Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu denken

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 13. März 2019 15:43

So soll er also aussehen, der neue Fernverkehrszug ECx der DB. Basierend auf der spanischen Talgo-Technologie soll er bereits in 4 Jahren bisherige mitunter veraltete IC-Zuggarnituren ersetzen. Mein erster Eindruck: langsam.
Das Ding kann nur langsam sein weil nicht stromlinienförmig. Insofern verwundert es schon, dass immerhin Vmax 230km/h erreicht werden sollen, vllt wg der Talgo-Neigetechnik. Der Zug wird dann konsequenterweise auch wohl eher auf touristischen, für den Hochgeschwindigkeitsverkehr nicht ausgebauten Strecken verwendet: Köln - Sylt, Köln - Oberstdorf oder Berlin - Amsterdam.
Aber immerhin - sie investieren.
So soll es dann aussehen:
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/ecx ... 57645.html
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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu denken

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 28. März 2019 17:00

Die Neue Seidenstraße
Hier ein kurzer Wasserstandsbericht zu diesem transkontinentalen Eisenbahnprojekt und beginnend mit einem Zitat aus einem Tagesschau-Beitrag von Januar 2018:
Die neue Seidenstraße weckt den Pioniergeist in Duisburg. Die chinesische Projektentwicklerin Yaomin Wang will mit ihrer Firma 250 Millionen Euro investieren, um auf einer Brachfläche in der Nähe des Hafens ein deutsch-chinesisches Handelszentrum zu errichten. Ihre Augen leuchten als sie die Dimensionen erklärt: "Grundstücksfläche von 60.000 Quadratmetern, Gesamtfläche von 120.000 Quadratmetern. Und angesiedelt werden 300 chinesische Unternehmen, die von hier aus ihren Vertrieb in Mitteleuropa organisieren. Und es werden circa 2000 Arbeitsplätze entstehen."
Der Seidenstraßen Zug - er bringt also nicht nur Waren, sondern auch Jobs nach Deutschland. Die Region um Duisburg lässt er von einem Aufschwung träumen.

Seit diesem Bericht sind nun schon 14 Monate vergangen und es hat sich einiges geändert. Insbesondere hat sich die Anzahl der wöchentlich in DU ankommenden Seidenstraßen-Züge auf etwa 40 annähernd verdoppelt und was ganz wichtig ist: Die Bahnverbindung liefert nicht mehr zu etwa 80% Waren von China nach DU, sondern das Verhältnis scheint zumindest vorrübergehend eher ausgewogen zu sein.
Hier ein aktueller Bericht von focus.de in welchem zwar einerseits von einer gewissen Aufschwungs - Euphorie in DU die Rede ist, man aber auch anfängt, die sich abzeichnende chinesische Dominanz kritisch zu sehen. Ganz kritische Stimmen sehen das von China initiierte Bahnprojekt als Machtinstrument und Teil der Strategie des Landes, den Welthandel komplett neu zu ordnen.
Die Zeiten ändern sich, so ist das nun mal; no risk, no fun:
https://www.focus.de/finanzen/news/konj ... 11705.html
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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu denken

Ungelesener Beitrag von kingsize » 4. April 2019 15:06

Gast09 hat geschrieben:
28. März 2019 17:00
Die Neue Seidenstraße
Hier ein kurzer Wasserstandsbericht zu diesem transkontinentalen Eisenbahnprojekt und beginnend mit einem Zitat aus einem Tagesschau-Beitrag von Januar 2018:
Die neue Seidenstraße weckt den Pioniergeist in Duisburg. Die chinesische Projektentwicklerin Yaomin Wang will mit ihrer Firma 250 Millionen Euro investieren, um auf einer Brachfläche in der Nähe des Hafens ein deutsch-chinesisches Handelszentrum zu errichten. Ihre Augen leuchten als sie die Dimensionen erklärt: "Grundstücksfläche von 60.000 Quadratmetern, Gesamtfläche von 120.000 Quadratmetern. Und angesiedelt werden 300 chinesische Unternehmen, die von hier aus ihren Vertrieb in Mitteleuropa organisieren. Und es werden circa 2000 Arbeitsplätze entstehen."
Der Seidenstraßen Zug - er bringt also nicht nur Waren, sondern auch Jobs nach Deutschland. Die Region um Duisburg lässt er von einem Aufschwung träumen.

