NOVA 13

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breitsameter
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NOVA 13

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Nachdem das Interesse an NOVA 12 eher mau war, frage ich diesmal wieder: Hat jemand Lust hier das jüngst erschienene NOVA 13 im Lesezirkel zu lesen?
Ich werde dieses Wochenende mit den ersten Geschichten anfangen und werde meine Kommentare hier posten... wer sonst etwas beizutragen hat, ist willkommen! :smokin
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breitsameter
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Nun gut, die Resonanz hält sich in Grenzen... :wink:

Macht aber nichts, denn ich habe heute die ersten drei Geschichten gelesen und werde zur Not hier auch einen allein einen Lesezirkel bestreiten. :lol:

»Radikale« von Markus Gebelein
Zuerst eines: da hat man sich mal wieder beim Satz kräftig vertan und die chemischen Symbole in einem wohl beim Druck dann nicht vorhandenem Zeichensatz gesetzt. Macht aber nichts. Denn die Geschichte ist eh nur eine Skizze, basierend auf einem Wortspiel. Und eine Dystopie ist es auch nicht. Aber wenn Shyamalan mit »The Happening« floppt, dann wird man auch verstehen, daß auch das hier ein lahmer Einstieg in die zweite NOVA-Themenausgabe ist.

»Noware« von Uwe Post
Bei einer Katastrophe scheint vor allem eines zu leiden: die Sprache. Oder wie ist es sonst zu verstehen, daß der Protagonist dieser nicht besonders überraschenden Geschichte vor allem Wörter wie »Scheiße« und »Fuck« ausgiebig benutzt. Ansonsten stolpert er durch eine Welt nach einem Informationskollaps und gerät an einen König in einem ICE. Hmmm...

»Imperium Germanicum« von Frank Hebben
Wow, was für eine erzählerische Dichte! Klasse, das ist der erste Höhepunkt dieser Ausgabe und das vor allem durch seine Eindringlichkeit. Ein nicht endenwollender erster Weltkrieg, in dem Freicorps mit Hakenkreuzen auftauchen, aber viele, viele kleine Details das ganze noch zusätzlich ausschmücken. Fast ein wenig banal ist dann das erste Ende, das zweite, alternative Ende läßt mehr offen und ist interessanter. Aber warum das alles zu einer Simulation machen und nicht als Kulisse für eine Alternativweltgeschichte nutzen??
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Mammut
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von Mammut »

Die Gebeleingeschichte fand ich jetzt nicht so schlimm. War eine stimmungsvolle Skizze, allerdings auch nichts herausragendes.

Bei Uwes Geschichte habe ich mich gefragt, ob es wirklich so einfach ist, die Welt in die Anarchie zu stürzen. Das Konstrukt erschien mir ein wenig hemdsärmlig, das gilt auch für den Rest der Geschichte. Die Untergangsstimmung kam auf jeden Fall gut rüber.

Franks Geschichte fand ich auch sehr intensiv, das mit dem alternativen Ende habe ich aber erst im Nachhinein überhaupt gesehen und frage mich, wozu das gut sein soll. Ein Ende reicht doch vollkommen und die Alternative war mir auch näher. Oder habe ich irgendwas nicht verstanden?

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Helmuth W. Mommers
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von Helmuth W. Mommers »

Für diejenigen, die´s an anderer Stelle noch nicht gelesen haben, hier mein Kommentar:

Radikale von Marcus Gebelein – leider mehr ein Bericht (mit enervierender wissenschaftlicher Einführung) als eine Story: geschenkt.

Noware vom Post – Aktionsreiche und bildstarke Vision einer (post)apokalyptischen Gesellschaft, die sich allerdings auf bruchstückhafte Szenen stützt und leider mit zu vielen Fäkalausdrücken (die 2. Szene ist übrigens viel zu lang und zu jargonbehaftet) und auch reichlich Splatterelementen angerührt ist: eine würzige Suppe, doch manchmal zu scharf, um bekömmlich zu sein. Trotzdem bemerkenswert.

