Planeten so weit das Auge reicht
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Im Rahmen der fröhlichen Exoplaneten-Jagd ist mir ein Bericht im "Standard" vom August eingefallen. Hier der Link:
http://derstandard.at/1313024215747/Ein ... tschlucker
Und falls jemand nicht klicken mag bzw. der "Standard" sein Archiv entrümpeln sollte, hier eine kurze Zusammenfassung:
Amerikanische Astronomen haben mit dem Weltraumteleskop "Kepler" einen Exoplaneten entdeckt, der mehr als 99% des Lichtes seiner Sonne verschluckt. Kohle und schwarze Acrylfarbe sind dagegen ziemlich hell. Die Forscher wissen nicht, was den Himmelskörper so schwarz macht. Ich finde es ohnehin erstaunlich genug, dass aus den winzigen Schwankungen in der Leuchtkraft des Zentralsterns so genaue Informationen herausgelesen werden können.
Leider könnte man auf diesem Planen nicht so ohne Weiteres herumspazieren, seine Temperatur liegt nämlich im rotglühenden Bereich. Nach den Gesetzen der Strahlungsphysik beginnt ja auch ein perfekt schwarzer Körper (mit 100% Absorptionsvermögen) bei entsprechender Temperatur zu strahlen bzw. zu glühen. Die Untersuchung des Spektrums solcher schwarzer Strahler führte seinerzeit Max Planck zu seiner Quantentheorie.
Ich finde, ein schwarzer Planet wäre doch ein schöner Schauplatz für eine Sciencefiction-Story, ganz gleich, ob glühend heiß oder nicht. Ringsum Schwärze, das würde eine herrlich gruselige, düstere Stimmung erzeugen, eine Stimmung wie in der Fernsehserie "Babylon 5" auf Z'Ha'Dum, dem Heimatplaneten einer dämonischen außerirdischen Spezies, "Schatten" genannt.
http://derstandard.at/1313024215747/Ein ... tschlucker
Und falls jemand nicht klicken mag bzw. der "Standard" sein Archiv entrümpeln sollte, hier eine kurze Zusammenfassung:
Amerikanische Astronomen haben mit dem Weltraumteleskop "Kepler" einen Exoplaneten entdeckt, der mehr als 99% des Lichtes seiner Sonne verschluckt. Kohle und schwarze Acrylfarbe sind dagegen ziemlich hell. Die Forscher wissen nicht, was den Himmelskörper so schwarz macht. Ich finde es ohnehin erstaunlich genug, dass aus den winzigen Schwankungen in der Leuchtkraft des Zentralsterns so genaue Informationen herausgelesen werden können.
Leider könnte man auf diesem Planen nicht so ohne Weiteres herumspazieren, seine Temperatur liegt nämlich im rotglühenden Bereich. Nach den Gesetzen der Strahlungsphysik beginnt ja auch ein perfekt schwarzer Körper (mit 100% Absorptionsvermögen) bei entsprechender Temperatur zu strahlen bzw. zu glühen. Die Untersuchung des Spektrums solcher schwarzer Strahler führte seinerzeit Max Planck zu seiner Quantentheorie.
Ich finde, ein schwarzer Planet wäre doch ein schöner Schauplatz für eine Sciencefiction-Story, ganz gleich, ob glühend heiß oder nicht. Ringsum Schwärze, das würde eine herrlich gruselige, düstere Stimmung erzeugen, eine Stimmung wie in der Fernsehserie "Babylon 5" auf Z'Ha'Dum, dem Heimatplaneten einer dämonischen außerirdischen Spezies, "Schatten" genannt.
Das Fliegen wird erst möglich, wenn zuvor vom Fliegen geträumt wurde. (Stanislaw Lem)
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Die Aliens dort haben es gerne warm, also haben sie ihren Planeten mit einem Hitzeabsorbierenden Hightechzeug zugekleistert.
Alternativ waren es irgendwelche Aliens vom Nachbarplaneten...
