SEVENEVES - Neal Stephenson

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

So, nachdem ich wegen langer, harter Krankheit (war Verkühlt + Netflix + Game Boy 3DS) für längere Zeit kein Buch gelesen habe bin ich jetzt aber wieder in Leselaune, pünktlich zum Erscheinen von "Seveneves" von Stephanson.

Worum es inetwa geht:

Der Mond ist kaputt. Irgendwas ist reingeflogen, und hat den Mond in sieben größere Stücke zerlegt. Zuerst wundert man sich ein paar Tage lang was da dahinterstecken mag, dann aber kollidieren zwei der Trümmer miteinander... und auf einmal hat man 8 Stücke Mond am Himmel. Und da geht einigen Austrophysikern ein Licht auf: bei den 8 Stücken wrid nicht bleiben, die Stücke werden sich immer weiter zerlegen... und immer mehr werden auf die Erde fallen. In spätesten 2 Jahren wird es eine "Weise Nacht" geben, in der soviele Trümmer am Himmel sind das die Nacht buchstäblich zum Tag wird, und darauf folgt dann der "Harte Regen", wo massenweise Mondtrümmer auf die Erde fallen werden. Und das für ungefähr tausend bis zehntausen Jahre lang. Was alles Leben auf der Erde auslöschen wird das komplizierter als eine Bakterie ist.

Ungünstig.

Zum Glück spiel das Buch aber schon ein klein wenig in der Zukunft, deswegen gibt zwar nicht viel mehr als die ISS, aber die hat sich immerhin shcon einen kleinen Asterioden eingefangen auf dem Versuche für Bergbau durch Roboter durchgeführt werden.

Ich bin jetzt bei etwa 20%, und um das geht es bis jetzt:

Die Menschheit hat ein Megaraumfahrtprogramm gestartet, um so viele Menschen wie Möglich ins All zu bringen und dort am leben zu halten. 1000 werdens wohl höchsten werden.

Weil man auf die Erde im allgemeinen und auf Menschenleben im Besonderen keine größere Rücksicht nehmen muss (in zwei Jahren sin eh alle tot und "Umwelt" existert dann auch keine mehr) wird das ganze Projekt mit größtmöglicher Rücksichtlosigkeit verfolgt. Im Buch sind nach 20% ca 70 Tage vergangen, und es sind ca 100 Menschen im erdnahen Raum. Ein Großteil davon Russen ("Scouts"), die praktisch in Raumanzügen eingeschweißt raufgeschossen wurden um Infrastuktur für die "Pioniere", also die zweite Welle zu schaffen.

...und es ist auch schon recht klar wohin die reise (erstmal) geht: das Buch erinnert stark an "Der Marsianer" von Andy Weir, zumindest vom Problemlösungstrandpunkt. Wärend das Problem in "Der Marsianer" arber noch relativ überschaubar ist ("Da ist ein Typ auf dem Mars, und aus PR Gründen wäre es ungünstig wenn er da stirbt"), bekommen wir ihr ein ganzes Potporrie an Problemen und Lösungen präsentiert, an denen mehr oder weniger die ganze Menschheit vereint arbeitet (für irgendwas anderes kann man ja auch gar nicht mehr arbeiten).

Liest sich bis jetzt auch relativ ansprechend, auch wenn man das meandern von Stephanson natürlich absolutnicht mit der Schreibe von Weir vergleichen kann.

...außerdem neigen die Bücher von Stepahnson ja dazu abzudriften, und ich weiß aus dem Inhaltsverzeichniss in dem Buch schon das später kapiten geben wird die 5.000 Jahre in der Zukunft spielen werden.

Ich erwarte mir Großes!
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Teddy
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Teddy »

Das klingt doch bis jetzt richtig gut.
Ich werde noch bis zum Herbst warten. "Seveneves" (Palindrom) soll am 9. November 2015 unter dem Titel "Amalthea" (kein Palindrom) auf deutsch erscheinen. Dank Wikipedia weiß ich auch, dass Amalthea eine Nymphe, eine Sibylle oder ein Jupitermond sein kann. Da wird irgendwas schon zum Roman passen.

