Scriptum von Raymond Khoury
Scriptum von Raymond Khoury
Klappentext:
In NY wird eine Ausstellung eröffnet: die kostbarsten Schätze des Vatikans - aber die vier Reiter, die den Abend in einem Blutbad ertränken, haben es allein auf ein verwittertes Holzkästchen abgesehen. Alle vier Reiter waren wie Tempelritter gekleidet.
Welches Geheimnis verbarg sich in dem uralten Verschlüsselungsapparat? Was treibt den unsichtbaren Drahtzieher des Anschlags an? Die Archäologin Tess und der FBI Agent Reilly folgen ihm um die halbe Welt - bis sie schließlich merken, das sie selbst die Verfolgten sind.
Mir hat das Buch eigentlich recht gut gefallen. Khoury hat es geschafft mich zeitweilig richtig zu fesseln. Anfangs bezieht die Story die Spannung aus dem Geschehen an sich, danach lebt die Geschichte allerdings von den Andeutungen, was das geheimnisvolle Beutelchen vielleicht offenbaren könnte.
Als Dan Brown Verschnitt würde ich das Buch allerdings nicht ächten. Khoury offenbart zwar auch eine Verschwörung innerhalb der katholischen Kirche, allerdings kommt er nicht mit einem doch teilweise recht hanebüchenden Unsinn wie Brown daher.
Ziemlich nervig empfand ich gegen Ende hin die beiden Hauptcharaktere. Die Archäologin die quasi nach jedem Kapitel ihre Meinung geändert hat und das Geheimnis zuerst offenbaren wollte, dann wieder nicht, denn es kamen Zweifel, dann wollte sie es wieder - natürlich durchsetzt von erneuten Zweifeln. Und der FBI Mann, ebenfalls hin und hergerissen. Zuerst widersetzte er sich der Veröffentlichung, dann wollte er es zum Schluß doch... ein munteres Hin und Her.
Als immer wieder angenehm empfand ich den Wechsel der Zeit. Damit der Leser die Geschichte etwas genauer verstehen kann, blendet Khoury ein paar mal von der Jetztzeit ins 13.te Jahrhundert zurück. In diesen Abschnitten erzählt er kurz die eigentliche Geschichte dieses kleinen Beutelchens das 700 Jahre später den Vatikan und das FBI in helle Aufregung versetzt.
Auch geradezu grotesk und, selbst für mich, vorhersehbar das der Böse Mann (ich will hier nicht zuviel verraten) noch einmal einen Kurzauftritt hat und zuschlagen kann. Ala Hollywood. Das Ende war dann doch etwas zuckersüß.
Alles in allem aber ein ansprechendes Buch. 4 von 5 Verschwörungspunkten.
In NY wird eine Ausstellung eröffnet: die kostbarsten Schätze des Vatikans - aber die vier Reiter, die den Abend in einem Blutbad ertränken, haben es allein auf ein verwittertes Holzkästchen abgesehen. Alle vier Reiter waren wie Tempelritter gekleidet.
Welches Geheimnis verbarg sich in dem uralten Verschlüsselungsapparat? Was treibt den unsichtbaren Drahtzieher des Anschlags an? Die Archäologin Tess und der FBI Agent Reilly folgen ihm um die halbe Welt - bis sie schließlich merken, das sie selbst die Verfolgten sind.
Mir hat das Buch eigentlich recht gut gefallen. Khoury hat es geschafft mich zeitweilig richtig zu fesseln. Anfangs bezieht die Story die Spannung aus dem Geschehen an sich, danach lebt die Geschichte allerdings von den Andeutungen, was das geheimnisvolle Beutelchen vielleicht offenbaren könnte.
Als Dan Brown Verschnitt würde ich das Buch allerdings nicht ächten. Khoury offenbart zwar auch eine Verschwörung innerhalb der katholischen Kirche, allerdings kommt er nicht mit einem doch teilweise recht hanebüchenden Unsinn wie Brown daher.
Ziemlich nervig empfand ich gegen Ende hin die beiden Hauptcharaktere. Die Archäologin die quasi nach jedem Kapitel ihre Meinung geändert hat und das Geheimnis zuerst offenbaren wollte, dann wieder nicht, denn es kamen Zweifel, dann wollte sie es wieder - natürlich durchsetzt von erneuten Zweifeln. Und der FBI Mann, ebenfalls hin und hergerissen. Zuerst widersetzte er sich der Veröffentlichung, dann wollte er es zum Schluß doch... ein munteres Hin und Her.
