Gelesen:
Broder von Dörte Hansen, ihr viertes Buch.
Eine Geschichte von zwei Zwillingsbrüder, einer Bauer der andere Tierarzt und generell: das Leben mit großen Tieren und der Blutzoll von Bauernhöfen.
Das Buch ist... solide. Es werden viele schöne Bilder gezeichnet, aber: Hansen wiederholt sich zu oft und zu unnötig. In dem Buch drinnen waren immer wieder Passagen die genau so schon in Mittagsstunde drinnen waren, gleiche Namen, gleiche Figuren, gleiche Sätze, zuviel zu genaue Ähnlichkeit, genau soviel das es ungut auffällt. Ich mag diesen norddeutschen Bauern-core, aber Hansen muss sich was neues einfallen lassen. Oder auch nicht, das Buch verkauft sich ja, also was solls.
Außerdem wird das Buch von der Autorin gelesen... die hat nur eine mittelgute Stimme. Ich kaufe es ihr nicht ab. Vielleicht hätte man einen männlichen Sprecher nehmen sollen? Keine Ahnung.
Der "Liest zur Zeit" Thread
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread
Zwei Bücher beendet.
Isabel Allende: Mein Name ist Emilia del Valle
Ich weiß nicht, meine Allende-Zeit ist vorbei. Ich hab das Buch geschenkt bekommen, meine letzte Allende dürfte so um die 20 Jahre zurück liegen.
Besagte Ich-Erzählerin Emilila ist im 19. Jh. die Frucht eines stürmischen chilenischen Adligen mit einer züchtigen Jungnonne, sie wächst in Kalifornien auf mit einem Adoptivvater, der Lehrer ist und sie von Herzen wie sein eigenes Kind liebt. Die Mutter ist streng religiös und achtet auf die guten Sitten und nährt ansonsten ihren Hass auf den Erzeuger, der sie einfach hat sitzenlassen. Von ihrem Papo bekommt Emilia alles mit fürs Leben, was sie braucht. Sie wird eine selbstständige und unabhängige junge Frau, die Groschenhefte publiziert und als Reporterin nach Chile reist, wo gerade der Bürgerkrieg tobt. Aber auch, um ihren Erzeuger zu finden und ihm einen Brief zu übergeben, den ihre Mutter ihr aufgetragen hat. Sie findet ihren Vater auch, einen vorzeitig gealterten, schwerkranken, von Schuldgefühlen zerfressenen Mann, vernichtet den Brief und bleibt bei ihm bis zu seinem Tod.
Sie geht anschließend an die Front und erlebt Furchtbares (was anderen geschieht), wird auch verhaftet und hört die grausame Folter bis zum Tode eines Freundes, der sie aufgenommen hatte.
Es ist egal, wer da wer ist in dem Krieg, die sind alle gleich. Massakrieren und foltern. Zuerst die eine Seite, dann die andere, Gefangene werden nicht gemacht, da es ohnehin nicht genug zu essen für alle gibt.
Der Stil ist geschliffen, gediegen, ein wenig altbacken für mich, also irgendwie "damals" beim Geisterhaus stehengeblieben, wo ich das cool fand, heute aber zieht es sich für mich.
Vor allem ist es zu viel und zu ausführlich der chilenische Krieg, da aktuell die Welt eh brennt, da will ich nicht auch noch was obendrauf.
Anschließend, und das ist mir leider viel zu kurz geraten, geht Emilia in den Dschungel, um sich selbst zu finden. (Warum auch immer sie das nötig hat, das konnte ich nicht nachvollziehen.) Der Mann, den sie eigentlich heiraten wollte, findet sie dort schließlich und bringt sie heim. Das findet alles auf den letzten paar Seiten statt, Indigene werden am Rande erwähnt ... genau das aber hätte mich interessiert. Es wirkt auch auf diese Weise aufgesetzt, ich hab mich gefragt, die Geschichte ist eigentlich zu Ende, warum das jetzt noch?
Edward Ashton: Antimatter Blues (MIckey 7 2)
Der lag schon lange rum, aber irgendwas kam immer dazwischen, nämlich der gute Carl.
Und das war auch das Problem - ich Hab einfach den Carl zu sehr drin, als dass ich mich so richtig darauf einlassen konnte. Irgendwie ist der Stil nicht so meines, aber dafür kann der Autor nichts, denn Band 1 hat mir ja sehr gefallen.
Der zweite Band unterscheidet sich erheblich vom ersten und ist kein Aufguss, das ist schon mal gut. es ist zwei Jahre später, und Mickey muss die Bombe, die er damals bei den Creepern versteckt hat, zurückholen, weil sonst der Reaktor ausbrennt und nix ist mehr mit der Kolonie.
Mickey stellt den Kontakt zu den Creepern her, die einen Unterhändler namens "Sprecher" schicken. Sie sind halb organisch, halb mechanisch, es gibt ein "Oberes", das alle lenkt, und Gehilfen, und dann eben Sprecher, der sich einem richtigen Individuum entwickelt.
Wie sich herausstellt haben die Nachbarn der Menschen die Bombe bösen Nachbarn von außerhalb gegeben, dem Kollektiv.
Und jetzt geht die Reise los, das Chaos und der Kampf.