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
noch mehr hinweise, dass es planeten ohne ende gibt:
Neue Ergebnisse des ESO-Planetenjägers HARPS zeigen, dass felsige Planeten, die nicht viel größer als unsere Erde sind, ausnehmend häufig in den habitablen Zonen um schwach leuchtende rote Sterne vorkommen. Ein international besetztes Forscherteam schätzt ihre Anzahl alleine in der Milchstraße auf mehrere zehn Milliarden - einige hundert davon in unmittelbarer Nachbarschaft unserer Sonne. Dies ist die erste direkte Messung der Häufigkeit so genannter Supererden in Umlaufbahnen um rote Zwergsterne, einen Sterntyp, zu dem etwa 80% aller Sterne in der Milchstraße zählen.
http://www.eso.org/public/germany/news/eso1214/
Neue Ergebnisse des ESO-Planetenjägers HARPS zeigen, dass felsige Planeten, die nicht viel größer als unsere Erde sind, ausnehmend häufig in den habitablen Zonen um schwach leuchtende rote Sterne vorkommen. Ein international besetztes Forscherteam schätzt ihre Anzahl alleine in der Milchstraße auf mehrere zehn Milliarden - einige hundert davon in unmittelbarer Nachbarschaft unserer Sonne. Dies ist die erste direkte Messung der Häufigkeit so genannter Supererden in Umlaufbahnen um rote Zwergsterne, einen Sterntyp, zu dem etwa 80% aller Sterne in der Milchstraße zählen.
http://www.eso.org/public/germany/news/eso1214/
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Dem von jeamy erwähnten Artikel entnehme ich, dass allein in einem Radius von 30 Lichtjahren um die Sonne 100 solcher Planeten in der habitablen Zone liegen. Das gibt ja wunderbaren Stoff für Science-Fiction-Geschichten, vielleicht sogar ohne Überlichtgeschwindigkeit. Da reicht der Platz quasi in unserem Vorgarten schon für ganze interstellare Imperien.
Insgesamt ist die enorme Häufigkeit derartiger Planeten - wenn die Hochrechnung stimmt - doch sehr erstaunlich. Immerhin dieser Faktor der berühmten Drake-Gleichung stimmt optimistisch, die meisten anderen sind ohnehin äußerst spekulativ.
Insgesamt ist die enorme Häufigkeit derartiger Planeten - wenn die Hochrechnung stimmt - doch sehr erstaunlich. Immerhin dieser Faktor der berühmten Drake-Gleichung stimmt optimistisch, die meisten anderen sind ohnehin äußerst spekulativ.
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Wieder was Neues von der Exoplaneten-Front:
http://derstandard.at/1332324028026/Kos ... m-entdeckt
Konkret geht es um 2 jupiterähnliche Planeten, die einen Stern umkreisen, dessen Alter die Astronomen auf beinahe 13 Milliarden schätzen. Die Planeten dürften auch so alt sein.
Unserer Erde dürfte eine derartig lange Existenz wohl verwehrt bleiben, sie wird auf nicht einmal 10 Jahrmilliarden kommen, ehe sie von der zum roten Riesen aufgeblähten Sonne verschlungen wird.
Eine der interessanten Fragen, die sich für mich daraus ergeben: Was passiert, wenn es in einem so langlebigen Planetensystem irgendwo Leben gibt? Wie entwickelt sich das Leben, wenn es derartig viel Zeit hat? Oder stirbt es auch ohne katastrophale EInwirkungen von außen ganz von selbst wieder ab?
... abgesehen davon, dass man sich solche unermesslich langen Zeiträume ohnehin nicht vorstellen kann.
http://derstandard.at/1332324028026/Kos ... m-entdeckt
Konkret geht es um 2 jupiterähnliche Planeten, die einen Stern umkreisen, dessen Alter die Astronomen auf beinahe 13 Milliarden schätzen. Die Planeten dürften auch so alt sein.
Unserer Erde dürfte eine derartig lange Existenz wohl verwehrt bleiben, sie wird auf nicht einmal 10 Jahrmilliarden kommen, ehe sie von der zum roten Riesen aufgeblähten Sonne verschlungen wird.