Als immer wieder angenehm empfand ich den Wechsel der Zeit. Damit der Leser die Geschichte etwas genauer verstehen kann, blendet Khoury ein paar mal von der Jetztzeit ins 13.te Jahrhundert zurück. In diesen Abschnitten erzählt er kurz die eigentliche Geschichte dieses kleinen Beutelchens das 700 Jahre später den Vatikan und das FBI in helle Aufregung versetzt.
Auch geradezu grotesk und, selbst für mich, vorhersehbar das der Böse Mann (ich will hier nicht zuviel verraten) noch einmal einen Kurzauftritt hat und zuschlagen kann. Ala Hollywood. Das Ende war dann doch etwas zuckersüß.
Alles in allem aber ein ansprechendes Buch. 4 von 5 Verschwörungspunkten.
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Gast
Den Anfang des Buches fand ich sehr vielversprechend, und es geht auch größtenteils spannend weiter. Allerdings merkt man direkt das Khoury noch lange nicht so gut schreiben kann wie Brown. Sprachlich und von der Charakterzeichnung bewegt sich die Geschichte auf Heftromannivieau. Hat mich aber nicht so gestört da sie eben spannend war. Gegen Ende, so ungefähr die letzten 200 Seiten, ist es dann aber richtig langweilig geworden. Ein Buch das auf der Verschwörungswelle mitreitet und dabei schamlos bei Brown und anderen Autoren abkupfert. Trotzdem recht spannend, aber 200 Seiten zu lang.
Gruß Markus
Gruß Markus
- Pogopuschel
- SMOF

- Beiträge: 3976
- Registriert: 7. Juli 2004 23:34
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- Wohnort: Westerwald
Ich bin mal wieder ausgeloogt worden.
Gruß Markus
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Jaaaa, das ist immer so eine Sache mit dem Abkupfern.
Eines habe ich mittlerweile festgestellt.
1. Alle Fantasybücher kupfern von Tolkien ab.
2. Alle Militarythriller kupfern von Clancy ab.
und
3. Alle Verschwörungsbücher kupfern von Brown ab.
Da Frage ich mich jedesmal ob man es so einfach sehen kann. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das Harry oder Robinson den Clancy kopieren wollten oder das, wie in diesem Fall, ein Khoury den Brown kopieren möchte. Was bitte schön soll man denn von Khoury erwarten? Das er das Genre der Verschwörungsthriller neu erfindet?
Kupfern jetzt alle SF Autoren bei Smith oder Asimov ab wenn sie über galaktische Reiche schreiben? Einer war nun mal der erste, aber das heißt m. E. nicht das alles was danach kommt lediglich eine Kopie darstellt.
Bei einem muß ich dir aber zustimmen. Der Anfangs durchaus spannende Thriller verliert im Laufe seiner Geschichte schnell an Tempo. Spätestens wenn sich die Liebesgeschichte zwischen Tess und Sean zuspitzt, ist`s aus mit dem Thriller. Zum Ende hin verlieren die beiden auch stark an Glaubwürdigkeit.
Eines habe ich mittlerweile festgestellt.
1. Alle Fantasybücher kupfern von Tolkien ab.
2. Alle Militarythriller kupfern von Clancy ab.
und
3. Alle Verschwörungsbücher kupfern von Brown ab.
Da Frage ich mich jedesmal ob man es so einfach sehen kann. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das Harry oder Robinson den Clancy kopieren wollten oder das, wie in diesem Fall, ein Khoury den Brown kopieren möchte. Was bitte schön soll man denn von Khoury erwarten? Das er das Genre der Verschwörungsthriller neu erfindet?
Kupfern jetzt alle SF Autoren bei Smith oder Asimov ab wenn sie über galaktische Reiche schreiben? Einer war nun mal der erste, aber das heißt m. E. nicht das alles was danach kommt lediglich eine Kopie darstellt.
Bei einem muß ich dir aber zustimmen. Der Anfangs durchaus spannende Thriller verliert im Laufe seiner Geschichte schnell an Tempo. Spätestens wenn sich die Liebesgeschichte zwischen Tess und Sean zuspitzt, ist`s aus mit dem Thriller. Zum Ende hin verlieren die beiden auch stark an Glaubwürdigkeit.
