[Film] Die Odyssee

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Badabumm
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von Badabumm »

lapismont hat geschrieben: 22. Juli 2026 15:21 Einen historisch akuraten Odyssee-Film trau ich mir auch zu.
Hier:

Hat auch kaum was gekostet.
Ich warte auf den zweiten Teil! sollte aber mehr bekommen, da finde ich schon besser besetzt, aber ist hingegen untragbar. Und die erst! Unterm Strich würde ich mit bewerten...
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Harald Lesch
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Knochenmann
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Badabumm hat geschrieben: 30. Juli 2026 14:00 Athene ist keine Göttin? Na sowas...
Im Film ist das diskutabel. Sie sieht nicht aus wie man sich Athene vorstellt, und am Ende erfahren wir: sie sieht aus wie eine der Priesterinnen die geköpft worden sind.

Es kann also Athene gewesen ein oder mir ein Hirngespinst von Odysseus, auf alle Fälle sieht Zendaya eben so aus wie eine tote Priesterin.
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von jeamy »

Das ist für mich spannender als der Film (den ich mir frühestens im Stream ansehen werde).

Altphilologe Georg Danek zu "Odyssee": "Ethnie ist bei Homer überhaupt kein Thema"
Der Kenner liest seit 30 Jahren "Die Odyssee" mit Studierenden, nun hat er sich den Film angesehen. Ein Gespräch über Auslegungen, Kulturkämpfe und Homer
https://www.derstandard.at/story/300000 ... kein-thema
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Knochenmann
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Seit dreißig Jahren?

Und er ist immer noch nicht fertig!?
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von jeamy »

Hätte ich es, wie er, im Original gelesen, wäre ich nach 30 Jahren auch noch nicht durch ...
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Badabumm
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von Badabumm »

10 Jahre Echtzeit - 30 Jahre Lesezeit... Na, wenn das nicht mal ein Ungleichgewicht ist... subjektive Zeitdehnung.
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Harald Lesch
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von Badabumm »

Was ich im Interview nicht verstanden habe: welche Epoche soll denn die "richtige" sein? Die Epen sollen in mykenischer Zeit spielen (also Bronzezeit), die beschriebenen Details sind jedoch eindeutig später, denn Homer lebte (wenn er denn lebte...) später. Im Grunde ist das ebenso wie die heute gängige Methode, historische Dramen ins "Heute" zu verpflanzen, was immer skurril wirkt. Homer hat seinen Lesern also kein historisches Wissen abverlangt, sondern alles ins griechische "heute" versetzt, in das damalige homerische Heute. Es ist demnach eher eine Fabel, ein Gleichnis, als ein Zeitdokument.
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Harald Lesch
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von jeamy »

Tja, Odysseus, Google Maps ist nicht die Lösung.
https://www.instagram.com/reels/DbEfV8Dy3S9/
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von Doop »

Also meine Frau und ich sind begeistert. Wir waren heute um 11:00 im Imax. Der Film ist bildgewaltig, keine Sekunde langweilig trotz seiner Länge stets unterhaltsam. Die Schauspieler sind super. Ist der Film perfekt und das Ende aller Homer-Verfilmungen. Natürlich nicht, die alten griechischen Mythen sind eine Quelle aus der die Menschheit bis ans Ende ihrer Tage in jeder Generation trinken wird.

9,5 von 10 alten, treuen Jagdhunden. Mit Tendenz nach oben.
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von Doop »

Ach ja, Athene. Die Götter erscheinen den Menschen in diesen Mythen in vielfältiger Gestalt. Zeus hat Leda als Schwan und Danae als goldener Regen „beglückt“ und Europa als Stier entführt. Da ist es nicht so seltsam, wenn Athene ihrem erwählten Helden in Gestalt einer ihrer in Troja ermordeten Tempeldienerinnen erscheint. Da der Film ansonsten voller phantastischer Elemente ist, ist für mich Athene im Film real. Aber natürlich ist die Ambiguität von Nolan so gewollt.