Eine der interessanten Fragen, die sich für mich daraus ergeben: Was passiert, wenn es in einem so langlebigen Planetensystem irgendwo Leben gibt? Wie entwickelt sich das Leben, wenn es derartig viel Zeit hat? Oder stirbt es auch ohne katastrophale EInwirkungen von außen ganz von selbst wieder ab?
... abgesehen davon, dass man sich solche unermesslich langen Zeiträume ohnehin nicht vorstellen kann.
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
nunja, ich kann mir diesen zeitraum sehr gut vorstellen. ich liebe riesige zeiträume, schreibe gerne darüber.Gernot hat geschrieben: Konkret geht es um 2 jupiterähnliche Planeten, die einen Stern umkreisen, dessen Alter die Astronomen auf beinahe 13 Milliarden schätzen. Die Planeten dürften auch so alt sein.
Eine der interessanten Fragen, die sich für mich daraus ergeben: Was passiert, wenn es in einem so langlebigen Planetensystem irgendwo Leben gibt? Wie entwickelt sich das Leben, wenn es derartig viel Zeit hat? Oder stirbt es auch ohne katastrophale EInwirkungen von außen ganz von selbst wieder ab?
... abgesehen davon, dass man sich solche unermesslich langen Zeiträume ohnehin nicht vorstellen kann.
und ich finde dieses system extrem spannend, weil es ja ein extragalaktisches ist, entstanden in einer anderen galaxie. vielleicht wurde ein planet, oder auch beide, von diesem stern eingefangen, als die andere galaxie von der milchstraße "gefressen" wurde. möglicherweise hat das system noch andere planeten, vielleicht sogar planeten aus stein. und planeten, die einen metallarmen stern umkreisen, was heißt das? kann es dort überhaupt planeten geben, die alle chemischen elemente beherbergen, die leben, wie wir es können, ermöglichen? wenn ja, wo kommen diese elemente her? wohl nicht aus der gaswolke, aus der der stern geformt wurde.
dann sind diese planeten wohl doch "findelkinder". die wahrscheinlichkeit, dass sich dort leben entwickelt, ist dann genauso groß, wie im rest des universums.
und wenn der stern die lange reise, von der anderen galaxie, bis zu uns, mit den planeten im schlepptau gemacht hat, dann wird es wohl viele lebensbedrohliche situationen gegeben haben. wer weiß, wie oft im laufe der zeit leben ausgelöscht und anderes neu entstanden, groß geworden ist. es könnte vier, fünf oder mehr anläufe gegeben haben, bis es eine intelligente spezies endlich geschafft hat, das ruder an sich zu reissen.
und wie muss der anblick von dort "oben", in der dunkelheit, wohl sein. auf der einen seite die vollkommene finsternis, kaum sterne, auf der anderen seite der aufgang einer ganzen galaxie, nacht für nacht. da muss die sehnsucht wohl groß gewesen sein, diese sterneninsel irgendwann zu besuchen, herauszufinden, was es dort alles gibt.
und vielleicht haben sie es geschafft. nach jahrmillionen der entwicklung vom primitiven einzeller zum intelligenten jasq reichen weitere 10.000 jahre hochtechnologie aus, um jeden platz in dieser insel zu erreichen und sogar den heimatplaneten dorthin zu verfrachten; in eine umlaufbahn um eine junge sonne in einem seitenarm der galaxie, von wo sie ins unentdeckte land aufbrechen und wohin sie vielleicht in 100.000 jahren wieder zurückkehren werden.
da gibt es schon jetzt rettungspläne. und bis dahin haben wir ja noch ein wenig zeit. da fällt uns sicher noch was besseres ein, einen planeten zu bewegen (ich denke an ein raumschiff erde). natürlich nur, wenn wir, besser unsere nichtmenschlichen nachfahren (maschinenwesen, nanobots, whatever), diesen planeten nicht längst verlassen haben.Gernot hat geschrieben: Unserer Erde dürfte eine derartig lange Existenz wohl verwehrt bleiben, sie wird auf nicht einmal 10 Jahrmilliarden kommen, ehe sie von der zum roten Riesen aufgeblähten Sonne verschlungen wird.
http://www.welt.de/wissenschaft/article ... -will.html
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Hmm, irgendwie glaub ich ja, haben wir dringendere Probleme .....
