Scholomace - Naomi Novik

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Knochenmann »

Na dann:

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Also, um das noch einmal neu anzufangen:

Es gab mal ein Buch, das hieß Harry Potter, da gabts eine Schule, und die Schule war Hogwars, und mein Gott war die geil. Schottesches Schloss! Tolles Essen! Weihnachtsdekoration! Geheimgänge und Geister und vieles mehr! Und das gute alte englische Kassensystem, Haussklaven, und natürlich Cottage Core, man will von der Sekularen Welt nichts wissen, besser alles Low Tech...

Naja, die Scholomance ist nichts davon.

Die Scholomance, auch eine magische Schule, aber eine ohne Lehrer. Gebaut aus einem Zwang heraus: die Kinder der Zauberer dieser Welt sollten ihre Pubertät überleben, deswegen diese Schule die buchstäblich im Nichts hängt. Es gibt nur einen Weg rein oder raus... und lebendig rauszukommen, das ist die Herausforderung fürs letze Schuljahr. Typischerweise überleben 40% der Schüler, wenns ein glücklicher Jahrgang ist.

Die SCholomance existiert im Hier und Jetzt, die Schüler kennen Internet und Handys... nur funktioneiren die in der Scholomance nicht. Die Scholmance ist eine Legebatterie für Zauberer, und ernährt sich vom den Schülern die lernen, leiden und sterben.

Zumindest im ersten Teil ist die Scholomance ein böser Ort, der nicht immer hilfreich ist. Und auch im Inneren gibt es hauffenweise Monster die sich die Schüler vom Leib halten müssen, nur halt weniger als draussen. Und auch andere Schüler müssen sie sich vom Leib halten, denn es gibt Maleficarier, böse Zauberer die Lebewesen aussaugen für Mana... bzw Melia, das ist die böse Variante davon. Das ist leicht zugänglich aber voll mit unverdaulichen Bestandteilen, das Böse zerfrist die Seele.

Aber besser 20 Jahre als böser Zauberer leben als in der Scholomance sterben, hab ich recht? Gesetze gibts da ohnehin keine, man tut was man muss um zu überleben... und am besten auch um sich einen Platz in einer Enclave zu sichern wenn man aus der Schule draussen ist. Weil dort gibts das süsse Zaubererleben, Luxus und Magie im Überflüss, und SICHERHEIT, all das was es in der Scholomance nicht gibt.

Und so betreten die Bühne unsere Hauptfiguren, Galadirel "El" Higgins, Tocher der begabtesten Heilerin ihrer Generation und sie selber mit dem Anlagen eine böse Hexe von apokalyptischen Ausmassen zu werden. Wenn ihre Mutter sie nicht so gut erzogen hätte! Und Orion Lake, dem Wunderknaben, ein Mosterjäger wie kein Zweiter, der andere Schüler am laufenden Band rettet. Und zwischen den beiden: Faszination. Anziehung. Umkreisung! Beide sind ein Rätsel füreinander: Was hat es mit dieser offensichtlich bösen Hexe auf sich allerdings niemanden jemanls ein Haar gekrümmt hat? Und was hat es mit dem Wunderknaben auf sich der anscheinend unbesiegbar ist aber in dieser Bubble festhängt und die Realität der Scholomance nicht erkennt?
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Knochenmann
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Knochenmann »



Der Kapitalismus ist totalitär, also gibt es ihn auch in der Scholomance.

Was witzig ist, weil es gibt kein Geld. Auch in der Zaubererwelt außerhalb nicht. Das heißt, Geld gibts schon, es spielt nur fast keine Rolle. Zauberer sind eher Handwerker die gegenseitig Güter austauschen, sowas wie eine Zauberwährung gibts nicht... naja, vielleicht geladene Manakristalle, aber auch die nicht wirklich. Wir lernen: Manakristalle entladen sich über die Zeit, man kann die nicht bunkern. Wenn man ein größeres, manaintensives Projekt vorhat, dann man man das logistisch planen.

Aber wichtiger, wir sind in der Schule, und wir haben El, und der wurde durch die Bekanntschaft zu Orion ein neuer Pfad in die Zukunft eröffnet: sozial climbing, connections und networking, und wenn sie alles richtg anstellt dann ladet sie irgendwann in einer gemütlichen Enklave und hat ein schönes Leben.

