SF-Filme aus D/A/CH

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Badabumm
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von Badabumm »

Schwachsinnigen Klamauk gibt es in jeder Nation... Eigentlich würde ich bei „leichter Filmkost“ auch eher an Italien denken...

Ich habe mal ein wenig im „Lexikon des SF-Films“, Heyne 1983, geblättert. Da sind schon echt bekloppte Dinger drin, aus allen Staaten... Im angelsächsischen Bereich ist der Klamauk vielleicht eher monster- und aktionslastig (Hauptsache, es knallt und gruselt), aber flach sind die ebenfalls...

„Das letzte Land“, 2019, Regie: Marcel Barion, habe ich eben auf meinem DVD-Stapel gefunden.
Zuletzt geändert von Badabumm am 21. April 2026 22:27, insgesamt 2-mal geändert.
„Wenn Außerirdische so sind wie wir, möchte ich nicht von uns entdeckt werden.“

Harald Lesch
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Jorge.

Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von Jorge. »

Badabumm hat geschrieben: Gestern 14:33
(SF)-Filme aus Deutschland haben den schlechten Ruf, Problemfilme zu sein. Es geht um was Ökologisches, um Missstände, um Politik, um
Auch hier ein "schönes" :kopfschuettel: Beispiel

Aufstand der Dinge

http://www.filmdienst.de/film/details/6 ... -der-dinge
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Jorge.

Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von Jorge. »

Badabumm hat geschrieben: Gestern 22:16 Im angelsächsischen Bereich ist der Klamauk vielleicht eher monster- und aktionslastig (Hauptsache, es knallt und gruselt), aber flach sind die ebenfalls...
Da zählt Deutschland zu den Spitzenreitern :lol:

Peng! Du bist tot!

http://www.youtube.com/watch?v=HBFy5Bvui30
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L.N. Muhr
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von L.N. Muhr »

Naut hat geschrieben: Gestern 19:13 Deutsche Filme haben bei mir persönlich den Ruf, schwachsinniger Klamauk zu sein. Ich bin sehr froh über jeden Problemfilm, der diese Bezeichnung rechtfertigt.
Dann fängt die deutsche Filmgeschichte bei dir aber irgendwann in den Achtzigern an.

Der neue deutsche Film (i.e. der Nachkriegsfilm der ersten Generation, die keine Nazis waren) wurde berühmt für seine Kopflastigkeit, da haben wir Fassbinder, Herzog, Wenders, Kluge, Reitz. (Teils auch mit SF-Filmen oder Teil-SF-Filmen.) Die standen lange für "das deutsche Kino", weil sie nach Cannes eingeladen wurden etc. Das war ab den Sechzigerjahren. Teils bauten die auf den Trümmerfilmen auf, vor allem aber auf nouvelle vague und film noir.

Und ab den Achtzigern haben wir halt die Supernasen, Otto, Didi etc. als Gegenbewegung. (Und die ganzen Sexklamotten, aber die sind vermutlich ein Sonderfall.) Klar, die bauen auf Krempel wie den Lümmel-Filmen auf, und es gab schon immer eine starke Nonsensbewegung im deutschen Kino. Aber nochmal richtig explodiert ist das halt mit dem Megaerfolg von Otto.

Und dann ist da noch das DDR-Kino, das ja auch als deutscher Film gilt, aber eine besondere Geschichte hat.

Alles nicht ganz einfach, aber simpel gesagt: alles und das Gegenteil ist in diesem Fall gleichzeitig wahr.
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von L.N. Muhr »

Badabumm hat geschrieben: Gestern 22:16 Im angelsächsischen Bereich ist der Klamauk vielleicht eher monster- und aktionslastig (Hauptsache, es knallt und gruselt),
Nö.

Wir nehmen die Carry-on-Filme oder Norman Wisdom als schlagende Beispiele. Gerade im angelsächsichen Bereich besaß der Klamauk allerdings lange ein starkes Klassenbewußtsein, das bei aller Flachheit sehr faszinierend ist. (Okay, für mich.) Anders als in Deutschland, wo die meisten Klamaukfilme in so einer Art bürgerlichem Fantasy-Deutschland spielen, sind viele der frühen Carry-on-Filme etwa sozial klar in der Arbeiterschicht verortet. (In Deutschland fiele mir nur "Lass jucken, Kumpel" ein, und das zählt nicht.)
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von Jorge. »

L.N. Muhr hat geschrieben: Heute 11:46
Naut hat geschrieben: Gestern 19:13 Deutsche Filme haben bei mir persönlich den Ruf, schwachsinniger Klamauk zu sein. Ich bin sehr froh über jeden Problemfilm, der diese Bezeichnung rechtfertigt.
Dann fängt die deutsche Filmgeschichte bei dir aber irgendwann in den Achtzigern an.
Nicht unbedingt...ein frühes Beispiel klamaukiger SF aus deutschen Landen:

Der ideale Untermieter

http://blog.hnf.de/roboter-und-untermieter/
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von Jorge. »

L.N. Muhr hat geschrieben: Heute 11:46 Der neue deutsche Film (i.e. der Nachkriegsfilm der ersten Generation, die keine Nazis waren) wurde berühmt für seine Kopflastigkeit, da haben wir Fassbinder, Herzog, Wenders, Kluge, Reitz. (Teils auch mit SF-Filmen oder Teil-SF-Filmen.) Die standen lange für "das deutsche Kino", weil sie nach Cannes eingeladen wurden etc. Das war ab den Sechzigerjahren.
Es war nicht alles kopflastig...Opas Kino lebte (leider) fröhlich :( weiter:

