Star Wars: The Last Jedi

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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Montag » 19. Januar 2018 20:21

Campbell hat geschrieben:
19. Januar 2018 07:43
Das stört mich im übrigen auch an Kathleen Kennedy und ihrer Femn*** Truppe - sie wollen mehr "Vielfalt"(erzwungene) in die Filme und Geschichten bringen
Den Gedanken werde ich nie verstehen: Kathleen Kennedy produziert und castet einen Film und das Ergebnis ist erzwungen (und künstlich?). Aber das George Lucas Star Wars mit 90% weißen Männern besetzt hat, ist hingegen natürlich.

Mir erschließt sich auch im Übrigen nicht, warum du das Wort Feministen mit Sternchen versiehst. Nach dem Tonfall deines Posts gehe ich mal nicht davon aus, dass das deine Form des durch-gendern ist.

Campbell
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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Campbell » 19. Januar 2018 21:32

Siehst du, da liegt das Problem - du siehst bei den alten Filmen 90 Prozent weiße Männer, statt der geschichte, der Charakter. Genau so denkt Kathleen Kennedy auch.

Ich dagegen habe tolle Filme, mit tollen Charakteren gesehen, mit vielfältigen Spezies fremder Aliens. Der junge Luke Skywalker könnte auch ein Mensch mit dunkler Hautpigmentierung sein - an seinem Charakter würde sich dadurch Null ändern und Han Solo könnte ein Asiate sein, selbes Spiel.

Es war auch den vielen, vielen, vielen Fans immer scheiß egal wer da weiß, schwarz usw. war ... Star Wars hat jede Schicht und Kultur auf der Welt berührt und ihre Liebe zu diesem Franchise hat sie alle vereint. Es gibt Fans in allen Ecken und Sparten, in allen Farben und Geschlechtern ... trotz 90 Prozent weißer Männer :=) Die müssen den ganzen Leuten wohl entgangen sein.



Weil ich nicht Feministen geschrieben habe.

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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Montag » 20. Januar 2018 07:27

Campbell hat geschrieben:
19. Januar 2018 21:32
Siehst du, da liegt das Problem - du siehst bei den alten Filmen 90 Prozent weiße Männer, statt der geschichte, der Charakter. Genau so denkt Kathleen Kennedy auch.
Klar, kannst du gern so darstellen. Man kann aber auch sagen, dass wir zwei unterschiedliche Ebenen betrachten. Story-Ebene und Produktionsebene. Und im originalen Star Wars-Film fallen mir auf Anhieb eben nur Leia und Tante Beru ein, die nicht männlich sind. Da kannst du mich auch gern widerlegen. Und das ist an sich kein Problem, das ist erstmal ne Feststellung.
Andere Frage am Rande: Kennst du Kathleen Kennedy persönlich?
Campbell hat geschrieben:
19. Januar 2018 21:32
Der junge Luke Skywalker könnte auch ein Mensch mit dunkler Hautpigmentierung sein - an seinem Charakter würde sich dadurch Null ändern und Han Solo könnte ein Asiate sein, selbes Spiel.
Da komm ich nicht mehr mit. Du unterstellst Lucasfilm zum eine "erzwungene Vielfalt", hättest aber nach eigenen Angaben kein Problem mit Diversität. Ich hab Last Jedi noch nicht gesehen, aber ist es nicht genau das, was die Produzenten machen: Einfach mal für Figuren Schauspieler mit verschiedener Herkunft casten?
Ich verstehe dein Problem nicht.
Campbell hat geschrieben:
19. Januar 2018 21:32
Weil ich nicht Feministen geschrieben habe.
Mir graut davor, was du schreiben wolltest und dich dann letztlich selbst zensiert hast.

