Stanislaw Lem

Science Fiction in Buchform
Morgaine le Fey
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Ungelesener Beitrag von Morgaine le Fey »

tichy hat geschrieben:
Tja, man muss jedenfalls einiges kennengelernt haben, um die Perlen so richtig schätzen zu können. Ich habe damals parallel Mark Brandis und Stanislaw Lem gelesen, und bin bei letzterem hängen geblieben. PR hätte bei mir sicher keine besseren Karten gehabt als MB.
Und wenn ich ehrlich bin: Hätte ich als erstes einen Lem in die Finger bekommen, wäre das sicherlich mein erste und letzte Begegnung mit Science Fiction gewesen. Ich weiss, das das ein böses Sakrileg ist, aber ich mag Lem nicht. Ich finde seine schreibe einfach nur öde und ihn selbst arrogant. Alleine, wie er sich selbst als Erfinder des Internets und des Cyberspace feiert, sagt einiges über ihn selbst aus.

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tichy
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Ungelesener Beitrag von tichy »

Ich weiss, das das ein böses Sakrileg ist, aber ich mag Lem nicht. Ich finde seine schreibe einfach nur öde und ihn selbst arrogant.
Arrogant ist er ganz sicher. Wers nicht glaubt, kann ihn ja selbst fragen: http://www.digitab.de/intview/index.htm

Und seine Art zu schreiben muss man mögen, sonst lässt man sicher besser die Finger davon.
Alleine, wie er sich selbst als Erfinder des Internets und des Cyberspace feiert, sagt einiges über ihn selbst aus.
Nun, auf diese Ehre erheben ja mehrere Anspruch (unter ihnen Al Gore :wink:), aber Fakt ist: Lem hat über viele Entwicklungen bereits geschrieben, als etliche seiner Nachfolger noch in den Windeln lagen. Wenn ich mir das Thema von Crichtons "Prey" ansehe -- ich habe es bestellt, aber noch nicht gelesen, vielleicht muss ich dann meine Meinung ändern -- dann muss ich jedenfalls an eine ganze Reihe von Lems Romanen denken (z.B. "Friede auf Erden" oder "Lokaltermin").

PR und Lem sind so grundverschieden, dass sie eigentlich nicht in die gleiche Sparte gehören. Kein Wunder, dass die Anhänger des einen das jeweils andere oft nicht ansprechend finden.

-- tichy

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Carl Luis
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Ungelesener Beitrag von Carl Luis »

Ich weiss, das das ein böses Sakrileg ist, aber ich mag Lem nicht. Ich finde seine schreibe einfach nur öde und ihn selbst arrogant.
Ich halte nicht viel von solchen Übervätern die man genial finden muß nur weil es sich irgentwann so eingebürgert hat-ich lese worauf ich Bock habe und wenn ich der Meinung bin es ist langweilig dann ist es für mich langweilig-dafür muß man sich imo nicht entschuldigen.
Ich für meinen Teil war ziemlich überrascht das William Gibson hier so wenig populär ist-für mich ist er einer der besten SF Schreiber überhaupt-was mich auch gleich zu Punkt 2 bringt:
Alleine, wie er sich selbst als Erfinder des Internets und des Cyberspace feiert, sagt einiges über ihn selbst aus.
Zumindest der Begriff bzw. das Prinzip Cyberspace/Matrix wird doch allgemein Gibson zugesprochen-klar gab es schon früher Ideen in diese Richtung aber auf den Punkt hat es afaik erst Gibson gebracht-und das ist jetzt ja auch schon 20 Jahre her...

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breitsameter
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Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Morgaine le Fey hat geschrieben:Alleine, wie er sich selbst als Erfinder des Internets und des Cyberspace feiert, sagt einiges über ihn selbst aus.
Nun, solange es genug Reporter gibt, die es ihm glauben und genug Zucker in den Hintern blasen...

http://www.focus.de/F/FC/FCH/fch.htm?pa ... 01_001.dcs

Ich zitiere:

"FOCUS: Gibt es weitere Erfindungen, von Ihnen in der
Phantasie geboren, die heute Wirklichkeit geworden sind?

Lem: Die virtuelle Realität, der Cyberspace. Ich habe das
vor 36 Jahren Phantomatik genannt."

Und:

"FOCUS: Was haben Sie als Spezialist für Vorhersagen noch
prognostiziert?