P.S. Der gute Neal heißt übrigens Stephenson. Vielleicht kannst du das im Thread-Titel ändern.

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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von andy »

Wer den Neal einmal hören will, ein Interview mit ihm über Seveneves gibt es hier:
http://www.davidnaimon.com/2015/05/20/n ... seveneves/

Ich habe es noch nicht gehört, also kann ich nichts über die Qualität sagen.

Andy

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Knochenmann
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

30% ...und noch drei Wochen bis der Hard Rain anfängt.

Das Buch hat einen Zeitsprung gemacht - gut so. Was wir in dem Teil bekommen sind Geschichten um Leute die mit der... Gesamtsituation zu tun haben (eh alle). Einer sammelt Aspiraten für die Cloud Ark ein, eine andere macht sich Gedanken um die genetische Diversität von Blaualgen...

Ziemlich viel technischer Kram, aber anders als bei Weir: da hatte man so den McGyver Standpunkt und Projektleiter auf der Erde... während bei Stephenson das ganze Projekt so ins rollen gekommen ist das kein Mensch mehr eine Ahnung von irgendwas hat. Kenne ich aus persönlicher Erfahrung... idealerweise sind Dokumentation, Hard und Software eine Einheit, aber irgendwann fängt das an auseinanderzudrifften.

Die Hauptpersonen bleiben relativ fablos bis jetzt, besonders bei den Frauen auf der ISS fällt es mir schwer die aueinanderzuhalten. Untypisch.

Das Buch ist jedoch voll mit schönen Zitaten und Stephenson versteht es vorzüglich die tragweite der Situation zu schildern:
"I think it depends", Ivy said "on whether the oceans doil dry"
"Ok, and what is the good news?" "All the people saying mean things about me on the Internet are gonna be dead in four hundred days"
Auch symphatisch: Stephenson schickt einen Podcaster zur ISS um die Menschheit über den Bau der Cloud Ark zu informieren.
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

So,

37% (ich habe eine neue Bahnverbindung! Aber dadurch auch 14 Minuten weniger Nettolesezeit täglich) Status: Die Weise Nacht hat gerade angefangen.

Ich sehe keinen großartigen Grund zu Spoilern, weil alles mehr oder weniger so eingetroffen ist wie man sich das vorstellen kann.

Auf der Erde ist nicht alles gatt gelaufen, Stichwort Venezuela:
die Venezuelaner haben den Reltraumflughafen blockiert weil ihrer meinung nach zu wenige Venezuelaner in den Weltraum geschossen worden sind. Auch haben sie ein, zwei Versorgungsfüge mit Singern abgeschossen... Realtion der Welt darauf: Venezuela ist jetzt eine nukleare Wüste (eh egal, in drei Wochen währen eh alle tot gewesen). Sovil zur Verzweckung des Menschen.
Im Weltraum bekommen wir immer wieder einzelthemen angerissen: Die Problematik einen Orbit zu halten, onservierung von Daten und DNA, Zukunftsaussichten, Gesetzgebung, Religion.... über das Einführen einer Polizei im Weltraum und mit welchen Mitteln die sich durchsetzen soll (Wrestling ist gut). Wie man auf der erde versucht Kulturgüter zu konservieren: Man packt sie in Beton und schmeißt sie in den Marriannengraben.

Langsam kommen auch die Figuren besser zu tragen, wie von Stephenson gewohnt eine bunte Mischung aus allem möglichen, selbstverständlich auch ein Deutscher und ein Philippino (Studienrichtung des Phillipinos: er hat sich mit den Lebensumständen von philippinischen Seeleuten beschäftigt die ihr Leben praktisch allein auf Frachtschiffen verbracht haben. Nützlich!)