Was das schöne Leben in der Enclave angeht: das hatte sie als Kind nicht. Obwohl sie es hätte haben können, weil ihre Mutter ist diese legendäre Heilerin die besser ist alls alle anderen. Mit diesen Skills könnte sie in einer Enklave leben, mit El, als Oberärtzen und alles wäre sooooo schön. Aber nein, die Mutter lebt in einem Zelt in Wales, ist ein Hippie, und weigert sich praktisch irgendwas für ihre Dienste zu verlangen.

Egal, denn bei 50% in dem Buch gibts einen Schlüsselmoment: El hängt mit Orion in der Bibliothek herum, auf einmal passiert irgendwas. Orion ist weg, und El steht einem Schlundmaul gegenüber.

Da muss man wissen, es gibt unzählige Mals, also: Malefikarier. Und die sind alle mehr oder weniger gefährlich, und alle mehr oder weniger schwer zu bekäpfen. Ganz oben auf der Liste stehen die Schlundmäuler: Schleimbatzen die alles verschlucken, und wenn man verschluckt wird stribt man nicht, man wird auf alle Ewigkeit verdaut. Und: sie sind praktisch unbesiegbar. Es gibt einen überliefteren Fall wo ein ganzer Zirkel von 10x Zauberern 10 Jahre geplant haben um ein Schlundmal zu besiegen das sich in einer Enklave eingenistet hat... und es geschafft hat. Unter großen Verlusten.

Jetzt gibts zwei, weil El hat dieses Talent zur Massenvernichtung, sie legt sich mit dem Schlundmaul an und besiegt es. Und: sie findet ein ultrawertvolles goldenes Buch, das "Buch von Goldenen Stein", verlohrengegangene sanskrit Zaubersprüche die ein paar tausend Jahre alt sind und die man zum Bau von Enklagen verwendet hat. ULTRAWERTVOLL, weil man kann die Zaubersprüche weiterverkaufen.

Das Buch und das Monster: es gibt in diesem Buch diesen Zauberer Aberglauben (den zumindest auch El anhängt), das es ein magisches Gesetz des Ausgleichs gibt. So bekommt sie das Buch (Belohnung) für das Besiegen des Schlundmauls (Bedrohung, Prüfung), aber das geht noch tiefer: Weil ihre Mutter dieser Sonnenschein von Mensch ist, deswegen muss El (wegen ausgelich) diese böse schwarze Aura haben, wesswegen niemand sie mag obwohl sie niemanden etwas getan hat.

Zu den Schlundmaul: bis jetzt, bis zur Mitte von Buch hatten wir in praktisch jedem Kapitel verschiedene Mals, Gestaldwandler, Stichler, Erscheinungen, Seelenfresser, weiß der Geier, das da das Schlundmaul gar nicht weiter auffällt. Bis zu dieser Stelle (und bis zum Ende von Teil 1) ist das Buch serh viel "lustiges Monsterbekäpfen", irgendein Viech kommt um die Ecke mit einem komischen Namen, dann gibts Aktion und das Viel ist tot, astreine YA Sache. An dieser Stelle deutet noch nichts darauf hin das die SChlundmäuler ... anders... sind.

Nebenfiguren: ich mag das sehr wie Novik ihre Figuren einfürt. Namen, und dann werden sie differenziert. Da haben wir jetzt Liu: Chinesin, und Melianutzerin, heißt: sie hat ein paar kleine Ratten mitgenommen und konsumiert hin und wieder eine. Das gibts Mellia, beschmutzt aber auch die Seele. Bemerkt keiner, außer El, die hat ein Auge für sowas. Aber sie macht sich nichts draus, Melia nutzen ist zwar schlecht für die Gesundheit, aber es ist eine valide Strategie um die Scholomance zu überleben. Tatsächlich ist sogar Mord eine valide Strategie, es gibt in der Scholomance keine Gesetze.

Nochwas, die Profezeiung für El: ihr Vater, ein Inder, ist gestorben bei der Abschlussprüfung. Ihre Mutter, zu der Zeit schwanger, hats überlebt und hat sich Jahre später mit der kleinen El auf den Weg gemacht nach Indien, wo die Enklave ihres Vaters steht. Dort wurde sie zuerst mit offenen Armen aufgenommen, bis die Oberhexe eine Profezeihung ausgesprochen hat: "El wird die schlimmste Zauberin von allen werden und sie wird eigenhändig die Enklaven zerstören". Danach: Rauswurf.