Imperium Germanicum von Hebben – ja, dat isses: Hebben auf Alternativtour ohne Cyberpunk. Starkes Stück, mal als Science Fiction, mal als Phantastik-Variante. Zum Aussuchen.
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Olaf
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von Olaf »

ich hab mir auch noch eine Ausgabe bestellt, sobald sie da ist, steig ich auch noch ein.
Zumindest auf Imperium germanicum bin ich jetzt bereits extrem neugierig.

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uwe post
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von uwe post »

Bei Uwes Geschichte habe ich mich gefragt, ob es wirklich so einfach ist, die Welt in die Anarchie zu stürzen.
Ich arbeite in der Telekommunikationsbranche. Daher weiß ich, wie fragil die ganze Sache ist. Das liegt an der enormen technischen Komplexität, die niemand wirklich komplett durchschaut. Die allermeisten Telefongespräche laufen z.B. heutzutage nicht mehr über zwei simple Drähte, sondern über hochkomplexe Netzwerke. Wenn da ein paar neuralgische Punkte (sog. Übergabestellen) ausfallen, kann man nicht einfach mal eben schnell neu verkabeln. Und jeder und alles verlässt sich heute auf die Netzwerke. Schonmal an einer computerisierten Kasse gewartet, die nicht mit ihrem Server sprechen konnte? Wie werden Bankgeschäfte abgewickelt? Mit Papier und Aktenordnern? Nein, rein digital. Der Angriff erfolgt bloß nicht mit Viren (vor denen gibt es einigermaßen Schutz), sondern mit brute force. Habt ihr schonmal einen bewachten Telekom-Netzwerkknoten gesehen? Nein, man kann einfach hingehen und ihn sprengen. Natürlich ist das Szenario überzeichnet, aber unrealistisch ist es keineswegs. (ups, hoffentlich lesen hier keine Terroristen mit...)
nicht besonders überraschenden Geschichte
Natürlich ist sie nicht überraschend (vielleicht bis auf den König im ICE, den Du aber leider nicht magst, oder der Dir auch schonmal begegnet ist), denn der technische Kollaps ist ziemlich wahrscheinlich! Oder hat noch keiner von euch monatelang auf einen funktionierenden Telefonanschluss gewartet, weil die Telekom ihre Systeme nicht im Griff hat? (ernsthaft: das ist kein Service-, sondern ein Überforderung-durch-undurchschaubare-Komplexität-Problem!) :p

Helmuth, unterhalt Dich mal mit einem random Jugendlichen in Düsseldorf (wo die Geschichte spielt). Ich tu das regelmäßig und behaupte, dass ich die Umgangssprache einigermaßen authentisch wiedergebe. Gefallen tut sie mir auch nicht ... :(

Ansonsten freut es mich, dass wir bezüglich "Radikale" einer Meinung sind. Da wird ein billigst-Kalauer zu einer mehrseitigen Story breitgetreten. Naja, mit den "Radikalen" trifft es immerhin nicht die falschen. Unfug ist die Story trotzdem. Aber wenigstens einigermaßen unterhaltsam.

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ChristianW
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von ChristianW »

breitsameter hat geschrieben:»Radikale« von Markus Gebelein
... Denn die Geschichte ist eh nur eine Skizze, basierend auf einem Wortspiel.
Das seh ich genauso. Beim ersten Lesen von Marcus Gebeleins Radikale war ich sehr distanziert, kam überhaupt nicht in die Geschichte rein und bin nach gut der Hälfte gleich zur zweiten Story übergegangen. Später hab ich die Geschichte noch mal gelesen, diesmal vollständig, konnte aber auch diesmal nicht viel damit anfangen. Da war nichts, was mich in den Text reingezogen oder gar gefesselt hat. Insofern fand ich die Platzierung der Story unglücklich, denn der alte Spruch "Das erste Kapitel eines Romans/die erste Story eine Anthologie verkauft das aktuelle Buch, das letzte Kapitel/die letzte Story verkauft das nächste" gilt ja auch für ein Magazin – zumindest für die Nichtabonnenten, die sporadisch mal zugreifen.