Was besonders Spaß macht wenn man Stephenson auf englisch liest: Germanismen! Z.b.: "Klettersteig" "abseilen" und "Kaffeklatsch".

...aber auch philippinishce Wort werden verwendet wo es geht, z.B. "Boondocks" was eine englisirung von "bundok" (Berg) ist. Wusste ich nicht. Ich hab mich informiert: Tagalog ist tatsächlich die häufigste nicht-englische Sprache in Kalifornien, da kommt das ganze her.
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr »

Man denke an die Boondock Saints:
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_blutige_Pfad_Gottes

Und aber auch und vor allem an die Boondocks:
http://de.wikipedia.org/wiki/The_Boondocks

Kennt hier kaum einer, ist da drüben aber ganz anders.

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Knochenmann
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Ich kenn das, das lief immer wieder auf adoult swimm.
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Soo... 45% und einpaar Tage nach der Weisen Nacht

Die Erde ist praktisch nur noch eine ferne Erinnerung, sehr schön wie der Übergang der "Chain Of Command" thematisiert wurde, bzw: die Rechtsform, unter der die ganze Operation im Weltraum jetzt läuft.

Und auch unsere siebendte Eva ist eingetroffen, und zwar (nicht ganz überraschend)
Die ehemalige Präsidentin der USA. Das ist überhaupt im All ist ist aus hundert Gründen Scheiße, Hauptgrund: Es gan eine Vereinbarung das KEIN Staatoberhaupt irgendeiner Regierung ins All geschossen wird. Und die Amis haben einfach mal drauf geschissen und die Frau Präsi in den letzen Flieger nach oben geschickt. Eine Menge anderer Scheiße passiert auch nicht, und abgesehen davon das es die USA nicht mehr gibt und Frau Präsidentin keine nützlichen Fähigkeiten mitbringt... kein Wunder das sie so beliebt ist wie Herpes.
...aber endlich mal ein wirklich cooler Charakter! Ich erwarte mir viel!

Desweiteren:
Die Ymir Expedition ist eingetroffen und hat einen Eisberg mitgebracht ---> Sprit für die ganze Operation. Das ist ein Schnitzer im Werk von Stephanson, es wird nciht erklärt wo die NASA eigendlich das Eis für die ganze Operation hernehmen wollte, und wieso ausgerechnet ein Internetmilliardär in einer privaten Aktion das Eis ankarren musste. Naja, jetzt ist der auch tot (Stahlenkrankheit).
Die Erde ist tot, und das heißt eigendlich das die Story wirklich anfangen kann.
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

50%

Eve Nummer 7 macht Ärger (war ja klar):
Was macht eine Berufspolitikerin ohne Qualifikationen in der Clounde Ark? Logisch, sie macht sich ihre Arbeit selber. Musste spontan an "Der Fuchs im Hühnerstall" vom Kishon denken. Egal. Hier wird offenscihtlich was Stephenson als Autor wirklich drauf: Wann immer Frau Präsident den Mund auf macht möchte man ihr am liebsten in die Fresse hauen und sie dann aus der Luftschleuse schmeißen. Und dass allein wegen ihre Intonation und der Art und Weise wie sie redet.
Desweiteren stellt sich jetzt die Frage was man so die nächsten 5.000 Jahre tun soll. Hier versteht es Stephenson gut erstmal den Eindruch zu erwecken das a) das, was passiert superwichtig ist, b) das neben dem was passiert auch andere Dinge passieren die wir im Buch aber nicht geschildert bekommen und c) alles recht Ergebnissoffen ist.
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

60%

Scheiße wird real.
Madame Präsident bekommt eine Diagnose: Narzissmus und PTSD. Vielleicht war es ja tatsächlich eine gute Idee, Politische Größen von Haus aus auszuschließen, denn solche Persönlichkeiten kann man wirklich nicht brauchen.

