Sci-Fi für Schüler Sek 1

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ruebezahl
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Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von ruebezahl » 26. Februar 2017 19:19

Hi zusammen,
bin ganz neu hier im Sci-Fi-Forum. Hoffe aber, dass Ihr mir helfen könnt.
Ich arbeite nebenberuflich in einer Schule in der Schulbücherei und möchte die Schüler der Sek 1 (also 5.-9. Klasse G8) gerne mit dem Genre vertraut machen. Es gibt dort schon einige Titel, die unter Sci-Fi fallen, jedoch sind das fast alles Titel, die z.T. verfilmt sind (also diese "Insurgent"-Reihe, Tribute von Panem, Enders Game, Die Auserwählten, Hüter der Erinnerung, Time Runners, aber auch "Justin Time" usw.). Ich habe aber die Idee, auch Klassiker (Fahrenheit 421, 1984, Robotermärchen usw.) irgendwie einzuführen, jedoch fehlt mir da eine Idee und eine "Liste" mit Titeln, die Schüler ab 10 Jahren bis 16 Jahre ansprechen könnte.
Da Sci-Fi ja leider immer noch nicht so richtig als Genre wahrgenommen wird, ist es auch schwer, Lehrer zu begeistern. Die jungen kennen ja nur die ganz oben angeführten Filme, die älteren (alten) haben mit sowas eh' nichts am Hut.
Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir einige Titel nennen könnt, die ich so nach und nach in der Bücherei unterbringen könnte und die Lust auf mehr machen. Sowohl Klassiker (also die neue Rechtschreibung sollten die Titel schon haben ;)), als auch Titel, von denen Ihr meint, dass sie für Schüler geeignet sind.
Es gibt ja im Internet Seiten für Jugendbücher, auf denen auch "Sci-Fi"-Titel vorgestellt werden - aber die sind dann brandneu. Darum geht es mir nicht. Wie gesagt - ich suche Titel für eine Einführung in das Genre für Neulinge/Schüler - das wäre toll.
Ich bedanke mich bei Euch schon im Voraus.
Liebe Grüße!

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Nina
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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Nina » 26. Februar 2017 21:43

Mich haben am unteren Ende der Altersangabe (so mit 10-12 Jahren) "Die Lotushöhlen" und "Leere Welt" von John Christopher recht begeistert. Es war sicher mit ein Grund, warum ich bei der SF hängengeblieben bin. Das mit den "dreibeinigen Herrschern", wozu es auch eine Serie gibt, kannte ich damals nicht. Es wäre auf jeden Fall ein Autor, wo es sich lohnt, was von ihm für Jugendliche anzuschaffen.

Mit 16 kann man schon an die Erwachsenenbücher ran. Also ich mochte vielleicht nicht mit 16, aber so zwischen 16-17-18 so die Antiutopien wie eben "1984" und "Schöne neue Welt" gerne.

Und als Mädchen fand ich die Drachenreiter-Romane von Anne McCaffrey sehr spannend. Die werden als Science Fantasy angesehen, aber da kann man sich sicher endlos streiten, was für ein Genre das ist. Vor allem fand ich spannend, weil die da drin auch Sex hatten ... das war ja noch so zum Kichern damals! - aber das sollte man für eine Bibliothek für Jugendliche wohl nicht empfehlen, zumal die Covergestaltung auch ... ähm, na ja ist. *fg*

Ach ja, ich hoffe, dass Du Dir eine Mailbenachrichtigung für das Thema eingerichtet hast, damit die Leute hier nicht unbemerkt kommentieren.

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Interplanar
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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Interplanar » 26. Februar 2017 21:52

Es gibt auf der Mark-Brandis-Website Infos zu einer kompletten Unterrichtseinheit für diese Altersklasse. Und vielleicht ist "Operation Sonnenfracht" bzw. einer der anderen Bände der Reihe das Richtige?
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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Jorge » 26. Februar 2017 23:36

ruebezahl hat geschrieben:Klassiker (also die neue Rechtschreibung sollten die Titel schon haben ;))
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http://www.phantastik-couch.de/iain-m-b ... lebas.html

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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 27. Februar 2017 01:53

Wenns um Klassiker geht:

Robert A. Heinlein zu empfehlen ist eine zweischneidige Sache. Er hat mehrere Bücher extra für Jugendliche geschrieben, wobei ich "Der rote Planet" noch uneingeschränkt vorschlagen würde. Die Freundschaft zu einem fremdartigen, dreibeinigen Marswesen ist rührend, und die Abenteuer sind auf kindgerechtem Niveau.

