Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
- Bungle
- SMOF

- Beiträge: 2816
- Registriert: 23. Mai 2003 22:01
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: Torsten Scheib "Götterschlacht"
- Wohnort: Flussfahrerheim
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Ich habe das Lexikon der SF-Literatur zu Rate gezogen, da ich den Roman auch nicht gelesen habe, wohl weil die deutsche Übersetzung schon ein gutes Stück zurückliegt (der Stiel lässt's vermuten), und das Buch inzwischen eine große Rarität ist... Aber es ist auch einfach geraten.
Maurice Renard "Die blaue Gefahr" von 1910, 1922 übersetzt.
MB
Maurice Renard "Die blaue Gefahr" von 1910, 1922 übersetzt.
MB
- achimh
- SMOF

- Beiträge: 1592
- Registriert: 9. Dezember 2008 11:52
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: Chiang, Tad - Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes (C)
- Wohnort: Wendland, (Freie Republik)
- Kontaktdaten:
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
TA TA, TA TA, das ist richtig.Bungle hat geschrieben:Ich habe das Lexikon der SF-Literatur zu Rate gezogen, da ich den Roman auch nicht gelesen habe, wohl weil die deutsche Übersetzung schon ein gutes Stück zurückliegt (der Stiel lässt's vermuten), und das Buch inzwischen eine große Rarität ist... Aber es ist auch einfach geraten.
Maurice Renard "Die blaue Gefahr" von 1910, 1922 übersetzt.
MB
btw: Laut Suhrkamp ist der Roman erstmals 1911 erschienen.
Als ich den Roman "damals" gelesen habe, fand ich den richtig gut. Heute, beim Abtippen der Zitate regen sich allerdings einige Zweifel, ob ich den immer noch so einschätzen würde.
- Bungle
- SMOF

- Beiträge: 2816
- Registriert: 23. Mai 2003 22:01
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: Torsten Scheib "Götterschlacht"
- Wohnort: Flussfahrerheim
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
So, das ist nun mein Zitat, viele Spaß
"Die Nacht verbrachte ich in meinem moosgepolsterten Nest in dem Wollbaum. Am nächsten Morgen durfte ich mich in der Gewißheit hinauswagen, daß es ein Schlechter Tag war und die Familie in ihren Jurten blieb. In unserem ***** Tage langen Jahr gab es in regelmäßigen Abständen Gute Tage und Schlechte Tage. Jeder neunte Tag war ein Schlechter Tag, und an einem solchen würde sich niemand aufmachen, um nach mir zu suchen. Die weitaus meisten Tage waren Neutrale Tage, an denen sich die Mächte des Lichts und der Finsternis die Waage hielten. An diesen Tagen hatte man eine faire Chance, erfolgreich zu sein."
MB
"Die Nacht verbrachte ich in meinem moosgepolsterten Nest in dem Wollbaum. Am nächsten Morgen durfte ich mich in der Gewißheit hinauswagen, daß es ein Schlechter Tag war und die Familie in ihren Jurten blieb. In unserem ***** Tage langen Jahr gab es in regelmäßigen Abständen Gute Tage und Schlechte Tage. Jeder neunte Tag war ein Schlechter Tag, und an einem solchen würde sich niemand aufmachen, um nach mir zu suchen. Die weitaus meisten Tage waren Neutrale Tage, an denen sich die Mächte des Lichts und der Finsternis die Waage hielten. An diesen Tagen hatte man eine faire Chance, erfolgreich zu sein."
MB
- achimh
- SMOF

- Beiträge: 1592
- Registriert: 9. Dezember 2008 11:52
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: Chiang, Tad - Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes (C)
- Wohnort: Wendland, (Freie Republik)
- Kontaktdaten:
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Leider derzeit keine Anhung. Aber manchmal kann ein zweites Zitat durchaus hilfreich sein...Bungle hat geschrieben:So, das ist nun mein Zitat, viele Spaß
- breitsameter
- Ghu

- Beiträge: 12513
- Registriert: 25. Dezember 2001 00:00
- Bundesland: Bayern
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: »Carl's Doomsday Scenario: Dungeon Crawler Carl 2« von Matt Dinniman
- Wohnort: München
- Kontaktdaten:
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Hm, das klingt nach Hal Clement. oder täusche ich mich...?Bungle hat geschrieben:Die weitaus meisten Tage waren Neutrale Tage, an denen sich die Mächte des Lichts und der Finsternis die Waage hielten. An diesen Tagen hatte man eine faire Chance, erfolgreich zu sein."
Täglich geht die Sonne auf,
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
- Bungle
- SMOF

