Gelesen: Comics!
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Re: Gelesen: Comics!
In der DDR gab es ja die "Tim und Struppi"-Comics nicht.
Kurios ist aber, dass der erste Film 1964 offensichtlich unter dem Titel "Tin-Tin und das goldene Vlies" im DDR-Fernsehen lief.
Kurios ist aber, dass der erste Film 1964 offensichtlich unter dem Titel "Tin-Tin und das goldene Vlies" im DDR-Fernsehen lief.
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Re: Gelesen: Comics!
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Re: Gelesen: Comics!
Die DEFA arbeitete Ende der Fünfzigerjahre eng mit der französischen Filmindustrie zusammen. In dem Kontext dürfte es auch zu diesem oder jenem Rechtedeal gekommen sein.Darmok hat geschrieben: 21. Mai 2026 14:35 In der DDR gab es ja die "Tim und Struppi"-Comics nicht.
Kurios ist aber, dass der erste Film 1964 offensichtlich unter dem Titel "Tin-Tin und das goldene Vlies" im DDR-Fernsehen lief.
Generell war das französische Kino recht gut im DDR-Fernsehen vertreten, vor allem die Komödien. (Louis de Funes, Pierre Richard ...)
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Re: Gelesen: Comics!
Ich erinnere mich auch sehr gern an die Mittwochsreihe in DDR2, in der ich viele französische Filmstars in kleinen Filmreihen kennenlernte.L.N. Muhr hat geschrieben: 21. Mai 2026 14:50Die DEFA arbeitete Ende der Fünfzigerjahre eng mit der französischen Filmindustrie zusammen. In dem Kontext dürfte es auch zu diesem oder jenem Rechtedeal gekommen sein.Darmok hat geschrieben: 21. Mai 2026 14:35 In der DDR gab es ja die "Tim und Struppi"-Comics nicht.
Kurios ist aber, dass der erste Film 1964 offensichtlich unter dem Titel "Tin-Tin und das goldene Vlies" im DDR-Fernsehen lief.
Generell war das französische Kino recht gut im DDR-Fernsehen vertreten, vor allem die Komödien. (Louis de Funes, Pierre Richard ...)
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Marjane Satrapi (1969-2026)
Diese Meldung schockiert mich sehr. Marjane Satrapi, die Autorin des bahnbrechenden Comics „Persepolis“ ist mit 56 Jahren (so alt wie ich) in Paris gestorben. Sie war auch Co-Autorin und -Regisseurin der Verfilmung, die ihr unter anderem eine Oscarnominierung einbrachte.
„Persepolis“ hat mir mehr über den Iran beigebracht als alle Nachrichten zusammen. Sie starb nur ein Jahr nach ihrem Mann. Möge sie da oben den freundlichen Gott vorfinden, den sie in ihrem Comic gezeichnet hat.
Wer noch nicht hat: Lest den Comic oder / und schaut den Film!
Link: https://www.youtube.com/watch?v=NZ22VyjJ6n8
„Persepolis“ hat mir mehr über den Iran beigebracht als alle Nachrichten zusammen. Sie starb nur ein Jahr nach ihrem Mann. Möge sie da oben den freundlichen Gott vorfinden, den sie in ihrem Comic gezeichnet hat.
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Re: Gelesen: Comics!
Am besten beides! Persepolis ist grandios. Irgendwo in diesem Thread habe ich vielleicht auch mal drüber geschrieben.
Ich wollte es auch gerade posten, bin zutiefst erschüttert.
Hier als Zitat, was ttt - Titel, Thesen, Temperamente dazu geschrieben hat:
Ich wollte es auch gerade posten, bin zutiefst erschüttert.
Hier als Zitat, was ttt - Titel, Thesen, Temperamente dazu geschrieben hat:
Und:Mit Persepolis, ihrer schwarz-weißen, autobiografischen Graphic Novel über ihre Kindheit und Jugend während der iranischen Revolution 1979 und ihr späteres Exil in Europa, hat sie nicht nur ein Genre erneuert, sondern auch ein kollektives Bewusstsein geprägt. Nun ist die Künstlerin Marjane Satrapi im Alter von nur 56 Jahren gestorben. In einem Schreiben der Familie, das die AFP erreichte, hieß es, sie sei „etwas mehr als ein Jahr nach dem Tod von Mattias Ripa, ihrem Ehemann und der Liebe ihres Lebens, vor Kummer gestorben.“
ttt - titel thesen temperamente
Satrapi zog 1994 nach Frankreich und erhielt 2006 die französische Staatsbürgerschaft. Im Jahr 2025 lehnte sie die Auszeichnung „Légion d'honneur ab“ aus Protest ab, weil sie den französischen Umgang mit dem Iran kritisierte.
Wenn Satrapi vom Iran erzählte, erzählte sie immer auch von Freiheit, Verlust, Wut, Humor und der Sehnsucht nach einem Leben, das man selbst bestimmen darf. Ihre Bilder waren nie bloß Illustrationen, sondern politische Gesten. Satrapi verstand es, das Private ins Politische zu heben, ohne Pathos und Selbstmitleid.