Seit diesem Bericht sind nun schon 14 Monate vergangen und es hat sich einiges geändert. Insbesondere hat sich die Anzahl der wöchentlich in DU ankommenden Seidenstraßen-Züge auf etwa 40 annähernd verdoppelt und was ganz wichtig ist: Die Bahnverbindung liefert nicht mehr zu etwa 80% Waren von China nach DU, sondern das Verhältnis scheint zumindest vorrübergehend eher ausgewogen zu sein.
Hier ein aktueller Bericht von focus.de in welchem zwar einerseits von einer gewissen Aufschwungs - Euphorie in DU die Rede ist, man aber auch anfängt, die sich abzeichnende chinesische Dominanz kritisch zu sehen. Ganz kritische Stimmen sehen das von China initiierte Bahnprojekt als Machtinstrument und Teil der Strategie des Landes, den Welthandel komplett neu zu ordnen.
Die Zeiten ändern sich, so ist das nun mal; no risk, no fun:
https://www.focus.de/finanzen/news/konj ... 11705.html
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Guter Artikel, danke. Von Duisburg hatte ich tatsächlich vorher in dem Zusammenhang noch nicht gehört. Da aber anscheinend die gute Anbindung an den Rhein für die Standortwahl wichtig war kann man nur hoffen, daß sich die Geschichte vom letzten Sommer mit dem extrem niedrigen Wasserstand nicht allzuoft wiederholt sonst wirds schwierig :-)

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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 10. April 2019 15:10

Elektromobilität in Wien, oder: Die Kreative Formulierung
Individuelle Elektromobilität spielt in Wien so gut wie gar keine Rolle. Es werden pro Jahr dort weniger als 200 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, incl. 30 elektrische Kehrmaschinen für die Friedhöfe und neue Fahrzeuge von DHL. Die Gründe dafür scheinen klar zu sein und werden in einem ORF-Beitrag wie folgt zusammengefasst:
"Thomas Ritt von der Wiener Arbeiterkammer steht den Elektroautos skeptisch gegenüber. „Es sind nur die Emissionen anders. Da der Strom vermehrt durch den Import durch Braunkohlestrom aus Deutschland stammt, habe ich kaum eine gute Ökobilanz. Ich habe teure Autos mit großen Batterien, die ein massives Entsorgungsproblem machen. Warum sollte man die E-Mobilität fördern, außer aus Imagegründen?“, sagte Ritt."
Und genau diese Image-Gründe mögen dazu geführt haben, dass im Stadtentwicklungsplan 2025 (STEP 2025) tatsächlich Maßnahmen zur Förderung der individuellen Elektromobilität zu finden sind. Eine davon weckte mein besonderes Interesse:
Im Stadtgebiet von Wien ist längeres Parken komplett verboten. Es ist allerdings möglich, sich Parkzeiten zu kaufen; Kioske bieten derartige Voucher. Es gibt jedoch Nebenstraßen, in denen kostenlose Parkplätze vorhanden sind, allerdings ausgewiesen nur für e-Kfz; sehr kreativ das Ganze. Sie tun also etwas, um die individuelle e-Mobilität zu fördern.
Irgendjemand sagte mir, dass in Wien auch e-Bikes und e-Scooter der individuellen e-Mobilität zugerechnet werden, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe.
Was den e-ÖPNV angeht, so ergeht es Wien ähnlich wie Zürich oder Amsterdam: Es ist dort relativ leicht, selbst gesetzte oder von der EU vorgegebene Ziele zu erreichen ganz einfach deshalb, weil sie dort vielfach schon erreicht sind. Grund dafür ist die Kreative Formulierung verbunden mit einer Neudefinition dessen was bereits vorhanden ist. Ein Beispiel:
Die in Wien omnipräsente Straßenbahn; nostalgisch einerseits, hochmodern andererseits, ist eben nicht mehr nur die gute alte Tram, sondern heute ein integraler Bestandteil urbaner Elektromobilität. Addiert man dazu die Beförderungsleistungen der U-Bahn und rechnet dies hoch auf die neue Linie in den 10. Bezirk (ein komplett neuer Stadtteil hinter dem Hauptbahnhof), so steht Wien in Sachen e-ÖPNV hervorragend da; die komplett elektrisch betriebenen Buslinien 2 + 3 mit ihren jeweiligen Nebenlinien A und B hübschen die Statistik (obwohl die e-Busse deutlich kleiner sind als die üblichen Gelenkbusse) ebenfalls noch auf.
Man sagt, Wien sei die liebenswerteste Stadt der Welt. Kann schon sein. Wenn dem aber so ist, dann sicher auch deshalb weil die Dinge dort nicht so verbissen gesehen werden wie es hierzulande manchmal der Fall ist. In Sachen e-ÖPNV ist Wien jedenfalls auf dem richtigen Weg.
Hier eine Zusammenfassug aus STEP 2025:
https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung ... index.html
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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Khaanara » 26. Mai 2019 20:07

Wie steht es zurzeit mit den fliegenden Autos:

Link: https://www.youtube.com/watch?v=

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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Helge » 3. August 2019 16:06

Hier eine nette Kleinigkeit in Sachen autonomes Fahren:
https://www.nytimes.com/2019/07/31/scie ... omous.html
Ausreichend hochentwickelte Magie ist nicht von Technologie zu unterscheiden.