- Beiträge: 2816
- Registriert: 23. Mai 2003 22:01
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: Torsten Scheib "Götterschlacht"
- Wohnort: Flussfahrerheim
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Du täuschst dich. Sorry ich war übers Wochenende fort. Hier kommt das nächste Zitat:breitsameter hat geschrieben:Hm, das klingt nach Hal Clement. oder täusche ich mich...?Bungle hat geschrieben:Die weitaus meisten Tage waren Neutrale Tage, an denen sich die Mächte des Lichts und der Finsternis die Waage hielten. An diesen Tagen hatte man eine faire Chance, erfolgreich zu sein."
"Dabei lag das Land des Verderbens offen da: weite, kahle Ebenen, auf denen kein Baum Fuß gefasst hatte und kein Strauch. Sie erstreckten sich bis an den Horizont. Nur diese einsame grüne Schandfleck unterbrach die abscheuliche Einöde. Nachts spukten in seinen dunklen Schlupfwinkeln die Ausgeburten der Geisterwelt: sprangen umher, schlugen Purzelbäume und stießen ihren stummen Schreie aus. Die Hunde konnten sie hören. Die Katzen konnten sie sehen. Wir Menschen waren taub und blind für ihre Possen, außer wenn wir schliefen. Dann sahen wir sie. Und hörten sie. Und die Nachtmahre lehrten uns das Grausen udn Schwitzen."
Also der Roman ist SF, aber eben nicht so bekannt. Der Autor hat aber nicht nur SF geschrieben.
MB
- Bungle
- SMOF

- Beiträge: 2816
- Registriert: 23. Mai 2003 22:01
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: Torsten Scheib "Götterschlacht"
- Wohnort: Flussfahrerheim
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Ich glaube, ich muss die Auflösung beschleunigen.
Das letzte Zitat:
"Später wurden Geschichten erzählt, bis in den späten Abend hinein. Eine Außenseiterin namens Mitsch wußte von einem wundervollen Tier zu erzählen, das weit hinter dem Land des Verderbens lebte. Sie malte es in den Staub, und es besaß vorne und hinten einen Schwanz. Es sei doppel so groß wie der größte Jäger, meinte sie. Der vordere Schwanz war hohl, und damit saugte es Wasser, um es im hohen Bogen wieder auszublasen. Ich war ganz hingerissen von solch einem Ungetüm.
"Welche Farbe hat es?" rief ich.
"Jede erdenkliche Farbe", erwiderte sie und ihre Augen sprühten."Und jede Farbe glitzert wie Kristall - schillerndes Rot, Grün und Blau."
Und auf dem Backcover steht ganz groß
"Zwei Dinge sind erlaubt: Kannibalismus und Inzest"
Daran kann sich vielleicht jemand erinnern
MB
Das letzte Zitat:
"Später wurden Geschichten erzählt, bis in den späten Abend hinein. Eine Außenseiterin namens Mitsch wußte von einem wundervollen Tier zu erzählen, das weit hinter dem Land des Verderbens lebte. Sie malte es in den Staub, und es besaß vorne und hinten einen Schwanz. Es sei doppel so groß wie der größte Jäger, meinte sie. Der vordere Schwanz war hohl, und damit saugte es Wasser, um es im hohen Bogen wieder auszublasen. Ich war ganz hingerissen von solch einem Ungetüm.
"Welche Farbe hat es?" rief ich.
"Jede erdenkliche Farbe", erwiderte sie und ihre Augen sprühten."Und jede Farbe glitzert wie Kristall - schillerndes Rot, Grün und Blau."
Und auf dem Backcover steht ganz groß
"Zwei Dinge sind erlaubt: Kannibalismus und Inzest"
Daran kann sich vielleicht jemand erinnern
MB
-
Torsten
- SMOF

- Beiträge: 1176
- Registriert: 17. November 2008 10:57
- Land: Deutschland
- Wohnort: Marschmensch
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Garry Kilworth "Schatten" - Ich hatte bereits bei Zitat 2 eine Ahnung aber keine Zeit, nachzuschauen.Bungle hat geschrieben:"Zwei Dinge sind erlaubt: Kannibalismus und Inzest"
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh
- Bungle
- SMOF

- Beiträge: 2816
- Registriert: 23. Mai 2003 22:01
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: Torsten Scheib "Götterschlacht"
- Wohnort: Flussfahrerheim
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Exakt. Du bist an der Reihe, TorstenTorsten hat geschrieben: Garry Kilworth "Schatten" - Ich hatte bereits bei Zitat 2 eine Ahnung aber keine Zeit, nachzuschauen.
p.s. Den Roman habe ich noch nicht gelesen, ich bin neugierig geworden, auch weil er gut übersetzt scheint und sense of wonder hat.
-
Torsten
- SMOF

