich auch mal als Fremdkörper fühlen und auch als nicht ernstgenommen. Was natürlich auch wieder subjektiv ist, wie alles, aber ich kann mir vorstellen, dass nicht nur ich das Gefühl je hatte. Und dabei war ich an einer Schule mit mehr als 2/3 Jungs in der Klasse, also ich war das auch so gewohnt. Und ich bin auch keine, die da überreagiert, wenn es bei SF-Treffen einen Handkuss oder andere Seltsamkeiten gibt - aber so was mag auch nicht jede Frau.

Antworten