Aber es kommt wies kommen muss: Die Menschheit teilt sich in zwei Gruppen, eine Gruppe formiert isch um die ISS ("Die normalen"), der Rest will sich in Richtung Mars absetzen, unter führung der durchgeknallten Irren. ("Die Spinner"), Es kommt zu einem Vorfall, bei dem einige hudnert Menschen sterben (20% der Gesamten Menschheit). Schuld daran: die Präsidentin aka J.B.F.
Ich für meinen Teil habe einen Hass auf J.B.F entwickelt, ich hoffe die wird mit einem Laser aus dem Orbit geputzt (wird nicht passieren, weil dann nicht mehr viel von der Menschheit übrig ist)

Nach den ganzen Action Stress gibt es jetzt wieder einen entspannten Zeitsprung von 3 Jahren, in der die Handlung gerafft wird - es gibt Probleme, Probleme werden gelöst, ncihts was man weiter ausführen müsste. Und ein weitere zeitsprung kündit sich an: noch ein paar Seiten, dann gehts in das Jahr 5000 (nach Einschlag).

Ich freu mich.

Aja: erstaunlich die Anzahl der weiblichen Protagonisten... naja, nicht ganz so erstaunlich, da Männer nicht in den Weltraum gehören. Dennoch. Besonders hübsch; die spät aufgetauchte Protagonisten Camil, ein junges afgahnisches Mädchen das J.B.F. in einem noch schlechteren Licht da stehen lässt, bzw: irdische Politik im allgemeinen.

Fast bin ich froh das die Erde kaputt ist.
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

So, 80%

Was war passiert?

Ach du meine Fresse.

zwischen 60 und 70% in dem Buch passiert ungefähr soviel wie in den 60% davor - unfassbar. Ab 70% gehts dann 5000 Jahr in die zukunft

Das Buch ist richtig gut:

Also, zur Story:
Die Überlebenden haben sich in zwei Gruppen gespalten: Der Schwarm und die GPop, die Generall Population auf der ISS. Beide Fraktionen verinigen sich wieder (nach einigen politischen winkelzügen), und die Gesamte Menge der Meschheit schrift auf ca 30 Stück. Kurz nachdem die ISS auf die Mondumlaufbahn beschleunigt kommt es nocheinmal zu einem Konflikt, und noch eine Frau wird eingefährt, und zwar extrem blutig! Am Endziel (dem Kern des Mondes) kommen dann gerade mal 9 Leute an, und davon sterben dann noch die beiden einzigen Männer.

Knüppelhart, wenn man sich das Endergebniss ansieht, dann muss man sich wirklich fragen ob sich der ganze Aufwand am Anfang gelohnt hat.

Am Ziel kommt es dann zum "Konzil der Sieben Evas" (wer die sieben Evas sind verrate ich hier nicht), in dem was weitere Vorgehen geplant wird, insbesondere: wie man das weitere Überleben der Menschheit sichern will. Da das offensichtlich nicht ohne massive Genmanipulationen und Fortpflanzungstechnik bewerkstelligen lässt, kommt es zu einer Diskussion über das vorgehen was die Eingriffe in das Erbgut angeht. Hochinteressante Diskussion! Z.b:;Was ist mit Depression? Ist das eine Krankheit die aus dem Gennom getilgt werden soll oder ist es eine Eigenschaft die das überleben von Menschen sichert?

