Der Zustand der SF in Deutschland

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Flossensauger
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Flossensauger »

Ach so: Ich beziehe 90% meiner Literatur gebraucht, aus Tauschzellen-Sozialkaufhäusern-Internet-ReSellern. Meist auch "aktuelles" (bin da nicht so hinterher), mit etwas wissen wo man schauen muss sind auch neue Bücher nach 4-6 Wochen gebraucht günstig zu bekommen. Schwierig für die Verlage, klar. Aber sonst wäre mein Literaturkonsum gedrosselt oder wieder in Bibliotheken, da ich mir die Masse an Neuerscheinungen nicht leisten kann.
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Mammut
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Mammut »

Ja, die meisten Neuerscheinungen sind schnell günstig zu haben. Und auch nach relativ kurzer Zeit nichts mehr wert wenn man sie selbst wieder verkaufen will. In der Beziehung sind Bücher zum Verfallsprodukt geworden.
Bei der Masse an Neuerscheinungen die jedes Jahr erscheinen, kann eine Buchhandlung das überhaupt nicht nachhalten. Die stürzen sich auf die "geplanten Bestseller" (ob es dann welche werden ist was anderes) und haben dann so schon relativ viele verschiedene Bücher im Programm.
Ich denke, das ist auch nicht so einfach zu ändern. Klar, wenn man ein Buch wie Athos 2643 sieht und da jetzt auch der Film bald kommt, kann man vermuten, das wird bald in der Buchhandlung ausliegen.
Aber schaut doch mal was allein Ender an deutschsprachiger SF auflistet:
https://www.sf-lit.de/deutschsprachige-sf-2025/

Da sind die Übersetzungen wie der letzte Reynolds überhaupt nicht aufgeführt. So groß kann keine Buchhandlung sein. Und da gibt es ja auch noch mehr als SF.
Wenn man aber sieht, wie viele deutschsprachige Autoren mittlerweile bei größeren Verlagen veröffentlicht werden, ist der Zustand der SF doch eher positiv wie ich finde.
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Flossensauger
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Flossensauger »

Ja,

und was (wir?) ich überhaupt nicht mitbekomme sind so neue Medien, Book-Tock, Instakreise etc. .

Da muss man sich auf Aussagen von Autoren und Verlagen verlassen. Wo man da auch nie weiss.
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Mammut
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Mammut »

Flossensauger hat geschrieben: 11. Juni 2026 19:06 Ja,

und was (wir?) ich überhaupt nicht mitbekomme sind so neue Medien, Book-Tock, Instakreise etc. .

Da muss man sich auf Aussagen von Autoren und Verlagen verlassen. Wo man da auch nie weiss.
Genau. Das ist eine auch mir völlig unbekannte Welt.
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Fjunch-Klick »

Wobei ich das auch nicht brauche, um mich über Neuheiten zu informieren. Die üblichen Wege sind reich gespickt mit mehr Empfehlungen, als ich sowieso ins Regal kriege.
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Flossensauger
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Flossensauger »

Fjunch-Klick hat geschrieben: 11. Juni 2026 19:41 Die üblichen Wege sind
Bitte nennen! Völlig kein Angriff, bin nur wirklich, ehrlich interessiert!

Ich hab' die beiden Foren hier, einmal im Monat den Locus (aber davon erscheint ja eh' nix mehr auf Deutsch).
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lapismont
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von lapismont »

Ich finde Horst Illmer in der phantastisch! sehr hilfreich.
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Uschi Zietsch
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Ihr hier reicht mir schon, dass sich in meinem Geldbeutel nur noch Motten vermehren. Mehr brauch ich nicht ...
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Flossensauger
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Flossensauger »

lapismont hat geschrieben: 11. Juni 2026 20:01 Ich finde Horst Illmer in der phantastisch! sehr hilfreich.
Jaa. Aber zuviel genrefremdes weitläufiges märchenhaftes dabei (für mich). Ist übrigens völlig OK und richtig, was und wie er bespricht: In der Musik werde genau ich immer kritisiert, das ich halt mit meinem ewigem Jazz/Avantgarde/noie Musik den wahren Heavy Metal verwässern täte.

