Der "Liest zur Zeit" Thread

Science Fiction in Buchform
Tiberius
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Tiberius »

Scotty hat geschrieben: 5. April 2026 14:29 Ich bin wahrscheinlich einer der wenigen, die von "Der Marsianer" nicht so begeistert waren. [...]

Hab mir aufgrund der guten Bewertungen trotzdem "Der Astronaut" geholt.

Ich frag mich jetzt, wie es bzgl. Wendungen und Überraschungen gegenüber "Der Marsianer" abschneidet?
Ich kann das Buch "Der Astronaut" nicht mit dem Buch "Der Marsianer" vergleichen, da ich letzteres noch nicht gelesen habe. Nur den Film habe ich mehrmals gesehen und er hat mir gefallen, er hat eine gute Stimmung erzeugt.
Meiner Meinung nach gibt es beim Astronauten schon so einige Überraschungen und Wendungen, wobei es jedoch auch darauf ankommt, wie stark Du schon gespoilert worden bist und somit manche (große) Wendung oder Überraschung wegfällt. Wobei ... ich bin regelrecht durch das Buch gestürmt, ohne über irgendwelche Erkenntnisse nachzudenken. Bei einem langsameren Lesen und Nachdenken über die Handlung sind womöglich ein oder zwei Wendungen/Überraschungen vorauszusehen, abhängig von der bisheriger Lese- und Lebenserfahrung. Allerdings trifft dies wohl auf jedes Buch zu.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
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Knochenmann
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Eine Bemerkung zum "Marsianer":

Das hat ja gar nicht als Buch angefangen, es war eine Reihe von Reddit Posts, also ein Abfolge von Problemen und Lösungen, die Lösungen als Clifhanger für das nächste Kapitel bzw: den nächsten Redditpost. Daher auch die Stucktur vom Marsianer.

Hail Mary folge einer ähnlichen Idee, war allerdings nicht mehr so stark an die Form gebunden, deswegen ist es vermutlich das bessere Buch.
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino »

Jussi Adler Olsen - Erbarmen

Dies ist die Vorlage zur Netflix-Serie "Dept. Q", die Handlung wurde in der Serie allerdings von Dänemark nach Schottland verlegt. Buch und Serie sind sich sehr ähnlich, aber es wurden einige Namen geändert, einige Figuren haben im Buch nicht so viel Raum wie in der Serie und der gesellschaftliche Hintergrund ist etwas anders. Gleich ist aber, dass beides sehr spannend und gut erzählt ist und die Hauptfiguren trotz ihrer Macken und Traumata sehr sympathisch sind. Generell ist das Buch nicht so trist und von einer durchweg negativen Weltsicht gezeichnet wie andere skandinavische Thriller. Hat Spaß gemacht, da werde ich noch mehr Bücher von lesen
Lese zur Zeit:

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Scotty
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Scotty »

Knochenmann hat geschrieben: 6. April 2026 19:13 Eine Bemerkung zum "Marsianer":

Das hat ja gar nicht als Buch angefangen, es war eine Reihe von Reddit Posts, also ein Abfolge von Problemen und Lösungen, die Lösungen als Clifhanger für das nächste Kapitel bzw: den nächsten Redditpost. Daher auch die Stucktur vom Marsianer.

Hail Mary folge einer ähnlichen Idee, war allerdings nicht mehr so stark an die Form gebunden, deswegen ist es vermutlich das bessere Buch.
Ah. Das erklärt, warum mir Der Marsianer als Roman nicht so gut gefallen hat.
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    Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

    Ungelesener Beitrag von Ender »

    Aiki Mira - Denial of Service

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    Zwei Probleme hatte ich mit diesem Buch: erstens ist Cyberpunk einfach nicht mein Subgenre. War es nie und wird es wohl auch nie werden. Ausnahmen gibt es, aber die lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen (eigentlich fällt mir da nur Neal Stephenson ein).
    Zweites Problem: gegen Ende habe ich manches irgendwie nicht mehr so richtig kapiert. Vermutlich war ich zu unaufmerksam, nachdem ich trotz spannenden Weltenbaus und anfänglicher echter Neugierde doch irgendwann mehr und mehr den Faden verloren habe, weil ich nicht so richtig in Welt, Handlung und Figuren eintauchen konnte. Vielleicht aber auch weil Aiki Mira zu schlau für mich ist. Ganz im Ernst: in vielen Aussagen oder Texten ist deutlich zu erkennen, dass Aiki intelligent, reflektiert und ... ja, sagen wir's ruhig: intellektuell ist. Da komme ich nicht immer ganz mit. Ist so.
    Zumindest die Kurzgeschichten scheinen mir mehr zu liegen.
    Kurzum: ein gutes, kluges, originelles Buch - aber nicht unbedingt für mich.
    Zuletzt geändert von Ender am 8. April 2026 20:23, insgesamt 1-mal geändert.
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    Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

    Ungelesener Beitrag von Badabumm »

    Ich weiß nicht mal, was der Titel bedeutet... (ohne nachzuschlagen...) :)
    „Wenn Außerirdische so sind wie wir, möchte ich nicht von uns entdeckt werden.“

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    Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

    Ungelesener Beitrag von Larsaf »

