Avatar - James Camerons neuer Film

Lapje
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Lapje »

heino hat geschrieben: Mir ist auch gerade aufgefallen, dass exakt die selbe Diskussion mit ähnlich scharfem Wortlaut vor ein paar Tagen im Wortvogel-Blog stattfand (witzigerweise von mir und einem anderen hiesigen User losgetreten). Avatar scheint einer dieser Filme zu sein, bei dem es in Sachen Meinung kein Mittelding gibt. Die Leute, die ihn gut finden, verteidigen ihn bis auf`s Blut (meist vor allem wegen der Optik und mit dem "Mach es doch besser"-Argument, das schon immer albern war), und die Kritiker berufen sich - so wie ich - darauf, dass beim höchsten Filmbudget aller Zeiten doch wohl auch genug Geld für einen sachkundigen Autoren übrig gewesen sein sollte. Hand auf`s Herz:jeder kann den Film gut finden, aber niemand kann ernsthaft bestreiten, dass die Handlung erstens locker einem halben Dutzend anderer bekannter Filme bis auf den Millimeter gleicht und zweitens in keiner einzigen Sekunde nennenswert variiert wurde. Das kann man okay finden, muss man aber nicht.
Naja...wo mit ich eher ein Problem habe ist, wenn jemand sagt, dass der Film sch.... war, oder der Film war langweilig...immer diese Allgemeingültigkeit...wenn jemand sagt, dass der Film ihm nicht gefallen hat, ok, aber dann sollte er es vielleicht auch begründen können. Bei manchen - auch hier ist es mir aufgefallen - sind sie eher gegen den Film weil viele für ihn sind...und man will ja kein Mitläufer sein..;-)
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Doop »

Lapje hat geschrieben:Jetzt macht er alles wieder kaputt...;-) MUSS es denn dafür eine Erklärung geben?
In einem SF-Film erwarte ich das schon, wenn Felsen in der Luft schweben und es nicht mit der "Macht" erklärt wird... ;-)

Ich glaube ich bin die Ausnahme. Ich fand den Film weder schlecht noch überragend. Keine Phantom Menace aber auch kein Empire Strikes Back. Eher ein Return of the Jedi. Ein paar ärgerliche Dinge, aber insgesamt ein "Passt schon".
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Ja, ich finde auch, das gehört bei SF dazu - vor allem, weil ich den wissenschaftlichen Ansatz solcher Ideen spannend finde. Das ist eben der Unterschied zur Fantasy.
Andererseits würde ich persönlich Avatar eher in der Rubrik "Fantasy" einordnen. Dass ein Raumschiff durch die Gegend fliegt oder sich jemand mit "USB" mit seiner Welt vernetzt, ist ja nicht unabdingbar ein Kriterium für SF.

Nachtrag:
Doop hat geschrieben:Ich glaube ich bin die Ausnahme.
Nö, bist du nicht. :beanie:
:bier:
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Doop »

Für mich war Avatar reine SF, da alles scheinbar magische, vor allem die Gaia-Geschichte als SF erklärt werden kann. Das sehe ich ähnlich wie Zeitreise und Überlichtgeschwindigkeit. Wenn wir solche Sachen Ausschlüssen, dann ist fast alles Fantasy.
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von heino »

Uschi Zietsch hat geschrieben:
Doop hat geschrieben:Ich glaube ich bin die Ausnahme.
Nö, bist du nicht. :beanie:
Bist du wirklich nicht. Die wenigsten Leute von der kritischeren Seite haben den Film wirklich als schlecht bezeichnet, sondern meist als unterhaltend, aber ohne wirkliche Originalität. Oder anders ausgedrückt:schlicht Mittelmass. Für einen Blockbuster recht gut, aber nicht wirklich das, was man nach all dem Gewese im Vorfeld davon erwarten durfte.

@Lapje:ich glaube, du interpretierst da einfach zuviel in die Aussagen der Leute, auf die du dich beziehst. Wenn ich einen Film als "scheiße" bezeichne, gehe ich dabei natürlich von meinem eigenen Erleben aus. Und in der Regel ist das doch bei jedem so.
Lese zur Zeit:

Connie Willis - Die Straße nach Roswell
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Montag »