Re: Planeten so weit das Auge reicht
das war noch nie ein argument ...Olaf hat geschrieben:Hmm, irgendwie glaub ich ja, haben wir dringendere Probleme .....
irgendwer hat immer andere, dringendere probleme.
und bei den zeiträumen, die hier zum tragen kommen, sind diese probleme vernachlässigbar. entweder wir (die menschen) überleben bis dahin oder eben nicht, egal wie. falls wir überleben, müssen wir früher oder später nach einer lösung suchen.
am besten einfach auswandern.
der natur, dem universum ist das wie und warum allerdings auch relativ wurscht.
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Der "Standard" zitiert eine neue Abschätzung zur Zahl der Planeten in der Galaxis. Es könnten im Umkreis von 50 Lichtjahren durchaus 1500 sein, außerdem dürftem kleine Gesteinsplaneten häufiger sein als Gasriesen.
Hier der Bericht dazu:
http://derstandard.at/1334796413130/Mys ... 10&_seite=
Es gibt auch eine "schlechte" Nachricht für die SETI-Freunde:
Die Erwartungen für erdähnliche Planeten in der Umlaufbahn Roter Zwerge wurde gedämpft. Wegen der schwachen Strahlung eines Roten Zwergs liegt die habitable Zone ziemlich nahe am Zentralstern, wo sich Gezeitenkräfte stark bemerkbar machen könnten. Dadurch wird der Planet durchgeknetet und erhitzt sich, wie das bei einigen Jupiter- und Saturnmonden auch beobachtbar ist. Bei den Planeten verstärkt sich die Erwärmung zusätzlich durch die Entstehung von CO2 und dem damit verbunden Treibhauseffekt, dort sind also Venus-Zustände eher zu erwarten als erdähnliche Bedinungen.
Einen Bericht dazu habe ich auch im "Standard" gefunden:
http://derstandard.at/1334796640500/Pla ... -Glutoefen
Hier der Bericht dazu:
http://derstandard.at/1334796413130/Mys ... 10&_seite=
Es gibt auch eine "schlechte" Nachricht für die SETI-Freunde:
Die Erwartungen für erdähnliche Planeten in der Umlaufbahn Roter Zwerge wurde gedämpft. Wegen der schwachen Strahlung eines Roten Zwergs liegt die habitable Zone ziemlich nahe am Zentralstern, wo sich Gezeitenkräfte stark bemerkbar machen könnten. Dadurch wird der Planet durchgeknetet und erhitzt sich, wie das bei einigen Jupiter- und Saturnmonden auch beobachtbar ist. Bei den Planeten verstärkt sich die Erwärmung zusätzlich durch die Entstehung von CO2 und dem damit verbunden Treibhauseffekt, dort sind also Venus-Zustände eher zu erwarten als erdähnliche Bedinungen.
Einen Bericht dazu habe ich auch im "Standard" gefunden:
http://derstandard.at/1334796640500/Pla ... -Glutoefen
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Kann ja wohl nur "dunkle Materie" sein ...Gernot hat geschrieben:Die Forscher wissen nicht, was den Himmelskörper so schwarz macht.
Diese faszinierenden Planetenbeobachtungen! Hier - zack! - ein erdähnlicher Planet, Dichte und Schwerkraft etwas größer, in der habitablen Zone, Durchschnittstemperatur 28 Grad ... Wasser könnte vorkommen. Irre! Wenn ich sowas lese, habe ich das Gefühl, so ein Planet rückt ein ganzes Stück näher heran, wird greifbar, begreifbar, behandelbar ... und dabei ist er immer noch 600 Lichtjahre weit weg, für uns immer noch unendlich weit! Er ist kein Stückchen näher gekommen - aber vom Gefühl her gehört er schon zur Nachbarschaft.
