Spekulative Fiktionen gab es zwar auch schon vor 1926 - in der Zeit von 1818 bis 1926 wurde es z.b. Black Romance (Frankenstein von Mary Shelley,1818 ) , Technischer Abenteuerroman (Jules Verne) , Scientific Romance (H.G. Wells) oder Planetary Romance (Edward Rice Burroughs) genannt . Noch frühere Beispiele wurden nachträglich als Proto-SF bezeichnet, wie Johannes Keplers Somnium (1609) oder Jonathan Swifts Gulliver’s Travels (1726) .
Es ist 1926 ....das Kind kriegt einen Namen!
Der Begriff selbst stammte tatsächlich aber von einem Fan, der die Startausgabe von Hugo Gernsback’s Magazin Amazing Stories vom April 1926 gelesen hatte (s. Bild), in der Gernsback vorschlug die Erzählungen , die er dort veröffentlichen wollte ‚scientific fiction‘ zu nennen. Das erschien dem Fan aber zu sperrig als Begriff und schlug in seinem Leserbrief – Science Fiction vor! So kommt der Begriff tatsächlich aus dem Fandom – das sich mit den Magazinen zu einer wichtigen Basis des aufstrebenden Genres entwickelte.
Wie geht’s 2026 und danach weiter in der SF?
Meine Wunsch wäre eine SF Bewegung , die wieder ihre immer schon innenwohnenden Kernfragen in den Mittelpunkt stellt - das NEUE suchend, unsere Weltsicht zu ändern, extrapolierend in eine nahe oder ferne Zukunft,ohne ihre Relevanz für heute zu verlieren:
"What if...?" "Was wäre wenn...?" - statt überreplizierter Tropen - die heute bestenfalls nur interessante Varianten gut erzählter Stoffe bieten ,aber ansonsten Gefahr laufen, auserzählt zu sein!