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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 20. Januar 2018 09:52

Ja, mir graut inzwischen auch. Wenn in einem Film 90% weiße Männer sind, muss man die Geschichte und den Charakter betrachten. Wenn auf einmal Frauen im Vordergrund stehen, ist es rein feministisch, Geschichte und Charakter spielen keine Rolle mehr.
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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 20. Januar 2018 11:05

@Uschi wg weiter oben: wg China und macht nix.
Ja, denke ich auch. Ich unterstelle bei Disney immer ein hohes Maß an Professionalität. Die wussten einfach, dass die kommerzielle Ausbeute des Teil 2 einer Staffel tendenziell niedriger ist als die eines ersten Teils. Lässt sich hier ja auch mühelos nachvollziehen (in Mrd. USD):
EP 1 = 0.78 - EP 2 = 0.54
EP 4 = 1.00 - EP 5 = 0.60
EP 7 = 2.10 - EP 8 = 1.50 (meine Schätzung aus 1.2 am heutigen Tag).
Ich denke mal, dass das mit ein Grund ist, warum Han Solo bereits am 24.5.18 startet und nicht erst im Dezember. Wenn mit Han Solo auch noch 1.00 Mrd. USD oder mehr umgesetzt werden, dann präsentiert sich 2018 als das mit 2.5 Mrd. USD (oder vllt sogar noch mehr) umsatzstärkste
Star-Wars-Kino-Jahr überhaupt. Insofern ist es wirklich egal, was der Markt in China hergibt.
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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 20. Januar 2018 16:31

Ich glaube nicht, dass "Han Solo" so viel umsetzen wird. Weniger als Rogue One.
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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Campbell » 20. Januar 2018 17:06

Ich brauche Kathleen Kennedy nicht persönlich kennen, da sie ihre Agenda und ihr verstörtes, rassistisches und sexistisches Weltbild förmlich herausschreit. Ich beurteile sie und das Thema Star Wars(darum geht es hier und nicht was sie in ihrer persönlichen Freizeit so treibt) nachdem was sie schon auf so vielen Conventions und in Interviews deutlich gesagt hat. Kann man alles ganz eindach im Internet finden. Habt ihr euch überhaupt die Mühe gemacht das verlinkte Interview zu Hören oder etwas anderes angesehen, was sie zu diesem Thema gesagt hat?



Ja, weil es auch nicht keine primäre Rolle mehr spielt Uschi, genau das sagt Kennedy ja mehrfach in dem auf der letzten Seite verlinkten Interview und an vielen anderen Stellen. Der falsche Feminismus steht bei ihr ganz klar im Vordergrund, so wie sie sagt:
Es muss eine weibliche Regisseurin/Producerin kommen(obwohl ich weit mehr Männer habe, die mir ständig anfragen stellen), es müssen über 50 Prozent und steigender Anteil an Frauen in der Produktion sein, es muss noch mehr Frauen in Star Wars geben(als hätte es nie welche gegeben), es muss noch mehr "Vielfalt" in die Filme(sie denkt in schwarz, weiß, gelb Hautfarben und Abstammung), "The Force is Female"(Nein, Die Macht der Jedi ist neutral) - "I dont owe anything to the Male Fans of Star Wars"(verkürztes Zitat) usw. ... Habt ihr George Lucas jemals so was sagen hören? Hattet ihr bei ihm jemals das Gefühl, dass eine bestimmte "Gruppierung" mehr Willkommen sei als eine andere?




Ich geb euch mal ein Beispiel, zum Beispiel, für einen neuen, tollen weiblichen Star Wars Hauptcharakter, der(im Gegensatz zu Rey) nicht den Eindruck feministischer Traum Fantasien macht und dazu noch mit im Vordergrund steht(und noch als Canon zählt) - Ahsoka Tano aus der Animations Serie Star Wars: The Clone Wars. Super Charakter und dazu noch Frau(oh Shame). Dass der Charakter und die Serie/Story so gut geschrieben wurden liegt aber wohl daran, das The Clone Wars hauptsächlich noch unter George Lucas produziert wurde ...

Der einzige neue, weibliche Charakter, der bisher unter Disney gemacht wurde und gut ist und dazu noch eine Führungsperson, ist Hera Syndulla aus der Star Wars Rebels Animationsserie. Hat ihre Stärken und Schwächen, hat eine gute Story und Entwicklung - passt alles wunderbar.



Ich denke aber an der Stelle können wir aufhören. Es ist klar dass wir sehr unterschiedliche Blickwinkel auf die Situation und Star Wars haben.