Lem: Ich habe auch die Biotechnologie vorausgesagt."
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Carl Luis
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Ungelesener Beitrag von Carl Luis »

meine festen helden die nie verschwinden sind alle dahingegangen. balton wyt - in ES aufgegangen-, galbreight deighton -wie ne bombe explodiert (scheiß cantaros) und dann fellmer lloyd, der gute alte fellmer, zellaktivator ausgefallen....
Ja das mit Gal war schon ne Schande-Fellmer und Ras konnte ich auch immer gut leiden-RIP
Ich persönlich mag ja den Herrn Tifflor sehr-allerdings sehen das die Expokraten wohl anders und geben ihm immer nur diese 1b und 2te Klasse Rollen und Tekener (den ich auch sehr sympatisch finde) ist ja eigentlich auch nur noch ein Schatten seiner selbst-kein Vergleich mehr zu USO Zeiten-obwohl er manchmal noch seine "hellen Momente" hat...

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Rusch
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Ungelesener Beitrag von Rusch »

Hehe, danke für den Link. Der war sehr unterhaltsam. Ich finde, dass Lem mit seinen 81 Jahren immer noch ein "Wortschmied" erster Güte ist. Seine Aussage, dass die Menschen immer schneller an technischen Veränderungen arbeiten, die eigentlich keiner haben will finde ich genial.

Das hat meinen Vorsatz, mir nächste Jahr einiges von Lem zu Gemüte zu führen nur noch bestärkt.

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Terrania

PR, Lem und anderes

Ungelesener Beitrag von Terrania »

Immer wieder interessant wie ausschließlich die Diskussionen geführt werden. Kommt auch immer darauf an, wie man an was rangeht. LEM IST ÖDE. Ich hab die Dinger vor 20-25 Jahren gelesen, habe sogar versucht mich in die Summa Technologicae reinzulesen. Allein, mir ist sein Humor (Tichy) und seine Behäbigkeit zu erzählen immer im Halse stecken geblieben. Wirklich fasziniert hat mich kein einziges Werk von ihm - nicht mal SOLARIS. Das war, wie auch der Film von Tarkowsky, endlose Langeweile. Ich habe bestimmt 2000 SF-Romane gelesen bislang, (nicht ausschließlich!!!) ne Menge Krimis, Michael Moore ('türlich), und und und. Und trotzdem freu ich mich immer noch auf einen PR zwischendurch, auch wenn PR inzwischen lang nicht mehr so faszinierend ist, wie in den ersten 700 Bänden. Eigentlich sogar struntzlangweilig derzeit. Aber gut. Das ist vielleicht eine Remineszenz an die alten Zeiten. Der Zwiebelschalen Overkill hat mich 1000 Bände aussetzen lassen, weils mich nicht die Bohne interessiert hat. Inzwischen les ichs wieder. Allerdings ist es nur LEISURE. EASY LISTENING, das triffts gut.
Überhaupt ist SF nicht mehr das, was es mal war. PREY ist im übrigen witzig zu lesen, mehr nicht. Man sieht den Kinofilm direkt schon vor sich, und so ist die Story auch gehalten. Kurzweilig, geradlinig - ideal als Buchvorlage für ein Drehbuch. Letzten Endes ist es wurscht, ob man PR liest oder nicht. Trivialliteratur? Jo. Schon. Faschistoid (Wie Knaben wie Nagula und Anton in den 70ern und 80ern das Ganze in ihren sekundärliterarischen Ergüssen "nachgewiesen" haben)? Vielleicht. Inzwischen hat die "Revolution" ihre Kinder gegfressen und Nagula und Anton leben ganz gut von PR. Keine Kritik mehr. Wes Brot ich ess ...
DAS WIEDERRUM finde ich witzig. Und PR ist eben auch Bestandteil des FANDOMS. Das muss man mögen. Wenn man PR NICHT kennt - kein Verlust. Andererseits gibts noch ein paar moderne Autoren, da halt ich nicht mal 10 Seiten durch (David Brin und Konsorten) - langweilig, ohne Inspiration, eine Camoulflage für "Literarturliteratur". Was vermisse ich meinen SILVERBERG (Dying inside) etc. Aber die Zeiten sind wohl vorbei, das STARTREK-Universum hat die Welt im Würgegriff. Saubere Amerikaner, die das Universum bekehren.
Ach ja: immer interessant unten: LESE GERADE XY. Hört sich so an wie "Meiner ist Länger", oder liege ich da falsch? Sorry, will keinem zu nahe treten, aber das sieht immer wie so eine Clubmitgliedskarte aus.