El als böse Hexe: da wären zum einen die Profezeiung und ihre schwarze Aura... und dann noch die Tatsache das ihre Affinität Massenvernichtung ist, das sie Tod und Zerstörung anrichten könnte wie niemand zuvor in der Geschichte. Was dagegenspricht: ihr moralischer Kompas den die von ihrer Mutter hat, und das die niemans Melia genutzt hat (obwohl das alle von ihr glauben, wegen Aura)
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Knochenmann
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Knochenmann »

50%

Ein ziemlicher plottechnischer Wendepunkt im Buch: El hat das Schlundmaul zerstört, das goldene Buch gefunden.... und jetzt passiert noch was: ein Wilderer.

Hab ich da oben geschreiben das Mord eine valide Taktik ist? Jetzt bekommen wir das:

In der Kantine sitzt ein einsamer Schüler aus dem Abschlussjahrgang. Und warum sitzt er da? Er hat gewildert. Heißt: er hat sich ein besseres Zimmer besorgt. Und das kriegt man nur, wenn man den bisherigen Besitzer umbringt. Hat er gemacht, aber: man kann so ein Verbrechen nicht verheimlichen, weil jeder es mitbekommt wer am Morgen aus welchen Zimmer kommt. Es gibt eine magische Ausgangssperre, und wen man aus einen fremden Zimmer kommt, dann weiß jeder was los ist.

Aber warum hat ers gemacht? Schiere Angst. Dazu muss man wissen: er gehört zu den Priviligierten, der New Yorker Enclave (wie Orion), er hat Resurchen, Mana und einen haufen Knechte die seine Arbeit erledigen, in der Hoffnung das wenn sie es überleben sie auch Mitglieder der Enklace werden. Aber das reicht nicht. Das reicht IHM nicht. Sein Zimmer ist das jenige das am Nächten zum Raum der Abschlussprüfung liegt, also dem Raum wo sich die Monster sammeln. Und letzte Nacht ist ein Schlundmaul an seinem Zimmer vorbeigekrochen.... das war der Moment, an dem er beschlossen hat: besser Mörder sein als gefressen werden.

Und wer hat Schuld? Orion natürlich. Dieser geborene Monsterjäger. Der beschützt nämlich die ganzen Schüler, dadruch sterben immer weniger, und die Monster werden immer hungriger. Das ist das was El schon immer gesagt hat und Orion nicht hören will: Das System ist nicht gerecht, irgendjemand muss dafür bezahlen, no ethical consum in capitalism.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Valerie J. Long »

Weiter viel Spaß damit - die Story ist m.E. erfrischend anders und wird bis zum dritten Band immer noch besser.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Knochenmann »

Ich hab die drei Bücher schon gelesen (gehört), das hier ist eine Zweitlesung, ich wollte gerne mehr zu den Büchern schreiben als ich es ursprünglich getan habe.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Uschi Zietsch »

Hattest du ja auch, nur isses leider weg ... :-(
Gerald liest es grad zum dritten Mal.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Doop »

Ich mochte die Bücher auch sehr. Auch Noviks erste Drachenromane, die ich damals gelesen habe, waren sehr super.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Knochenmann »

Uschi Zietsch hat geschrieben: 8. Januar 2026 18:37 Hattest du ja auch, nur isses leider weg ... :-(
Gerald liest es grad zum dritten Mal.
Nein nein, hatte ich nicht... ich hab alles an einem Stück weggehört, zumindest BAnd 1 und 2, einmal auf der Fahrt nach dresen, einmal auf der Frahrt zurück, da blieb keine Zeit für Notizen.

Und ja, das Buch ist sehr gut.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Knochenmann »

60%

Es beginnt zu menscheln.

Die Enklave von New York verübt einen Anschlag auf El, aus Gründen. Die ist dann stinkig.

Den Hintergrund bekommen wir auch erklärt, ein Mädchen entschuldigt sich für den Anschag: Orion ist deren gewaltiger Aktivposten. Er hat eigenlich nichts anderes im Sinn als Monster zu jagen, er beschützt im Alleingang die ganze New Yorker Enklave, nicht weil ers muss sondern weils das einzige ist das ihn interresiert. Und er hat keine Verbindung zu irgendeinem Menschen aufgebaut, außer zu El. Von der New Yorker Perspektive aus: Orion soll alles kriegen was er will, und wenn er El haben will dann kriegt er hat El. Die New Yorker werden aus beiden nciht schlau, El ist für sie die geborene schwarze Hexe, so wie all der überlebensgroße Held und Beschützer ist.

