Das Thema taucht gerade in der SF immer wieder auf:
Durch den Forschritt steigt die Komplexität der Welt bis normale Menschen ihre Regeln und Gesetzmäßigkeiten gar nicht mehr durchschauen. Mitunter fallen sie dann auf primitivere, will heißen religiöse oder mystezistische Erklärungsmodelle zurück. Ein jüngeres Beispiel, dass mir untergekommen ist, wären die Bücher von Rajaniemi (empfehlenswert).
Mich würde interessieren, seit wann diese Vorstellungen in die SF gekommen sind und begannen die eher utopischen Technikfantasien abzulösen. Oder ob das überhaupt der Fall ist. Würde mich auf über Lesevorschläge, gerne auch Ältere, freuen.
Die Entfremdung von der Welt
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Asfalasarion
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Re: Die Entfremdung von der Welt
Die ersten eindeutigen Beispiele dürften "Morgenwelt" und "Schafe blicken auf" von John Brunner sein.
Aber man kann sicher schon Wells als Kritiker an der Industrialisierung lesen, oder Kapecs "Krieg gegen die Molche". Viele Formen von nicht-ganz-fortschrittsgläubiger SF setzen sich ja mehr oder minder mit Technologie als "zweiter Natur" (Max Weber) auseinander.
Aber man kann sicher schon Wells als Kritiker an der Industrialisierung lesen, oder Kapecs "Krieg gegen die Molche". Viele Formen von nicht-ganz-fortschrittsgläubiger SF setzen sich ja mehr oder minder mit Technologie als "zweiter Natur" (Max Weber) auseinander.
Re: Die Entfremdung von der Welt
religiöse oder mystezistische Erklärungsmodelle
Hier fällt mir Zardoz ein.
Gast09
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Gast09
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Re: Die Entfremdung von der Welt
Stimmt. Oder die Loa in "Count Zero".Gast09 hat geschrieben:religiöse oder mystezistische Erklärungsmodelle
Hier fällt mir Zardoz ein.
Gast09
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Re: Die Entfremdung von der Welt
Interessant finde ich in dem Zusammenhang auch die Geschichten von Cordwainer Smith. Die Menschen sind hochtechnisiert und lassen sich von Tiermenschen, die sie zu dem Zweck erschaffen haben, bedienen. In der Geschichte "Alpha Ralpha Boulevard" entdecken sie aber die Faszination für frühere Zeiten. Das ist teilweise absurd, beispielsweise tut der Protagonist so, als würde er in einem Restaurant zahlen, weil man das früher so machte. Der Gedanke, für Nahrungsmittel Geld auszugeben, ist ihm jedoch fremd.