Im übrigen bin ich nach dem Film noch mehr der Meinung, dass alle Millers „Circe“ lesen sollten.
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von Badabumm »

Ich vermute, dass auch diesmal ein Nolan-Film die Gemeinde absolut spaltet. Entweder Gurke oder Genie... Die ungefähr drei, die ich gesehen habe, hatten eine für mich zerrissene, unlogische Handlung, zuviel überdramatischen Pomp und zu wenig Tiefe, waren handwerklich aber einwandfrei. Ein Nolan-Film ist einer, den man einmal gucken kann, aber nicht zweimal gucken muss. Für ihn ist Gelderwerb die Hauptsache, und das funktioniert, wenn 50% reingehen...
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Re: [Film] Die Odyssee

Ungelesener Beitrag von Doop »

Welche hast Du denn gesehen? „Tenet“ habe ich auch nicht verstanden. Was aber an mir liegen kann. „Inception“ ist sehr „Inception“ ist hingegen toll, mein Lieblings-Nolan. „Interstellar“ ist toll, leidet aber unter der doch arg gefühlsduseligen Familiengeschichte (bei hoher wissenschaftlicher Akuratesse, was Schwarze Löcher und Relativitätstheorie betrifft). „Oppenheimer“ ist eine völlig normaler Historienfilm, nur halt etwas schöner gefilmt als es durchschnittliche Historienfilme sind. Völlig straight forward, was die Handlung betrifft. Die Batman-Trilogie ist noch immer Gold-Standard im Genre der Superheldenfilme, wobei Teil 2 der beste ist, und Teil 3 stark unterschätzt wird.

„Interstellar“ habe ich tatsächlich vorgestern erstmals gesehen, auf meiner To-Watch-List stehen jetzt noch „Memento“, „Insomnia“ und die Christopher-Priest-Verfilmung „The Prestige“ (Priest sollte hier ja kein Unbekannter sein).

„Dunkirk“ ist ein Kriegsfilm, das brauche ich nicht.


Dass Nolans Hauptantrieb nur das Geld ist halte ich allerdings für ehrabschneidenden Unfug.
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Re: [Film] Odyssee

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Doop hat geschrieben: 2. August 2026 20:54 Ach ja, Athene. Die Götter erscheinen den Menschen in diesen Mythen in vielfältiger Gestalt. Zeus hat Leda als Schwan und Danae als goldener Regen „beglückt“ und Europa als Stier entführt. Da ist es nicht so seltsam, wenn Athene ihrem erwählten Helden in Gestalt einer ihrer in Troja ermordeten Tempeldienerinnen erscheint. Da der Film ansonsten voller phantastischer Elemente ist, ist für mich Athene im Film real. Aber natürlich ist die Ambiguität von Nolan so gewollt.
Jajaja, all das, aber am Ende vom Tag ist Athene in dem Film nicht so wirklich die göttliche Erscheinung. Das einzige Detail wo ich nicht so an Bord bin.
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Re: [Film] Die Odyssee

Ungelesener Beitrag von Bully »

Was ich im Interview nicht verstanden habe: welche Epoche soll denn die "richtige" sein? Die Epen sollen in mykenischer Zeit spielen (also Bronzezeit), die beschriebenen Details sind jedoch eindeutig später, denn Homer lebte (wenn er denn lebte...) später
Schiller schrieb die "Jungfrau von Orleans" zur Zeit der Napoleonischen Kriege, also sollten Dreispitze und Kanonen in jeder Inszenierung des 100jährigen Krieges Verwendung finden.

Bzw., Homer hat allerlei Anachronismen eingebaut, aber Eberzahnhelme, wie Odysseus einen tragen soll, hat es zur Mykenezeit wirklich gegeben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Eberzahnhelm
Nolan so: "Generischer Römerhelm, passt schon."

Meine Frau meint, dass das Publikum mit dem Römerhelm mehr anfangen kann als mit dem Eberzahnhelm, aber das hätte nicht geschadet.
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Re: [Film] Die Odyssee

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Ok, der Eberzahnhelm schaut dumm aus, da sterbe ich lieber mit einem Pfeil im Kopf als das ich sowas aufsetze.
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