"Bürgerin des Mars" handelt aus der Sicht eines Teenager-Mädchens, das ein Überlebenstraining absolvieren muss, und ist ein Roman, der in die Rubrik "Panem" fallen würde. Gut ist die differenzierte Beziehung zu ihrem Bruder und die Stufen des Erwachsenwerdens.

"Tunnel zu den Sternen" würde ich ein bisschen mit "Herr der Fliegen" vergleichen, eine Gruppe Jugendlicher muss auf einem fremden Planeten überleben und als endlich Rettung eintrifft, wollen einige nicht mehr weg. Hat schon typische Heinleinsche Züge: die Gruppe überlebt nur durch starke Führung, und es ist viel "Wildwest"-Romantik im Spiel.

"Tür zum Sommer" kommt schon in die Kategorie, die für ganz junge nicht geeignet ist, obwohl dort ein junges Mädchen, ein väterlicher Held und eine Katze mitspielen. Es hat aber viel mit Wirtschaft und "Erwachsenenkram" zu tun, außerdem ist die Beziehung zwischen dem älteren Mann und dem Teenager grenzwertig. Das ist leider das Manko vieler Heinlein-Romane: sie würden heute nicht mehr unbedingt als politisch korrekt durchgehen. Der Autor hat eine simple und sehr amerikanische Sichtweise. Seine Bücher laden auf jeden Fall zum Diskutieren ein.

"Sternenkrieger" würde ich nicht empfehlen (außerdem finde ich es schlecht geschrieben), denn wenn darin Ironie sein soll, so ist es schwer, sie zu finden. Unvoreingenomme würden das Werk als Kriegs-Propaganda und -Verherrlichung einstufen.

edit: habe gerade Enders Game im TV gesehen und muss sagen: das ist eine wirkliche Kopie von "Sternenkrieger" und für mich ein Propagandafilm. Es wird zwar ein humanitäres Ende eingeflochten (der Skrupel siegt), aber ob die Aussage nicht doch im CG-Gewitter untergeht? Er erinnerte mich an "Neon Genesis Evangelion", und alle Filme, in denen Kinder als die besseren Soldaten herangezogen werden (aus welchen fadenscheinigen Gründen auch immer) sind immer mit Vorsicht zu genießen. Kindern beizubringen, dass es "normal" sei, als Soldat zu denken und sterben, birgt immer Zündstoff. Im wahrsten Sinn des Wortes. Dagegen ist Heinleins Weltanschauung geradezu ein Ponyhof.

Von Stanislaw Lem würde ich "Abenteuer des Piloten Pirx" und "Sterntagebücher" vorschlagen. Allerdings sind die chaotischen Situationen auch mit viel Intellekt durchdrungen, es ist also nur nach außen hin Klamauk. Manche Passagen sind tatsächlich sehr anspruchsvoll. Aber die Aliens, Planeten und Situationen sind herrlich durchgeknallt und zum großen Teil absolut unglaubwürdig schräg, so dass kein Zweifel an ihrer absurden Komik besteht.

Isaak Asimov wäre im Gegensatz zu Heinlein der Pazifist. Seine "galaktische Trilogie" hat zwar Kultstatus, aber geeignet für 10-15-Jährige ist sie nicht. Obwohl im zweiten Teil eine junge Frau in verantwortungsvoller Aufgabe vorkommt. Dazu gibt es aber zuviel Weltpolitik, tiefsinnige Dialoge und psychologische Hintergründe. Allerdings könnte ich einige seiner "Robotermärchen" vorschlagen.