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Na klar. Wir müllen die Erde zu, dann steigt jeder in sein Einfamilienraumschiff und fängt anderswo ein neues Leben an ... tssss ...jeamy hat geschrieben:am besten einfach auswandern
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
klingt blöd, ist aber so. mal abgesehen davon, dass unser umgang mit den resourcen zu wünschen übrig lässt und es genau darauf hinauslaufen wird, wenn wir unsere einstellung nicht ändern. doch das meinte ich nicht. ich denke in viel längeren zeitabschnitten.Thomas Wawerka hat geschrieben:Na klar. Wir müllen die Erde zu, dann steigt jeder in sein Einfamilienraumschiff und fängt anderswo ein neues Leben an ... tssss ...jeamy hat geschrieben:am besten einfach auswandern
vieeel länger.
wenn die sonne nicht mehr will, müssen wir weg, ob es uns passt oder nicht. aber vielleicht haben wir bis dahin techniken entwickelt, mit der wir die erde durchs universum steuern können und ersparen uns so enge raumschiffe. oder wir reisen gleich mit dem gesamten sonnensystem und manipulieren auch gleich die sonne, dass sie sich nicht aufbläht und uns grillt. ja, das wäre eine alternative. aber das liegt in weiter ferne und ist wohl sf, wie ich's gerne mag.... und bei den zeiträumen, die hier zum tragen kommen ...
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Stell dir mal vor, was mit unseren Ressourcen geschähe, wenn für jeden Erdbewohner ein Platz auf einem Interstellar-Raumschiff geschaffen würde! Nicht auszudenken - es ist ja nichtmal auszudenken, was geschähe, wenn jeder Erdbewohner sein eigenes Auto hätte oder auch nur jede Familie ...jeamy hat geschrieben:mal abgesehen davon, dass unser umgang mit den resourcen zu wünschen übrig lässt
Was die längeren Zeiträume betrifft: Ich glaube, wenn es dann noch Menschen gibt, lachen die sich kaputt über unsere naiven Vorstellungen.
Der Yin-Yang-Vergleich gefällt mir. Ich glaube nicht, dass eine exponentiell wachsende Spezies Überlebenschancen hat: Sie wird ihre eigenen Grundlagen vernichten, wie eine Schimmelpilz-Kultur. "Jeder in seine Rakete und umsiedeln" fußt auf genau diesem Axiom. Eine Spezies hat meiner Meinung nach eher Chancen, wenn sie sich selbst reguliert, ihr eigenes Wachstum begrenzt und beschneidet, sich selbst hegt, jätet, gießt und pflegt wie einen Garten. Und das könnte der Grund sein, warum wir von den anderen intelligenten Zivilisationen nichts hören: Weil sie gelernt haben, sich sinnvoll zu beschränken, statt ihre Ressourcen in interstellaren Umsiedlungsprogrammen zu verpulvern. Wobei fraglich ist, ob eine Spezies überhaupt soweit kommt und nicht vorher ihren Planeten schon so weit niedergewirtschaftet und ausgebeutet hat, dass die Ressourcen für solche Programme gar nicht mehr vorhanden sind - was eher anzunehmen ist. Wenn sie aber gelernt hat, mit ihren Ressourcen nachhaltig umzugehen (was aus meiner Sicht der Dinge die Ressourcen ihres stellaren Systems durchaus einschließt, Rohstoffe von Monden und Asteroiden, Energiewirtschaft im Weltraum, auf sehr lange Sicht vielleicht sogar die Stabilisierung des Zentralgestirns - warum nicht?! - u.ä.), hätte sie wiederum gar keinen Grund für ein solches Umsiedlungsprogramm. Egal wie man es dreht und wendet, das Umsiedlungsprogramm ist die unwahrscheinlichste, unrentabelste und unvernünftigste aller Möglichkeiten.