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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 25. September 2019 10:36

70 Jahre Volksrepublik China
Am 1.10. 2019 feiert PRC den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung. Pünktlich zu diesem Jubiläum wurde 50km südlich von Peking der größte Flughafen der Welt fertig gestellt; Bauzeit: 4 Jahre - in Worten: Vier! Jahre.
Nun ist China in vielen Dingen extrem schnell und Deutschland in vielen Dingen ein Extrem in Sachen Langsamkeit (Stichwort: Schnarchrepublik) insofern ist ein Vergleich Peking - Berlin ein Vergleich zweier Extreme - gleichwohl: Wir müssen aufpassen.
Dieser Flugplatz ist nicht nur beispiellos kurzer Zeit gebaut worden, er ist außerdem auch noch architektonisch sehr gelungen; maW.: er ist schön.
Ein wirklich schön anzusehender Gebäudekomplex in Form eines Seesterns (die "Satelliten" in Paris mögen als Vorbild gedient haben).
Nach Abschluss des laufenden Testbetriebes sollen dort 1700 Flüge pro Tag abgewickelt werden.
Die Anbindung an Peking erfolgt durch eine Bahnlinie auf welcher die 50km in 20 Min. zurückgelegt werden; die etwa 30km von MUC in die City dauern fast doppelt so lange, ähnlich S-Bahn Schönefeld - Berlin HBf.
Hier der SPON-Beitrag von heute mit interessantem Bildmaterial.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... 88475.html
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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 25. September 2019 17:14

Schade, den haben wir verpasst im Januar.
:bier:
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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 25. September 2019 18:28

Mach dir da keine Gedanken. Es ist kaum vorstellbar, dass die Chinesen Touristen aus dem Land der Großnasen auf oder in die Nähe der Baustelle gelassen hätten.
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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 26. September 2019 09:31

Ich rede ja nicht von der Baustelle, sondern von dem fertigen Flughafen. Wir sind noch von dem alten geflogen. Baustelle interessiert mich nicht. (Und ja, wir waren in der Nähe der Baustelle)
:bier:
Uschi
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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 26. September 2019 21:27

Stuttgart 21
Letzte Woche beradelten wir den Neckartal-Radweg von Villingen nach Mannheim. Die etwa 400km zu 95% sehr angenehm befahrbare Strecke führt nicht nur durch das oftmals wildromantische Neckartal, sondern auch durch Großstädte wie Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Heidelberg.
In Stuttgart, etwa Höhe Cannstatter Festwiese haben wir den Radweg verlassen und sind durch den Schlosspark zum HBf wo wir unser Hotel gebucht hatten.
Bereits auf der Hinfahrt ist uns diese Baustelle aufgefallen, die wir dann am späten Nachmittag so gut es ging besichtigt haben. Einfach nur gigantisch, was da passiert. Ein deutscher Eisenbahn-Knotenpunkt wird komplett modernisiert. Das ist auch dringend nötig, denn sonst würde Stuttgart, ähnlich wie heute schon Wiesbaden, vom pan-europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz fast vollständig abgekoppelt werden.
In einem früheren Leben war ich beruflich längere Zeit in Stuttgart und kenne die Rangiererei am dortigen HBf. Von Norden kommend begann oftmals bereits in Kornwestheim, spätestens aber in Zuffenhausen eine 10-km/h-Schleichfahrt, gerne auch mit Stillstand auf offener Strecke - beim Verlassen des BHf ebenso.
Der Stuttgarter HBf ist als Spitzkehre konzipiert. Die damalige Technologie wäre sonst nicht in der Lage gewesen, eine attraktive Zuggarnitur die Schwäbische Alb hochzuziehen.
Wiki zu Spitzkehre: Eine Spitzkehre ist eine Bahnanlage, die dazu dient, unter möglichst geringem technischen Aufwand und mit wenig Platzbedarf einen Höhenunterschied zu überwinden. Sie besteht aus mindestens einem Stumpfgleis, wohin zwei Gleise einer steigungsreichen Eisenbahnstrecke über eine Weiche zusammenlaufen. Im Stumpfgleis nimmt der Zug einen Fahrtrichtungswechsel vor. Dient eine solche Spitzkehre zugleich als Kopfbahnhof, wird die Anlage auch als Spitzkehrenbahnhof bezeichnet.
Wiki zu Stuttgart-HBf: Normalerweise als Kopfbahnhof bezeichnet, liegt er so, dass eine der drei Zulaufstrecken mit 1:100 abfällt (nach Bad Cannstatt), während die beiden anderen (nach Vaihingen und Feuerbach) mit 1:52 beziehungsweise 1:80 ansteigen. Es wäre ohne Überschreitung der zulässigen Steigungswerte nicht möglich, für den Durchgangsverkehr Verbindungskurven von Bad Cannstatt nach Feuerbach oder Vaihingen anzulegen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Stuttgart Hbf von allen anderen großen Kopfbahnhöfen Deutschlands. Die extremen Kosten und aufwändigen Tunnelbauten des Projekts Stuttgart 21 sind die logische Konsequenz.
Aber es wird nicht nur ein Bahnhof gebaut und dieser mit Tunnelanlagen an bestehende Hochgeschwindigkeitsnetze verbunden. Die oberirdischen Gleisanlagen werden stillgelegt und die sich dann ergebenden Freiflächen bebaut. Es entsteht eine moderne neue Ergänzung zur bestehenden Stadtmitte mit allem was das Herz begehrt: Shopping-Mall, Kino, Hotels, Gastronomie, Ärztehäusern, und was sonst noch alles dazu gehört. Wenn meine Recherche korrekt ist, dann schafft Stuttgart 21 im Endstadium 24.000 neue Arbeitsplätze.
Aber auch das ist nicht alles. Der Schlosspark wird vergrößert und verbindet dann als innerstädtisches Naherholungsgebiet den HBf mit dem Neckar-Ufer was als Nebeneffekt eine Aufwertung des im Park gelegenen Planetariums zur Folge hat.
Die Attraktivität des dortigen ÖPNV wird deutlich zunehmen, denn es wird nicht nur in den Fernverkehr investiert sondern auch in den Nahverkehr.
Stuttgart 21 ist der Garant dafür, dass die Attraktivität dieser ohnehin schon wunderschönen Stadt noch zunehmen wird.
Bevor ich's vergesse: Stuttgart 21 bedeutet auch neue Wohnungen in der Innenstadt für etwa 11.000 Menschen.
Ich persönlich gehe davon aus, dass diejenigen die heute gegen Stuttgart 21 demonstrieren die ersten sein werden, die in diese City - Lofts einziehen.
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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach » 29. September 2019 11:34