Ich persönlich hoffe(auch wenn ichs nicht glaube, weil die Masse sich immer die Filme ansehen wird) dass sich die Controverse um The Last Jedi und dem aktuellen Star Wars Werdegang in den nächsten Jahren bitter an Disney rächen wird, so wie sich Star Wars Battlefront 2 an EA gerächt hat. Der Han Solo Film wäre die nächste Gelegenheit, aber Han Solo ist eine beliebte "weiße Männer" Figur ;) ... Wenn es nicht in der Brieftasche wehtut, wird Disney nicht umdenken und Star Wars ist eine mächtige Marke ... da reicht schon der Name für Erfolgs/Geldgarantie(bis vor kurzen/jetzt).


Anmerkung zu China: China war noch nie ein großer Markt für Star Wars.

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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 20. Januar 2018 17:32

@Uschi: Ich schließe ebenfalls nicht aus, dass der Markt irgendwann einfach mal übersättigt ist. Aber bei 'Han Solo' eher noch nicht. Han Solo wurde durch Harrison Ford kongenial dargestellt. Selbst in EP6 als er absolut keinen Bock mehr auf diese Rolle hatte, er es tatsächlich schaffte, Mark Hamill während des kompletten Drehs nicht ein mal überhaupt anzusehen und Carrie Fisher während der Dreharbeiten zeitweise so besoffen war, dass sie dann nur noch sitzend oder liegend gefilmt werden konnte, hat Harrison Ford immer noch glänzende Arbeit geleistet und der Figur 'Han Solo' beachtliches Leben eingehaucht. Ich denke, die Welt-SW-Gemeinde weiß das und wird dementsprechend genügend Kinokarten kaufen.
Und, na ja, wenn's nicht 1 Mrd. ist . . . auch für 800 Mio. lohnt es sich, morgens aufzustehen. In 6 Monaten wissen wir mehr.
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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 20. Januar 2018 18:13

Harrison Ford ist da aber nicht dabei, oder irre ich mich? Geht es nicht um die Origin?

Edit: Ich sehe grad, es ist nicht mal eine Origin, sondern wie er Chewie und Lando Calrissian trifft.
http://www.imdb.com/title/tt3778644/?ref_=fn_al_tt_1

So glaube ich immer weniger, dass der Film kommerziell erfolgreich wird.
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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von stolle » 20. Januar 2018 18:25

In einer Welt, in der jeder ungestraft den letzten Blödsinn posten kann, in der Worte solange umgedeutet werden, bis sie das genaue Gegenteil bedeuten, (ich meine damit den "Rassismus" Kathleen Kennedys, welch eine ungeheure Bemerkung, so dermaßen verdreht und falsch, dass es wehtut) - in so einer Welt des Neusprech, in der SF zur Realität geworden ist, scheint es nahezu unmöglich, sich über dieselbe (SF) venünftig zu unterhalten.
Das ist interessant, das hätte mir mal einer vor 40 Jahren erzählen sollen, als ich mit leuchtenden Augen jenen Film sah, der damals Krieg der Sterne hieß.
Diesen Film hier fand ich so lala, TFA hat mir besser gefallen, aber ich hab schon seit den Prequels begriffen, dass sie Star Wars für eine andere Generation machen, und so gehen die neuen Filme mir nicht so nah, dass sie meine (ziemlch coole) Kindheit zerstören können, arrme Leute, die sich nachträglich ihre Kindheit zerstören lassen, also echt.
Ich fühle mich ein bischen wie Luke, werde zum grumpy old man, und habe eigentlich keinen Bock, diese Welt zu retten, lasse mich aber dann doch breitschlagen. :ganz_evil:
Ich habe das Gefühl, der Regisseur wollte zuviel, der Film ist ein bissl zu lang und zu zerfahren, bei der schwebenden Leia habe ich leicht gezuckt, aber wie gesagt, Luke konnte ich von vorne bis hinten verstehen. Emotional mitgenommen hat mich der Film aber nicht mehr.
Da rege ich mich mehr auf, wenn ich die politisierenden Diskussionen darüber lese.