Es kommt zu einer Entscheidung:
Jede Eve bekommt volle Autonomie über ihr Erbgut und kann damit machen was sie will. Das führt dazu das die Menschheit defacto in sieben verschiedene Rassen aufgespalten wird. Hier wird es biblisch!
...und gleich danach zu einen Zeitspung 5000 Jahre in die Zukunft:
Der Mond ist auf geräumt, die Erde ist wieder halbwegs bewohnbar (es gibt Luft und Wasser), und wir bekommen so einiges geschildert: die Politik der letzten 5000 Jahre, die TerraReForming der Erde, Was aus den verschiedenen Rassen wurde, und vor allem: die Geschichte der einzellnen Rassen... und die liest sich biblisch! Besonders hübsch: die Geschichte einer Kundschafterin auf der Erde. Die macht ihr Ding, dann fliegt sie in den Weltraum - ohne dabei auch nur einen Watt energie zu verschenden. Super eindrucksvoll!
Der Twist an dem ganzen Buch: Das Buch liest sich wie die Vorlage zu einem Computerspiel (siehe: Reamde). Wir haben die zerstörte Erde auf der die Artefakte einer verlohrenen Kultur lagern (einiges davon ziemlich hochwertig....im All ist Elektronik wegen der Strahlung klobiger, weswegen soetwas wie ein iPhone auch noch in der Zukunft Erstaunen hervorruft), wie haben die Nachkommen der Eves, die sich in sieben Fraktionen aufteilen (mit verschiedenen Eigenschaften), wir haben sogar zwei Machtbölcke ("Rot" und Blau"). Computerspieliger geht es fast nicht mehr! Dazu noch: Robtoter... und das letze was ich gelesen habe war ein längerer Infordump über Waffen und Rüstungen im Raumstationen (Smart Ammunition). Dazu kommt noch dieser Gründungsmythos....

Geiles Buch, aber ich hoffe noch auf einen tollen Twist am Ende!
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

90%

So, jetzt ist es auch klar worum es in der Zukunftshandlung geht:
Die Nachkommen der Evas sind nicht die einzigen, die überlebt haben: Scheinbar hat auch eine Gruppe in einer Bergbaumiene überlebt ("Diggers") und auch im Meer soll es Menschen geben ("Pingers")
Das letzte Viertel von dem Buch wird nocheinmal richtig gut, da wird noch einiges an Ideen abgebrannt.
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Ich habe fertig

Was das 3/3 des Buches angeht:
Das ist im Prinzip die Geschichte wie sich die Menschheit wieder vereint. Kurze Aufzählung: Wie haben die Spacer (aufgeteilt in politische Gruppen Red und Blue, die wiederum aufgeteilt in die Sieben Rassen, von der eine Rasse wiederum aufgeteilt ist in 5 Subrassen, von denen wir zwei gar noch gar nicht gesehen haben), dazu die Digger und die Pinger. Jede mit ihrer eigenen Kultur...
Wenn ich gesagt habe: das Buch liest sich videospielig, es gibt einfach unfassbar viele Elemente die könnte man so praktisch 1:1 in ein World of Warcraft transportieren. Und: das Buch liest sich wie die der erste Teil einer größeren Space Opera: Am Ende des Buches ist die Menschheit... na sagen wir: unter einem Dach, und auch die Zerstörung des Mondes wird am Ende des Buches wieder angesprochen (zumindest als frage). Außerdem ist die Menschheit in einer tollen Position: die hat 5000 Jahre unter schwierigsten Bedingungen überlebt, und könne jetzt im Prinzip machen was sie wollen. Den Mars kollonisieren, den Jupiter vielleicht sogar, es spricht auch nichts gegen Reisen zu anderen Sternen.

Geil!
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

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Der SFBRP (Der Podcast der jedes Audiobook revierd sobald es teilweise gehört wurde) hat eien vernichtende Meinung zu Seveneves:

Link zu SFPRP

Mir egal, das Buch ist gut.
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Re: SEVENEVES - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Lensman »

Die deutsche Ausgabe von "Seveneves" heißt übrigens

"Amalthea"

Bild


und erscheint am 09. November 2015 für 29,99 € in der gebundenen Augabe.

Dafür gibt's fette 1120 Seiten. :ola:

Es grüßt
Lensman :D
"Und nun, durch zwiefach Glas, sehe ich
Des Bruders dunkelnd Ebenbild.
Jetzt mach' uns frei, an unserer Seite stehe,
den Hammer schwing, o Thor, und leih uns deinen Schild."
Gordon Dickson

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