Jack Williamson verstorben

Science Fiction in Buchform
deval
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Jack Williamson verstorben

Ungelesener Beitrag von deval »

Mensch, da verstirbt letzten Monat ein Urgestein der SF und ich bekomme es nicht mit. Zumal es sich noch um einen Autoren handelt, den ich bis vor ein paar Jahren noch sehr gerne gelesen habe.

Da ich vermutlich nicht der Einzige bin dem das entgangen ist habe ich den Thread eröffnet.


Bild

Jack Williamson
geb. am 29.04.1908
gestorben am 10.11.2006




Michael Drewniok gibt hier
http://www.phantastik-couch.de/jack-williamson.html
einen kurzen Überblick über das Leben und Schaffenswerk von Jack Williamson.

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Spezies 125
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Ungelesener Beitrag von Spezies 125 »

Da kann man nur ehrfürchtig das Haupt senken...

Schade, wieder einer der ganz Großen :cry:

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Rusch
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Ungelesener Beitrag von Rusch »

Wer war einer der großen, nicht der ganz großen.

Aber das Alter... alle Achtung. Ich will auch mal 98 werden.

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Ungelesener Beitrag von Spezies 125 »

@Rusch:

Das:
(W)er war einer der großen, nicht der ganz großen.
... ist Deine subjektive Meinung, ich bleibe dabei... :xmas: :wink: :xmas:

:xmas_tree:

--Spezies 125

deval
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Ungelesener Beitrag von deval »

Ich glaube auch das Williamson einer der ganz Großen gewesen ist. Immerhin ist ihm neben Robert A. Heinlein von den „Science Fictions Writers of America“ der Titel "Grand Master" verliehen worden. In Deutschland hat er gewiß einen anderen Stellenwert als bei den Amis. Viele der amerikanischen Schriftsteller die uns hier nicht viel sagen, oder die kaum einer noch kennt, gehören dort zu den Besten der Besten.

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Ungelesener Beitrag von Spezies 125 »

@vallenton:

Well spoken! :prima:
:xmas_tree:

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Mort
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Ungelesener Beitrag von Mort »

vallenton hat geschrieben:Ich glaube auch das Williamson einer der ganz Großen gewesen ist. Immerhin ist ihm neben Robert A. Heinlein von den „Science Fictions Writers of America“ der Titel "Grand Master" verliehen worden.
Daß der gute Mann sich nun "Grand Master" nennen durfte, hat für mich den gleichen Stellenwert als wenn einer die goldene Anstecknadel für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit in der Kartonfabrik Gebr. Wurtzel KGaA in Oberammergau bekommen hat. Er war halt lange mit dabei (und das verdient ja auch Anerkennung).

Für mich entscheidend ist aber in erster Linie die Qualität und Nachhaltigkeit seines Werkes und da kann er in meinen Augen - bei allem gebührenden Respekt - sicher nicht mit Leuten wie etwa Asimov mithalten.
vallenton hat geschrieben: Viele der amerikanischen Schriftsteller die uns hier nicht viel sagen, oder die kaum einer noch kennt, gehören dort zu den Besten der Besten.
Als da wären ... ?

Ich meine, auch ich könnte eine Menge Namen von amerikanischen Schriftstellern (Harlan Ellison, Cordwainer Smith, Norman Spinrad, John Varley und viele mehr) nennen, die meiner Ansicht nach in Deutschland zu wenig Beachtung finden. Aber aus dem Stand fällt mir keiner ein, der sich was Erfolg, Status und Anerkennung angeht mit einen Heinlein messen könnte (und somit zu "den Besten der Besten" gehören würde) und den denoch hierzulande kaum einer noch kennt.

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breitsameter
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Ungelesener Beitrag von breitsameter »

vallenton hat geschrieben:Ich glaube auch das Williamson einer der ganz Großen gewesen ist. Immerhin ist ihm neben Robert A. Heinlein von den „Science Fictions Writers of America“ der Titel "Grand Master" verliehen worden. In Deutschland hat er gewiß einen anderen Stellenwert als bei den Amis. Viele der amerikanischen Schriftsteller die uns hier nicht viel sagen, oder die kaum einer noch kennt, gehören dort zu den Besten der Besten.
Damon Knight, der wohl wichtigste SF-Kritiker der Frühzeit der SF, schrieb in seinem Buch »In Search of Wonder« folgendes über Williamson: »Williamson has the misfortune to be an exceptionally careful craftsmen who grew up in one of the crudest eras of pulp fiction. The usual technique in those days was to grab the reader by his nose at the earliest possible moment in the story and never let go: thus, the hero invariantly started out in a tough situation, which got progressively worse until the last scene, when, plausibly or not, the problem was solved.
Williamson, as a struggling young author, earned an impressive success by applying this system more thoroughly than any of his rivals. Williamson began each story by putting his hero in approximately the position of a seventy-year-old paralytic in a plaster cast who is required to do battle with a sabretooth tiger – and, there being no place to go from there, kept him in the same predicament throughout the story, only adding an extra fang from time to time.« (Seite 57)
Echte Vampire schillern nicht im Sonnenlicht, sie explodieren. Echte Helden küssen keinen Vampir, sie töten ihn.

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Doop
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Ungelesener Beitrag von Doop »

Ob einer der ganz großen oder nur ein großer.... egal.... mit dem Tod von Jack Williamson ist das Goldene Zeitalter der SF nun endgültig Geschichte geworden....

Aber er hatte ein langes, erfülltes Leben und schrieb und lehrte bis kurz vor den Tod.

:cry:
„Ich habe [...] nichts gegen Filme ohne viel Handlung (z.B. Laberfilme von Rohmer), aber das Verhältnis zwischen Landschaftsmalerei, Dialog und Kawumm muss stimmen.“ (Badabumm, hier im Forum)

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Ungelesener Beitrag von Bungle »

Doop hat geschrieben:Ob einer der ganz großen oder nur ein großer.... egal.... mit dem Tod von Jack Williamson ist das Goldene Zeitalter der SF nun endgültig Geschichte geworden....

Aber er hatte ein langes, erfülltes Leben und schrieb und lehrte bis kurz vor den Tod.

:cry:
um Spezies 125 zu zitieren:
Well spoken :prima:

Mir bleibt er als Autor von "Wing 4" in Erinnerung. Für mich ein Klassiker.

MB

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Sebastian
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Ungelesener Beitrag von Sebastian »

Für mich gehört er auf jedenfall zu den ganz großen. :cry:

Nicht nur durch "Wing4",
sondern auch durch seine neueren Romane
wie z.B. "Die Endzeit-Ingenieure".
Erschien 2001 in USA, auf deutsch 2004. Sein letzter erschien in den USA 2004.
Ein ganz ungewöhnlicher Endzeitroman:
Die Erde wird von einem Meteor verwüstet. Nur eine Handvoll Menschen kann sich auf eine vollautomatisierte Mondstation retten. Von dort aus versuchen sie durch Terraforming der Erde wieder zu Leben zu verhelfen. Das das natürlich Jahrtausende dauert, arbeiten sie mit Klonen von sich selbst ...

Jack Williamson steht sogar im Oxford English Dictionary als Erfinder der Begriffe:

genetic engeneering und
terraforming (in "Seetee Ship" 1951 ( dt. "Antimaterie") :lehrer:
Ich lese zur Zeit:
P.K.Dick: "...wenn unsere Welt ihr Himmel ist?"


fertig mit:
"Göttliche Überfalle" (Biographie über Philip K. Dick)
Mary Doria Russel: "Sperling"

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