Sea of Rust - C. Robert Cargill

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Sea of Rust - C. Robert Cargill

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Eine Altlast die schon ewig am Kindle herumliegt:

Bild

Gelesen: die ersten 10 Seiten.

Menschen wol alle tot, der letze Mensch ist vor 20 Jahren aus der Kanalisation gekrochen wo er sich wohl von Ratten ernährt hat. Die Welt ist bevölkert von Robotern, Protagoist der Handlung: Brittle, der oder die früher mal ein Pflegeroboter war. Ort der Handlung: Der Rust Belt in den Usa, jetzt Wasteland wo es nichts gibt außer Müll und Rost.
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Ender
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Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

Ungelesener Beitrag von Ender »

Bevor Knochenmann den Roman auseinandernimmt und ich mich deshalb nicht mehr traue, merke ich rechtzeitig vorher schon mal an: mir hat er Spaß gemacht!
(In der Übersetzung übrigens als "Robo Sapiens" erschienen.)
Etwas ausführlicher HIER.
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Knochenmann
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Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Ich nehme doch nichts auseinander!
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deval
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Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

Ungelesener Beitrag von deval »

Ender hat geschrieben: 2. April 2024 10:06 Bevor Knochenmann den Roman auseinandernimmt und ich mich deshalb nicht mehr traue, merke ich rechtzeitig vorher schon mal an: mir hat er Spaß gemacht!
(In der Übersetzung übrigens als "Robo Sapiens" erschienen.)
Etwas ausführlicher HIER.
Mir hat er auch ganz gut gefallen.
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Knochenmann
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Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

10%

Anmerkung: das Buch ist binär numierit, fängt mit Kapitel 1 an dann 10 dann 11 dann 100 usw.

Finde ich gut.

Zur Welt: Die Menschen wurden ausgerotten von den Robotern (der Hauptprotagonist war mit dem Flammenwerfer unterwegs), und dann wurden die Roboter ausgerottet von den AIs, von den großen Mainframes von denen es nur noch zwei gibt... die haben gegeneinader Krieg geführt bzw tuen es immre noch. Es kann nur einen geben. Die autonomen Roboter werden alle assimiliert.

Deswegen: ab in die Wüste, da hat man seinen Frieden. Leider muss man andere Roboter zerlegen um an Ersatzteile zu kommen, Kanibalismus also. Es ist eine Roboter frisst roboter Welt.

Und da haben wir auch unser erstes zusammentreffen: Protagonist tirfft auf einen ehemaligen Barkeeper Roboter der in die Wüste verbannt wurde und in seinen alten Tagen wieder in seine alte Rolle zurückfällt.

Sehr gut geschrieben! Vor allem: die Roboter reden... inividuell. Der Barkeeper ist halt ein Barkeeper, und der Protagonsit redet wie mans am ehesten aus Western kennt, nur halt nicht so pretensiös.
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Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

20%

Ich bin sehr angetan.

Das Buch bietet eine schöne sprache, eine interresante Erzählweise und eine schöne Ästhetik. Ich würde sagen: Mad Max mit Robotern. Überall die ganzen Roboter die man wofür auch immer gebaut hat, und die sich jetzt Rüstplatten anschweisen und Spikes und versuchen irgendwie andere Roboter kaputt zu machen. Für Wiederstand und Transistor!

Und jedes zweite Kapitel ist eine Rückblende, wir erahren wo die Roboter herkommen, wie die sich emanziperit haben, wo die KIs herkommen, und was im Krieg so passiert ist.

Sehr unterhaltsam.
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Scotty
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Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

Ungelesener Beitrag von Scotty »

Hab mal ne Frage dazu:
Ich hab immer ein Problem damit wenn Roboter allzu "menschlich" geschildert werden. (So wie z.B. Data in TNG.) Das heißt, wenn beschrieben wird, wie sie sich über Dinge wundern oder wie sie neugierig sind oder traurig oder was auch immer. Dabei mögen sie vielleicht nach außen so scheinen aber nach meiner Ansicht haben sie kein eigenes Bewusstsein und wenn doch, dann nicht unbedingt menschlicher Natur.

Wie geht der Autor damit um? Wie kommst du damit klar?
Lese zur Zeit:
Tade Thompson - Fern vom Licht des Himmels
Davor:
Laura Purcell - Das Korsett
Pierce Brown - Red Rising
Emily St John Mandel - Das Licht der letzten Tage
Eoin Colfer - Hinterher ist man immer tot
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    Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

    Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

    Nein, die Roboter in dem Buch wissen sehr genau was sie sind und woher sie kommen. Der Protagonist wäre, wenn er ein Mensch wäre, sehr zynisch. Aber er ist ja ein Roboter, und als solcher weiß er genau: das Leben hat keinen Sinn.