Lapje hat geschrieben: Naja...wo mit ich eher ein Problem habe ist, wenn jemand sagt, dass der Film sch.... war, oder der Film war langweilig...immer diese Allgemeingültigkeit...wenn jemand sagt, dass der Film ihm nicht gefallen hat, ok, aber dann sollte er es vielleicht auch begründen können. Bei manchen - auch hier ist es mir aufgefallen - sind sie eher gegen den Film weil viele für ihn sind...und man will ja kein Mitläufer sein..;-)
Für jemanden, der gegen Diskriminierung, Verallgemeinerung und Vorverurteilung antritt, gehst du hier aber ab wie Schmidts Katze. Da ich keine/n der anwesenden hier persönlich kenne, würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen und Mitläufertum unterstellen.
Und ehrlich gesagt habe ich noch kein gutes Gegenargument gehört, warum der Plot nicht völlig vorhersehbar war. Der Witz ist ja, dass der Plot nicht das Rad neu erfinden muss. Ich habe mich auch durch "hero with a thousand faces" durchgewühlt und war danach um etliches schlauer. Das heißt aber nicht, dass mir jetzt jede Story langweilig vorkommt, wenn ich diese Muster entdecke. Man kann ja diese Muster benutzen und durch geschickte Erzählweise den Zuschauer dennoch völlig überraschen. Aber Avatar war storytelling-mäßig ne richtig olle Kamelle.
Wenn ich irgendwann mal Kinder habe, werde ich sie in ihren jungen Jahren an diesen Film heranführen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie das unhaut und ihre Phantasie auf Jahre beschäftigt.
Aber ich habe einfach schon zu viele Filme gesehen, die ähnlich waren, so dass mich Avatar nicht umhaut.

Ach ja, und für Andys faden Beigeschmack spricht meiner Meinung nach das gute alte Steine-Argument. Die Navi kennen sich aus auf ihrem Mond, sie haben den Heimvorteil. Aber nein, sie vertrauen auf den Außenseiter, der nicht auf die Idee kommt Steine auf die Hubschrauber zu werfen, sondern die Kavallerie in die Maschinengewehre rennen lässt. Sorry, aber da waren ja sogar die Ewoks cleverer. Soviel zum Thema "die neue Perspektive von außen".
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Phileas »

Hier kam ein paar Mal die Frage nach dem durchschnittlichen Eintrittspreis für Avatar auf. Aus einem anderen Forum habe ich die Antwort (die Quelle ist zuverlässig):
1. WE 9,92
2. WE 10,01
3. WE 10,16
4. WE 10,52
5. WE 10,61
6. WE 10,69
7. WE 10,74
8. WE 10,67

Insgesamt 9,97 (Kinotage unter der Woche drücken den Preis)
Die steigenden Preise über die Wochenenden lässt sich einfach erklären, da immer weniger 2D-Kopien im Einsatz sind.
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StevesBaby

Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von StevesBaby »

Ach ja, und für Andys faden Beigeschmack spricht meiner Meinung nach das gute alte Steine-Argument. Die Navi kennen sich aus auf ihrem Mond, sie haben den Heimvorteil. Aber nein, sie vertrauen auf den Außenseiter, der nicht auf die Idee kommt Steine auf die Hubschrauber zu werfen, sondern die Kavallerie in die Maschinengewehre rennen lässt. Sorry, aber da waren ja sogar die Ewoks cleverer. Soviel zum Thema "die neue Perspektive von außen".
Genau, wären die in Afghanistan einmaschiert, dann hätten die voll eine über die Rübe bekommen. Ähnlichkeiten zu lebenden Personen rein zufällig. :-D Der Film war technisch gut, aber sonst keine Rede wert.
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Knochenmann
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Lapje hat geschrieben: Naja, dafür hat ja der Chef auch gesagt, dass sie von ihnen Bildung, Medikamente ect ect haben können, aber sie wollen sie nicht... wurde von den Figuren auch nicht verstanden...aber warum ist es so schwierig zu begreifen, dass andere Menschen mit dem, was sie haben glücklich sind und nichts anderes wollen? Erinnert mich ein wenig daran, als die Engländer im 17. Jahrhundert versuchten, China durch solche "Geschenke" zu einem Handelsabkommen zu bewegen und scheiterten - und es auch nicht verstanden dass sie so etwas nicht brauchten...
"Nicht brauchen" ist relativ. Unter den Geschenken der Engländer war auch das Modell einer Dampfmaschine. Auch wenn der Kaiser vielleicht daran nicht interresiert war bin ich mir doch ziemlich sicher das viele andere Chinesen damit hätten was anfangen können.
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Doop »