Auch als Filmemacherin blieb sie dieser Haltung treu. Die Verfilmung von Persepolis, bei der sie selbst Regie führte, wurde weltweit gefeiert und erhielt nicht nur eine Oscar-Nominierung sondern 2007 den Preis der Jury beim Festival von Cannes.
Zu ihren weiteren bekannten Arbeiten zählt die Graphic Novel „Huhn mit Pflaumen“, die sie – wie schon Persepolis – gemeinsam mit Vincent Paronnaud für das Kino adaptierte. Außerdem führte sie Regie bei der Horror-Komödie „The Voices“ mit Ryan Reynolds sowie bei „Radioactive“, dem 2019 erschienenen Biopic über die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie. 2024 veröffentlichte sie ihren letzten Film „Paradis Paris“, eine Tragikkomödie.
Unter dem Titel „Woman, Life, Freedom“ veröffentlichte sie 2024 ihren letzten Comic. Bereits zwei Jahre zuvor hatte sie die Mahsa-Amini-Proteste öffentlich unterstützt und betont, dass die „Woman, Life, Freedom“-Bewegung für sie eine kulturelle Revolution darstelle.

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Re: Marjane Satrapi (1969-2026)
Ich bin erschüttert! Den Flim habe ich vor nicht allzu langer Zeit gesehen. Er bzw. die Comicvorlage sind wohl autobiographisch. Es gab auch eine Zeit der Hauptperson in Wien - die hat tatsächlich in derselben Straße wie ich gewohnt!Doop hat geschrieben: 4. Juni 2026 15:59 Diese Meldung schockiert mich sehr. Marjane Satrapi, die Autorin des bahnbrechenden Comics „Persepolis“ ist mit 56 Jahren (so alt wie ich) in Paris gestorben. Sie war auch Co-Autorin und -Regisseurin der Verfilmung, die ihr unter anderem eine Oscarnominierung einbrachte.
„Persepolis“ hat mir mehr über den Iran beigebracht als alle Nachrichten zusammen. Sie starb nur ein Jahr nach ihrem Mann. Möge sie da oben den freundlichen Gott vorfinden, den sie in ihrem Comic gezeichnet hat.
Wer noch nicht hat: Lest den Comic oder / und schaut den Film!
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Re: Gelesen: Comics!
Und noch ein Zitat

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Re: Gelesen: Comics!
Ja, ein schönes Zitat. Insbesondere wenn man sieht, dass alle (zumindest sehr, sehr viele) „Qualitätsmedien“ in ihren Nachrufen den Igitt-Begriff „Comic“ (wird natürlich zur „Graphic Novel“) oder gar „Comicautorin“ (daraus wird dann die „Schriftstellerin und Illustratorin“) meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Satrapi war auch da so viel schlauer und weiter…
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Re: Gelesen: Comics!
Ich habe momentan mal wieder eine Comic-Phase und hole einiges nach. Als da wären:
Y - The last man Teile 1-4
Wow, da ist mir echt was entgangen. Das von Vaughan entworfene Szenario ist in gleichen Teilen grausam, realistisch, humorvoll und zutiefst menschlich. Hauptfigur Yorick ist ein sehr sympathischer Slacker in einer schier ausweglosen Situation, die verschiedenen Fraktionen, mit denen er es zu tun bekommt, sind in ihren Motiven und Methoden erschreckend realistisch und die Serie strotzt vor überraschenden Wendungen. Große Klasse!
Supergirl - Die Frau von Morgen,
Die Vorlage zum aktuellen Kinofilm orientiert sich sehr stark an dem Roman "True Grit" und seinen Verfilmungen, aber Tom King versteht es ausgezeichnet, das Universum, in das er die Story verlagert, bunt und unterhaltsam zu gestalten. Der Film ist dabei erstaunlich nah am Comic geblieben, hat aber leider den Grund Supergirls, sich Ruthyes Rachefeldzug anzuschließen, als auch den Bösewicht so abgeändert, dass es den Film gegenüber der Vorlage massiv abschwächt. Das Ende fand ich im Comic aber schlechter als im Film, da war es in meinen Augen viel nachvollziehbarer, dass Supergirl Krem am Ende tötet. Im Comic lässt sie ihn erst 100 Jahre zur "Läuterung" in der Negativzone schmoren, um ihn dann zu töten, nachdem er seine Taten bedauert. Das fand ich unpassend sadistisch und grausam. Dafür sind die Zeichnungen ein Traum.
