Termination Shock - Neal Stephenson

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Knochenmann
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Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

So, neues Hörbuch:

Bild

...nicht gelesen von David Nathan? Was ist da los?

Wie dem auch sei:

5%

Zur Handlung: Saskia, die Königin der Niederlande fliegt in geheimer Mission nach Texas. Flugzeug kann nicht landen wegen Hitze, man landed in Waco, hat einen Unfall mit einem Haufen verwilderter Mörderschweine und darauf eine Begegnung mit Plünderern ("Relais - Refugees", Leute die zwar ein Haus haben aber dort nciht mehr Wohnen können weil es zu heiß ist (45°C im November), und deswegen an kühlernen Orten camplen). Einführung zweite Hauptfigur: Rufus, ein ehr bodenständiger Typ, der eben diese verwilderten Schweine jagt weil eins davon ("Schnauzi", aka Moby Pig), seine Tochter gefressen hat.

Eine wilde Mischung.

Und eine schöne Welt die da gezeichent wird, eine Welt die so ca 10 bis 20 Jahre in der Zukunft liegt und die auf eine interresante Art und weiße kaputt ist, und es wird auf eine interresante Art und weise geschildert nämlich mit dem Schweinejäger.
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Teddy
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Teddy »

Knochenmann hat geschrieben: 13. Januar 2024 17:01 ...nicht gelesen von David Nathan? Was ist da los?
Die älteren Titel von Stephenson wurden von Detlef Bierstedt gelesen. Warum der allerdings jetzt abgelöst wurde, weiß ich auch nicht.
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Andreas Eschbach
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach »

Das Buch habe ich neulich gelesen. Es passiert eigentlich nichts, aber das wird dafür in epischer Breite und überbordender Detailfülle geschildert, wie das nur Neil Stephenson kann.
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Knochenmann
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Das ist genau der Grund warum ich jetzt damit angefangen habe, und ich bin nicht enttäuscht.
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Knochenmann
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Hab ich hab schon ein Drittel weggeehört.

Ist ja nicht so das in dem Buch viel passiert, wir haben so diese Versammlung von einflussreichen Menschen irgendwo in Texas, ich nehme an: Schwefel soll in die Atmosphäre geschossen werden.

Mir gefällt der Standpunkt von Stephenson in der Angelegenheit: alles was Menschen tun ist wiedernatürlich. Außerdem finde ich das Stephenson noch am ehesten das vertritt was man als "conservativ fortschrittlich" bezecihnen könne, wenn es sowas geben würde.

Wie dem auch sei:

Das gebundene Buch hat 1008 Seiten, das EBook 947 Seiten, das Hörbuch hat 26,7 Stunden (deusch). Das englsiche Hardcover kommt auf 720 Seiten, das Hörbuch auf 23 Stunden.

Im Vergleich dazu: "ES" von King: 1179 Seiten Hardcover, 1537 seiten eBook und 52 Stunden Hörbuch. (Englisch: 1168 Seiten Hardcover, 45 Stunden Hörbuch.

Seiten pro Stunde:
ES eng: 25,9
ES de: 22,6
TS eng: 31,3
TS de: 37,7

Was soll das?
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Ender
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Ender »

Ich schwanke ja noch zwischen Print und Audio und habe mich tatsächlich auch schon gewundert, dass bei über 1000 Seiten "nur" 26 Stunden Hörbuch herauskommen.
Muss wohl großzügig bedruckt sein. Oder ein verdammt schneller Sprecher. :kopfkratz:
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Knochenmann
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Der Sprecher spricht normalschnell, und zwar sehr gut. Ich nehme an das das deutsche Verlagswesen eine neue SChriftgröße entdeckt hat. Irgendwo müssen die Neuerungen im Buchmarkt ja herkommen.

Wie dem auch sei:

45% (bei monotoner Arbeit kann man gut Hörbücher weghören)

Texas macht das Schwefelkanonending, da passiert auch das meiste technische. Die politische Ebene bekommen wir mit der Königen der Niderlange abgedeckt, die auch sowas wie der Hauptprotagonistin ist. Und eine ganz entzückende, wenn ich das so sagen draf! Ich find die gut.

Es gibt auch ein paar Nachrichten von der Klimafront: Eine Katastophe in den Niederlanden und dazu eine noch größere Katastrophe die sich am Horizonz abzeichnet. Das sorgt im Buch für Schauwerte.

Dann haben wir die Politische Seite, witizig: die Grünen als Problem, die Rechten entdecken den klimaschutz für sich.

