Der "Liest zur Zeit" Thread

Science Fiction in Buchform
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Ming der Grausame
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ming der Grausame » 29. Juli 2018 19:40

John Brunner: Der Schockwellenreiter

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heino
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 31. Juli 2018 20:04

Kleines Update:

Joe R. Lansdale - Die Kälte im Juli

Eines seiner Frühwerke und die Thematik ist sehr typisch für die Entstehungszeit. Für Lansdale eher eine Fingerübung, aber sehr gut lesbar

Joe Morris - The legion of regrettable supervillains

Das ist natürlich das Gegenstück zu "The league of regrettable superheroes" und stellt diesmal die aberwitzigsten, unnötigsten und längst vergessenen Schurken der Superheldengeschichte vor. Sehr informativ, lustig und gut bebildert


David Mitchell - Slade House

Mitchell schreibt wie immer ebenso gut wie unterhaltsam, aber das Buch ist letztlich nur ein Spinoff seines letzten Romans "Die Knochenuhren" und erzählt mehr oder weniger die gleiche Geschichte, nur in kleinerem Rahmen. Ein echter Pageturner und ein sehr dünnes Buch, aber ich hoffe, dass er bald ein neues Buch mit anderer Thematik veröffentlicht

Haruki Murakami - Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

Ebenfalls eher eine Fingerübung eines großen Erzählers. Murakami verquickt hier seine persönliche Geschichte als Marathonläufer mit biographischen Episoden aus seinem Leben. Das liest sich locker und angenehm, kann aber mit seinen Romanen nicht mithalten
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Ender
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ender » 31. Juli 2018 21:42

heino hat geschrieben:
31. Juli 2018 20:04
David Mitchell - Slade House
[...] das Buch ist letztlich nur ein Spinoff seines letzten Romans "Die Knochenuhren" und erzählt mehr oder weniger die gleiche Geschichte, nur in kleinerem Rahmen.
Das hatte ich mir auch schon vorgemerkt. Oder würdest du eher davon abraten, wenn man "Knochenuhren" nicht kennt?

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 1. August 2018 06:41

Ender hat geschrieben:
31. Juli 2018 21:42
Das hatte ich mir auch schon vorgemerkt. Oder würdest du eher davon abraten, wenn man "Knochenuhren" nicht kennt?
Das kannst du ruhig lesen, es ist in sich abgeschlossen und auch unabhängig von "Die Knochenuhren" verständlich. Nur wird dort mehr auf die Mythologie im Hintergrund eingegangen.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 1. August 2018 11:55

heino hat geschrieben:
31. Juli 2018 20:04
Kleines Update:

Joe R. Lansdale - Die Kälte im Juli

Eines seiner Frühwerke

Naja. Sein elfter Roman nach mehr als zehn Jahren schriftstellerischer Tätigkeit. :wink:

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 1. August 2018 13:53

L.N. Muhr hat geschrieben:
1. August 2018 11:55
heino hat geschrieben:
31. Juli 2018 20:04
Kleines Update:

Joe R. Lansdale - Die Kälte im Juli

Eines seiner Frühwerke

Naja. Sein elfter Roman nach mehr als zehn Jahren schriftstellerischer Tätigkeit. :wink:
Echt? Das klingt im Nachwort anders..........
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 1. August 2018 18:30

Lansdale fing schon vor seiner Geburt mit dem Schreiben an. Kein Problem für einen Temponauten!

Gruß
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 1. August 2018 18:57

Die früheren Romane hat selbstredend alle der Doctor für ihn geschrieben. So wie Shakespeares Sonette, Beethovens Fünfte oder alle Romane von Agatha Christie. Aber der Doctor lügt bekanntlich ...
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ender » 1. August 2018 20:17

Maja Lunde - Die Geschichte der Bienen

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Der Roman setzt sich aus drei einzelnen Handlungssträngen zusammen, die zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten spielen (1852 in England, 2007 in den USA und 2098 in China). Zwischen diesen jeweils aus der Ich-Perspektive geschilderten Ebenen wird kapitelweise hin- und hergesprungen. In allen dreien geht es einerseits um - na klar - Bienen, bzw. um deren Nutzen für die Natur und Zucht durch den Menschen. Außerdem und vor allem geht es aber um drei geschickt in die jeweilige Zeit und Umgebung eingebettete Familiengeschichten.
Das Erzähltempo ist insgesamt eher langsam, die Stärke dieses Buches liegt vor allem in der gelungenen Charakterisierung seiner Figuren. Die sind zwar durch die Bank nicht besonders sympathisch, werden einem aber so nahe gebracht, dass man dennoch mit ihnen mitfiebert, -leidet und -hofft.
Kleines Manko: es gibt relativ wenig Überraschendes. Und das Ende ist für meinen Geschmack etwas zu schlicht geraten.
Alles in allem aber ein interessanter und gut geschriebener Roman über ein ungewöhnliches Thema.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 2. August 2018 02:52