Bei Uwe Posts Noware hat mich der Jargon und auch die teils drastische Sprache eigentlich nicht gestört. Es war für mich in sich stimmig. Der Auftakt war stark, fesselnd. Später blieb es nicht ganz auf diesem Niveau, die Spannungskurve verlief für meinen Geschmack etwas zu flach. Trotzdem eine gute Story mit Tendenz zu sehr gut.

Noch eins drauf setzt Imperium Germanicum von Frank Hebben: sehr intensiv und packend erzählt; man ist als Leser hautnah dabei und mittendrin - grandios! Das alternative Ende gefällt mir besser als das andere.

Bei der Story von Nadine Boos musste ich zunächst - sorry! - an Fußball denken: Irgendwie hab ich immer Owomoyela gelesen anstatt Omajova ... :D
Die Story war als Kontrast zu dem durchaus anstrengenden und aufwühlenden Sprachgewitter bei den ollen Germanen sehr angenehm zu lesen - weniger hektisch und aufpeitschend, mit gemächlicherem Erzählfluss. Den Hintergrund fand ich sehr interessant, allerdings für die Gesamtlänge der Story fast etwas zu sehr ausgebreitet. Die eigentliche Story kam etwas spät in Fahrt und wurde vom Hintergrund vielleicht in der ersten Hälfte auch etwas "erdrückt" (insofern hätte die Geschichte insgesamt ruhig länger ausfallen dürfen, vielleicht mit einem etwas aufgepepptem Schluss). Ist aber kein großes Manko – eine gute Story in meinen Augen.

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Mammut
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von Mammut »

Ich gebe zu, die Geschichte von Michael Schneiberg lag mir zu schwer im Magen, das habe ich nicht bis zum Ende geschafft. Vielleicht war das - zusammen mit der Hitze - der Grund, warum ich die Geschichte von Nadine Boos nicht zu würdigen wusste. Vielleicht probiere ich es einfach nochmal ausgeschlafen und weniger gestresst, aber heute erschien mir die Lektüre eher zäh mit vielen Erklärungseinschüben.

Noware erscheint mir immer noch ein wenig unglaubwürdig, aber vielleicht lebe ich einfach noch in der Vergangenheit :D
Denke aber, den Zusammenbruch der Zivilisation hätte man durchaus plausibler argumentieren können als vorliegend geschehen. Da mag das Fachwissen ein wenig im Wege zu stehen und die Erklärung dadurch etwas vereinfacht gewesen zu sein. Mag sein, dass der Zusammenbruch der Zivilisation in der geschilderten Weise durch das Ausschalten des Internets im Bereich des Möglichen ist, die Geschichte selbst erläutert dies zumindest für meine Perspektive nicht in ausreichender Weise, was naturgemäß auch an mir liegen kann. :lol:

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Helmuth W. Mommers
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von Helmuth W. Mommers »

uwe post hat geschrieben:Helmuth, unterhalt Dich mal mit einem random Jugendlichen in Düsseldorf (wo die Geschichte spielt). Ich tu das regelmäßig und behaupte, dass ich die Umgangssprache einigermaßen authentisch wiedergebe. Gefallen tut sie mir auch nicht ... :(
Das glaub ich Dir sofort, darum ging´s mir aber nicht. Die Passage war - völlig unnötigerweise - zu lang, der Jargon daher übertrieben nervig.

Omajova von Nadine Boos – wunderbar! Sehr gefühlvoll, sehr visionär. Eine der besten Storys dieses Jahres. Ich scheine da allein mit meiner Meinung zu sein :kopfkratz: das soll vorkommen...
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von uwe post »

Der gestrige Abend war übrigens ein prima Beispiel für die in "Noware" postulierte Anfälligkeit der Technik, auf die wir uns verlassen: Ein paar läppische Mikrosekunden lang war der Strom weg, alle Computer booteten neu, was mehrere Minuten totalen Bildausfall während des EM-Halbfinales zur Folge hatte. Die Notfallstromversorgung hatte offenbar niemand ausprobiert. Mit simplen Leitungen wie im vor-digitalen Zeitalter wäre das nicht passiert. Und genauso sieht's bei der Telekommunikation aus.