Flashpoint
Ich habe letztens nochmal die Verfilmung gesehen, die massiv unter miesen Tricks und den von Ezra Miller begangenen Straftaten litt, angesehen und zum Vergleich dann auch nochmal den Comic gelesen. Hier wurde eine echte Chance bei WB verpasst, die hätten den Konflikt zwischen Wonder Woman und Aquaman aus dem Comic einbauen sollen, das wäre wesentlich spannender gewesen, als Zod wieder auszugraben. Der Comic ist nach wie vor toll, der Film besonders im Finale beinahe unerträglich
Secret Wars
Den Zyklus habe ich damals ausgelassen, weil mir das originale Secret War aus den 80ern total missfiel. Angesichts der anstehenden beiden Avengers-Filme war die Lektüre aber sinnvoll, weil ich jetzt zumindest ungefähr weiß, was uns da erwarten wird. Der Zyklus selber ist ein Paradebeispiel dafür, warum ich solche Storylines meist nicht mag:irre kompliziert, wenn man nicht mindestens 10 weitere Serien verfolgt, versteht man am Anfang gar nichts, und Autor Hickman versteht es auch nicht sehr gut, Handlung über die Dialoge zu erzählen. Aber zumindest erklärt es, wie Kevin Feige aus der Multiversum-Nummer rauskommen will
Y - The last man Teile 1-4
Wow, da ist mir echt was entgangen. Das von Vaughan entworfene Szenario ist in gleichen Teilen grausam, realistisch, humorvoll und zutiefst menschlich. Hauptfigur Yorick ist ein sehr sympathischer Slacker in einer schier ausweglosen Situation, die verschiedenen Fraktionen, mit denen er es zu tun bekommt, sind in ihren Motiven und Methoden erschreckend realistisch und die Serie strotzt vor überraschenden Wendungen. Große Klasse!
Supergirl - Die Frau von Morgen,
Die Vorlage zum aktuellen Kinofilm orientiert sich sehr stark an dem Roman "True Grit" und seinen Verfilmungen, aber Tom King versteht es ausgezeichnet, das Universum, in das er die Story verlagert, bunt und unterhaltsam zu gestalten. Der Film ist dabei erstaunlich nah am Comic geblieben, hat aber leider den Grund Supergirls, sich Ruthyes Rachefeldzug anzuschließen, als auch den Bösewicht so abgeändert, dass es den Film gegenüber der Vorlage massiv abschwächt. Das Ende fand ich im Comic aber schlechter als im Film, da war es in meinen Augen viel nachvollziehbarer, dass Supergirl Krem am Ende tötet. Im Comic lässt sie ihn erst 100 Jahre zur "Läuterung" in der Negativzone schmoren, um ihn dann zu töten, nachdem er seine Taten bedauert. Das fand ich unpassend sadistisch und grausam. Dafür sind die Zeichnungen ein Traum.
Flashpoint
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Secret Wars
Den Zyklus habe ich damals ausgelassen, weil mir das originale Secret War aus den 80ern total missfiel. Angesichts der anstehenden beiden Avengers-Filme war die Lektüre aber sinnvoll, weil ich jetzt zumindest ungefähr weiß, was uns da erwarten wird. Der Zyklus selber ist ein Paradebeispiel dafür, warum ich solche Storylines meist nicht mag:irre kompliziert, wenn man nicht mindestens 10 weitere Serien verfolgt, versteht man am Anfang gar nichts, und Autor Hickman versteht es auch nicht sehr gut, Handlung über die Dialoge zu erzählen. Aber zumindest erklärt es, wie Kevin Feige aus der Multiversum-Nummer rauskommen will
Lese zur Zeit:
Matt Dinniman - Carl's doomsday Szenario
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Re: Gelesen: Comics!
Ich habe kürzlich die ersten beiden Sammelbände von Absolute Batman gelesen und bin schwer begeistert. Das war das erste Mal in über 25 Jahren, dass ich mir einen Batman-Comic gekauft habe (oder überhaupt einen Superheldencomic). Was, wenn Bruce Waynes Superkraft (reich sein) fehlt?. Er ist ein einfacher Ingenieur, der sich alle möglichen Geräte von der Baustelle zu nutzen macht, um seine Bat-Ausrüstung zu basteln. Die Origin-Geschichte von Bruce, aber auch den ganzen bekannten Schurken ist auch eine tolle Alternative zum üblichen. Die Geschichte es ziemlich brutal und düster, enthält auch einige Horrorelemente. Die Zeichnungen scheinen sich leicht an einem Manga-Stil zu orientieren, weichen, gerade was die Gesichter angeht, deutlich vom Üblichen ab. Werde ich auf jeden Fall weiterlesen. Es soll auch eine animierte Serie dazu geben.
Aktuell bereitet es mir große Freude jeden Tag zum Feierabend ein paar Seiten aus der Komplettausgabe von Calvin and Hobbes zu lesen, die ich kürzlich erworben habe.
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Meine Internetseite (mit Buchbesprechungen): http://lesenswelt.de/
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Re: Gelesen: Comics!
„Absolute Batman“ hat gerade den Eisner Award für die beste fortlaufende Serie und den Eisner für das beste Einzelheft (das Annual #1) gewonnen und "Absolute Martian Manhunter“ den Eisner für die beste Mini-Serie. Im Vorjahr gewann "Absolute Wonder Woman“ den Preis für die beste neue Serie.
Das Absolute Universe räumt mächtig ab. Ich warte noch auf die Sammelbände.
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Re: Gelesen: Comics!
Es wir auch animierte Serien dazu geben. Die anderen Absolute-Reihen reizen mich bisher noch nicht.
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