- Beiträge: 1176
- Registriert: 17. November 2008 10:57
- Land: Deutschland
- Wohnort: Marschmensch
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Das Schauspiel vor meinen Augen war auf seltsame Weise bewegend. Staunen und Bewunderung ließen meine persönlichen Ängste schnell in Vergessenheit geraten. Die Schönheit unseres Planeten war überwältigend. Die Erde war eine riesige in Ebenholz gefaßte Perle. Sie schimmerte wie Perlmutt, wie ein Opal. Nein, sie war lieblicher als jedes Juwel. Ihre unbeschreiblichen Farben waren viel zarter abgestuft, waren ätherischer. Sie besaß die Zartheit und den Glanz, die Kompliziertheit und die Harmonie eines lebendigen Wesens. Es war seltsam, daß ich gerade in dieser Entfernung die Gegenwart der Erde wie nie zuvor als die eines lebendigen Wesens empfand, das nur in Trance verharrt und sich tief im Innern nach dem Aufwachen sehnt.
Es fiel mir auf, daß nichts an diesem himmlischen Edelstein auf die Existenz der Menschheit hindeutete. Wenn auch unsichtbar, erstreckten sich unter mir einige der überfülltesten menschlichen Siedlungszentren, die es gab. Dort unten lagen gewaltige Industriegebiete, die die Luft mit ihrem
Rauch verpesteten. Und doch hatte das pulsierende Leben der Menschen, der für unsere Verhältnisse bedeutende menschliche Unternehmensgeist diesem Planeten keinen Stempel aufdrücken können. Von hier aus hätte die Erde vor der Entstehung des Menschen kaum anders ausgesehen. Kein visitemachender Engel, kein Forscher von einem anderen Planeten hätte erkennen können, daß dieser sanftschimmernde Ball von Ungeziefer wimmelte, von herrschsüchtigen, selbstquälerischen, engelsgleichen Ungeheuern.
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh
-
Torsten
- SMOF

- Beiträge: 1176
- Registriert: 17. November 2008 10:57
- Land: Deutschland
- Wohnort: Marschmensch
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Obwohl ihre Hörorgane für schwache Geräusche ziemlich empfänglich waren, konnten sie nur schlecht Lautunterschiede treffen. Musik, wie wir sie kennen, hatte sich auf diesem Planeten nicht entwickelt.
Als Ausgleich entwickelten sich der Geruchs- und Geschmackssinn auf außerordentliche Weise. Diese Wesen schmeckten nicht nur mit ihren Gaumen, sondern auch mit ihren feuchten schwarzen Händen und ihren Füßen. Somit bot sich ihnen ein außerordentlich reichhaltiges und enges Erleben ihres Planeten. Der Geschmack der verschiedenen Metall- und Holzarten der Geschmack saurer und süßer Böden und verschiedenartiger Felsarten sowie die zahlreichen feinen und starken Aromen der Pflanzen, die unter bloßen Füßen zerdrückt wurden – dies alles eröffnete dem anderen Menschen eine Welt, die einem irdischen Wesen unbekannt war.
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh
-
Torsten
- SMOF

- Beiträge: 1176
- Registriert: 17. November 2008 10:57
- Land: Deutschland
- Wohnort: Marschmensch
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Einmal führte uns unser Flug an die Grenze der Galaxis und in die jenseitige Leere hinaus. Schon seit einiger Zeit wurden die Sterne in unserer Nähe seltener. Hinter uns war der Himmel mit schwachen Lichtpunkten dicht besät, während sich vor uns sternenlose Schwärze erstreckte, die nur durch ein paar vereinzelt schimmernde Flecke unterbrochen wurde, bei denen es sich unseres Wissens um die naheliegendsten der fremden Galaxien handelte.
Ehrfürchtig verhielten wir lange Zeit bewegungslos vor diesem Schauspiel. Es war in der Tat ein gewaltiges Erlebnis, ein ganzes `Universum´ vor uns ausgebreitet zu sehen, ein Universum, das Billionen Sterne enthalten mochte und vielleicht Millionen bewohnter Welten; und zu wissen, daß jeder winzige Fleck auf dem schwarzen Himmel ein weiteres solches `Universum´ darstellte und daß weitere Millionen von Universen unsichtbar waren, nur weil sie so außerordentlich entfernt waren.
Was war die Bedeutung all dieser physischen Größe und Kompliziertheit? In sich stellte sie nichts weiter als reine Nutzlosigkeit und Trostlosigkeit dar. Aber voller Ehrfurcht und Hoffnung redeten wir uns ein, daß durch sie eine viel größere Kompliziertheit, Feinheit und Differenziertheit des Psychischen versprochen wurde. Nur das konnte ihr ihre Berechtigung geben. Aber dieses gewaltige Versprechen war nicht ohne Schrecken.
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh
- Traan Dain
- True-Fan