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Gurney
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Faszinierendes Perryversum

Ungelesener Beitrag von Gurney »

PR hat noch einen ganz besonderen, m.E. einzigartigen Aspekt, nämlich der des "real existierenden Perryversums". Damit meine ich das fannische Drumherum, das mir in der etwas gemäßigten Erscheinungsform am Besten gefällt. Weder bei Star Trek noch bei anderen mir bekannten SF-Reihen existiert eine derartige "Nähe" und kreativer Austausch zwischen Leser/Leser und Schreiber/Leser und Perry-Macher/Leser und Zeichner/Leser und ... . Die Cons sind herrlich, meistens sehr locker und unverkrampft, nicht zuletzt wegen der sehr gemischten Leserschaft. Da gibt es einige seltsame und erstaunliche Lebensläufe von faszinierenden Leuten.

Postitiv fällt mir auch auf, dass Perry-Aktive wie KNF und Autoren bei der Nachwuchsförderung helfen. Ich bin sicher, dass z.B. die Bundesakademie fur kulturelle Bildung sich sonst wenig um SF kümmern würde.

Zur Info: habe mit 9 Jahren angefangen PR und vor allem Atlan zu lesen, mit 13 aufgehört, weil der Perry-kaufende Bruder auszog und ich nicht genug Geld für dieses Hobby hatte. Teile seiner Sammlung habe ich später "geerbt" und kam erst vor ca. zwei Jahren wieder dazu meine Bücher aus Umzugskisten auszupacken - der Virus brach erneut aus. Jetzt, mit fast 40 Jahren, genieße ich sowohl das fiktive als auch das reale Perryversum und habe viel Spaß dabei, nicht zuletzt durch halbwegs "organisiertes" Fantum in einem der zahlreichen Clubs. Man gönnt sich ja sonst nichts :p

Was die Serie selbst angeht, da gibt es einige "kosmische Momente", die sind einfach unbeschreiblich, die muss man selbst lesend (mit-) erleben.

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breitsameter
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Re: PR, Lem und anderes

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Terrania hat geschrieben:Ach ja: immer interessant unten: LESE GERADE XY. Hört sich so an wie "Meiner ist Länger", oder liege ich da falsch? Sorry, will keinem zu nahe treten, aber das sieht immer wie so eine Clubmitgliedskarte aus.
Interessant, daß man das auch so sehen kann. Dabei ist es eigentlich ganz anders gemeint - als Einladung, als Vorschlag, ein wenig sicher aber auch als Exhibitionismus (aber eben wohl kaum als Angabe). :wink:
Ich bin schon mehrmals auf die Romane, die ich lese, angesprochen worden und daraus haben sich nette Diskussionen entwickelt. Ich lasse "die Hosen runter" und zeige damit öffentlich, was ich lese. Ob das immer lobenswert für mich ist: keine Ahnung. Aber ich bin bereit, dazu zu stehen.

Vor allem ist es aber eine gut Hilfe, wenn es darum geht, Leute zu finden, die einen ähnlichen Buchgeschmack haben wie ich...
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misc
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Re: PR, Lem und anderes

Ungelesener Beitrag von misc »

Terrania hat geschrieben:Ach ja: immer interessant unten: LESE GERADE XY. Hört sich so an wie "Meiner ist Länger", oder liege ich da falsch?
Nein, nein - wenn, dann "dicker" oder "schwerer", aber doch nicht länger, die Bücher mit Längen versuche ich ja gerade, nicht zu lesen!

Spaß beiseite - ich verstehe diese Hinweise eher als Tip, suche bei dem einem oder anderen Titel schon mal nach Rezensionen oder Hinweisen im Netz, dadurch kommt dann das eine oder andere auf den Lesestapel, das dort sonst so bald nicht gelandet wäre.

Ad Astra,
Marc-Ivo

--
lese gerade: Moore, Stupid White Men (short version)

Ulrich
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Re: pr

Ungelesener Beitrag von Ulrich »

vallenton hat geschrieben:@rusch

hätte ich aufs falsche pferd gesetzt, wäre takvorian mein held gewesen. :lol:

ansonsten: danke noch für dein mitgefühl. :laser:
Vallenton, ich stehe ganz auf deiner Seite. Galbreight Deighton hätte es nicht erwischen müssen, jedenfalls nicht so. Außerdem zeigt das doch, dass man nicht Übermenschen vergöttert. Es sind Helden, die auch sterben können.
Zuletzt geändert von Ulrich am 19. Dezember 2003 20:36, insgesamt 1-mal geändert.

Ulrich
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Re: Das Phänomen Perry Rhodan?

