Ehrlich gesagt, ist mir relativ egal, welches Privatleben die Musiker, die ich höre, die Autoren, die ich lese, oder die Maler und Bildhauer, deren Werke als Repliken in meiner Wohnung hängen, haben oder hatten.Dirk hat geschrieben: ...So kommen diese schrägen Bilder zustande, die aus marketingtechnischen Gründen und weil man sonst nicht ernst genommen wird, hegt und pflegt.
Auf beiden Seiten des Schreibtischs.
Woher würde sonst die Welle der Empörung ihre Energie hernehmen, die durch die Leserschaft geht, wenn ein Fußpfleger aus Wanne Eickel einen Roman schreibt, der einem Dan Brown das Wasser des Neids in die Augen treibt?
Warum gibt es sonst Pseudonyme und getürkte / beschönte Vitae?
There´s no business like showbusiness![]()
LG
Dirk
Es sei denn höchstens, dass es mit dem Werk zu tun hat.
Wenn ich erfahre: Oh, dieses Lied wurde geschrieben, als die Sängerin sich gerade frisch getrennt hatte (ihr Ex hatte zu viele Groupies gevögelt) oder, oh, dieses Bild wurde gemalt, weil der Künstler eigentlich ein Grabmal für den Papst entwerfen sollte, das aber zu teuer gewesen wäre, aber weil der Vorschuss schon ausgegeben war (für ein Landgut in der Toskana - jetzt bin ich neidisch) sollte stattdessen diese Decke mit Fresken bemalt werden. Worauf der Künstler sich eher vereimert vorkam, weil er seit seiner Azubizeit nichts mehr gemalt hatte, Marmor für einzig trve hielt und malen für was für Mädchen, wie diesen Rafael.
Ende vom Lied war, dass er das Baugerüst selbst entworfen hat ("Buanarotti, Du bist ein Genie! Und wie machen wir die Löcher hinterher wieder zu?"), völlig ungewöhnliche Themen der Fresken gewählt hat (Inkl. einer bildlichen Darstellung Gottes und frontal male nudity oder wie das heißt - aber dafür gab's ein theologisches Gutachten), seine Helfer von der Baustelle warf und alles ganz alleine malte. (Fresken malt man in Putz, solange der noch feucht ist. Fehlerintoleranter geht es kaum...)
Das ist eine interessante Geschichte. Aber das Bild ist noch berühmter.