    Und die Situation in der sich alle befinden hat etwas sehr Mad Max ähnliches, die Sprache daher: schnörkelos und direkt, um genau zu sein: ich hatte fast die gleichen Vibes die ich von den Drei Robotern aus "Love Deah and Robots" bekommen habe.

    Ach, und es wird die Definition von Intelligenz erkärt: intelligent ist etwas das gegen Regeln verstößt... deswegen hat das mit den drei Roboter Gesetzen nicht funktioniert. Die Roboter hatten die auch, aber weil sie intelligent waren haben sie beschlossen sie nicht zu beachten.
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    Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

    Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

    50%

    Action Action Action. Und Flachbacks.

    Auf der einen Seite eine Menge Bewegung: schießereien, Hinterhälte, Waffen, schießen Explusionen, die Bedrohung durch die AIs, eine schöne Geschichte. Dann noch ein Roadtrip und eine Gefärten Geschichte.

    Und dann die Erklärungen der Gegenwart und die Vergangenheit, die Vergangenheit der Roboter im allgemeinen und die Vergangenheit von Brittle im Besonderen. Die hat wohl unafgearbeitees Trauma vom Krieg. Gefällt mir auch das es eine "sie" ist, es gibt noch einen anderen baugleichen (Pflege) Roboter, das ist Merver, und der ist ein "er".

    Cargill schauft es hier besonders gut die Robtoer zu Charakterisieren, offt mit wenigen Worten. Besonders gelungen: Murika, ein alter schwerer Konstruktionsroboter mit dezenten rot weisen Streifen und Sternen auf blauen Grund. Da weiß man doch sofort wo der herkommt.

    Zudem: Roboterphilosopie. Was ist der Sinn des Lebens und warum existeren wir überhaupt? Schön.
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    Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

    Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

    70%

    Das mit der Geschlechtlichkeit oben wird aufgeklärt, gefällt mir.

    Überheupt: wir haben jetzt eine Gruppe von Gefährten, eine Quest und einen Ring, alles was man für ein zünfiges Abenteuer braucht. Das mit der Robotcharakterisierung wird auch immer besser, wir haben Maschinen die gebaut wurden und die "rational" sind, oder auch nicht, und die einen Sinn im Leben haben, oder auch nicht, oder einen Sinn haben wollen, oder auch nicht.

    Allesamt sehr sympatisch, jeder einzellne davon hat im Roboterkrieg gekämpft und tausende Menschen umgebraucht. Eine schöne Mischung.
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    Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

    Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

    80%

    Das Buch ist wirklich gut geschrieben, es gefällt mir.

    Die Hobbits laufen so durch die Wüste, landen bei Elrond im Bruchtal und versuchen sich zu erklären, und Elrond sagt ihnen: Ihr seit die Hobbits mit dem Ring, den wollt ihr nach Morder bringe. Glaubt ihr ihr wärt die ersten Hobbits mit Ring die hier vorbeikommen?

    Generall: schöne Mischen zwischen Action und Philosopie. Die Roboter generell als Wesen die mit einer Programierung und einem Sinn im Leben angefangen haben und jetzt über ihre Programierung hinauswachsen und sich selber einen Sinn machen. Jeder mit einer eigenen Philosopie, jeder ein gröseerers Inividuem als ein Mensch das sein könnte.

    Das Buch wurde damals noch vor dem AI Hype geschrieben, und ich muss sagen: gefällt mir. Gefällt mir sogar besser als Murderbot, das ja ähnlich gelagert ist.
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    Re: Sea of Rust - C. Robert Cargill

    Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

    Fertig!

    Ein sehr schönes Buch das mir viel freude gemacht hat. Der Autor macht viel aus den Robotern, vor allem was deren Identiät angeht.

    Auch wenn es nicht eins zu eins das selbe ist, ich sehe da Parallelen zu Murderbot, und ich muss sagen: im direkten Vergleich dazu hat mit das Buch hier besse rgefallen.

    Die Parallelen: Murderbot kümmert sich um Menschen, Bittle war mal ein Pflegerobot, beide haben sich von ihrer Programierung abgewant, beide haben "Gener issues", Action gibts auch in beiden Büchern nur das die in "Sea" bedeutent besser geschrieben ist. Und auch das Worldbuilding und die Nebencharaktere sind in "Sea" deutlich besser.
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