Alle diese Bücher wirken heute natürlich ein wenig altbacken. Sie stammen ja zum größten Teil aus den 1950er bis 1970er Jahren. Also nix mit Smartphone und so. Zudem sind sie "langsam" geschrieben, das heißt, man sollte schon gerne SF lesen, die Themen fesselnd finden und sich durch längere Passagen durcharbeiten können. Was sie aber mitbringen, ist eine Art von Optimismus, der heute Kopfschütteln hervorrufen würde. Die Technik regelt alles, die Menschen sind lernwillig und wenn ein kräftiger Kerl anpackt und alle Probleme beiseitefegt, ist alles gut. Das war "harte SF" aus dieser Zeit.

Als Alternative hätte ich noch Nancy Kress und Piers Anthony. Und natürlich Pratchett.

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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 27. Februar 2017 09:31

Ich wäre für "Little Brohter" von Doctorow. Das sollte man ohnehin lesen und ist ein YA Buch.
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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Quantenmechaniker » 27. Februar 2017 13:39

Ich finde Schüler müssen beigebracht werden Dinge zu hinterfragen und systemkritisch zu sein. Deshalb sind Dystopien wie "1984", "Schöne neue Welt", "Wir" oder (aktuell) "The Circle" gar kein schlechter Ansatz.

"Fremder in einer fremden Welt" von Robert A. Heinlein nenne ich als Beispiel, wenn es um ein friedfertiges soziales Zusammensein gehen soll. Ich selbst habe das Buch leider nie zu Ende gelesen.

Ansonsten ist denke ich "Ender's Game" ein guter Jugendroman. Er glorifiziert zwar anfangs den Krieg, der kalte Krieg ist auch ein Thema, aber das Ende relativiert wieder das Ganze.

In "Die dreibeinigen Herrscher" geht es ums Erwachsenwerden, also ideal für die 5. oder 6. Schulklasse.

"Eine Handvoll Venus" von Pohl & Kornbluth geht es um Konsumkritik, was bei Jugendlichen eine Brennthema sein dürfte. Auch ein älteres Büchlein.

All-Time-Classic "Die Zeitmaschine": Es geht um Klassenkampf, die aber auch aufzeigt, dass beide Gesellschaftschichten in Abhängigkeit zueinander stehen.

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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 27. Februar 2017 14:11

Quantenmechaniker hat geschrieben: "Fremder in einer fremden Welt" von Robert A. Heinlein nenne ich als Beispiel, wenn es um ein friedfertiges soziales Zusammensein gehen soll. Ich selbst habe das Buch leider nie zu Ende gelesen.
Seltsamer Ratschlag angesichts des letzten Satzes.

Vllt. auch shcon etwas zu hochgegriffen. Dann eher die Jugendbücher oder Revolte auf Luna.

Von Asimov die Robotergeschichten. Trantor ist doch arg verstaubt.

An Filme und Serien anzudocken, finde ich als Strategie übrigens nicht schlecht. Neben jedes verfilmte Buch eines Autors dann ein unverfilmtes stellen. Wobeich denke, dass die Ausleihquoten bei letzteren dann zeigen werden, wie wichtig der Hollywood-Effekt ist.

Jugendliche sollen v.a. lernen, lesen zu mögen. Da kann auch Fun dabei sein. Ein paar Rhodan-Silberbände, ein paar Space Operas (Brandhorst?), Eschbach halte ich auch für unumgänglich. Was von Vance. Was von Farmer. Wenn die Bibliothek nur didaktisch wirkt, fliehen die Schüler. Die haben schon den halben Tag Schule.

Von den Klassikern einen leichteren LeGuin (Winterplanet?). Bradburys Mars-Chroniken.

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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 27. Februar 2017 15:08

Meine Vorschläge sind recht eindimensional.
Eschbach, Andreas: Marsprojekt Bd 1 - 5.
ders.: Perfect Copy.
ders.: Der letzte seiner Art.
ders.: Aquamarin.
Alles erprobt, alles gelobt.
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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Quantenmechaniker » 27. Februar 2017 15:36

L.N. Muhr hat geschrieben:Seltsamer Ratschlag angesichts des letzten Satzes.
Ein Buch nicht komplett durchgelesen zu haben, heißt nicht, dass ich es nicht weiterempfehlen würde.

