Die Romane von Andreas Brandhorst

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Beverly
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Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Beverly »

Wer interessiert sich hier noch für die Science Fiction bzw. Phantastik von Andreas Brandhorst?

Vor langer Zeit hat mir sein Zyklus um das Riesenhabitat Akasha und die Messianer sowie ihre Widersacher sehr gut gefallen. Am hoch gelobten Kantaki-Zyklus widerum haben mich schon die Inhaltsangaben so wenig gereizt, dass ich einen Bogen darum machte.
Dann las ich von ihm "Exodus der Generationen" einen Band im bei Heyne erschienenen Lemuria-Zyklus - war nicht überragend, aber recht ordentlich geschrieben und gab einen guten Einblick in die Anfänge der Lemurer.
Zuletzt habe ich "Die Stadt" gelesen und das hat mir trotz des schwierigen Stoffes so zugesagt, dass ich gleich mit "Kinder der Ewigkeit" weiter mache und mich auf "Das Artefakt" freue.

Mehr über Andreas Brandhorst auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Brandhorst
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Kringel
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Kringel »

Brandhorsts Lemuria-Beitrag fand ich toll, und seine "Terranauten"-Romane gehörten zu den erträglichsten der Serie. Dann kenne ich von ihm noch "Schatten des Ichs", einen Roman von ihm aus den Achtzigern. Der hat mir damals auch gut gefallen. Aktuelle Werke von ihm kenne ich nicht...
deval
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von deval »

Das erste was ich von ihm gelesen habe war seine Kantaki Trilogie. Die hat mir recht gut gefallen.
Seitdem habe ich mir alles danach aus seiner Feder besorgt. Auf seinen neuesten Band freue ich
mich auch schon. Für mich einer der besseren deutschen (SF) Autoren.
"Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
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Gernot
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Gernot »

Die Kantaki-Reihe habe ich auch gelesen, vor allem der erste Band hat mir gut gefallen. Weniger gut angekommen ist bei mir diese Graken- und Zeitkrieg-Geschichte, die auch im Kantaki-Universum spielt. Hier hat sich Brandhorst aus meiner Sicht zu sehr in den Irrungen der Zeitparadoxien verfangen.
"Die Stadt" hingegen hat mich, obwohl keine Science-Fiction, sehr beeindruckt.
Das Fliegen wird erst möglich, wenn zuvor vom Fliegen geträumt wurde. (Stanislaw Lem)

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Helge
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Helge »

Das Einzige, was ich von ihm gelesen habe, war die Feuerstraße-Trilogie, und die gefiel mir recht gut. Es ist sicher nichts, was ein großer Klassiker werden wird, sondern Unterhaltungsliteratur, aber das eben auch im besten Sinne. Ein schillerndes buntes Werk, das keinen Moment langweilt.
Ausreichend hochentwickelte Magie ist nicht von Technologie zu unterscheiden.
Beverly
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Beverly »

Ich bin jetzt mit "Kinder der Ewigkeit" durch. Obwohl all die Dinge, die da eine Rolle spielen - künstliche Intelligenzen, Unsterblichkeit, Außerirdische, Intrigen und VErschwörungen ... - schon mal irgendwo da gewesen sind, macht Brandhorst daraus eine unterhaltsame Space Opera und zeigt sich wieder als guter Erzähler, der sich auch für "Das Artefakt" empfohlen hat :prima:
Helge hat geschrieben:Das Einzige, was ich von ihm gelesen habe, war die Feuerstraße-Trilogie, und die gefiel mir recht gut. Es ist sicher nichts, was ein großer Klassiker werden wird, sondern Unterhaltungsliteratur, aber das eben auch im besten Sinne.
Ich habe weder von Brandhorsts älteren Romanen noch von den in den letzten Jahren erschienenen alle gelesen. Doch aus dem, was ich kenne, ergibt sich der Eindruck, dass er besser geworden ist.
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Tanner Mirabel
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Tanner Mirabel »

Ich bin eigentlich erst durch die erste Kantaki-Trilogie so richtig auf Andreas Brandhorst aufmerksam geworden. Diese hatte mir allerdings so gut gefallen, dass ich mir dann auch die darauf aufbauende Graken-Trilogie besorgt habe. Diese rundet das Kantaki-Thema ja eigentlich erst so richtig ab.