Zuerst stirbt die Biene, dann stirbt der Imker!
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Des_Orphan » 3. August 2018 16:32

Ender hat geschrieben:
1. August 2018 20:17
Maja Lunde - Die Geschichte der Bienen
(...)
Ein unbestritten wichtiges Thema auf denkbar langeilige Art erzählt; einzig der asiatische Komplex bietet noch etwas, der Rest ist unglaublich konventionell und einfallslos.
Das ödeste Buch, das ich letztes Jahr gelesen habe :nein:

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ming der Grausame » 4. August 2018 02:12

John Brunner: Doppelgänger

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 7. August 2018 22:55

Barnett, David:
Miss Gladys und ihr Astronaut.

Ullstein, Berlin 2018.
Ein Impulskauf in der Bahnhofsbuchhandlung Oberstdorf. Und ein absoluter Volltreffer.
Hier ein kleiner Appetitanreger:
Die Bühne ist bereitet. Hunderte Reporter im Großen Saal der British Space Agency, zahllose Übertragungswagen auf den Parkplätzen. In weniger als einer Stunde wird die British Space Agency den Astronauten vorstellen der als erster Mensch zum Mars fliegen wird: Terrance Brenner. Dann aber kommt die Meldung die alles in den Schatten stellt: David Bowie ist tot. Und der Mars ist unwichtig. Terrance Brenner, von einem No-Name-Wissenschaftler durch die Katakomben des Verwaltungsgebäudes geleitet, ohnehin schon sehr nervös, erleidet daraufhin einen Herzinfarkt. Der No-Name-Wissenschaftler wittert die Chance seines Lebens. Er zieht sich den Overall von Brenner an, tritt souverän vor die Presse und sagt: Mein Name ist Thomas Major und ich fliege für euch zum Mars. Die Sensation ist perfekt: David Bowie ist tot aber Major Tom fliegt ins All.
Die Mission ist schwierig. Kurz nach dem Start fällt die Kommunikation aus und Thomas Major muss ein Satelliten-Telefon nutzen. Durch Zufall ruft er Gladys an; 71 Jahre alt und am Rande der Demenz. Ihr Sohn im Gefängnis, sie und ihre Enkel von einer Räumungklage bedroht. Mehr will ich nicht verraten denn was sich auf den insgesamt 400 Seiten auftut trieft vor britischem Humor, ist intelligent und spannend geschrieben, sehr tragisch, durchweg in der Gegenwartsform und teilt sich auf in 65 Kapitel. Ein verkanntes Meisterwerk der kleinen SF. Es schreit nach einer Verfilmung. Ich lese nicht besonders viel SF. Ist mir oft zu negativ. Aber bei meinen SF-Impulskäufen da hatte ich bisher immer Glück.
10/10 sehr menschlichen Weltraum-Experimenten.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Teddy » 8. August 2018 16:33

Nnedi Okorafor - Wer fürchtet den Tod

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Ein Roman mit Licht und Schatten. Das afrikanische Setting, das auf reale Gräuel wie die systematische Vergewaltigung von Frauen als Waffe im Krieg oder die Beschneidung von Mädchen Bezug nimmt, ist sehr beeindruckend, obwohl das Kapitel der Beschneidung der Hauptfigur im Alter von 11 Jahren kaum zu ertrage war. Weniger gelungen ist der Plot: Ein böser Zauberer vom Volk der Nuru will das Volk der Okeke ausrotten, seine durch Vergewaltigung gezeugte Mischlingstochter begibt sich auf eine Queste, um ihn zu finden und zu besiegen, wie es ein Prophezeiung voraussagte. Ist das Aufwachsen der Tochter noch sehr gelungen, fällt die eigentliche Queste deutlich ab. Zuviel Deus ex machina-Momente, zuviel Zickenkrieg zwischen ihren Freundinnen, die sie begleiten, und zuviel Magie.
Insgesamt kein schlechtes Buch, aber bei einem Gewinner des World Fantasy Award hätte es mehr sein dürfen.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 10. August 2018 09:20

"Die Leben des Tao" von Wesley Chu hat mir nicht sonderlich gut gefallen. Nette Action-Unterhaltung, aber sehr platt geschrieben. Die Folgebände werde ich nicht lesen.
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