El hat für die Enklavler danach wenig übrig, eine einzige Schlangengrube die Rich Kids die alles im Leben nachgetragen bekommen haben und es reicht immer noch nicht. Ihre Aussagen: sie will nicht in die Enklave, sie will in keine Enklave, gehts scheißen. Und macht damit ihre Mutter stolz, die wolle auch nie was mit den Enklaven zu tun haben... El hingegen schon, für sie (als Kind) waren die Enklaven ein Wunschtraum, ein unerreichbares Ziel der Sicherheit.

Aber auch sonst gibt es Bewegung: Adhya durchschaut El, wegen dem Goldenen Buch. Das hat El ja nach dem Kampf gegen das Schlundmaul bekommen, und hier setzt dieser Zauberer Aberglauben an: Adhya weiß das es nichts für umsonst gibt, und schlussfolgert daher: für das Buch hat El das Schlundmaul umgebracht, etwas das so unglaublich ist das man nicht einmal damit angeben kann.

Dazu kommt Liu, ein anderes Mädchen. Deren Strategie um die Scholomance zu überleben war es Melia zu nutzen, das böse Mana. Jetzt wurde sie aber von El mehr oder weniger aus Versehen gereinigt, all die schlechten Melia Rückstände sind jetzt aus ihr rausgeblausen... und sie will nicht mehr wieder damit anfangen. Was aber ein Problem ist, weil sie kein Mana hat. Und ein Jahr vor der Abschlussprüfung die Strategie zu ändern.

Dennoch, es kommt zu einem Bündniss: Adhya, Liu und El, und es fühlt sich so GUT an. Wegen so einem scheiß ließt man doch Internatsromane, Leute die Freundschaften schließen. Man geht zusammen in die Bibliothek, lernt zusammen eine Fremdsprache, und häckelt an einer Decke zusammen im Zimmer. Man spührt richtig wie die sozial vertrocknete Seele von El heilt, man möchte fast weinen.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Knochenmann »

80%

Sooooo! Wir nähern uns dem Ende, und so erstaunlich es klingt, erst jetzt wird ein Plot aufgebaut.

Wir hatten natürlich das ganze Buch über El, die Dinge will und die eine Agenda hat, aber erst jetzt bekommen wir soetwas wie ein Ziel, und das schaut so aus:

Orion ist war die letzen Nächte wach um Monster zu jagen, weil er sich das was El und Todd (der Mörder) durch den Kopf gehen hat lassen: das ganze System ist nicht wirklich fair, nur einigen zu helfen reicht eben nicht. Er versucht seine "Schuld" abzuarbeiten.

Dabei kommt es zu einem Tumult am unteren Ende der Treppe: stellt sich heraus das die Wand die die Schule von der Ausgangshalle (also der Ort wo sich die Monster versammeln für die Abschlussklasse) beschädigt ist, in einem Maße das sie in Tagen einstürzen könnte. Wenn das der Fall ist werden alle in der Schule sterben. Man fasst also einen Plan: die Wand muss reapriert werden, und zwar am besten: man wandelt die Eisen Wand in eine Stahl Wand um.

Das fand ich super. Weil: die Schule ist halt schon alt, die Wände sind nicht mehr State-of-the-Art, aber die Welt ist nicht stehengeblieben, es gibt es Stahl, man weiß um dessen erzeugung, und obwohl Stahl ansich nicht magisch ist man man ihn mit magischen Mitteln herstellen, muss man halt heiß machen, verlüssigen, Kohlenstoff untermischen, falten und zusammenfügen. All das wird im Detail besprochen. Und dann durchgeführt. Blos gibts ein Problem: Zwölftklässler, also: die Abschlussklasse.

Die haben nämlich die Wand absichtlich sabotiert. Warum zum Teufel sollten sie das tuen? Einfach. Durch Orion sind so wenige Schüler gestorben, das sowohl die Schule als auch die Monster ausgehungert sind, Überlebenschance beim Abschluss: Niedrig. Die beste Chance die sich die Zwöftklässler ausgerechnet haben: die Wand sabotieren, dann kommen die Monster rein und fressen alle anderen Schüler zuerst, die Zwölftklässler (die sich am besten verteidigen können) hoffentlich zuletzt. Pech für alle andern, aber it is what it is.