- Beiträge: 110
- Registriert: 19. Mai 2004 11:28
- Bundesland: Bayern
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: Thomas Pynchon: Gravity's Rainbow
- Wohnort: Bayern
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Das lese ich gerade: "Star Maker" von Olaf Stapledon (Der deutsche Titel war, glaube ich "Sternenschöpfer")Torsten hat geschrieben:Einmal führte uns unser Flug an die Grenze der Galaxis und in die jenseitige Leere hinaus. Schon seit einiger Zeit wurden die Sterne in unserer Nähe seltener. Hinter uns war der Himmel mit schwachen Lichtpunkten dicht besät, während sich vor uns sternenlose Schwärze erstreckte, die nur durch ein paar vereinzelt schimmernde Flecke unterbrochen wurde, bei denen es sich unseres Wissens um die naheliegendsten der fremden Galaxien handelte.
Ehrfürchtig verhielten wir lange Zeit bewegungslos vor diesem Schauspiel. Es war in der Tat ein gewaltiges Erlebnis, ein ganzes `Universum´ vor uns ausgebreitet zu sehen, ein Universum, das Billionen Sterne enthalten mochte und vielleicht Millionen bewohnter Welten; und zu wissen, daß jeder winzige Fleck auf dem schwarzen Himmel ein weiteres solches `Universum´ darstellte und daß weitere Millionen von Universen unsichtbar waren, nur weil sie so außerordentlich entfernt waren.
Was war die Bedeutung all dieser physischen Größe und Kompliziertheit? In sich stellte sie nichts weiter als reine Nutzlosigkeit und Trostlosigkeit dar. Aber voller Ehrfurcht und Hoffnung redeten wir uns ein, daß durch sie eine viel größere Kompliziertheit, Feinheit und Differenziertheit des Psychischen versprochen wurde. Nur das konnte ihr ihre Berechtigung geben. Aber dieses gewaltige Versprechen war nicht ohne Schrecken.
-
Torsten
- SMOF

- Beiträge: 1176
- Registriert: 17. November 2008 10:57
- Land: Deutschland
- Wohnort: Marschmensch
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Ja, richtig, es ist "Der Sternenschöpfer" oder auch "Der Sternenmacher" von Olaf Stapledon.Traan Dain hat geschrieben:Das lese ich gerade: "Star Maker" von Olaf Stapledon (Der deutsche Titel war, glaube ich "Sternenschöpfer")
Komisch. Es gibt nur sehr wenige Romane, von denen ich den Anfangssatz aus dem Kopf zitieren kann. Dieser gehört dazu:
"Eines Abends überkam mich Bitterkeit und ich wanderte auf den Hügel über der Stadt."
Du bist dran.
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh
- Traan Dain
- True-Fan

- Beiträge: 110
- Registriert: 19. Mai 2004 11:28
- Bundesland: Bayern
- Land: Deutschland
- Liest zur Zeit: Thomas Pynchon: Gravity's Rainbow
- Wohnort: Bayern
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Den ersten vollen Tag nach dem Erwachen verbrachten wir gemeinsam in einer der Aussichtsgondeln, was beinahe so ist, als säßen wir draußen im Raum. Wir sind von einem funkelnden Sternenmeer umgeben, nur dort nicht, wo die dunkle Masse unseres Schiffs es verdeckt. Die Oberfläche des Schiffes schimmert matt im Widerschein.
Wir saßen Hand in Hand, ohne zu sprechen, denn der Raum ist ein bedrohlicher und beängstigender Gefährte, wenn man ihn in seiner ungeheuren Weite betrachtet. Und wir sind so klein.
*** hat mich im Prozeß des Wiedererwachens eingeholt, und wir essen beide. (Ich leide bereits unter krampfartigen Schmerzen der Eingeweide.)
Wir sitzen still unter den Sternen, dösen bisweilen ein, und die wirkliche Welt und die Welt unserer Gedanken fließen in einer neuen Mischung zusammen. Wir sehen Erinnerungen aus unserem früheren Leben, besonders schmerzhafte, denn das sind diejenigen, denen wir uns stellen müssen, wenn wir mit der großen Dunkelheit unseres Wachens fertigwerden wollen.
Bald wird unsere Arbeit im Ernst beginnen. Allzu bald wird die Trägheit unseres Erwachens ein Ende haben, und wir werden zu dem, was wir nach dem Willen unserrer Schöpfer sein sollen, eine effektive Doppeleinheit, imstande, alle auftauchenden Schwiereigkeiten zu überwinden, amoralisch wie ein Messer.