Ungelesener Beitrag von Ulrich »

tichy hat geschrieben:Zu meiner Überraschung habe ich aber lernen müssen, dass nicht wenige Leute einerseits anspruchsvolle SF lesen (Lem, Dick), gleichzeitig aber Perry Rhodan. Und noch mehr: Dass einige Autoren, die Sachen mit Anspruch produzieren, auch PR-Hefte geschrieben haben (Andreas Eschbach!). Das passt irgendwie nicht in mein Weltbild. :wink:
Individuell kann das als unvereinbar gelten. Aber anspruchschvolle Texte und weniger anspruchsvolle können nebeneinander bestehen. Zum Beispiel werden die meisten Spitzenköche nicht immer nur kunstvoll angerichtete Speisen selber essen, sondern sie kochen und nehmen auch einfache Mahlzeiten (z.B. Suppen) zu sich.

Und Philip K. Dick hat auch genügend "minderwertige" Geschichten produziert bis er bessere Texte schrieb.

Stanislaw Lem verrennt sich zuweilen in seinen Ansichten über andere Science Fiction. Er zieht aus dem Vorhandensein von Unterhaltungsliteratur Schlüsse über ganze Gesellschaften. Einerseits mag er Recht haben, zuweilen fehlt aber eine profunde Kritik. Perry Rhodan hat weniger Einfluss als Fussball in Deutschland. Da sollte man sich lieber mehr Gedanken machen, ob bei einer wissensbasierten Volkswirtschaft nicht andere Kenntnisse wichtiger sind als Sportregeln. Und Perry Rhodan ist wesentlich beständiger als die von den Medien produzierten Schlagzeilen.

Gewiss liegt Lem in seiner Ansicht einer evolutionären Entwicklung der Zukunft näher an der Wahrheit als Arthur C. Clarke. Unfehlbar ist er aber auch nicht. (Hat er wohl auch nie behauptet)

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Bungle
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Was mich immer an der Serie fasziniert hat, das Florian schon angesprochen, der Rätselcharakter. Die Vorstellungen von der kosmischen Evolution faszinieren mich noch immer, aber ich lese die Serie schon länger nicht mehr. Bin ihr immer noch verbunden, auch weil der Kosmos noch so viele Möglichkeiten bietet, die ich aber in der Serie (und auch in den Minizyklen) nur wenig verwirklicht sehe.
Und was mir nicht gefällt, ist diese übertechnisierte Lebenswelt von Terrania und anderen Orten, auf die stieß, wenn ich mal wieder reinschnupperte oder einen Space Thriller geschrieben habe.
Noch eins: PR, die Serie ging und geht mit der Zeit, das ist auch ein Teil ihres Erfolgsrezepts.

Da auch über Lem geschrieben wurde. Es gab ne Zeit, da habe ich sowohl PR als auch Lem gelesen, ja nicht nur Lem auch Günter Grass freiwillig. Die Lektüren haben sich jedenfalls gut ergänzt. :)

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Rusch
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Ungelesener Beitrag von Rusch »

Ich habe den Lem Thread mal aus dem PR Thread herausgelöst.

Zum Thema Lem muss ich sagen, dass er mich früher abgeschreckt hat. Durch Zufall habe ich das Hörspiel "Leben Sie, Mr. Jones" heuer in die Hände bekommen und fand es amüsant. Daraufhin habe ich mich mit den "Futurologischen Kongress" befasst und auch dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Aber ich weiss nicht, ob er mir von 15 Jahren gefallen hätte.

Ulrich
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Ungelesener Beitrag von Ulrich »

Im Heyne Science Fiction Jahrbuch gab es mal einen Aufsatz, der hieß ungefähr "Robinson im Meer der Informationen". Einerseits hat Lem viele Qualitäten, andererseits beklagt er sich zu Unrecht über verschiedene Dinge und den Zustand der Science Fiction. Ein Beispiel war, dass er sich zu einigen Zeiten abgeschnitten von bestimmten Informationen fühlte, obwohl ihm durchaus Quellen zur Verfügung standen. Au0erdem der mangelnde Wissenstand einzelner Autoren. Als Gegenbeispiel wurde Jack Williamson angeführt, der sich ständig weiter bildet. Ihr könnt mich ja korrigieren, wenn ich mich bezüglich des Artikels irre.

Die Ideen Lems faszinieren mich. Erste Geschichten habe ich im Alter von 14 Jahren gelesen. Oft finde ich seine Romane, zumindest für mich, schwer lesbar. Die Romane der Brüder Strugatzki hingegen finde ich mehrheitlich toll.

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