Herrliche Zeiten im Spessart

http://www.youtube.com/watch?v=who-RU6hsTg
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Naut
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von Naut »

L.N. Muhr hat geschrieben: Heute 11:46
Naut hat geschrieben: Gestern 19:13 Deutsche Filme haben bei mir persönlich den Ruf, schwachsinniger Klamauk zu sein. Ich bin sehr froh über jeden Problemfilm, der diese Bezeichnung rechtfertigt.
Dann fängt die deutsche Filmgeschichte bei dir aber irgendwann in den Achtzigern an.

Der neue deutsche Film (i.e. der Nachkriegsfilm der ersten Generation, die keine Nazis waren) wurde berühmt für seine Kopflastigkeit, da haben wir Fassbinder, Herzog, Wenders, Kluge, Reitz. (Teils auch mit SF-Filmen oder Teil-SF-Filmen.) Die standen lange für "das deutsche Kino", weil sie nach Cannes eingeladen wurden etc. Das war ab den Sechzigerjahren. Teils bauten die auf den Trümmerfilmen auf, vor allem aber auf nouvelle vague und film noir.

Und ab den Achtzigern haben wir halt die Supernasen, Otto, Didi etc. als Gegenbewegung. (Und die ganzen Sexklamotten, aber die sind vermutlich ein Sonderfall.) Klar, die bauen auf Krempel wie den Lümmel-Filmen auf, und es gab schon immer eine starke Nonsensbewegung im deutschen Kino. Aber nochmal richtig explodiert ist das halt mit dem Megaerfolg von Otto.

Und dann ist da noch das DDR-Kino, das ja auch als deutscher Film gilt, aber eine besondere Geschichte hat.

Alles nicht ganz einfach, aber simpel gesagt: alles und das Gegenteil ist in diesem Fall gleichzeitig wahr.
Beachte das Wort "persönlich": Und ja, mir ging es vorwiegend darum, zu betonen, dass es eben auch immer das Gegenteil gibt.

Was meine persönliche Beobachtung angeht: Ich habe tatsächlich ein Problem mit deutschen Filmen, die versuchen, lustig zu sein. Funktioniert bei mir nicht, ist aber eben mein Problem.

Wie immer: Gegenbeispiele für beides sind zahlreich, und die Behauptung, dass "der deutsche (SF)-Film" einen irgendwie gearteten "Ruf" habe, sind mit Sicherheit falsch oder zumindest stark übertrieben.
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von L.N. Muhr »

Jorge. hat geschrieben: Heute 12:37

Es war nicht alles kopflastig...Opas Kino lebte (leider) fröhlich :( weiter:

Herrliche Zeiten im Spessart

http://www.youtube.com/watch?v=who-RU6hsTg
Ist mir schon bewusst, wobei das damals noch Papas Kino war. Wie gesagt, es ging eher um eine differenzierte Sichtweise.

Man beachte hier, auch den Unterschied zw. Ost und West (nicht hinsichtlich der konkreten Filme, das war lizenzbedingt, sondern hinsichtlich der Genres):
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... sche_Filme

(Ebenso ist einzukalkulieren, dass in der DDR viele Filme länger und öfter eingesetzt wurden, um die Programmplätze zu füllen, weil es insgesamt weniger Filme gab. Und eine signifikante Zahl Filme gar nicht oder nur kurz, Stichwort Kellerfilme.)
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von Badabumm »

Immerhin sollten wir hier über SF-Filme reden. Dass es sowohl Klamauk als auch abgehobenen Kram im "normalen" Filn gab und gibt, ist unbestritten.
Ich vermute, dass die Sprache ein Ausschlusskriterium sein könnte, wenn Filme international nicht ankommen. Wenn internationale Schauspieler dabei sind, wird vielleicht auf Englisch gedreht, aber das ist wohl nicht die Regel. "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" war schon bei der Unendlichen Geschichte Fakt. Das heißt: wenn das Geld aus dem Ausland kommt (oder der internationale Markt ein Ziel ist) ändert sich die Sprache.
Wenn man also keinen Markt hat, sind deutsche SF nur für das deutsche Publikum, und dann wird es eng. In anderen Ländern gibt es schon genügend eigene SF, so dass kein Import-Bedarf besteht.
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von L.N. Muhr »

Man beachte hierzu die Produktionsgeschichte vieler Italowestern, die keine Originalsprache haben, weil alle Darsteller fröhlich in ihrer eigenen parlierten und danach nachsynchronisiert wurden.
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Re: SF-Filme aus D/A/CH

Beitrag von Jorge. »

Badabumm hat geschrieben: vor 21 Minuten Wenn man also keinen Markt hat, sind deutsche SF nur für das deutsche Publikum, und dann wird es eng. In anderen Ländern gibt es schon genügend eigene SF, so dass kein Import-Bedarf besteht.
Ein gar grauslicher Versuch europäischer Zusammenarbeit in Sachen SF:

Mission Eureka

http://www.youtube.com/watch?v=xv7KcsWv7sA
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