    Badabumm hat geschrieben: 8. April 2026 20:22 Ich weiß nicht mal, was der Titel bedeutet... (ohne nachzuschlagen...) :)
    Das Buch kenne ich nicht, aber "denial of service" wird hier erklärt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Denial_of_Service
    "Yesterday, today was tomorrow. And tomorrow, today will be yesterday."
    (Gestern war heute noch morgen. Und morgen wird heute gestern sein.)
    --GEORGE HARRISON, in "Ding Dong, Ding Dong" aus der Dark Horse LP (1974)
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    Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

    Ungelesener Beitrag von heino »

    Ender hat geschrieben: 8. April 2026 20:02 Aiki Mira - Denial of Service

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    Zwei Probleme hatte ich mit diesem Buch: erstens ist Cyberpunk einfach nicht mein Subgenre. War es nie und wird es wohl auch nie werden. Ausnahmen gibt es, aber die lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen (eigentlich fällt mir da nur Neal Stephenson ein).
    Zweites Problem: gegen Ende habe ich manches irgendwie nicht mehr so richtig kapiert. Vermutlich war ich zu unaufmerksam, nachdem ich trotz spannenden Weltenbaus und anfänglicher echter Neugierde doch irgendwann mehr und mehr den Faden verloren habe, weil ich nicht so richtig in Welt, Handlung und Figuren eintauchen konnte. Vielleicht aber auch weil Aiki Mira zu schlau für mich ist. Ganz im Ernst: in vielen Aussagen oder Texten ist deutlich zu erkennen, dass Aiki intelligent, reflektiert und ... ja, sagen wir's ruhig: intellektuell ist. Da komme ich nicht immer ganz mit. Ist so.
    Zumindest die Kurzgeschichten scheinen mir mehr zu liegen.
    Kurzum: ein gutes, kluges, originelles Buch - aber nicht unbedingt für mich.
    Ich hatte das Buch ja erst vor kurzem gelesen und hier besprochen und war nicht glücklich damit Mir haben die Figuren nix gegeben, ich konnte da gar nicht andocken
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    Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

    Ungelesener Beitrag von deval »

    Michael H. Buchholz - Acht Tage Ewigkeit (Atlan, Rudyn 3/3)

    Die ersten beiden Bücher waren überraschend gut, habe mir wirklich gefallen.
    "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
    Psalm 119, 105


    www.fantasybuch.de
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    Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

    Ungelesener Beitrag von Nina »

    Ich bin gerade bei "Das Buch der Schuld". Scheint eine Alternativwelt anno dazumals zu sein - es gab Frieden statt 2. WK - und es ist aus Sicht eines Jugendlichen in einem Kinderheim erzählt. Aufgrund der Häufung von Mehrlingen im Heim und dass alle immer krank sind und viele Medikamente bekommen, schwant mir schon Übles. Wäre ja ein Thema für die Zeit. Ansonsten aber ist es sehr gut erzählt. Ich lese weiter.

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    Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

    Ungelesener Beitrag von heino »

    Fertig mit "Please kill me" von Legs McNeil und Gillian McCain. Das Buch ist der Vorläufer aller Sachbücher über Musik, die ihre Thematik per Collage und Oral History bearbeiten (z.b. "Verschwende deine Jugend" von Jürgen Teipel, der hier explizit als Dieb dieser Idee genannt wird). Die Autoren waren die Herausgeber der Zeitschrift "Punk" und dementsprechend geht es um die Entwicklung der frühen Punk-Szene in New York von 1968 - 1992. Als Startpunkt und direkter Einfluss werden Velvet Undeground und MC5 ausgemacht, es geht weiter über die Ramones, Dead Boys, Television bis hin zu den Lords of the New Church. Alle Beteiligten kommen sehr ausführlich zu Wort und sie hinterlassen oft keinen positiven Eindruck. Es ist wirklich erschreckend, was für dumme, egoistische und grötenteils auch wirklich widerliche (sowohl charakterlich als auch in Bezug auf Hygiene und Sexualpraktiken) Menschen Leute wie Lou Reed, Iggy Pop oder David Bowie sind bzw. waren. Als Sittenbild der damaligen Zeit und den Umständen, die diese Szene und ihre Musik hervorgebracht haben, ist das Buch wirklich toll. Aber man muß schon bereit sein, das Gerede vieler wirklich mieser Menschen zu ertragen und so einiges an ekelhaften Schilderungen zu ertragen
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    Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

    Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

    Höre: "Wellenjagt" von Kem Nunn

    Zum weiderholten mal! Gekauft hab ichs mir damals weils von Sven Regener gelesen wird, und aus irgendeinen obsuren Grund passt das perfekt. Zum Buch selber: ist 1984 erschienen und spielt in Kalifornien (deswegen ja). Ein junger Bursche der in der Wüste Motorräder repariert bekommt Besuch, jemand behauptet das der Schwester des Burschen etwas zugestoßen ist, das ihr etwas passiert ist, und das ein gewisser Hound Addams damit etwas zu tun hat, und der surft irgendwo vor Huntinton Beach.

    Also mach sich der Protaognist auf um nach seiner Schwester zu suchen, ohne Plan, ohne Ideen, ohne irgendwas.

    Ist ein feines Buch, im grudne eine Kriminalgeschichte, die mit jedem mal anhöhren besser wird, ich empfehle sehr. Außerdem bin ich fasziniert vom Namen Kem Nunn, ich meine drei N in einem vier Buchstaben Nachnamen? Respekt!
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