Der Vollständigkeit halber sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es bei diesem Projekt auch andere Gesichtspunkte gibt:


Link: https://www.youtube.com/watch?v=V49b13fYFik

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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Teddy » 29. September 2019 14:50

Die Idee an S21 war, dass man den Bahnhof durch den Verkauf der frei werden Grundstücke komplett finanzieren kann. Dann hat's doch ein wenig mehr gekostet, dann plötzlich Milliarden, bei Baubeginn 4 Mrd und zur Zeit 10 Mrd (Schätzung Rechnungshof). Dass da kein sparsame Schwabe mal die Reißleine gezogen hat, ist für mich unvorstellbar.

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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach » 29. September 2019 15:35

Teddy hat geschrieben:
29. September 2019 14:50
Die Idee an S21 war, dass man den Bahnhof durch den Verkauf der frei werden Grundstücke komplett finanzieren kann. Dann hat's doch ein wenig mehr gekostet, dann plötzlich Milliarden, bei Baubeginn 4 Mrd und zur Zeit 10 Mrd (Schätzung Rechnungshof). Dass da kein sparsame Schwabe mal die Reißleine gezogen hat, ist für mich unvorstellbar.
Die sparsamen Schwaben durften ja sogar abstimmen - und waren immer noch dafür … :wand:

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Re: Der Verkehr der Zukunft - Transport und Mobilität neu de

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 13. November 2019 17:52

Tesla baut in Brandenburg
Kommt es jetzt endlich: "Das Wunder von Wustermark"? Wer erinnert sich an diesen Polizeiruf 110 u.a. mit Otto Sanders? Es gab noch eine Fortsetzung: "Totes Gleis", ebenfalls mit Otto Sanders und seinem Ziehsohn Ben Becker . vergleichbar mit: "Der große Coup" mit Walter Mattau oder "No Country for Old Men", einem früheren Oscar-Gewinner.
Wenn das so kommt wie es kommen soll, dann müssen VW, BMW, Porsche, Audi, Daimer - m.a.W. Alle!, aus ihrer Lethargie erwachen. Tesla ist willig und in der Lage, die deutsche Autoindustrie vorzuführen. Und die Chinesen gibt es ja auch noch. Was sagte MG seinerzeit? "Wer zu spät kommt, den straft das Leben".
Wenn die Batterie- und Ladetechnik nicht so benutzerfeindlich wäre wie sie zumindest mal hierzulande zurzeit noch ist, ich würde mir sofort einen Tesla kaufen. Außer mir denken hunderttausende auch so.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... 96290.html
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