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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Wesp5 » 20. Januar 2018 19:36

Montag hat geschrieben:
19. Januar 2018 20:21
Aber das George Lucas Star Wars mit 90% weißen Männern besetzt hat, ist hingegen natürlich.
Ich sage es mal so, der Titel der Serie ist "Krieg der Sterne". Trotz allem Feminismus, wieviele Frauen sind in der Armee im Schnitt und wieviele davon in Führungspositionen? Laut Wikipedia sind es so um die 20% je nach Land. Krieg ist eben immer noch Männersache und das hat seine Gründe, also habe ich kein Problem, dass in einem Kriegsfilm ein Grossteil der Kämpfer männlich sind. Gerade mit Rey und Jyn zwei weibliche Kämpfer in den Mittelpunkt der Serie zu stellen halte ich eben für unrealistisch übertrieben, zumal wir mit Leia bereits von Anfang an eine starke Frau in der Rebellion hatten. Dass in EP 8 deren Vertretung dann auch noch eine Frau war, ist einfach nur lächerlich! Und schlecht geschrieben ist es allemal, weil die neuen Frauen im Vergleich zu den alten Helden kaum etwas hinbekommen. Jyn wird ihr komplettes Team getötet, die rosa Vizeadmiralin löscht fast den kompletten Widerstand aus und nur Leia und Rey können mit Zauberkunststücken gerade genug, um zu überleben.

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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Montag » 21. Januar 2018 10:05

Campbell hat geschrieben:
20. Januar 2018 17:06
Ich brauche Kathleen Kennedy nicht persönlich kennen, da sie ihre Agenda und ihr verstörtes, rassistisches und sexistisches Weltbild förmlich herausschreit. Ich beurteile sie und das Thema Star Wars(darum geht es hier und nicht was sie in ihrer persönlichen Freizeit so treibt) nachdem was sie schon auf so vielen Conventions und in Interviews deutlich gesagt hat. Kann man alles ganz eindach im Internet finden. Habt ihr euch überhaupt die Mühe gemacht das verlinkte Interview zu Hören oder etwas anderes angesehen, was sie zu diesem Thema gesagt hat?
Na gut, dann unterhalten wir uns mal über das verlinkte Interview bzw. den 1,5 min Ausschnitt. Campbell, was so krass an unserer Unterhaltung ist, ist das allein schon unsere Realitätswahrnehmung völlig unterschiedlich ist. Kathleen Kennedy schreit in dem Interview gar nicht heraus. Sie spricht ruhig und geradezu sachlich und dabei viel weniger emotional als zB du argumentierst.
Kurz zu deiner Rassismus- und Sexismus-These: Eine Aussage oder eine Person sind dann rassistisch oder sexistisch, wenn jemand nur aufgrund seiner Herkunft oder seines Geschlechts herabgewertet und diskriminiert wird. Im vorliegenden Interview-Schnipsel tut Kennedy nichts dergleichen. Sie beschreibt lediglich, dass sie gerne den Frauenanteil in Star Wars vor und hinter der Kamera erhöhen möchte (unter anderem wegen der neuen Geschichten, die das bietet). Männer werden in dem Interview in keinsterweise herabgesetzt.
Darüber hinaus findet man sicher unzählige Interviews, in denen aussagt, dass ihr vor allem die Figuren und die Geschichten wichtig sind. Also genau das, was du von ihr forderst.

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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Montag » 21. Januar 2018 10:18