Lapje hat geschrieben: Naja, dafür hat ja der Chef auch gesagt, dass sie von ihnen Bildung, Medikamente ect ect haben können, aber sie wollen sie nicht... wurde von den Figuren auch nicht verstanden...aber warum ist es so schwierig zu begreifen, dass andere Menschen mit dem, was sie haben glücklich sind und nichts anderes wollen? Erinnert mich ein wenig daran, als die Engländer im 17. Jahrhundert versuchten, China durch solche "Geschenke" zu einem Handelsabkommen zu bewegen und scheiterten - und es auch nicht verstanden dass sie so etwas nicht brauchten...
Wieso muss ich bei dieser Aussage unweigerlich an diese klassische Szene aus "Life of Brian" denken :D
Monty Python hat geschrieben:R: We get in through the underground heating system here ... up through to the main audience chamber here ... and Pilate's wife's bedroom is here. Having grabbed his wife, we inform Pilate that she is in our custody and forthwith issue our demands. Any questions?
X : What exactly are the demands?
R : We're giving Pilate two days to dismantle the entire apparatus of the Roman Imperialist State and if he doesn't agree immediately we execute her.
R: They've bled us white, the bastards. They've taken everything we had, not just from us, from our fathers and from our fathers' fathers.
S : And from our fathers' fathers' fathers.
R: Yes.
S: And from our fathers' fathers' fathers' fathers.
R: All right, Stan. Don't labour the point. And what have they ever given us IN RETURN? (he pauses smugly)
X: The aqueduct?
R: What?
X: The aqueduct.
R: Oh yeah, yeah they gave us that. Yeah. That's true.
MC: And the sanitation!
S: Oh yes ... sanitation, Reg, you remember what the city used to be like.
R: All right, I'll grant you that the aqueduct and the sanitation are two things that the Romans HAVE done ...
M: And the roads ...
R: (sharply) Well YES OBVIOUSLY the roads ... the roads go without saying. But apart from the aqueduct, the sanitation and the roads ...
MC : Irrigation ...
O: Medicine ... Education ... Health
R: Yes ... all right, fair enough ...
MC : And the wine ...
ALL : Oh yes! True!
F: Yeah. That's something we'd really miss if the Romans left, Reg.
MC: Public baths!
S : AND it's safe to walk in the streets at night now.
F: Yes, they certainly know how to keep order ... (general nodding) ... let's face it, they're the only ones who could in a place like this.
(more general murmurs of agreement)
R: All right ... all right ... but apart from better sanitation and medicine and education and irrigation and public health and roads and a freshwater system and baths and public order ... what HAVE the Romans ever done for US?
X: Brought peace!
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Lapje »

Knochenmann hat geschrieben:
Lapje hat geschrieben: Naja, dafür hat ja der Chef auch gesagt, dass sie von ihnen Bildung, Medikamente ect ect haben können, aber sie wollen sie nicht... wurde von den Figuren auch nicht verstanden...aber warum ist es so schwierig zu begreifen, dass andere Menschen mit dem, was sie haben glücklich sind und nichts anderes wollen? Erinnert mich ein wenig daran, als die Engländer im 17. Jahrhundert versuchten, China durch solche "Geschenke" zu einem Handelsabkommen zu bewegen und scheiterten - und es auch nicht verstanden dass sie so etwas nicht brauchten...
"Nicht brauchen" ist relativ. Unter den Geschenken der Engländer war auch das Modell einer Dampfmaschine. Auch wenn der Kaiser vielleicht daran nicht interresiert war bin ich mir doch ziemlich sicher das viele andere Chinesen damit hätten was anfangen können.
Unter den "Geschenken" befand sich: ein aus Deutschland stammendes Planetarium, Fernrohre, Luftpumpen, Fenstergläser, Eisen- und Stahlprodukte. Die Antwort Chinas: "Wir haben technologische Waren noch nie geschätzt und haben auch jetzt nicht den geringsten Bedarf an den Manufakturwaren deines Landes". Und weiter folgte: "Wir, Kaiser durch die Gnade des Himmels, instruieren den König von England, unsere Anweisung zur Kenntniss zu nehmen..."

Am Ende maschierten die Engländer ein ohne jemals das Land betreten zu haben: Mit seiner Handelsflotte belieferten sie nun die Schwarzhändler, besonders mit Opium, welches den Staat von innen zersetzte und die Volkswirtschaft schädigte...

Nur leider gabs bei den Navi's keine Volkswirtschaft..;-)
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

'türlich habe Sie dir. Jäger und Sammler zu sein ist auch eine Art der Volkswirtschaft.
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von gernot1610 »

Knochenmann hat geschrieben:'türlich habe Sie dir. Jäger und Sammler zu sein ist auch eine Art der Volkswirtschaft.
... nicht in der kunterbunten Seifenblasenwelt ...
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

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Knochenmann hat geschrieben:'türlich habe Sie dir. Jäger und Sammler zu sein ist auch eine Art der Volkswirtschaft.
Voklswirtschaft setzt aber mindestens Unternehmen (die kleinste Form einer Volkswirtschaft wäre das Das Zwei-Sektoren-Modell) vorraus...und bei Jäger und Sammler erkenne ich so etwas wenn überhaupt nur bedingt. Zumal ist Wirtschafft doch gewinnbringend ausgerichtet...und da habe ich das Gefühl, dass das nicht zur "Natur" der Navi's passt...
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Re: Avatar - James Camerons neuer Film

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Doop hat geschrieben:Wieso muss ich bei dieser Aussage unweigerlich an diese klassische Szene aus "Life of Brian" denken :D
Immer wieder schön. :lol: :prima:
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