Auf tieferer Ebene könnte es allerdings auch etwas damit zu tun haben, dass wir - wenn wir von einer "intelligenten Zivilisation" reden - notwendigerweise von uns selbst ausgehen und eine völlig anders geartete Intelligenz und ihre Handlungsweisen evtl. gar nicht nachvollziehen oder überhaupt erkennen könnten. Ich weiß nicht, ob sich Grashüpfer und Wal gegenseitig als Tier anerkennen würden, wenn sie könnten, und die leben beide auf demselben Planeten. Und wir haben ja schon Probleme, die Verhaltensmuster einer Schwarmintelligenz wie Ameisen zu verstehen. Schon der Kontakt zu denen ist pure SF:
http://www.google.de/imgres?hl=de&sa=X& ... 8,s:0,i:87
... schlecht geschriebene SF, wie ich noch anmerken möchte.
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Du, auf diese Art und Weise ließe sich zumindest das Armutsproblem auf der Erde ganz trivial lösen. Man verfrachtet möglichst viele der zur Zeit 1,3 Milliarden, die am Existenzminimum vor sich hinvegetieren, in eine interstellare Rakete, dazu noch ein paar ausgebildete Techniker und schon hat man ein interstellares Kolonisationsschiff. Da die zukünftigen Kolonisten in ein Generationenschiff nichts anderes zu machen brauchen, als sich kontrolliert zu vermehren, sind die Anforderungen ja anfänglich nicht sonderlich groß...Thomas Wawerka hat geschrieben:Na klar. Wir müllen die Erde zu, dann steigt jeder in sein Einfamilienraumschiff und fängt anderswo ein neues Leben an ... tssss ...jeamy hat geschrieben:am besten einfach auswandern
Die klugen Köpfe würden natürlich hier bleiben, schließlich hat die Gesellschaft ja ziemlich viel in ihre Ausbildung gesteckt. Ansonsten brauchen wir sie ja für die Lösung der irdischen Probleme...Thomas Wawerka hat geschrieben:Stell dir mal vor, was mit unseren Ressourcen geschähe, wenn für jeden Erdbewohner ein Platz auf einem Interstellar-Raumschiff geschaffen würde! Nicht auszudenken - es ist ja nichtmal auszudenken, was geschähe, wenn jeder Erdbewohner sein eigenes Auto hätte oder auch nur jede Familie ...
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Re: Planeten so weit das Auge reicht
Hmm ... und wir müssten auch kein schlechtes Gewissen wegen der vielen Armen haben, sondern könnten uns auf die Brust klopfen, dass wir ihrem armen Leben noch einen Sinn gegeben haben und überhaupt zu einem so gesamtmenschlich heroischen Akt fähig waren. Motto: "Ausschaffung ist Fortschritt!" ( - der Fortschritt der Armen nämlich. Die Überführung müssten sie natürlich selber bezahlen, bzw. den Kredit später abarbeiten, z.B. beim Helium-3-Abbau auf dem Mond oder beim Asteroid Mining - hey, das wäre nur recht und billig! Die armen einsamen Klone!!) Und stell dir mal bloß das viele Land vor, das frei würde! In Afrika, in Südamerika, in den islamischen Staaten, in Südostasien - Mensch, da hat dann selbst so ne Hartz-IV-Sozialratte wie ich eine Chance auf eine Villa mit Meerblick! Alles in allem ein super Programm! Wir sollten es in politische Forderungen umsetzen - Newt Gingrich hat, glaube ich, gerade nicht viel zu tun und ist bestimmt dabei!Ming der Grausame hat geschrieben:Du, auf diese Art und Weise ließe sich zumindest das Armutsproblem auf der Erde ganz trivial lösen.
Abschiebung heißt in der Schweiz "Ausschaffung" - gefällt mir viel besser, klingt irgendwie niedlich. Ich werd jetzt auch nie wieder "N****" sagen, sondern habe mich aufs gute alte deutsche "Mohr" besonnen. Lass dir mal den Begriff "Mohrenhatz" durchs Hirn gehen. Klingt das nicht total niedlich, irgendwie nach einem möhrenknabbernden Osterhäschen? Ich finde schöne Worte enorm wichtig, um kein schlechtes Gewissen mehr haben zu müssen. So ne Art Zuckerwatte-Neusprech ...
Ich sollte aufhören, oder? Bevor sie mich noch aus dem Forum kicken ...
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