Wesp5 hat geschrieben:
20. Januar 2018 19:36
Ich sage es mal so, der Titel der Serie ist "Krieg der Sterne". Trotz allem Feminismus, wieviele Frauen sind in der Armee im Schnitt und wieviele davon in Führungspositionen? Laut Wikipedia sind es so um die 20% je nach Land. Krieg ist eben immer noch Männersache und das hat seine Gründe, also habe ich kein Problem, dass in einem Kriegsfilm ein Grossteil der Kämpfer männlich sind. Gerade mit Rey und Jyn zwei weibliche Kämpfer in den Mittelpunkt der Serie zu stellen halte ich eben für unrealistisch übertrieben, zumal wir mit Leia bereits von Anfang an eine starke Frau in der Rebellion hatten. Dass in EP 8 deren Vertretung dann auch noch eine Frau war, ist einfach nur lächerlich! Und schlecht geschrieben ist es allemal, weil die neuen Frauen im Vergleich zu den alten Helden kaum etwas hinbekommen. Jyn wird ihr komplettes Team getötet, die rosa Vizeadmiralin löscht fast den kompletten Widerstand aus und nur Leia und Rey können mit Zauberkunststücken gerade genug, um zu überleben.
Ja, wenn wir über einen zeitgenössischen Kriegsfilm reden würden, hätte die Argumentation vielleicht was für sich. Aber in einem Film mit Robotern und Aliens? Ich mein, wie viele Fischaliens sind in der Marine der Bundeswehr Admiral? Darüber hinaus sehen wir nicht nur Militär in Star Wars. Unsere Helden sind Mitglieder einer Guerilla bzw. Widerstandsbewegung. Da ist die Sache mit der Geschlechterverteilung noch mal eine andere.
Weiterhin finde ich interessant, dass Rey und Jyn für dich unrealistisch übertrieben sind, weil sie so gute Kämpfer sind. Also weil sie sehr kompetent sind. Aber die Admiralin anscheinend lächerlich, weil sie so inkompetent ist.
Wie gesagt, ich habe den Film noch nicht gesehen, aber wenn die Admiralin jetzt auch noch eine kompetente Super-Frau wäre, die alles richtig macht, würde das nicht auch wieder als übertriebener Feminismus kritisiert werden.

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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von heino » 21. Januar 2018 10:26

Uschi Zietsch hat geschrieben:
20. Januar 2018 09:52
Ja, mir graut inzwischen auch. Wenn in einem Film 90% weiße Männer sind, muss man die Geschichte und den Charakter betrachten. Wenn auf einmal Frauen im Vordergrund stehen, ist es rein feministisch, Geschichte und Charakter spielen keine Rolle mehr.
Ich verstehe die Argumentation von Campbell auch nicht. SW ist in den 70ern erschienen. Wenn da die Hauptrollen mit Asiaten oder Schwarzen besetzt worden wären (oder noch schlimmer:Frauen :wink: ), hätten FOX und Lucas wahrscheinlich direkt den Ku Klux Klan vor der Tür gehabt. Dass Kathleen Kennedy mehr Ethnien und Frauen vor und hinter der Kamera einbinden möchte, ist zum einen dem gesellschaftlichen Wandel und zum anderen dem damit veränderten Aufbau der anvisierten Kundenschicht zu verdanken Das hat absolut gar nichts mit Rassismus oder Sexismus zu tun.

Dem Han Solo-Film rechne ich auch keine allzu hohen Chancen aus. Aber das habe ich auch schon bei Rogue One gesagt und Unrecht gehabt, also werde ich mich vermutlich wieder irren :nixwiss:
Lese zur Zeit:

Joe R. Lansdale - Das Dickicht

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Re: Star Wars: The Last Jedi

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach » 21. Januar 2018 11:06

:lehrer:
Grundsätzlich ist es allerdings tatsächlich nicht dasselbe, ob man sich sagt,

"hmm, ich versuch mal, die alte, gesellschaftlich aufgeprägte Brille von wegen, (Frauen/Farbige/you name it) könnten das und das grundsätzlich nicht oder seien da grundsätzlich falsch am Platze, abzusetzen und mich umzuschauen, ob sich unter den (Frauen/Farbigen/you name it) womöglich doch jemand findet, der/die das kann oder ob es nicht eine interessante neue Perspektive wäre, so jemanden zu nehmen"

oder ob man sich sagt,

"da müssen jetzt aus Gründen des Proporz mindestens X% (Frauen/Farbige/you name it) rein".

Letzteres reduziert die Betreffenden ja in der Tat darauf, (Frauen/Farbige/you name it) zu sein, ohne weiteres Ansehen der Person. Und genau zu dieser Haltung scheinen heutzutage viele Leute zu neigen.

Erstere Haltung hat uns z.B. Uhura beschert, die nun ja wirklich eine interessante Frauengestalt verkörpert. Letztere Haltung beschert uns (Frauen/Farbige/you name it)-quoten und setzt in Folge jede(n) (Frau/Farbigen/you name it) dem Generalverdacht aus, "nur Quoten(frauen/farbiger/you name it) zu sein", was meiner Vorstellung nach jede(r), der/die es aus eigener Kraft geschafft hätte, als äußerst tiefgreifende Beleidigung empfinden muss.

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