Und dann gibts da noch einen anderen Schauplatz: die Grenze zwsichen Indien und China, die "Line of Actual Control", LAC", und oh mein Gott, allein dafür lohnt sich das Buch. Das ist eine Waffenstillstandgrenze zwischen China und Indien, dies anscheinend wirklih gibt, und auf der sich indishce und chinesiche Freiweillie einen Krieg liefern der mit Stöcken und Steinen ausgetregen wird. Und Stremern, Youtubern, Wetten in Las Vegas und Macau und was weiß ich was noch alles. Geschildert wird die Geschichte einer BUNTGEMISCHTEN Gruppe (das kann man gar nicht groß genug schreiben) die für Indien gegen China in den Krieg zieht. Mit Stöcken und Steinen. Krieg als Performance Art.

An der Stelle stellt sich natürlich die Frage: was haben die beiden Storys miteinaner zu tun? Nun, das Terreforming kennt Gewinner und Verlier, Länder die das gut finden und solche die nicht. Eines davon ist Indien, ein anders Land ist China. Und so bekommen wir erst in der Mitte de Buches erklärt auf welcher Seite die Gefärtn stehen werden... finde ich auch gut.

Bis jetzt war das Buch sehr viel besser als befürchtet.
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Knochenmann
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

70%

Das Buch wird besser und besser. Oder auch nicht.

Es ist vor allem ein Politthriller, vergleichbar mit den vergessenen Stephenson Perlen "Interface" und "Cobweb".

Außerdem ist es ein Reichtums-Prono, die Idee das reiche Leute den Planeten retten werden. Stephenson hat wohl noch nie was von Elon Musk gehört (doch hat er, er ist in Amalthea drinn, damals war Musk noch cool, aber egal).

Zur Handlung: Escalation on der LAC, die Chinesen treiben ein selstsames Spiel. Wir bekommen: die Zerstörung des Internets (wie in "Fall") und Gehirnblödeleien (wie in "Interface")

Ich halte inzwischen zu den Bösen, nach dem Motto: lieber eine Welt in Trümmern als eine Welt bevölkert von euch (ich liefere den Oglaf Comic nach wenn ich nicht mehr im Firmennetz hänge)
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Fertig!

Ich bin erfreut, was für ein tolles Buch.

Der technische Aspekt (Schwfel hochschießen) tritt eher in den Hingergrund, ich glaube was Stephenson eigendlich schreiben wollte war eine Art Rollenspiuel Erlebniss: Diplomaten und Kriege.

Dazu die Falkner und ihre Steinadler, am Ende hats mciht fast gewundert das kein Adler irgendwas in die Kanone reingeworfen hat, das wäre genau das passende Tolkinende für das Buch gewesen.
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Na geh, Gwaihir hat den Ring ja auch nicht in den Berg geworfen, da hat's die Hobbits und Gollum gebraucht.
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Ja... in dem Buch drinnen wird Tolkien ja desöfteren erwähnt, einige der Figuren lesen Tolkien und ziehen selber Parallelen, und das Ende ist auch so schon ziemlich... tolkiensk. Aber Stephenson hat so eine Tendenz solche Anspielungen und Witzchen so groß aufzublasen das sie fast schon unsichtbar werden. Und die Adler retten ja auch irgendwie den Tag.

Aber trozdem. Die Adler hätten irgendwas in die Kanone werfen sollen. Das wär super gewesen.
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Ja, und konsequent, scheint mir :-D
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

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Ich bin bei 83% und finde es zwar nicht so gut wie andere Romane mit ähnlichem Thema (an "the deluge" von Stephen Markley kommt zurzeit für mich nichts heran), aber ich mag es doch ganz gern und glaube, es landet beim KLP bei mir wahrscheinlich auf Platz 2.
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Re: Termination Shock - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Ender »

Mein Senf:
Wie hier schon angemerkt wurde, ist das ein EPISCHER Roman, und zwar in dem Sinne, dass jeder Handlungsstrang, jeder Nebenschauplatz, jede Figur und überhaupt jedes kleine Detail ausführlichst vorgestellt, beleuchtet und mit Hintergründen versehen wird. Das macht das Ganze zu einer extrem ausufernden Angelegenheit und wird mit Sicherheit nicht allen gefallen. Auch mir war das manchmal etwas too much, aber letztlich passt halt doch irgendwie alles zusammen, ergibt Sinn und steckt so dermaßen voller Ideen und Wissen, dass es mich doch immer wieder gekriegt hat. Das ist einfach Neal Stephenson - ich kenne da nichts und niemand Vergleichbares.
Einzig das Ende hat mich nicht ganz zufrieden gestellt, denn ich frage mich: und jetzt? Wie geht's nun weiter? Aber wenn man das nach über 1000 Seiten immer noch gerne wissen möchte, spricht das wohl auch irgendwie für das Buch.
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