Das ist alles ziemlich bezeichnend für die Zaubererwelt: verzweifelte Menschen und gegenseitige Ausbeutung, das ist zumindet die Atmosphäre in der Schule. Der Plan der Zwölfklässler: nicht cool, aber es ist ein Plan von Menschen die Leben wollen.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Knochenmann »

95%

Wir lernen kurz vor knapp noch eine weitere wichtige Person kennen: Clarita, die Jahrgangsbeste der Abschlussklasse. Die verteidigt das Vorgehen der Abschlussklasse: Orion hat sovielen Leuten in seinem Jahrgang das Leben gerettet das die Überlebenschance des Abschlussjahrgangs sich massiv verschlechtert hat. Und das ist ungerecht, wieso sollten sie die Last alleine tragen.

Die Lösung für das Dilemma: es gibt eine Reinigungsvorrichtung in der Halle mit den Portalen, die ist seit 1880 kaputt. Man hat versucht das zu reparieren, ging aber nicht, die Lösung damals: die Scholomance für alle öffnen, dann hat man genügend Material aus den niedrigeren Zauberkalssen um die Mals zu füttern. (<-- Das ist ein wichtiger Punkt in der Handlung, der aber so pseudoversteckt ist. Wenn die Scholomance auf Tod gebaut wurde, dann wurde und wird die mit Melia betrieben, das macht die ganze Scholomance böse.) Aber wenn man die reparieren könnte, dann würde das die Chancen für den jetzigen (und für die nächsten Jahrgänge) massiv verbessern. Und wer solls machen? Orion Lake. Zum danke das er sovielen Leuten das Leben gerettet hat wird er auf eine Seltmordmission geschickt.

So kommt dann auch, nur das El mitgeht und noch eine Handvoll anderer auch, das ist so der dramaturigsche Höhepunkt des Buches, die große Reparatur, einen Tag vor der Abschlussprüfung. Schön ist: das alles passiert so aus dem nichts heraus, es ist nichts was sich das ganze Buch über ankündigt.

Karma und Melia: Die ganze Scholomance ist eine einzige Karmamaschine, man muss machen was man machen muss um am Leben zu bleiben, und das machen alle andere auch. Und wenn man auf Kosten anderer lebt, dann erzeugt das automatisch schlechtes Karma bzw: Melia, an dem dann alle ersticken.

El erinnert sich an ihre Mutter, die Heilerin die immer alle ihre (Top-qualitäts Heilzuber) an alle gegeben hat die gefragt haben, für umsonst ohne Gegenleistung. El hat sie dafür gehasst, aber wir fangen langsam an sie zu verstehen: Die Heilzuaber zu verkaufen, das hätte schlechtes Karma mit sich gebracht, es wäre nur eine andere Form des Melias gewesen. Die Mutter ist der absolute Gegenpol zur gesamten Scholomance.

Da ist El neben den Vorbereitungen für die Reperatur noch mit etwas anderem beschäftig: Tauschen. Die Schüle uas der abschlussklasse brauchen keine Dinge mehr, deswegen ist die letze Schulwoche die Zeit wo man ein paar gute Deals machen kann. El sichert sich eine halbverbrannte Decke, aus der will sie sich ein neues Oberteil häckeln.

Es gibt am Ende der Reinigung noch einen romantischen Moment, ein versucher Kuss von Orion. Der fällt bei El nicht auf furchtbaren Boden.

Ich mag es wie sich diese "Liebesgeschichte" entspinng: Wir wissen das die beiden ein Paar werden, irgendwann mal, aber die Reise dorthin? Und wir kennen nur Els Standpunkt, Orions Gefühlsleben bleibt uns verwert.

Aja: die Zahlen in diesem Buch machen sowas von gar keinen Sinn. Es wird von 4500 Schülern gesprochen, ca 900 pro Jahrgang. Gut, aber wieviele Enklaven gibt es? Zumindest eine in jeder größeren Stadt, Berlin und München wird genannt, in England sind es wohl mindestens 5, es wird sogar eine Enklave in Kenia genannt. Ich komme rein gefühlsmässig auf 500 Enklaven, es sind einfach zu viele. Und die Aufstiegchancen für Nicht-Enclaverler? Es wird gesagt: nur die DREI Jahrgansbesten haben einen Plaz sicher, der Rest: Warteliste.

