In den USA ist es so, dass Leute in der Army durchaus damit rechnen müssen, in Kampfeinsätze geschickt zu werden. Das bekommt man aktuell auch ganz gut mit v.w. Venezuela.
Man kann da durchaus davon ausgehen, dass die Leute beim US Heer mal ihr Leben riskieren. Und das kann natürlich diese Dankkultur gegenüber den Armyangehörigen schon fördern.
Armeeangehörige in *.at werden im Normalfall eigentlich nicht in Kampfhandlungen verwickelt. Sowas könnte aktuell eigentlich nur bei UN HIlfseinsätzen passieren. Dann gibt es auch noch den Einsatz des Bundesheeres für den Schutz bestimmter Gebäude (ich denke, dass das Hilfseinsätze im Auftrag der Polizei sind, müsste aber mal schauen, ob das stimmt). Das ist zb bei bestimmten Botschaften der Fall.
Und bei uns gibts (für Männer) immer noch die Wehrpflicht und so gesehen müssen da doch auch mal viele zur Armee und es ist jetzt nicht so was besonderes.
Ich selber war beim Heer und ich hätte mir auch keine Danksagungen erwartet. In der Freizeit - spzeiell, wenn wir aus der Kaserne raus wollten, zogen sich die meisten von uns gleich mal um, wir waren froh, aus der Uniform heraus zu sein.
Sad Puppies
- Larsaf
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Re: Sad Puppies
Soweit ich weiß entwickelte sich die heutige, und inzwischen auch langjährige, Dankeskultur gegenüber dem Angehörige des Militärs in den USA ("Thank you for your service.") auch als eine Gegenbewegung dazu, daß die Rückkehrer aus dem Vietnamkrieg damals oftmals teilweise recht negative Reaktionen seitens der Öffentlichkeit ausgesetzt waren, obwohl sie selbst ja gar nichts für die Regierungspolitik an sich konnten und im Grunde auch selbst Opfer dieser Politik waren.
"Yesterday, today was tomorrow. And tomorrow, today will be yesterday."
(Gestern war heute noch morgen. Und morgen wird heute gestern sein.)
--GEORGE HARRISON, in "Ding Dong, Ding Dong" aus der Dark Horse LP (1974)
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