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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von stolle » 27. Februar 2017 15:39

L.N. Muhr hat geschrieben:
An Filme und Serien anzudocken, finde ich als Strategie übrigens nicht schlecht. Neben jedes verfilmte Buch eines Autors dann ein unverfilmtes stellen. Wobeich denke, dass die Ausleihquoten bei letzteren dann zeigen werden, wie wichtig der Hollywood-Effekt ist.
Das ist eine gute Idee, ich würde Philip K. Dick empfehlen, massenhaft Verfilmungen inzwischen, und mich hat er als Teenie völlig umgehauen, warum sollten ihn heutige Teenies nicht lesen können? Time out of Joint (Truman Show), Man in the High Castle, die Kurzgeschichten, alles gut lesbar und sehr abgefahren.
Ich plädiere immer dafür, die Kinder nicht zu unterfordern.

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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Naut » 27. Februar 2017 15:49

L.N. Muhr hat geschrieben: Von den Klassikern einen leichteren LeGuin (Winterplanet?).
Winterplanet ist toll, aber vom Unterhaltungswert sind die früheren Hainish-Romane noch unterhaltsamer (wenn auch nicht so "wichtig").

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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 27. Februar 2017 15:56

Die hatte ich auch im Kopf, aber sind die lieferbar?

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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Naut » 27. Februar 2017 17:24

L.N. Muhr hat geschrieben:Die hatte ich auch im Kopf, aber sind die lieferbar?
Oh, guter Einwand. Die letzte Auflage ist von 2005 oder so, könnte also knapp sein.

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Re: Sci-Fi für Schüler Sek 1

Ungelesener Beitrag von Bully » 27. Februar 2017 19:09

Quantenmechaniker hat geschrieben: ...

"Fremder in einer fremden Welt" von Robert A. Heinlein nenne ich als Beispiel, wenn es um ein friedfertiges soziales Zusammensein gehen soll. Ich selbst habe das Buch leider nie zu Ende gelesen.

Ansonsten ist denke ich "Ender's Game" ein guter Jugendroman. Er glorifiziert zwar anfangs den Krieg, der kalte Krieg ist auch ein Thema, aber das Ende relativiert wieder das Ganze.

In "Die dreibeinigen Herrscher" geht es ums Erwachsenwerden, also ideal für die 5. oder 6. Schulklasse.

...
Bzgl. "Fremder in einer fremden Welt"; bist Du denn zu der Stelle gekommen, wo erzählt wird, dass die Marsianer Nachbarplaneten vernichten, wenn sie mit der Mentalität von deren Bewohnern nicht klar kommen?

Ansonsten hielte ich es für ein gutes Schulprojekt, die eine Hälfte der Klasse (aber von sagen wir 10. aufwärts) das und die andere "Sternenkrieger" lesen zu lassen, um sie dann zur mutmaßlichen politischen Einstellung des Autoren zu befragen. :D (Persönlich gefällt mir letzteres mehr, obwohl ich in der dort beschrieben Gesellschaft nicht leben wollte; wenigstens ist die Hauptperson kein ungebrochener Übermensch.)

Dreibeinige Herrscher sind prima.
Enders Spiel glorifiziert gar nix. Es kommen Leute drin vor, die etwas glorifizieren. Genausogut könnte man sagen, "Huckleberry Finn" glorifiziere Sklaverei und Rassismus, weil darin rassistische Sklavenhalter vorkommen. Außerdem lässt Ender am Ende sich Graffs Kopf nicht auf einem Silbertablett servieren, wenn das nicht lehrt, dass man seinen Lehrern vergeben soll, weiß ich auch nicht weiter.

Weinbaum und Vance sind Pflicht. Wenn man in seinem ganzen Leben nur zwei SF-Kurzgeschichten gelesen hat, dann am besten die Mars-Odyssee und die Mondmotte. Und wenn man die nicht mag, dann sollte man auch keine anderen mehr lesen. Neverever. Nie.

Als Kind war mein allerliebster Lieblings-Roman "Die ersten Menschen auf dem Mond" von H.G. Wells. Meine Tante meinte, man könne heute sowas nicht mehr schreiben. Stimmt, aber man kann es lesen.
Anderswo known as Yart Fulgen

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