Verstehe also beide Ansichten.


Mit kommerziellen Portalen komme ich nicht zurecht (sorry, @pogopuschel): Zuviele Filme und Sci-Fi. Sorry, ich lese SF. Rest ist Beiwerg.
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lapismont
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von lapismont »

Uschi Zietsch hat geschrieben: 11. Juni 2026 20:10 Ihr hier reicht mir schon, dass sich in meinem Geldbeutel nur noch Motten vermehren. Mehr brauch ich nicht ...
Tatsächlich kauf ich derzeit meist nur das Carcosa-Programm, weil das sehr gut mit meinen Ansprüchen und meinen Lektüre-Lücken matcht. Dazu nehm ich am Wegesrand immer wieder mal etwas mit. Empfehlungen von guten Freunden oder Ideen aus dem Netz.
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Flossensauger
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Flossensauger »

lapismont hat geschrieben: 11. Juni 2026 20:33 das Carcosa-Programm, weil
Jepp. Das sind die 10%, wo ich auch ungelesen hingreife. Ist mir bei der Musik ähnlich, da kaufe ich auch nur bei 2 Interpreten ungehört und nur bei einem Label alles.
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Fjunch-Klick »

Uschi Zietsch hat geschrieben: 11. Juni 2026 20:10 Ihr hier reicht mir schon, dass sich in meinem Geldbeutel nur noch Motten vermehren. Mehr brauch ich nicht ...
Das auch. Ich schaue aber auch zweimal im Jahr die einschlägigen Verlagsprogramme durch. Dabei geht trotzdem einiges durch die Lappen, und Ender muss es mit seiner Monatsvorschau richten.
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Mammut
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Mammut »

Fjunch-Klick hat geschrieben: 12. Juni 2026 07:21
Uschi Zietsch hat geschrieben: 11. Juni 2026 20:10 Ihr hier reicht mir schon, dass sich in meinem Geldbeutel nur noch Motten vermehren. Mehr brauch ich nicht ...
Das auch. Ich schaue aber auch zweimal im Jahr die einschlägigen Verlagsprogramme durch. Dabei geht trotzdem einiges durch die Lappen, und Ender muss es mit seiner Monatsvorschau richten.
Rezensionen nutzt keiner?

In den Andromeda Nachrichten sind ja immer welche drin:
https://sfcd.eu/publikationen/andromeda ... chten.html

Oder im Reisswolf:
https://reisswolf-magazin.de/

Auf Robot and Dragons gibt es auch eine kleine Buchseite:
https://www.robots-and-dragons.de/buchecke
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Hahlebopp »

Ist für mich auch schon wieder mal eine ganze Weile her, dass ich mal in einer gewesen bin, aber für mich waren die schönsten Anlaufstellen zum Schmökern eigentlich immer Bahnhofsbuchhandlungen. Da findet man doch das ganze nieschige Zeug - Comics, Heftromane, Warhammer, usw., und gut versteckt, irgendwo dazwischen, auch immer richtig tolle Sachen. Zumindest in den mittelgroßen Städten wäre das wohl immer mein erste Anlaufstelle. In reguläre, größere Buchhandlungen gehe ich hingegen praktisch gar nicht mehr. Wie hier schon geschrieben wurde, gibt's dort ja eigentlich fast nur noch die Bestseller und vielleicht ein paar wenige Heyne-Klassiker. Aber war das jemals anders?
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Re: Der Zustand der SF in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Fjunch-Klick »

Schon ein bisschen. Anfang der 2000er gabs überall noch zumindest einen SF-Regalmeter, manchmal auch zwei. Da standen dann tatsächlich auch die Klassiker drin, aber auch Bastei und Heyne-Neuheiten, Suhrkamp und Knaur.
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