Wenn man das alles druchrechnet, Enclavler vs Nicht-Enlacler, Überlebenschance, Aufnahme in andere Enclaven: Es sind einfach viel zu wenige. Die Überlebenschance für Nicht-Enclaver auf der Scholomance liegt bei rechnerischen 20%, wieso sollten die sich drauf einlassen? Und wieviele Leute eines Jahrgangs sind z.b. aus der New Yorker Enclave? Wieviele Leute lebenüberhaupt da, wieviele Kinder haben die? Wieviele Zauberer gibts überhaupt? Fragen über Fragen, aber das hätte man ja auch bei Hogwarts fragen können, das führt zu nichts.

Und die Enclaven selber: da hatte ich nicht ein Eindruck das es sich bei Enclaven um eine endliche Resource handelt, im Gegenteil: meiner Meinung nach müsste ein mittelmässig begabter Zauberer genug beitragen können um den magischen Raum in einer Enclave zu vergrössern. Rein marxistisch gedacht: mehr magische Arbeitskraft, mehr magischer Wohlstand für alle. Eigendlich müssten die Enclaven magische Talente aktiv anwerben, obwohl es die Story anders haben will.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Valerie J. Long »

Lies zu den Enklaven nochmal weiter bis zum dritten Band... aber da warst du ja schon.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Knochenmann »

Jaja, ich weiß ja schon wirs ausgeht, dennoch: die Zahlen in dem Buch ergeben keinen Sinn. Eigendlich müssten die Zauberer schon längt ausgestorben sein. Es sei denn jede Zauberer Frau hat wenistens 6 Kinder, und da reden wir mur über die Enclaven.

Außerdem ist die Scholomacne viel zu gefährlich beschrieben, all die Nahe-Tod Erlebnise die El in ihrem Altag hat, und das obwohl sie die Top Hexe ist. Es eine Mädchen das zu Beginn des Buches stirbt, das Zauberkind von den Nicht-Zauber Eltern, die nur das Talent hatte aber nciht die Ausbildung, wie hat die länger als 3 Tage überlebt? Geht doch gar nicht.

Egal.

Fertig!

Wir bekommen auf den letzen Seiten noch ein bischen was fürs Herz: El nutzt die Gunst der Stunde und sackt sich Vorräte ein (darnter: eine LED Leiste die in die Buch Schatulle soll, magische Bücher LIEBEN LED Leisten).

Dann ab zu Adja und Liu ins Zimmer, ein wenig Girls Talk: Eine Unterhaltung über Schwangerschaften und Verhütungsmittel in der Scholomance. Und Sexualität im allgemeinen. Wir lernen: Jungs haben ein heimliches Mal in der Unterhose, und wenn sie allein mit einem Mädchen sind holen sie es raus. Zudem bekommet El eine Ratte als Vertrauten von Liu. Die hatte die Ratten dabei als Meliabatterie, aber damit ist jetzt schluss.

Noch jemand klopft an: Chloe, Hexe aus der New York Enclave. Kommt um sich zu entschuldigen, für die Scheiße in der Bibliothk und generell für alles. Klingt sogar aufrichtig. Dei Scholomance ist jetzt nicht der Ort wo die Leute ihre Sonnenseite zeigen.

Und dann: das Ende, die Abschlussklasse ist drausen (ob die überlebt haben oder nicht können wir nicht wissen), und dann: die Ankunft der neuen Schüler. Und die bringen auch immer wieder Bodschaften von ausserhalb mit, und zum ersten mal seit überhaupt ist was für El dabei, oder genauer: für die Tochter von Gwen Higgens, als solche wird sie nämlich aufgerufen, in aller Öffentlichkeit. Damit ist die Katze aus dem Sack, und jetzt wissen alle wer El ist, bzw: wessen Tochter. Erstaunlich nur das alle Schüler oder zumindet ziemlich viele den Namen Gwen Higgens gekannt haben, El Mutter muss eine _wirklich_ große Nummer sein was Heilzuaber angeht.

Auh so Ja, die Botschaft die El von ihrer Mutter bekommt:
Hab Dich lieb, BLEIB WEG VON ORION LAKE
...und so endet das Buch mit einem gewaltigen Cliffhanger im letzen Satz.
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Re: Scholomace - Naomi Novik

Beitrag von Doop »

Ja, da wollte man natürlich sofort weiterlesen. Eine wunderbare Serie.
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