Davon abgesehen möchte ich noch zu Protokoll geben, dass ich die Hintergründe absichtlich nicht beleuchtet habe. Es ging mir um die Reaktion der Menschen. Die These: Eigentlich sind wir nicht viel mehr als Höhlenmenschen.

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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von Helmuth W. Mommers »

Der Krieg der Geister von Michael Schneiberg – sehr stimmungsvoll geschrieben (wie schon sein Debüt in NOVA 9, in der Kurzbio fälschlicherweise Ein Garten für die Ewigkeit betitelt, hieß natürlich Jackville und der Geisterhund), lässt mich aber unbefriedigt zurück, weil ich nicht weiß, was der Autor mir damit sagen wollte – wenn er überhaupt eine Botschaft hatte. Eher geeignet als Kapitel eines epischen Romans, hier aus dem Zusammenhang gerissen. Schneiberg hat fraglos großes erzählerisches Talent.
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von ChristianW »

Der Krieg der Geister von Michael Schneiberg ist sehr schön geschrieben, vermag in der Mitte jedoch nicht ebenso zu fesseln wie zu Beginn und am Schluss. Die Handlungsweise der Kämpfer wirkt fatal, ist für mich aber schon nachzuvollziehen. Alles in allem eine gute Story, düster-unterhaltsam, sehr passend für diese Ausgabe.

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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Helmuth W. Mommers hat geschrieben:Der Krieg der Geister von Michael Schneiberg – sehr stimmungsvoll geschrieben (wie schon sein Debüt in NOVA 9, in der Kurzbio fälschlicherweise Ein Garten für die Ewigkeit betitelt, hieß natürlich Jackville und der Geisterhund), lässt mich aber unbefriedigt zurück, weil ich nicht weiß, was der Autor mir damit sagen wollte – wenn er überhaupt eine Botschaft hatte. Eher geeignet als Kapitel eines epischen Romans, hier aus dem Zusammenhang gerissen. Schneiberg hat fraglos großes erzählerisches Talent.
Ja, das stimmt fast exakt mit meiner Meinung überein. Einfacher wäre es sicher gewesen, wenn Michael Schneiberg die Toten dann am Schluß als Geister zu Rächern an den Morden hätte werden lassen. Diesen Ausflug ins Phantastische unterläßt er aber, was ihm aber dann ein wenig die Pointe versaut. Eine dumme Situation, denn die Charaktere sind wunderbar geschildert.
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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von Jakob »

Ehrlich? Ich muss sagen, wenn die Geister der Toten am Ende noch Rache genommen hätten, wäre das in meinen Augen der Super-Gau für eine gelungene Story gewesen. Es geht bei "Krieg der Geister" doch gerade darum, dass das Handeln dieser Leute nicht nur alternativ- sondern auch sinnlos ist. Gerade als "Botschaft" (nämlich dagegen, weiter "Geisterkriege" zu führen) halte ich das sogar für recht kraftvoll.
Ich finde, Michael Schneiberg hat's in dieser Beziehung genau richtig gemacht!

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Re: NOVA 13

Ungelesener Beitrag von Olaf »

Nö, ich fand den Schluss von krieg der Geister auch genau so richtig, wie er war. Alles andere hätte dieser Tat der in ihrer Trauer und Hass gefangenen Männer ja wieder einen Sinn gegeben, der ihr in Wirklichkeit völlig fehlte.
Für mich sogar bald die beste Geschichte in Nova 13 bisher.
Imperium Germanicum hat mir dagegen, vor allem mit dem Originalende, gar nicht so gut gefallen. Dieses Ende nimmt der Geschicht doch sehr viel von ihrer Wucht. Aber auch das Alternativende ist nicht so sehr gelungen.

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