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Gast
- marcoweber
- Neo

- Beiträge: 6
- Registriert: 27. Juli 2006 21:06
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- Wohnort: Köln
Nur Geldmacherei vom Verlag
Sorry. Aber ich finde dieses Buch einen ganz großen Mist. Ich hab's geschenkt bekommen von einem netten Freund, der mir damit etwas Gutes tun wollte. Und weil ich ein genauso netter Mensch bin, wollte ich das Buch dann auch zu Ende lesen. Ging aber leider nicht, weil ich mich dann zu sehr hätte überwinden müssen. "Skriptum" ist leider wirklich nur eine schnell vermarktete Dan-Brown-Kopie, und dazu noch eine schlechte. Zwar geht's furios los, aber nach den ersten Seiten hat mich die Story einfach nicht mehr interessiert. Die Charaktere sind platt, sie verhalten sich zum Teil mehr als dämlich, und sprachlich bewegt sich der Roman auf unterstem Niveau. DAS kann allerdings auch an der Übersetzung liegen. Gleich drei (!) Leute haben das Buch gleichzeitig übersetzt - es musste halt schnell gehen, um die Dan-Brown-Kassenerfolge für den Verlag fix noch mal zu Geld zu machen. Die ganze Gestaltung des Buches - große Typo, der Umfang unnötig aufgeblasen - und der reißerische Titel zeigen, hier ging es nur um Money, Money, Money und die große Leserverarschung.
Brauch ich nicht. Dann doch lieber das Original.
Brauch ich nicht. Dann doch lieber das Original.
Deine inhaltliche Kritik kann ich gut nachvollziehen und in manchen Punkten stimme ich dir da ja auch zu.
Warum das allerdings eine Dan Brown Kopie sein soll verstehe ich nicht. Etwa weil die letzten Verschwörungsthriller die in aller Munde waren aus seiner Feder stammten? Ich würde Scriptum von der Thematik eher bei Philip Vandenberg einordnen. Browns Theorien sind irgendwie anders.
Warum das allerdings eine Dan Brown Kopie sein soll verstehe ich nicht. Etwa weil die letzten Verschwörungsthriller die in aller Munde waren aus seiner Feder stammten? Ich würde Scriptum von der Thematik eher bei Philip Vandenberg einordnen. Browns Theorien sind irgendwie anders.
- marcoweber
- Neo

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- Registriert: 27. Juli 2006 21:06
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- Wohnort: Köln
Philip Vandenberg kenne ich nicht, insofern kann ich das nicht beurteilen. Ich glaube auch nicht, dass Scriptum ein vom Autor bewusst angelegter Dan-Brown-Verschnitt ist. Für den Verlag passte der Titel und der Inhalt des Romans halt ganz gut ins Programm - und die Qualität war da eben nicht ganz so wichtig.vallenton hat geschrieben:Deine inhaltliche Kritik kann ich gut nachvollziehen und in manchen Punkten stimme ich dir da ja auch zu.
Warum das allerdings eine Dan Brown Kopie sein soll verstehe ich nicht. Etwa weil die letzten Verschwörungsthriller die in aller Munde waren aus seiner Feder stammten? Ich würde Scriptum von der Thematik eher bei Philip Vandenberg einordnen. Browns Theorien sind irgendwie anders.
Lohnt sich Philip Vandenberg? Ich habe gerade mal einen Blick rüber ins Reich der Versand-Amazonen geworfen, und da gehen die Meinungen der Rezensenten ja schon ziemlich auseinander ....
Naja, was heißt lohnen.
Ich wills mal so sagen. Wenn ich mich zwischen zwei Büchern entscheiden müßte und eines davon P. Vandenberg ist, würde ich wohl das andere nehmen.
Er ist nicht wirklich schlecht, aber die die ich von ihm kenne reichen mir (das ist absolut nicht negativ gemeint). Ein weiteres muß aber nicht unbedingt sein. So 08/15 halt.
Ich wills mal so sagen. Wenn ich mich zwischen zwei Büchern entscheiden müßte und eines davon P. Vandenberg ist, würde ich wohl das andere nehmen.
Er ist nicht wirklich schlecht, aber die die ich von ihm kenne reichen mir (das ist absolut nicht negativ gemeint). Ein weiteres muß aber nicht unbedingt sein. So 08/15 halt.