Brandhorsts Beitrag zum "Lemuria"-Zyklus hat mir auch sehr gut gefallen. M.E. war das der beste Roman des sechsteiligen Zyklusses. Den dreibändigen "Pan-Thau-Ra"-Zyklus, bei dem Brandhorst den zweiten Teil geschrieben hat, habe ich zwar auch schon zuhause stehen, ihn aber noch nicht gelesen. Das werde ich dann wohl demnächst auch mal in Angriff nehmen.

Das Buch "Kinder der Ewigkeit" habe ich auch geradezu verschlungen. Diese Geschichte sprüht m.E. geradezu von tollen Ideen, die Brandhorst hier verarbeitet hat. Inzwischen habe ich auch seinen neuesten Streich "Das Artefakt" gelesen. Auch hier schafft er es wieder eine Handlung zu schildern, die schließlich im Verlauf der Story einen großen Handlungsbogen über relativ große Zeiträume schlägt und trotzdem noch plausibel klingt. Mir hat das Buch auf jeden Fall wieder sehr viel Spaß gemacht.

Allerdings habe ich bisher nur SF-Romane von ihm gelesen. Seine Bücher, die anderen Genres zugeordnet werden müssen, wie z.B. "Äon" oder "Die Stadt", kenne ich (noch) nicht.
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a3kHH
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von a3kHH »

Brandhorst ist ein langweiliger deutscher Autor - in den 80ern gewesen. :D Jedenfalls meiner Erinnerung nach. 8-)

In diesem Jahrtausend hat er sich, zumindestens in meinen Augen, sehr stark durch seine SF- und phantastischen Romane profiliert.
Das Artefakt
Graken-Zyklus
Die anderen Sachen von ihm habe ich nicht besprochen, fand sie aber auch, bis auf "Äon", ganz hervorragend. "Das Artefakt" halte ich für derartig ausgereift, daß ich jetzt, Anfang des Lesejahres, bereits sicher bin, dies für den DSFP zu nominieren.

Dabei ist mir aufgefallen, daß Andreas Brandhorst keine deutsche SF im engeren Sinne schreibt. Er lebt in Norditalien, an der Grenze zu Frankreich, und seine Romane erinnern mich stilistisch doch eher an die französische SF eines Bordage als an die deutsche SF eines Iwoleit, Post oder Hebbens. Das ist keine Wertung, das ist ein rein stilistischer Eindruck.

Ich persönlich halte Andreas Brandhorst heutzutage für einen der großen deutschen phantastischen Schriftsteller, dessen Romane man sich grundsätzlich unbedenklich kaufen kann. Gerade seine Imaginationskraft, seine faszinierenden Welten, seine phantastischen (in beiden Sinnen) Ideen lassen seine Romane zu einem Genuß werden. Dies gilt um so mehr, als er für den erwachsenen SF-Fan schreibt. Für den, dem man nicht alles haarklein erklären muß, der nicht die Future History seit Amstrong in jedem Roman dargestellt haben will. Ich jedenfalls habe mich durch jedes seiner Bücher mit Hochgenuß durchgewühlt.
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Amtranik
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Amtranik »

Mich braucht man über die Qualitäten von Andreas Brandhorst nicht aufzuklären. Ich wundere mich schon längere Zeit, warum er es bisher nicht geschafft hat mit wenigstens einem seiner zahlreichen sehr gelungen Bücher mal einen Preis abzuräumen. Aber das ist Deutschland.
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a3kHH
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von a3kHH »

Das ist Quatsch, Amtranik, und das solltest Du eigentlich auch wissen.

Nimm' nur einmal "Das Artefakt" : Einen Monat früher erschienen wäre er imho unzweifelhaft Preisträger des diesjährigen DSFP. So muß abgewartet werden, was ansonsten noch dieses Jahr herauskommt - und das kann durchaus in den Augen der Jury besser sein.