Es ist wieder ordentlich Tempo drin, und es passiert viel und es gibt eine gewisse Überraschung am Ende, sowohl bei den Creepern als auch bei den Menschen.
Die Kolonie wird natürlich gerettettet, und Mickey 7 darf in den Ruhestand zurückkehren. Die Geschichte ist damit beendet.
Es kann noch eine weitere geben, dann aber nicht mehr auf diesem Planeten.
Also: Wer Band 1 mochte, wird Band 2 auch mögen, die Frage nach der Notwendigkeit der Expendables und was das mit einem macht, wird vertieft.
Isabel Allende: Mein Name ist Emilia del Valle
Ich weiß nicht, meine Allende-Zeit ist vorbei. Ich hab das Buch geschenkt bekommen, meine letzte Allende dürfte so um die 20 Jahre zurück liegen.
Besagte Ich-Erzählerin Emilila ist im 19. Jh. die Frucht eines stürmischen chilenischen Adligen mit einer züchtigen Jungnonne, sie wächst in Kalifornien auf mit einem Adoptivvater, der Lehrer ist und sie von Herzen wie sein eigenes Kind liebt. Die Mutter ist streng religiös und achtet auf die guten Sitten und nährt ansonsten ihren Hass auf den Erzeuger, der sie einfach hat sitzenlassen. Von ihrem Papo bekommt Emilia alles mit fürs Leben, was sie braucht. Sie wird eine selbstständige und unabhängige junge Frau, die Groschenhefte publiziert und als Reporterin nach Chile reist, wo gerade der Bürgerkrieg tobt. Aber auch, um ihren Erzeuger zu finden und ihm einen Brief zu übergeben, den ihre Mutter ihr aufgetragen hat. Sie findet ihren Vater auch, einen vorzeitig gealterten, schwerkranken, von Schuldgefühlen zerfressenen Mann, vernichtet den Brief und bleibt bei ihm bis zu seinem Tod.
Sie geht anschließend an die Front und erlebt Furchtbares (was anderen geschieht), wird auch verhaftet und hört die grausame Folter bis zum Tode eines Freundes, der sie aufgenommen hatte.
Es ist egal, wer da wer ist in dem Krieg, die sind alle gleich. Massakrieren und foltern. Zuerst die eine Seite, dann die andere, Gefangene werden nicht gemacht, da es ohnehin nicht genug zu essen für alle gibt.
Der Stil ist geschliffen, gediegen, ein wenig altbacken für mich, also irgendwie "damals" beim Geisterhaus stehengeblieben, wo ich das cool fand, heute aber zieht es sich für mich.
Vor allem ist es zu viel und zu ausführlich der chilenische Krieg, da aktuell die Welt eh brennt, da will ich nicht auch noch was obendrauf.
Anschließend, und das ist mir leider viel zu kurz geraten, geht Emilia in den Dschungel, um sich selbst zu finden. (Warum auch immer sie das nötig hat, das konnte ich nicht nachvollziehen.) Der Mann, den sie eigentlich heiraten wollte, findet sie dort schließlich und bringt sie heim. Das findet alles auf den letzten paar Seiten statt, Indigene werden am Rande erwähnt ... genau das aber hätte mich interessiert. Es wirkt auch auf diese Weise aufgesetzt, ich hab mich gefragt, die Geschichte ist eigentlich zu Ende, warum das jetzt noch?
Edward Ashton: Antimatter Blues (MIckey 7 2)
Der lag schon lange rum, aber irgendwas kam immer dazwischen, nämlich der gute Carl.
Und das war auch das Problem - ich Hab einfach den Carl zu sehr drin, als dass ich mich so richtig darauf einlassen konnte. Irgendwie ist der Stil nicht so meines, aber dafür kann der Autor nichts, denn Band 1 hat mir ja sehr gefallen.
Der zweite Band unterscheidet sich erheblich vom ersten und ist kein Aufguss, das ist schon mal gut. es ist zwei Jahre später, und Mickey muss die Bombe, die er damals bei den Creepern versteckt hat, zurückholen, weil sonst der Reaktor ausbrennt und nix ist mehr mit der Kolonie.
Mickey stellt den Kontakt zu den Creepern her, die einen Unterhändler namens "Sprecher" schicken. Sie sind halb organisch, halb mechanisch, es gibt ein "Oberes", das alle lenkt, und Gehilfen, und dann eben Sprecher, der sich einem richtigen Individuum entwickelt.
Wie sich herausstellt haben die Nachbarn der Menschen die Bombe bösen Nachbarn von außerhalb gegeben, dem Kollektiv.
Und jetzt geht die Reise los, das Chaos und der Kampf.
Es ist wieder ordentlich Tempo drin, und es passiert viel und es gibt eine gewisse Überraschung am Ende, sowohl bei den Creepern als auch bei den Menschen.
Die Kolonie wird natürlich gerettettet, und Mickey 7 darf in den Ruhestand zurückkehren. Die Geschichte ist damit beendet.
Es kann noch eine weitere geben, dann aber nicht mehr auf diesem Planeten.
Also: Wer Band 1 mochte, wird Band 2 auch mögen, die Frage nach der Notwendigkeit der Expendables und was das mit einem macht, wird vertieft.
Uschi
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