Von daher ist auch bei Preisen ein gewisser Glücksfaktor mit dabei. Siehe Oscar et.al..
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Knochenmann
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Ich habe damals "Diamant" gelesen und war angetan.... umso mehr hat mich danach "Der Metamorph" enttäscht. Ich fandd das Buch, und schlimer noch: den Stil, unfassbar träge und schweratmig. Habe seitdem Abstand zu Brandhort genommen.
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Amtranik »

Knochenmann hat geschrieben:Ich habe damals "Diamant" gelesen und war angetan.... umso mehr hat mich danach "Der Metamorph" enttäscht. Ich fandd das Buch, und schlimer noch: den Stil, unfassbar träge und schweratmig. Habe seitdem Abstand zu Brandhort genommen.
Das finde ich eingigermaßen verblüffend. Für mich war Metamorph der stärkste Band der Triologie. Aber ganz davon abgesehen finde ich es auch ziemlich extrem das man innerhalb dieser doch recht geschlossenen Triologie eine Qualitätschwankung von angetan zu abstand nehmen ausmachen kann. Für mich nicht annähernd nachzuvollziehen, da der Stil und der Stoff sich doch arg ähnelt. :o
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Gernot
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Gernot »

Tanner Mirabel hat geschrieben: ... Inzwischen habe ich auch seinen neuesten Streich "Das Artefakt" gelesen. Auch hier schafft er es wieder eine Handlung zu schildern, die schließlich im Verlauf der Story einen großen Handlungsbogen über relativ große Zeiträume schlägt und trotzdem noch plausibel klingt. Mir hat das Buch auf jeden Fall wieder sehr viel Spaß gemacht.
Ich glaube, das wird einer meiner nächsten Einkäufe. :prima:
Tanner Mirabel hat geschrieben:Allerdings habe ich bisher nur SF-Romane von ihm gelesen. Seine Bücher, die anderen Genres zugeordnet werden müssen, wie z.B. "Äon" oder "Die Stadt", kenne ich (noch) nicht.
"Die Stadt" ist unbedingt zu empfehlen!
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Amtranik »

a3kHH hat geschrieben:Das ist Quatsch, Amtranik, und das solltest Du eigentlich auch wissen.

Nimm' nur einmal "Das Artefakt" : Einen Monat früher erschienen wäre er imho unzweifelhaft Preisträger des diesjährigen DSFP. So muß abgewartet werden, was ansonsten noch dieses Jahr herauskommt - und das kann durchaus in den Augen der Jury besser sein.

Von daher ist auch bei Preisen ein gewisser Glücksfaktor mit dabei. Siehe Oscar et.al..
Vermutlich hast Du recht und das Erscheinungsdatum spielt da eine Rolle, da bin ich übrigens gar nicht so drüber im Bilde. Dennoch ist für mich persönlich dein Beispiel nicht einsichtig weil ich es ( Uwe Post möge mir hoffentlich verzeihen ) für den Witz des Jahrhunderts halte das ein Büchlein wie Walpardingsda mit dem Stinkefinger das beste sein soll was Deutschland an SF zu bieten hat. Für mich ist das nicht mal SF. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
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Knochenmann
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Re: Die Romane von Andreas Brandhorst

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Amtranik hat geschrieben:
Knochenmann hat geschrieben:Ich habe damals "Diamant" gelesen und war angetan.... umso mehr hat mich danach "Der Metamorph" enttäscht. Ich fandd das Buch, und schlimer noch: den Stil, unfassbar träge und schweratmig. Habe seitdem Abstand zu Brandhort genommen.
Das finde ich eingigermaßen verblüffend. Für mich war Metamorph der stärkste Band der Triologie. Aber ganz davon abgesehen finde ich es auch ziemlich extrem das man innerhalb dieser doch recht geschlossenen Triologie eine Qualitätschwankung von angetan zu abstand nehmen ausmachen kann. Für mich nicht annähernd nachzuvollziehen, da der Stil und der Stoff sich doch arg ähnelt. :o
"Diamant" hättte (und hat für mich) auch ganz gut als Einzelroman funktioniert. Was mich angeht: dieser Drang zu Trilogien ist für mich der Krebs der fantasitschen Literatur.

Egal - bei "der Methamorph" sind mir beim Lesen einfach die Füsse eingeschlafen. Unspritzig, uninspiriereind, unbedeutent - und das Schlimmste: das Buch hat mir nachträglich viele Prattchett Übersetungen ruiniert, weil ich nach diesem Buch angefahren habe dieselbe Unspritzigkeit in den Büchern wiederzuerkennen.
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